Tag 4: Anting und Xuhui District

Nach dem Krankenhaus ging es auf direktem Weg nach Anting ins Büro, dort stand ein Treffen mit der zuständigen chinesischen Personalerin an um einige Rahmenpunkte zu klären/verifizieren, eine nette deutsche Personalerin, Laura aus Herzogenaurach, hat uns nach dem Mittagessen auch noch auf einen (überraschend guten!) Kaffee in der Cafebar „rolling bean“ eingeladen. Danach waren wir noch bei Nic’s neuem Team. Sein chinesischer Chef war selbst 11 Jahre lang in Deutschland und beherrscht unsere Sprache weit besser als wir jemals chinesisch können werden, das macht die Kommunikation natürlich angenehm! Es war interessant zu sehen, wieviele Westler dann doch dort arbeiten (oder zumindest gerade auf Dienstreise dort sind).

Nic hat allerdings auch einen super Draht zu seinen chinesischen Kollegen und ist sehr beliebt im Büro. Das find ich klasse, weil es uns eben doch die Möglichkeit gibt, auch mal was mit Einheimischen zu unternehmen. Zwei seiner Kollegen kenne ich schon von deren Dienstreisen nach Herzo, Shuyuan und Yijun, mit denen wir jeweils schon öfters in Deutschland was unternommen haben (Yijun ist sogar gerade dort und wir haben uns am Samstag noch getroffen. Sie freut sich schon darauf, uns (bzw vor allem mir, denn mit Nic war sie hier schon unterwegs) dann als Revanche ein bisschen Shanghai zu zeigen und Shuyuan ist Spezialist für seinen Wohnort Suzhou (70 km entfernt)). Das ist halt schön, weil wir dann nicht nur rein in einer deutschen- oder Expat-Blase leben, was uns schon auch wichtig ist, so zumindest der Plan. 

Heute Abend ging es dann trotzdem in deutscher Runde los, in Xuhui (dort hatten wir auch eine Wohnung ins Auge gefasst). Michi hatte nach stressigen zwei Wochen Bedarf nach Vitaminen in Salatform und wir haben das unter Westlern beliebte „Element Fresh“ probiert. Frische Säfte und Shakes, knackige Salate, Clubsandwich und warme Gerichte, New York Cheese Cake oder Schokotorte zum Dessert. Das Essen war wirklich gut und die Säfte toll, wir haben schon eine Mitgliedskarte (für wenn die Gelüste auf einen Ceasar Salad oä kommen), Lieferdienst gibt es auch.

In Xuhui ist das Element Fresh direkt an einer großen Mall (Grand Gateway), oder: einem Konsumtempel, achtstöckig (ich kann das immernoch nicht so ganz fassen…) und wir hatten davor noch etwas Zeit dort durchzustromern. Im 6. Stock gibt es einen Buchladen der eine wunderbare Auswahl an internationaler Presse (Spiegel und Stern gibt’s zB) und englischen Büchern hat. Auch gut zu wissen! 

Auf dem Heimweg haben wir noch einen Boxenstopp in der Bargegend gemacht, wo es zB die Camel Sportsbar gibt (alles mögliche an Sport wie Formel 1, Rugby, Basketball oder eben auch Sky Fußball live!!) und ein Getränk im Oscar’s genossen. Direkt ums Ecke der Ausgehgegend (die viele, für chinesische Verhältnisse, teure Bars beheimatet, in der nur Westler und reiche Chinesen unterwegs sind) kamen wir dann an einem chinesischen Krankenhaus vorbei (Augenklinik, wenn ich es recht verstanden hab) wo eine Reihe von Menschen draußen mit Decken / Schlafsäcken campiert / angestanden hat. Der plötzliche Umschwung von glänzend Reich mit Schein und Sein auf Arm hat mich in dem Moment sehr getroffen, aber ich fürchte, daran werden wir uns hier gewöhnen müssen. Trotzdem macht mich so etwas traurig und führt mir die Privilegien vor Augen, die ich im Leben genießen darf. Einer meiner Leitsprüche ist ein Zitat, das ich 2011 in Ingolstadt am Theater abfotografiert hab „wahrscheinlich habe ich das Glück unterschätzt“ – der so zutreffend ist, weil er eben in beide Richtungen zutrifft, nach oben wie nach unten.

Der Rückweg zum Hotel war meine erste Taxifahrt (davor hatten wir entweder einen Fahrer von der Agentur oder dem Büro, oder sind Metro gefahren) – aber das Thema Verkehr verdient dann einen gesonderten Beitrag.

   
Autobahnkreuz!

  

War noch recht früh bei Euch…
  

King (Kong) Coin

  

Ein Stück „Fake Natur“ am Hochhaus: In China kann man eben alles fälschen, auch eine Felsfassade

  

„Wer Schmetterlinge lachen hört weiß wie Wolken schmecken“ (in Magenta!!!)

  

Lesestoff 

  

Grand Gateway

  

Dinner

  

Hey, Kim, wie schaut’s aus? Pimm’s Royal?

    

 

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