Hochzeitsreise (1)

Da war er also nun, unser erster Urlaub innerhalb des großen Abenteuers „China“. Einen wahnsinnig langen Reisebericht wird es aber leider nicht geben, weil wir einfach viel zu faul waren.

Nach der Hektik, die uns 2015 mit Hochzeit und Umzug begleitet hat war es für uns an der Zeit, mal die Füße hoch zu legen, nur zu tun worauf wir Lust hatten und uns auch mal wieder ein bisschen miteinander zu beschäftigen.

Dafür hatten wir uns eine kleine abgeschiedene Insel ohne großes Hotel und drumherum in Thailand ausgesucht. Flug nach Bangkok, zweieinhalb Stunden Taxi ans Meer (nach Rayong) und von dort mit dem Speedboat übersetzen. Also wirklich abseits von allem, von Strandverkäufern, Touranbietern oder sonstigen Geschäftsleuten, die die Ruhe stören könnten.

Außerdem ist Speedboat fahren für mich schon alleine Urlaub. Es gibt nichts schöneres, als auf dem Meer zu sein, Wind um die Nase mit flatternden Haaren über die Wellen zu hüpfen. Nach der halben Stunde war ich quasi schon tiefenentspannt.

   (Erster Blick auf die Insel)
Das Hotel ist ziemlich neu (1,5 Jahre alt) und eigentlich noch im Aufbau. Das Konzept, ein ECO-Resort zu sein, dass das „Robinson-Crusoe-Abenteuer“ anbietet ist genial, könnte aber in unseren Augen etwas besser umgesetzt werden. Da kommt bei mir dann gleich wieder „die Deutsche“ raus, mit Ideen und Plänen (3 Leute die morgens zum Strand aufräumen abbestellt werden. Jeder arbeitet eine Stunde, nach ein paar Wochen wäre die ganze Insel sauber, etc… Auch in solchen Fällen fallen einem wieder die kulturellen Unterschiede zwischen der asiatischen und europäischen Kultur auf) und wir haben beschlossen, dass wir im nächsten Leben auch Hoteliers werden (oder, wer weiß wann der Lottogewinn kommt?).

Trotz kleiner Mäkel waren wir aber sehr zufrieden mit dem Hotel, schließlich haben die wichtigsten Punkte gepasst und das Personal war zu uns mehr als freundlich und entgegenkommend. Zumal wir uns jetzt lang genug mit Asien beschäftigen um über einige Dinge, die mich in westlich geführten hochkarätigen Hotels stören würden, augenzwinkernd hinwegzusehen.

   
 

Wir hatten das erste Häuschen am Meer und damit natürlich den Jackpot. Der Strand war mit lauter kleinen Stelzenhüttchen ausgestattet, die Schatten spenden und einem einen geschützten Rückzugsort geben. Nachdem die amerikanische Familie bestehend aus Mutter, Sohn mit Frau und Neugeborenem an unserem zweiten Tag abgereist war, haben wir uns dann auch dort direkt die Premiumstrandhütte gesichert und einfach das Leben genossen. Überhaupt gab es einen hohen Durchsatz an Gästen, was wir ja schon von Bali gewohnt waren. Verständlich, wenn man schon mal zig Stunden in ein abgelegenes Land mit aufregenden und vielfältigen Möglichkeiten fliegt, möchte man ja nicht nur eine Ecke sehen. Nicht so für uns, 4 Stunden Flug sind dagegen ein Klacks und wir wollten den Koffer dieses Mal nur einmal auf und dann am Ende des Urlaubs wieder zu machen.

   (Unsere Hütte von unserer Strandhütte aus)

Zu den Gästen dann bald mehr.

Die Insel Koh Munnork ist an sich sehr klein, den Rundweg haben wir innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen. Dabei haben wir vor allem folgende Dinge gefunden:

– wunderschöne Blüten

– wunderschöne Schmetterlinge

– verwinkelte und zugewucherte Ecken

– eine Horde Pfaue (mindestens 15)

– beeindruckende Felsen

– und leider auch verdammt viel angeschwemmter Müll.

   
    
 

Am ersten vollen Tag war uns das Wetter nicht sehr gnädig und es hat sehr viel geregnet. Dafür war im Vergleich das Meer natürlich geradezu Badewannentemperatur und die anderen Gäste haben sich nicht rausgetraut. Nachts gab es dann dafür auch das krasseste Gewitter, das ich bisher erlebt hab. Es muss sich wirklich nicht weit von der Insel entfernt befunden haben, der Donner hat regelmäßig unsere kleine Hütte zum erzittern gebracht. Dafür waren wir dann auch ab da immer recht früh wach und haben es uns zur Gewohnheit gemacht, vor dem Frühstück schon mal unser Strandhüttchen zu beziehen, die Stille des Morgens zu genießen, die ersten Seiten des Tages zu lesen oder bei guter Sicht auch einfach schon mal Schnorcheln zu gehen.

Auf beiden Seiten des Strandes (sowohl bei unserer Hütte, als auch auf der Restaurantseite) gab es einiges an Fischen, Muscheln und Korallen zu entdecken. Einmal hat Nic sogar eine Schildkröte gefunden, sehr aufregend! Zu den ausgefalleneren/größeren Sichtungen zählen aber auch ein kleiner Drachenkopf, mehrere Stachelrochen und Igelfische. Und ein verdammt großer Barracuda, der mich mit seinem knappen Meter ganz schön erschreckt hat.

Während die Mördermuscheln in allen erdenklichen Farben leuchteten haben die See-Igel mit ihren türkisenen Punkten überzeugt – und den kleinen Minifischschwärmen, die zwischen ihren Stacheln hin und her geschwommen sind.

Ein paar frische Korallen (auch eine sehr große Tellerkoralle und eine schöne Fächerkoralle) haben davon gezeugt, dass das Riff noch am wachsen.

Abgesehen vom Schnorcheln und Planschen haben wir jeden Tag an der Spitze des Strandes mindestens einen Damm gebaut (und uns damit immer einen kleinen Privatpool gegraben), einmal mit voller Verteidigungsmauer mit Burgtürmchen und Straßen, Tunnel und Brücken 😉

   (Burg hat der Nacht standgehalten und war auch am nächsten Tag erkenntlich)
Und sonst hat uns natürlich das gute Thai-Essen verwöhnt, Stir-fry, Glasnudelsalat, Papayasalat, Meeresfrüchte bis zum abwinken und dazu eine frische, kühle Kokosnuss. Herrlich!

  

Für heute mache ich jetzt erst Mal hier Schluss und lade das bisher Geschriebene und ein paar Bilder für euch hoch, möchte euch aber in den nächsten Tagen noch ein bisschen was über die Menschen denen wir dort begenet sind oder die wir dort getroffen haben, erzählen.

  

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