Die wichtigen Dinge im Leben

Ich mache das ja nicht zum ersten Mal. Also, den Lebensmittelpunkt in das Ausland verlagern, meine ich. 2009 war ich für zehn Monate in Amerika. Damals hab ich für eine deutsche Firma gearbeitet und hatte gleich Glück, dass ein weiterer Deutscher, Daniel, für ziemlich genau den gleichen Zeitraum dort war. Dazu kamen noch ein paar Praktikanten, von denen nur Franz, der damalige Mitbewohner von Daniel, eine Relevanz hat, weil wir bis heute befreundet sind. So hatten wir, zusammen mit ein paar lokalen Kollegen, vor allem Melissa, Franz’ und Daniels „Gastschwester“ und Eliud, Daniels späteren Mitbewohner, schnell einen kleinen Kreis aufgebaut.

Solche Zufälle (falls man es so bezeichnen möchte) sind elementar wichtig für das eigene Wohlbefinden im Ausland. Und es war klar, dass das auch hier für uns wichtig werden würde.

Während unseres Besuchs in Deutschland, und dem Zurückkehren nach Shanghai Ende Februar, ist mir aufgegangen, welches Glück wir hier wieder haben.

Schon vor der Abreise haben wir uns in Erlangen mit Michi getroffen, von dem Nic wusste, dass er auch nach Shanghai umsiedeln würde (er ist schon im Juni hier her gekommen und in Nic’s Abteilung). Kurz darauf, beim Look and See Trip haben wir Dani und Stefan kennengelernt. Die beiden mussten mit uns gemeinsam den medical check durchstehen– ein Event, das uns direkt zusammengeschweißt hat. Zufällig pflegen wir zu Hause ähnliche Hobbys und es hat sich auch gut ergeben, dass wir hier einem gemeinsamen Hobby nachgehen: Essen. Alles ausprobieren.

Zufällig, beim Burger essen im Blue Frog, hab ich dann auch einen weiteren deutschen Kollegen von Nic getroffen, Jochen (es sollte dann noch ein bisschen dauern, bis wir seine Frau Elena beim Weihnachtsessen Ende November kennenlernen würden) – der uns unter anderem zufällig einen Schweizer Kollegen, Markus, der für eine andere Firma hier in Shanghai ist und mit Stefan zusammenarbeitet vorgestellt hat. Beim Weihnachtsessen kam Markus mit seiner Frau, Chia-Wei, der wir uns – vorurteilsbehaftet wie wir eben sind – direkt auf Englisch vorgestellt haben, nur um dann zu hören, wie die beiden sich auf Schwizerdütsch unterhalten.

Dort haben wir festgestellt, dass sowohl Chia-Wei und Markus, als auch Elena und Jochen jeweils erst nach Heiligabend in den Weihnachtsurlaub fliegen würden (so wie wir) und kurzerhand beschlossen, dann doch einfach Heiligabend gemeinsam zu verbringen.

Mittlerweile sind wir eine eingeschworene Runde und haben schon nach der Rückkehr mit Stefan darüber gesprochen: aus Deutschland (weg von Familie und Freunden) wieder Richtung China abzureisen wird einfach deutlich leichter durch die Tatsache, dass man hier Freunde hat. Ein funktionierendes soziales Umfeld ist unersetzlich und wir sind dankbar, wie schnell wir hier diese tollen Menschen (es gibt auch noch mehr, die jetzt hier nicht namentlich erwähnt sind, aber trotzdem ihren Anteil haben) kennengelernt haben und wie unkompliziert das alles passt. Sicher eine Haupt-Zutat im Rezept für die gelungene Expat Zeit.

    Blick vom Garten von Elena und Jochen auf ihr Haus – und da kann schon mal was von oben geflogen kommen 😉
  Das ist dann der Knochen, den Markus beim Oster-Brunch von oben abbekommen hat.

  
Beim Osterbrunch – ich bin mir nicht sicher, ob alle mit der Veröffentlichung hier einverstanden wären, daher die „artistische“ Bearbeitung 😉

   Kickerspass mit Dani und Stefan vor zwei Wochen 🙂

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4 Gedanken zu “Die wichtigen Dinge im Leben

  1. Ich kann dir nur Zustimmen, das soziale Umfeld ist sehr wichtig hier, so weit weg von der Familie und heimischen Freunden. Wir haben auch eine tolle Gruppe gefunden in der wir zusammenhalten und uns regelmäßig treffen. Manchmal auch ein bisschen wie eine Selbsthilfegruppe im Shanghai Djungel 😉

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