Roadtrip Tag 2: Von Dargaville via Nordküste nach Paihia

Der Tag begann äußerst gemütlich, mit einem Frühstück von Pam und Peter, den B&B Betreibern. Zusammen mit Ruth aus Australien haben wir den Tag ruhig angehen lassen.

Der erste Stopp auf der Straße war der Waipoua Forest, in dem wir majestätische Kauri-Bäume bestaunt haben. Den „Vater des Waldes“, ein 30m hoher Baum mit 16,41 m Stammumfang und die „4 Schwestern“, die sehr nahe aneinandergerückt sind, haben wir bei einem strammen Spaziergang besucht. Die Fichten sind endemisch für NZ und wurden viel zum Bau von Häuser, Booten und allerlei Kleinzeug (Möbel, Nippes) genutzt. Mittlerweile wachsen hier eingeführte Bäume deutlich schneller und Nutzholz ist in NZ fünfmal schneller schlagfertig als zB in Kanada. Sehr beeindruckend, das Klima hier ist großartig.

Apropos Klima: gerade als wir den Wald in unserem Jeep verlassen haben, kommen die ersten Tropfen des Tages herunter. Super Timing!

Wir verlassen am Hokianga Harbour die Küste und fahren entlang des weit ins Land ragenden Meeresarm. Bei Koutu bestaunen wir die Runden Felsen, die am Strand liegen, um kurz danach in Rawene auf die Autofähre zu gehen. Trotz 45 Minuten Wartezeit bis zum nächsten Ablegen und 15 Minuten Überfahrt geht das schneller, als den Meeresarm zu umfahren. Und die Wartezeit bietet sich prima als Picknick an.

Nach der Fähre nehmen wir den Umweg über unbefestigte Straßen nach Ahipara, dieses Mal haben wir ja das richtige Auto dafür 😉 (nicht, dass wir es in anderen Urlauben in Südafrika oder Australien nicht auch mit normalen PKWs immer wieder probiert hätten). Das zeigt sich auch in Ahipara, wo der „90 Mile Beach“ gen Norden beginnt. Der Name ist recht irreführend (der Strand ist nicht mal 90 Kilometer lang…) und der Strand ist bekannt dafür, dass er befahrbar ist. Es ist zwar nicht ganz so ohne, man sollte schon den Tidenhub und die Treibsandstellen im Blick behalten, trotzdem ist der Strand tendenziell mehr befahren. Also nehmen wir in Ahipara den nach Westen ragenden Strand, Shipwreck Bay, und drehen dort eine ordentliche Offroad Runde, mit schroffen Felsen (irgendwoher muss ja der Name stammen) und Rockpools, etc. Unterwegs finden wir neben einem Angler (der, für uns auf unvorstellbare Weise, mit seinem kleinen PKW irgendwie durchgekommen ist) auch einen Seehund. 

Vom Hügel aus haben wir noch gigantische Sicht auf den 90 Mile Beach. Nachdem wir jetzt schon häufiger Strände befahren haben, verliert Cape Reinga ein wenig an Reiz und wir buchen kurzerhand unsere Übernachtung in Paihia. Entlang der Nordküste, mit einem Abstecher an die Whangaroa Bay sollte die Strecke bis abends gemütlich machbar sein. Soll ja noch genug Zeit zum Fotos machen und Landschaft genießen bleiben. 

Direkt von der Bundesstraße 1 abgehend erwartet uns ein 40 km langer Umweg, entlang des Meeresarmes und später am Meer, über Hügel schlängelnd und kurvig. Einfach herrlich – und auch aus dem Auto heraus kann man sich einfach nicht an den grünen Hügeln, Wäldern, Felsen und natürlich immer mal wieder dem Meeresblick mit Strand oder Sanddünen satt sehen!

Immer am Rande der Regenwolken fahrend, erleben wir neben einigen Schauern auch den ersten Regenbogen (schwer auf dem Foto zu erkennen…) – am Ende erwartet uns aber kein Topf Gold, sondern nur wieder Kälber. Kurz danach, oberhalb von Wanagui trauen wir unseren Augen kaum. Der Blick auf das Meer zeigt ein beeindruckendes Panorama, bis hin zu den Cavalli Islands. Der Abstecher hat sich gelohnt!

Zu guter letzt sind wir in Paihia angekommen. Konnten uns schon für eine Bootstour morgen entscheiden und haben viel zu viel Meeresfrüchte zu Abend gegessen. Jetzt sind wir reif für die Betten, es ist schon ein starkes Stück, wie sehr einen so vollgefüllte Tage schlauchen. Das hatten wir jetzt schon länger nicht mehr, aber roadtrips machen auch einfach zu sehr Spaß!

 Ein anschaulicher Baum! Die 4 Schwestern Der Vater des Waldes tolle Wolken I  Koutu Boulders… … laden zum Spielen ein  Seehund!! Ein Topf Kalb am Ende des Regenbogens Ausblick über die Inseln und nochmal im Panorama Der Versuch eines Selfies (die Sonne hat geblendet und der Selfiestick-Schatten liegt auf Nic’s Brust – haha) Der Versuch zeigt mehr Hintergrund, ist aber leider schief 😉 In Paihia kamen uns die Schauer hinterhergereist, hier ganz deutlich zu erkennen Seafoodplatte für Zwei – omnomnom

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