Roadtrip Tag6.1: Vormittag mit Schwefel

Den heutigen Tag muss ich unterteilen, einfach weil so viel passiert ist, dass ich gar nicht weiß, wie ich die Bilder alle in einem unterkriegen soll!

Wie gestern schon erwähnt, begann heute mit dem vorläufigen Highlight. Dazu hatten wir beim Aufstehen schon Sonne und blauen Himmel, womit sicher gestellt war, dass unser Ausflug auch stattfindet.

50 KM vor der Küste von Whakatane ruht der Außenposten der Taupo-Vulkan-Zone (dazu dann im 6.2 Post mehr – heute hatten wir es mit den Vulkanen!). White Island, der Gipfel eines aktiven marinen Vulkans. 

Wir starten um kurz vor 10, glücklicherweise wirklich nur zu Zweit und damit in unserem Privathelikopter – der Jeep ist uns einfach zu anfällig 😉 . Nic ist natürlich schon öfter auf diese Weise befördert worden (bzw hat so „Flightseeing“ betrieben), aber für mich war es das erste Mal und definitiv ein Haken auf meiner Bucketlist. So cool!!!

Ross, unser Pilot und Guide, hat uns innerhalb von ca 20 Minuten vom Flughafen Whakatane, an der Whale Island vorbei, zur White Island geflogen. Ganz unten versuche ich, euch das Video unserer Landung auf dem Vulkan zu posten, ich hoffe, das Internet spielt mit! 

Auf der Insel findet sich neben heißen Quellen (zwischen 60 Grad und kochend), einem Kratersee (der momentan fast ausgetrocknet ist – sobald der über längere Zeit ausgetrocknet ist, könnte es ein Vorbote für anstehende vulkanische Aktivität sein) mit Rauchsäule, wissenschaftlichem Equipment (Kameras, Thermometer und Seismograph sind nur einige davon) auch noch die Ruinen einer alten Schwefelmine. Zur Zeit des Minenbooms (hier Anfang 20. Jh) wurde versucht, hier Schwefel abzubauen – was sich nicht gerade als erträglich darstellte. Der ganze alte Metall ist in Salzwasser und Schwefeldämpfen wegkorrodiert und zerbröckelt, wohingegen die Holzrahmen noch so gut wie intakt sind. Soviel zum Thema „was die Natur anstellt, wenn man ihr freie Hand lässt“. 

Der Schwefel führt natürlich auch zu tollen Farben, natürlich gelb, aber auch rot und blau an oxidierteren Stellen. 

Dass wir beim Aussteigen aus dem Heli einen Bauarbeiterhelm bekommen hab, ist sicher mehr Protokoll als reelle Gefahr. Wirklich brauchen tut man hingegen die Gasmaske. Nicht überall, aber wenn man an einem Gasaustrittspunkt ungünstig im Wind steht, greift der Schwefeldampf doch ordentlich die Schleimhäute an. 

Auch heute hatten wir wieder unglaublich Glück mit Wetter und Vorsaison – so war doch mit uns nur ein weiterer Heli auf der Insel, die 6 Insassen (das muss eng gewesen sein…) haben wir aber nur einmal tatsächlich kurz gesehen. Gerade als wir wieder auf dem Rückweg waren sind zwei Wissenschaftler auf der Insel gelandet, die wir zuvor schon über dem Equipment hatten kreisen sehen. 

Auf unserem Rückweg haben wir, sanft über den Dingen schwebend, auch zwei Ausflugsboote auf dem Weg zur Insel gesehen. Dort draußen ist ordentlich Brandung, an einem guten Tag in der Hochsaison werden wohl nur 40 Besucher auf eib Boot seekrank, wie uns Ross lachend erzählte. 

So sehr ich auch Boot fahren mag, der Heliflug war unbeschreiblich und unvergesslich. Dazu kommt natürlich noch die „Nicht-von-dieser-Welt“ Erfahrung eines aktiven Vulkans abseits von aller Zivilisation! Heute Nacht muss mein Hirn viel verarbeiten, es kam ja noch der Nachmittag on top. Zum Glück ist Urlaub 😉

 Ross (Pilot und Guide) und Ashley (Unsere Kontaktperson) mit uns vor unserem Airbus-Heli Anflug auf den Flughafen Whakatane Whale Island beim Rückflug – komplett unberührt  Yeah!!! Ross auf dem Weg zum Heli Vorm „Kratersee“ Beeindruckender Schlot Sehr übel riechender Schwefeldampf Minenruine Metall vs Holz Minenruine White Island im Anflug Beim rechts abdrehen – sehr wendig, so ein Heli! Prachtvoll

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