Ab in den Urlaub (1/4)

Unser Weg ins Paradies führte notgedrungen über einen Umweg. Aber daraus kann man ja was schönes machen, und so verlängerten und nutzten wir einen Stopover um uns mal Seoul anzuschauen.

Ich hatte schon viel negatives über Südkorea gehört und war sehr gespannt, wie es sich so präsentiert. Im Endeffekt blieben uns nur ein ganzer Tag (Abend bis Abend), aber wir haben das Beste draus gemacht – aber es wird nicht unser letzter Besuch in Korea gewesen sein.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich Seoul (10 Mio Einwohner) gefunden hätten, wenn ich es von Shanghai (~28 Mio Einwohner) aus besucht hätte. Bestimmt etwas „unspannender“. Nachdem wir jetzt aber in Yokohama (3 Mio Einwohner) „auf dem Land“ leben, habe ich den Großstadtausflug in vollen Zügen genossen, alles aufgesogen und verinnerlicht. Seoul war großartig und hat uns beiden sehr gut gefallen, tolle Großstadt mit sehr guter, positiver, junger Atmosphäre. Wir kommen wieder (nicht zuletzt um uns den Palast anzuschauen)!

Ich erzähle euch von unseren 28 Stunden in Seoul anhand einer Bilderserie (nachdem ihr doch eh immer alle auf Bilder scharf seid ;)).

PS: Von einer ‚Kriegshysterie‘ merkt man gar nichts. Ganz im Gegenteil. Die Menschen sind lebensfroh und lustig, die Geschäfte und Pubs proppenvoll und in Gangnam ist die Hölle los. Erfrischend, wenn man die internationalen Nachrichten so bedenkt. Allerdings lebt Korea vermutlich schon viel zu lange unter dem Damokles-Schwert, als dass noch Energie zur übermäßigen Sorge bliebe. Schön zu sehen, auf der einen Seite. Aber auch tragisch, wenn man die Gesamtgeschichte betrachtet!

 Abgepackte Teeeier (haha, lustiges Wort!) in Seoul am Flughafen – da fühle ich mich fast wie in China Blick aus unserem Hotel in Gangnam (absolute Empfehlung: Hotel Cappucino. Tolle Lage, der Chefkoch hat zwei Sterne – demnach wird es auch von Michelin empfohlen – und das Boutique-Hotel ist sehr modern, urban, aussergewöhnlich) Im Villenviertel von Gangnam – besonders von oben interessant zu sehen, was und wie da auf engem Raum gelebt wird Nic am Spielomat Gangnam Streetlife An der großen Straße dann eher Shopping – aber trotzdem Trubel Unser gemeinsames Lieblingssushi (mein alleiniges bleibt das Tokyo House) in Shanghai heißt auch Sushi’O – da geht uns doch das Herz auf Im Pub: Tartar und Kimchi-Octopus Salat (sehr scharf, aber auch seeehr gut. Kimchi, typisch koreanisch, ist Kohl in scharfer Marinara) Und Lachssashimi in verschiedenen Varianten Kurzer Blick auf das Pub. Sehr gemütlich, wir haben uns sofort wohl gefühlt. Der Soju hat sicher beigetragen… Oppa Gangnam Style! (Im Pub lief übrigens Psy, der Sänger von Gangnam Style. Der Mann, der koreanische Mainstream-Musik in die moderne Welt gebracht hat.) Nationalsport! Das erklärt auch, warum wir in einer Seitengasse auf einen kleinen Adidas-Laden gestoßen sind, der nur Teakwondo-Gear führt Toilettendeko in unserem Hotel in der Rooftop-Bar Kirche von oben (die alten Missionare haben ganze Arbeit geleistet, überall sind Kirchen in verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Die „neuen Missionare“ übrigens auch, an jeder Ecke gibt es Schönheitskliniken und die Operationsrate in diesem Bereich muss enorm hoch sein. Das „Miami Beach“ Asiens…) Hinten rechts Seouls höchstes Gebäude, der Lotte World Tower. Mit 555m das fünfthöchste Gebäude der Welt. Ziemlich genau auf halber Höhe zwischen dem Shanghai Tower und dem Flaschenöffner. Hat recht neu eröffnet (im April) und ist auch von dem gleichen Architekturbüro, das den Flaschenöffner in Shanghai, aber auch zB das preisgekrönte Hochhaus an der Westendstr.1 in Frankfurt und das höchste Gebäude Hongkongs (das International Commerce Centre, das ihr schon auf einigen Photos auf diesem Blog zu sehen bekommen habt) gebaut hat Blick auf Seoul mit Hügel im Hintergrund Der nächste Tag beschert uns „einmal nass bis auf die Unterwäsche“ – glücklicherweise allerdings nur als ein schwerer Schauer und ab dann wurde es recht schönSungnyemun Gate (das Tor der überschwänglichen Zeremonien), auch bekannt als Namdaemun Gate (das südliche Tor). Gebaut zwischen 1396 und 1398, vielfach zerstört, verbrannt und immer wieder aufgebaut. Im Dezember 1962 wurde das Tor zur Staatlichen Kostbarkeit Nummer Eins ernannt und zuletzt am 10.02.2008 von einem Brandleger zerstört – und in fünf Jahren detailverliebter Arbeit zu seiner Ursprungsform wiederaufgebaut Nic im Torbogen Ein kleines „Flat Iron“ Gebäude in Seoul. Die Front ist gerade Mal so breit wie ein Fenster! Typisch Asien… dieser Anblick mit dem Verkehrshütchen, den Klimaanlagen und dem abgeranzten Parkplatz erinnert mich sehr stark an Shanghai Auf dem Namdaemun Markt sind wir diesem lustigen Straßenkoch begegnet. Er wollte uns natürlich prompt einen seiner Fishcakes andrehen. Leider waren wir noch so vollgefuttert, dass wir versprachen, auf dem Rückweg vorbei zu kommen. Ich glaube, er hat selbst nicht geglaubt, dass wir das Ernst meinen – so sehr hat er sich dann doch gefreut, als wir wieder vor ihm standen. Zum Fishcake gab es eine kleine musikalische Einlage auf der Klarinette, Yesterday. Der Mann hat echt Talent – und seine Fishcakes sind köstlich!! Nächstes Viertel: Myung Dong Bisschen gediegene Architektur Und im Kontrast auch was modernes Großstadtflair Nächstes Mal geht’s auch auf den Fernsehturm! Im Elektronikmarkt – dem Bart mit Darth Vader oder einem Stormtrooper an den Kragen 😉 Kunstvoll verarbeitete Eiscreme: Rosen  Richtig abgeranzt: Der Fischmarkt. Schon der Weg dorthin war abenteuerlich… Doch es kam noch schlimmer: eine nicht-klimatisierte Lagerhalle bietet einen Teil vom Fischmarkt… … nicht sehr einladend… … aber immerhin der Fisch war meistens recht frisch und auf Eis.

Und von dort ging es dann über das Hotel wieder zum Flughafen Incheon – und ab nach Süden. 3220 km (nicht direkt nach Süden, sonst wären wir wieder auf den Philippinen rausgekommen, noch ein bisschen nach Osten). Eigentlich mitten ins Nichts, in eine Ansammlung von 356 Inseln. Oder: ins Paradies!

 

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