Zu Wasser

Von Hanoi geht es mit dem Kleinbus nach Halong. Die Bucht von Halong ist nicht nur Weltkulturerbe sondern sicher eine der berühmtesten und touristischen Ecken Vietnams.

Unzählige kleine Inselchen durchziehen die Bucht und die Felsformationen laden in ihren mystischen Erscheinungen zu Tagträumen, Piratengeschichten und Abenteuerermärchen ein. Der Name bedeutet übersetzt „Bucht des untertauchenden Drachen“ und wenn man seine Phantasie etwas wandern lässt, kann man einige halbversunkene Drachen entdecken.

Es könnte alles so idyllisch sein, wären da mit einem nicht 549 andere Ausflugsboote in der Bucht. Davon bleiben neben unserem 199 über Nacht. „Secluded“ sieht anders aus. Vietnam ist auf die Mittel durch den Tourismus angewiesen und trotzdem wünscht man sich eine andere Herangehensweise – sich der Ironie voll bewusst, dass man selbst dazu beiträgt.

Und so nehmen wir die ersten Aktionen (Surprise Cave, Sonnenuntergang, erste Nacht und Ruderboot am nächsten Tag) mit Humor und genießen einfach die Zeit. Wir haben zum Glück bei der richtigen „Reederei“ (Tourgesellschaft) angeheuert und werden nicht im Stechschritt durch die Attraktionen geschleust. Dazuhin bleiben wir zwei Nächte und dürfen nach der ersten Nacht auf ein kleineres Boot um etwas weiter in die Inseln vorzudringen und andere Ecken der Bucht zu erkunden.

Sobald man erst die restlichen Boote hinter sich gelassen hat, wird es umso malerischer und man kann die Ruhe geniessen, sich beim Fotografieren an Deck braten lassen und den Quallen beim Vorbeiziehen zuschauen. Morgens um 6:45 gibt es an Bord Tai Chi, angeleitet durch einen Tai Chi Meister. In zwei Jahren China haben wir oft zugesehen, jetzt endlich mal selbst probiert. Gedehnt und fokussiert starten wir in die Tage an der Bucht und das Knacken der Gelenke ist für eine Viertel Stunde das einzige Geräusch an Deck. Sollte man viel öfter machen, so in den Tag starten.

Wir haben Glück, mit uns an Bord sind Australier, die eine ähnliche Vorstellung von diesem Törn haben und abends mit uns die Happy Hour an Deck verbringen und Geschichten aus der großen weiten Welt teilen. Wir lachen viel, auch über die „secluded beaches“ und andere Attraktionen und es ist toll, dass niemand die Stimmung nach unten zieht, auch wenn es so verlockend wäre sich über Kleinigkeiten zu echauffieren.

Dazu macht aber der Trip zu viel Spaß, ist die Bucht (trotz Booten) zu malerisch und der Moment zu gut. Und so lachen wir ein weiteres Mal am letzten Tag, als wir endlich doch noch in der Bucht schwimmen dürfen – seit ein paar Jahren ist das freie Baden verboten – inmitten von Hunderten anderer Touristen am „secluded beach“. Vor uns scheinbar die spanische Armada am Landungstag. Auch hier wird die Fantasie angekurbelt. Und es ist ein toller Morgen und wir genießen jede Minute!

Der Ausflug ist ein voller Erfolg! Auch wenn wir es uns ein bisschen anders vorgestellt haben, zwischendurch ein bisschen anders gewünscht haben. Die Halong Bucht ist eine Reise wert und man sollte unbedingt zwei Nächte dort verbringen, um den Charme voll mitzunehmen. Wir haben Energie für die weiteren Abenteuer getankt und viel gequatscht, gelacht und das Leben genossen. Was will man mehr?

Erste Schritte an Deck. Jetzt ist Urlaub! Zerklüftete Landschaft Blick vom Höhleneingang auf die Bucht… Und vom Höhlenausgang auf die Bucht Unsere Dschunke Erster Sonnenuntergang Mit romantischem Fischerboot Einfach mal abends an Deck den Wolken beim Vorbeiziehen zuschauen. Oder den Vollmond (und die anderen Übernachtungsboote) bewundern happy couple AusternfarmDer Austern-Doc pflanzt eine Perlengrundlage in die Auster (bisschen größer als das berühmte Sandkorn; das würde einfach zu lange dauern. Selbst mit einer Perlmutt-Kugel dauert es 4Jahre+ je nach Austernart) So viele Austern Was wohl in dem Dschungel lauert? Welche Naturschätze, Tiere, Pflanzen? Gemütlicher Nachmittag mit Zigarre an Deck. Jep, das ist Urlaub! Am nächsten Morgen lauert die Armada auf den D-Day: Der Strand wird gestürmt! Das Wasser ist herrlich, die Quallen stören uns nur Minimal und wir genießen das Planschen

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