Roadtrip Tag11: Nochmal Nordinsel

Gestartet sind wir in Matakohe, auf zur nördlichen Spitze vom Kaipara Harbour. Nach einer schönen Offroad Tour am Strand ging es via Waipu zu Waipu Cove, Langs Beach und weiter nach Mangawhai Heads, wo uns plötzlich richtig viel Leute auf dem Strand begegnet sind. Ist wohl ein Ferienort (gerade sind Schulferien), beim Fish & Chips Takeaway haben sich verschiedene Kunden gleich wie alte Freunde begrüßt. 

Unsere letzte Nacht verbringen wir im Castle Court Motel, unsere Sachen haben wir schon sortiert und soweit für den morgigen Tag und den Rückflug gepackt. Nachdem wir erst am Tagesende losfliegen, haben wir noch genug Zeit ein bisschen an den Strand zu gehen und Sonne zu tanken. Schade, dass der Urlaub vorbei ist (uns würde noch einiges einfallen, das wir gerne sehen würden), aber wir haben in den letzten drei Wochen so viel erlebt, dass wir uns gar nicht erst beschweren dürfen (und wollen) ;)

 So startet man in Neuseeland in den Tag: Flatwhite (wie Cappucino, nur eine ganz dünne Schicht Schaum) Der rote Hüpfer und der blaue Hüpfer am Strand von Pouto  Hochkonzentriert durch den (zum Teil sehr weichen) Sand Sonnenbrillentausch Mangawhai Heads Schönster Platz für nackige Füße: im Sand Ob da wohl Möwen an meinen Schuhen rumgespielt haben? (PS: ich kann mir selbst nicht erklären, warum die immernoch so leuchten. Schon auf Fiji waren die einmal komplett im Matsch und in NZ eigentlich täglich… Müssen gute Schmutzabwehr haben!) Nic’s Flussläufe Und beim Flussläufe bauen
 Tagesausang vor unserem Zimmer, mit der ersten (und letzten) Flasche Wein, die wir uns in diesem Urlaub gönnen. Herrlicher Ausklang

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Roadtrip Tag10: Von Waimoto bis Matakohe – Glühwürmchen!!!

Nach unserem entspannten Abend mit eine Kiwi-Pärchen unseren Alters im Whirlpool (die uns sehr ungezwungen von Neuseeland, der Maori-Kultur usw erzählt haben, besser als jeder Besuch im Touri-Maori-Dorf, was mal so gar nicht umseres ist) waren wir endlich mal wieder richtig entspannt ausgeschlafen und der Tag ging voller Tatendrang mit Erkundung der Waitomo Glühwürmchen Höhle los. 

  das historische Hotel uns unser Jeep 

Vor Urzeiten durch den Waitomo River ausgespült, bietet der Fluss beste Nahrung für Glühwürmchen – die in ihrem Larvenstadium herrlich grün (Luciferase, yay) leuchten und Beute an ihre Klebfäden (wie Spinnennetze, nur einzelne Fäden die im Lot hängen) locken. Die fertigen Fliegen (nach einem weiteren Raupenstadium) haben keine Münder und leben nur wenige Tage um sich zu paaren (wofür sie wiederum anders leuchten) – nur um dann zu verhungern.

Nach einer Tour durch die Höhle wurden wir zu guter letzt in Boote gesetzt, die von unserer Guide durch die nur von Glühwürmchen minimal erhellte Dunkelheit anhand von einem raffinierten System von Schnüren lautlos durch die Höhle zum Ausgang gezogen wurden. Ein beeindruckender Anblick, wie ein grün leuchtender Sternenhimmel in pechschwarzer Nacht.

Fotografiert werden durfte selbstverständlich nicht, es gibt also nur ein Bild vom Ausgang


Danach setzten wir unsere Fahrt gen Norden fort, trotz Stopps an mehreren Stränden haben wir nochmal gut Strecke gemacht um uns am letzten Tag nochmal dem schönen Norden zu widmen

 Blick auf die Buchten von Raglanärmel (um die Ecke) – der Aussichtspunkt war direkt an die Kante gebaut und ganz schön hoch… Am Ocean Beach  Kilometerlanger schwarzer Sandstrand, nur für uns Mittagspause Beeindruckende Leere  Schwarze Düne

Mittlerweile sind wir, nach einer Nacht auf dem saubersten Campingplatz (mitten im Nichts, Matakohe) den ich je gesehen habe, wieder in Dargaville angekommen und auf dem Weg nach Pouto. Die Sonne scheint und wir freuen uns auf schöne letzte Stunden. Morgen (6.10., in Deutschland ist das momentan noch übermorgen…) Abend steigen wir wieder für einen halben Tag in den Flieger.

Roadtrip Tag9: Levin bis Waitomo

Eigentlich sollte jeder Tag mit einer Spazierfahrt zum Frühstück auf dem Strand stattfinden!


Dafür war Mt Taranaki in ein Wolkenkleid gehüllt – wir haben auf der Fahrt ein paar Blicke auf schneebedeckte Hänge erhaschen können, aber nur dieses Foto für euch:


Dafür war es an dem See wirklich schön und die Singvögel haben gesungen und gebalzt und es war außer uns mal wieder keine Menschenseele da. Ist ja auch Montag. So sollte es übrigens laut Führer an unbewölkten Tagen aussehen: 


Weiter ging es an der Küste nach Norden, mit neuen, beeindruckenden Wasserfällen, einer großartigen Natural Bridge und eine erfreulichen Hotel in Waitomo (kommen gerade aus dem Whirlpool).

  Die Marokopa Wasserfälle

 Die Natural Bridge, die früher mal eine Höhle war – von der Höhlendecke ist allerdings nur noch die Brücke übrig Die Gesteinsformationen waren echt beeindruckend Nur leider war der zweite Teil vom Rundweg eine Rutsch- und Matschpartie – hat sich aber gelohnt

Roadtrip Tag8: Von Pahiatua nach Levin, oder: Flora, Fauna und Gestein

Heute früh hat es wieder mal kurz geregnet, aber als wir uns auf den Weg Richtung Mt. Bruce Wildlife Centre machten, sah die Welt schon etwas heller aus.

Das Wildlife Centre wurde für uns zum Ziel, weil es ein Kiwihaus bietet. Kiwis sind nachtaktive, scheue Tiere, denen man schon eher nachts auflauern muss – etwas, wofür wir bei unseren Tagesprogrammen und -eindrücken einfach keine Energie mehr übrig haben.

Der Besuch im Wildlife Centre war aber an sich richtig klasse. Die Einrichtung ist auf Artenerhalt und Aussterbens-Bekämpfung aus und es ist sehr wichtig, sowas zu unterstützen. Angefangen hat alles mit einem Zuchtpaar von Takahe-Rallen, die eigentlich als ausgestorben galten, aber 1948 wiederentdeckt wurden.

Mittlerweile beherbergt es mehrere vom Aussterben bedrohte Vogelarten (und eine bedrohte Entenart), Echsen und Aale (die zufällig dort sind, aber kann man ja auch mitnehmen). Die Einrichtung kümmert sich auch um die Ausbrütung und Aufzucht von Kiwi-Eiern und -Jungtieren, die sie im Naturschutzgebiet einsammeln und dann wieder „auswildern“.

Das gesamte Wildlife Centre hat einen tollen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wir hatten aber auch Glück und waren gleich zur Öffnung als erste dort und sind zufällig mit den Wärterinnen los, die auf Fütterungstour waren. Sie haben uns dabei gerne noch die eine oder andere Geschichte erzählt und zum näher rankommen in die „Staff only“ Bereiche neben den Volieren gelassen. Fotografiert hab ich hauptsächlich mit dem Tele, kaum mit dem Handy.

 Aale im Fluss Die 2011 im Centre geschlüpfte Kiwi-Dame „Manukare“. Sie ist kein Albino, sondern dank eines rezessiven Gens weiß gefiedert. Ihr Partner. Bisher ist nichts passiert, aber hoffentlich Paaren sie sich noch  Eine sehr seltene Brückenechse, Tuatara. Blütezeit dieser Echsenart war vor etwa 150 Millionen Jahren (plus minus) und die Tuatara sind die letzte lebende Art – und nur noch in Neuseeland zu finden. Kein Wunder, dass sie auch „lebende Fossilien“ genannt werden. Diese männliche Echse hat eine Stabheuschrecke auf dem Kopf :) Das Weibchen ist trächtig – und die Fortpflanzungszeit ist auch vorzeitlich: 9 Monate trägt das Weibchen die Eier, dann werden sie gelegt und vergraben, wo sie weitere 9 Monate bis zum Schlüpfen brauchen.  Ausgestopfte Kiwis, die dem Centre aus Privatbesitz geschenkt wurden.

Im Anschluss ging es ganz in den Süden. Nachdem wir gestern ja schon an einem der Herr der Ringe Schauplätze waren (die wir, obwohl wir die Filme und Bücher sehr mögen, nicht bewusst danach aussuchen, sondern allgemein besuchen wollen – um Hobbingen haben wir zB einen großen Bogen gemacht, grüne Hügel gibt es so genug zu sehen, man fragt sich geradezu, ob Tolkien wohl mal hier war und sich hat inspirieren lassen), wollten wir heute die sensationellen Pinnacles sehen.

„Who shall call them from the grey twilight? The forgotten people. The heir of him to whom the oath they swore. From the north shall he come. Need shall drive him. He shall pass the door to the Paths of the Dead.“

Die Pfade der Toten, oder auch die Dimholt Road, wurde von Tolkien sehr bedrohlich beschrieben und die Pinnacles haben sich als der perfekte Ort für Peter Jackson herausgestellt – seht selbst:

 Eingang über das – fast – trockene Flussbett  Pinnacle Wand Das Feld erstreckt sich beeindruckend  Wegzweigung Die Dreidimensionalität kann man auf Fotos leider nicht festhalten.  Der Anblick verändert sich stetig, erodieren doch die Pinnacles langsam vor sich hin. Immer wieder rieselt Sand und kleine Steinchen um einen herum. Zum Glück nichts größeres  Auf dem Rückweg: tolles Farbenspiel der Sonne
Danach ging es zur südlichsten Spitze der Nordinsel, der Weg zu Cape Palliser, steinige Klippen und grüne Hügel – und eine wilde Mischung davon, war spektakulärer als das Kap an sich.

 Der Leuchtturm, der die südlichste Spitze markiert Beeindruckende Landschaft neben der Straße – wie eigentlich überall hier  Wer findet die Seehunde?
Ich bin froh, dass wir mittlerweile wieder am Meer angekommen sind. Die verbleibenden Tage fahren wir jetzt entlang der Westküste nach Norden. Ich habe das Gefühl, in den letzten acht Tagen so viele Eindrücke gesammelt zu haben, dass mein Kopf sich schon ganz voll anfühlt. Es ist gerade mal 21:30 und ich bin erledigt ;) Nic geht es nicht viel anders, aber zu spannend sind hier alle Ecken und Hügel und Tiere und überhaupt! 

Den Sonnenuntergang haben wir übrigens mutterseelenallein an einem riesigen Strand genossen. Geht auch nur hier…

Nachtrag: Roadtrip Tag7: Taupo bis Pahiatua, oder: von Bergen und Flüssen

Die Bilder sind auch diesmal wieder in umgedrehter Reihenfolge…

 Der Fluss Rangitikei, in Herr der Ringe als Anduin, auf dem die acht Gefährten am Ende des ersten Teils mit den Kanus fahren Der Fluss schlängelt sich majestätisch durch das Valley Hier unten am Fluss – Frühling! Auf dem Weg zur Mokai-Brücke (von der die ersten beiden Bilder aufgenommen sind), sind wir fast drei Stunden einsam über Hügel gefahren, ganz selten haben wir andere Menschen gesehen, dafür umso mehr Schafe und Kühe Schnee – Das Wetter war leider sehr benebelt, Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu (der höchste Berg der Nordinsel) waren versteckt. Hier sind wir an der Talstation des Skilifts von Mt. Ngauruhoe – Wanderer gab es kaum, Wintersportler umso mehr. Kein Wunder, bei dem Schnee und am Wochenende Mt. Ruapehu in der Entfernung in den Wolken – natürlich ein aktiver Vulkan. Ich möchte nicht in Neuseeland sein, wenn hier mal Doomsday herrscht. Das Bild verdeutlicht gut, weshalb wir im Tongariro NP leider nicht wandern konnten Blick über geothermisches Land Eine heiße Thermalquelle, das glasklare Wasser und der Wachstum darin zeigt, wie gut die Mineralien sind Dampfbad im Freien – betreten natürlich streng verboten! Nebenan gibt es das Thermalbad Gesammelte Tropfen aus dem Dampf der heißen Quelle  Tagesanbruch in Taupo, das Wetter scheint besser zu werden. Ein herrlicher Tag.

Roadtrip Tag6.2: Weg von der Küste: Vulkane und Wasser bis Taupo

 Durch die Forststraßen, hier erkennt man gerade die frisch gepflanzten Bäumchen An den Tarawera-Wasserfällen  Hellgrün die Huka-Fälle (am Lake Taupo) Geothermisches Energiewerk von Taupo, einer Caldera (also ein Supervulkan, wie Yellowstone. Überall brodelt es) Brodelnde Schlammpools    Blubb blubb Ordentlich Gasentwicklung – zwar nicht zu vergleichen mit White Island, aber doch auch riechbar Frühling – an der Hecke sprießt es grün! Ein Possum (nicht zu verwechseln mit Opossum) – zur Pelzjagd eingeführte Beutelratten, nachdem die Pelzjagd nicht mehr lukrativ war, aber die Tiere hier keinen natürlichen Feind haben, eine Landplage. Mittlerweile liegen überall Giftköder aus und die Kiwis schütteln die Köpfe, wenn Touristen den Tieren auf der Strasse ausweichen „da muss man draufhalten“! Keine Ahnung, wieviele wir schon als Roadkill gesehen haben, Dutzende. Dieses saß sehr belämmert an der Forststraße, schätzungsweise hat es einen Giftköder erwischt Die schönen Tarawera-Wasserfälle. Dank dem Regen auch mit ordentlich Wasser Dazugehörig der Abfluss. Schade, dass es so kühl war, der glasklare Bach war sehr einladend.

PS: wir sind heute an Tag7 von Taupo über noch mehr heiße Matschquellen, Tongariro NP, Rangitikei Fluss (aus Herr der Ringe als Anduin bekannt) fast ganz im Süden angekommen. Leider haben wir kein WLAN, Fotos gibt es dann Morgen :)

Roadtrip Tag6.1: Vormittag mit Schwefel

Den heutigen Tag muss ich unterteilen, einfach weil so viel passiert ist, dass ich gar nicht weiß, wie ich die Bilder alle in einem unterkriegen soll!

Wie gestern schon erwähnt, begann heute mit dem vorläufigen Highlight. Dazu hatten wir beim Aufstehen schon Sonne und blauen Himmel, womit sicher gestellt war, dass unser Ausflug auch stattfindet.

50 KM vor der Küste von Whakatane ruht der Außenposten der Taupo-Vulkan-Zone (dazu dann im 6.2 Post mehr – heute hatten wir es mit den Vulkanen!). White Island, der Gipfel eines aktiven marinen Vulkans. 

Wir starten um kurz vor 10, glücklicherweise wirklich nur zu Zweit und damit in unserem Privathelikopter – der Jeep ist uns einfach zu anfällig ;) . Nic ist natürlich schon öfter auf diese Weise befördert worden (bzw hat so „Flightseeing“ betrieben), aber für mich war es das erste Mal und definitiv ein Haken auf meiner Bucketlist. So cool!!!

Ross, unser Pilot und Guide, hat uns innerhalb von ca 20 Minuten vom Flughafen Whakatane, an der Whale Island vorbei, zur White Island geflogen. Ganz unten versuche ich, euch das Video unserer Landung auf dem Vulkan zu posten, ich hoffe, das Internet spielt mit! 

Auf der Insel findet sich neben heißen Quellen (zwischen 60 Grad und kochend), einem Kratersee (der momentan fast ausgetrocknet ist – sobald der über längere Zeit ausgetrocknet ist, könnte es ein Vorbote für anstehende vulkanische Aktivität sein) mit Rauchsäule, wissenschaftlichem Equipment (Kameras, Thermometer und Seismograph sind nur einige davon) auch noch die Ruinen einer alten Schwefelmine. Zur Zeit des Minenbooms (hier Anfang 20. Jh) wurde versucht, hier Schwefel abzubauen – was sich nicht gerade als erträglich darstellte. Der ganze alte Metall ist in Salzwasser und Schwefeldämpfen wegkorrodiert und zerbröckelt, wohingegen die Holzrahmen noch so gut wie intakt sind. Soviel zum Thema „was die Natur anstellt, wenn man ihr freie Hand lässt“. 

Der Schwefel führt natürlich auch zu tollen Farben, natürlich gelb, aber auch rot und blau an oxidierteren Stellen. 

Dass wir beim Aussteigen aus dem Heli einen Bauarbeiterhelm bekommen hab, ist sicher mehr Protokoll als reelle Gefahr. Wirklich brauchen tut man hingegen die Gasmaske. Nicht überall, aber wenn man an einem Gasaustrittspunkt ungünstig im Wind steht, greift der Schwefeldampf doch ordentlich die Schleimhäute an. 

Auch heute hatten wir wieder unglaublich Glück mit Wetter und Vorsaison – so war doch mit uns nur ein weiterer Heli auf der Insel, die 6 Insassen (das muss eng gewesen sein…) haben wir aber nur einmal tatsächlich kurz gesehen. Gerade als wir wieder auf dem Rückweg waren sind zwei Wissenschaftler auf der Insel gelandet, die wir zuvor schon über dem Equipment hatten kreisen sehen. 

Auf unserem Rückweg haben wir, sanft über den Dingen schwebend, auch zwei Ausflugsboote auf dem Weg zur Insel gesehen. Dort draußen ist ordentlich Brandung, an einem guten Tag in der Hochsaison werden wohl nur 40 Besucher auf eib Boot seekrank, wie uns Ross lachend erzählte. 

So sehr ich auch Boot fahren mag, der Heliflug war unbeschreiblich und unvergesslich. Dazu kommt natürlich noch die „Nicht-von-dieser-Welt“ Erfahrung eines aktiven Vulkans abseits von aller Zivilisation! Heute Nacht muss mein Hirn viel verarbeiten, es kam ja noch der Nachmittag on top. Zum Glück ist Urlaub ;)

 Ross (Pilot und Guide) und Ashley (Unsere Kontaktperson) mit uns vor unserem Airbus-Heli Anflug auf den Flughafen Whakatane Whale Island beim Rückflug – komplett unberührt  Yeah!!! Ross auf dem Weg zum Heli Vorm „Kratersee“ Beeindruckender Schlot Sehr übel riechender Schwefeldampf Minenruine Metall vs Holz Minenruine White Island im Anflug Beim rechts abdrehen – sehr wendig, so ein Heli! Prachtvoll

Roadtrip Tag5: Von Kathedralen und Gold

Unser Frühstück fand heute aussergewöhnlich statt: nach einer knappen halben Stunde Fußweg vom Parkplatz oberhalb des Campingplatzes aus, kamen wir direkt nach der Gemstone Bay und der Stingray Bay in Cathedral Cove an – ein spektakulärer Ort fürs Frühstück! Und dabei sah alles nach einem Reinfall aus – als wir im Regen in Flipflops zu den Campingduschen gestapft sind. Hat bestimmt geholfen, dass ich total optimistisch die Haare geföhnt hab!

Auch an den ehemaligen Goldgräberminen und deren Ruinen hat sich der Wettergott mal wieder von seiner besten Seite gezeigt – abgesehen von ein paar Tropfen (deutlich mehr in den alten Stollen!) kam nichts von oben. Dafür waren die Ruinen spektakulär und ein tolles Zeugnis, was die Natur mit „Menschen-Fortschritt-Überresten“ so anrichtet, wenn man ihr ein knappes Jahrhundert (geradezu lächerlich wenig, wenn man mal in dem Naturmaßstab rechnet) Zeit lässt. 

Unser weiterer Weg nach Whakatane war dann allerdings recht feucht, weshalb wir den ein oder andere kleineren Spaziergang ausfallen ließen. Dafür waren wir früh am Hotel und konnten sogar noch Wäsche waschen (für 3 Wochen packen, und hier ist es vergleichsweise kühl, aber wegen dem Twinotter-Inlandsflug auf Fiji nur 15 kg zur Verfügung zu haben, stellt ein kleines Wunder dar).

Ausklingen lassen haben wir den Tag im Pub gegenüber, bei saftigem Steak und guter Liveband (mit Open Microphone Night). 

Morgen wartet das vorläufige Highlight unserer Neuseeland-Reise auf uns (auch wenn die letzten Tage wirklich unbeschreiblich schön und einmalig waren, jede Unternehmung ihr eigenes kleines Highlight dargestellt hat) – freut euch also schon auf den Nachbericht! (Übrigens, egal was ich tue, die Bilder werden immer nach dem Neuesten sortiert… Argh. Also mal wieder umgedrehte Chronologie)

 Überreste der Nachbarmine Überreste – erinnert etwas an das Ende von Herr der Ringe I (als Frodo sich von der Gruppe trennt) Blick in die Schlucht Ranger zeigt an was es zu sehen gibt  Blick in einen kleinen Schacht Eingang in die Mine Alte Draisine auf den (noch beweglichen und sehr gut in Stand gehaltenen – siehe Schwellen) Der Ingenieur schaut sich um  Ende der Gleise, Anfang der Ruine Ende der Gleise, Fußweg zurück Ein paar wackelige Hängebrücken gibt es auch. Da Coromandel in den letzten Tagen so viel Regen wie lange nicht bekommen hat, sind die Flüsse ordentlich voll und schnell Frühstück am Strand!! Fotograf  Auch dank des Regens: überraschende Wasserfälle Kraft des Wasser: komplett umhöhlt Zeigt das Ausmaß der Cove: Nic als Größenvergleich Segeltuch-Felsen  Cathedral Cove

Roadtrip Tag4: Gestrandet in Coromandel

Wir haben ja die größten Schauergeschichten gehört, von gesperrten und überfluteten Straßen, die eine Durchfahrt von der Ostseite der Peninsula unmöglich machen – und so weiter. Im Endeffekt kam alles anders. Unser 28.09. im Protkoll (PS: wir haben kein WLAN, heute nur Text, Bilder werden morgen nachgereicht – wobei mein Ladekabel auch den Geist aufgegeben hat… Die Ereignisse gebe ich so wieder, wie sie passiert sind. Einige Zeitangaben sind geschätzt, das meiste aber anhand der Telefonprotokolle rekonstruiert):

7:30 Wecker! Nic hat gestern angekündigt, heute mehr laufen zu wollen. Dann mal rein in die Sportsocken und bereit für den Tag machen

8:30 auschecken, Vorräte aufstocken, volltanken, aus Thames Richtung Coromandel losfahren. Ich möchte einen Kaffee

9:30 Nic sieht ein Café in Kereta, ich sage leichtsinnig „Fahr noch ein Stück“ und denke, im nächsten Ort halten wir, spätestens Coromandel City

9:40 Mitten im nichts (kurvige Strecke über bewaldete Hügel) fiept unser Jeep. Die Batteriewarnleuchte geht an. Wir steuern die nächste Parkbucht an

9:42 Der Jeep raucht. Nic verschwindet hinter der offenen Motorhaube und schaut dabei zu, wie Flüssigkeit austritt. Schaut nicht so gut aus… Dafür tröpfelt es jetzt.

9:43 Ein hilfreicher Kiwi hält. Er hat den Qualm gesehen und bietet uns an, da die Gegend ein Funkloch ist, auf den Hügel zu fahren und dort den Pannendienst zu rufen.

9:45 Ein Blick auf unser Handy verrät: Wir haben Netz! Also nichts wie die Mietwagenfirma anrufen. Sie versprechen, dass sie sich kümmern und gleich wieder anrufen

9:48 Der hilfreiche Kiwi kommt vom Berg wieder runter und meldet, dass der Pannendienst in 30 Minuten da sein sollte. Der Jeep raucht immernoch, der leichte Regen trägt dazu bei

9:49 Es fängt an zu schütten

9:55 Die Mietwagenfirma meldet sich. Der Abschlepper muss von ihnen arrangiert werden, sie schicken ein Ersatz-Auto los – das sollte in drei Stunden da sein. Der Jeep raucht gemütlich vor sich hin

10:25 Der Pannendienst aus Coromandel kommt. Er telefoniert mit der Mietwagenfirma und bietet an, den Wagen nach Auckland zu bringen und den Ersatz zurück zu uns zu bringen. Nachdem das Wetter eher Bescheid aussieht, beschließen wir, mit nach Auckland zu fahren und von dort weiter zu sehen 

10:32 Es regnet mittlerweile Hunde und Katzen. Aber das Auto ist auf den Schlepper geladen. Dort kann es jetzt so viel rauchen wie es will 

10:35 Die Mietwagenfirma ruft an. Sie haben einen anderen Schlepper beauftragt das Auto zu bringen. Wir sollen dort warten (im Nichts, keine Toilette, kein Kaffee, keine Aussicht. Aber viel Regen. Es macht uns ja nichts aus, in der Natur unser Geschäft zu verrichten, wenn es sein muss – aber bei dem Wetter?!?) oder uns auf eigene Kosten in den nächsten Ort (Coromandel City) bringen lassen. Wir wählen Option 2.

10:50 Wir fahren nach einigen Telefondiskussionen los

11:25 Durch mehrere leicht- sowie schwer- sowie hart-Regenphasen erreichen wir Coromandel. Juchee, Toiletten und Lunch

12:00 Nic holt (im starken Regen) die Karte aus dem Auto und wir fangen an zu planen. Dazu gibt es endlich einen Kaffee. Eigentlich gar nicht so übel, längere Pause gibt es normalerweise tagsüber bei uns nicht, außer am Strand

12:45 Die Mietwagenfirma ruft an. Das Auto ist jetzt unterwegs (ich dachte, es war um 10:00 unterwegs und kommt um 13:00???) und sollte 14:30 da sein

13:00 Wir nutzen die Regenlücke zu einem Spaziergang durch Coromandel. Gibt nicht viel zu sehen, ehemalige Goldgräberstadt. Aber es gibt Eis und Postkarten

13:50 Wir sind im Nieselregen wieder beim Auto angekommen und schreiben Postkarten. Gerade rechtzeitig, der Regen legt wieder zu. Aber immerhin, der Jeep raucht nicht mehr

15:00 Wir erkundigen uns freundlich bei unserer Mietwagenfirma, ob es irgendwelche Updates zu unserem Ersatzfahrzeug gibt. Sie dachten, wir hätten es schon, entschuldigen sich aber für die Unannehmlichkeiten und dass der Fahrer erst so spät weggekommen ist. In meinem Kopf laufen Horrorszenarien ab und ich sehe den Jeep schon in den steilen Kurven ein Feld runterpurzeln…

15:30 So langsam setzt der Wahnsinn ein. Wir finden alles plötzlich sehr lustig. Die Wolkendecke reißt auf und wir springen aus dem Auto um die paar halbgaren Sonnenstrahlen zu genießen. Wenige Minuten später treibt uns der nächste Regen wieder zurück ins Auto

15:50 Der Auckländer Pannendienst ruft an. Er sei gleich da

16:00 Da rollt es ein! Der Pannendienst kommt nicht allein, sondern mit Frau und Hund. Vielleicht mussten sie unterwegs noch Gassi gehen? Die beiden wirken ein wenig wie „Schatz, spring ins Auto, ich hab nen Job der mich nach Coromandel bringt, heute machen wir einen Ausflug!“ – aber egal, wir haben wieder ein fahrtüchtiges fahrbares Gerät unter uns und sind glücklich! Weiter geht’s

Wir fahren die 309 quer durch die Peninsula und halten an für einen Spaziergang mit siamesischem Kauri. Immerhin noch etwas Waldluft.

18:00 Ankunft in Hahei. Von dort können wir morgen gleich früh die Tour starten (diesmal wirklich mit mehr draußen sein). Nach kurzer Suche finden wir ein Zimmer auf einem Campingplatz. Direkt am Strand. Nach einem Strandspaziergang laufen wir noch hoch auf die Felsen, zum Aussichtspunkt. Herrlich, es regnet auch nicht mehr und wir sind alles in allem recht trocken durch den Tag gekommen

19:00 Imbissbude entdeckt. Hahei muss zur Saison nur so von Touristen wimmeln, momentan ist es eher ruhig. Aber die serbische Imbissbude ist sehr gut! Nebenan lädt die lokale Brauerei noch zum Absacker und der Tag ist zum Schluss doch noch ein voller Erfolg. Zwar hat sich unser Plan verschoben, aber das ist ja an sich kein großes Problem, wir haben ja keine vorgebuchten Hotels. Jedenfalls lassen wir uns von solchen unänderbaren Dingen nicht die Laune verderben – ich glaube, die Mietwagenfirma war recht überrascht und auch ganz froh – jedenfalls war die Dame am Telefon hörbar erleichtert, als ich um 16:05 angerufen hab um ihr zu sagen, dass wir im Roten losdüsen und der Goldene wieder zu Ihnen auf dem Weg ist. Natürlich erst nach einem kleinen Gassistopp ;)

Nachtrag: Eine Woche Paradies 1 (Fiji Anreise und Erzählung)

Die Anreise nach Fiji ist von Neuseeland aus gar nicht mehr weit, gute 3 Flugstunden bis Nadi auf der Hauptinsel. Allerdings ist Neuseeland von Shanghai immernoch 12 Stunden weg und um uns das Umsteigen in ein drittes Flugzeug zu ersparen und uns hoffentlich schnell zu akklimatisieren, haben wir die erste Nacht auf der Hauptinsel verbracht. Den Abend haben wir am Pool ausklingen lassen, sind früh ins Bett und am nächsten Morgen ging das Abenteuer dann los.

Um von der Hauptinsel auf die umliegenden fijianischen Inseln zu kommen, werden kleine Propellermaschinen benutzt. Nic ist das schon von den Malediven gewöhnt, für mich war es allerdings das erste Mal in so einer kleinen „Schüssel“. Ganz schön laut – aber auch schöne Sicht auf die Inseln, Atolle und Riffe.

Auf Taveuni wurden wir von einem Hotelangestellten im Pickup aufgesammelt und zum Bootssteg gefahren – wovon es mit dem Tauchboot in etwa 20 Minuten rüber zur eigentlichen Insel, Matagi (oft auch Matangi), ging.

Die Insel ist seit mittlerweile 6 Generationen in Familienbesitz. Ehemals eine reine Kokosfarm (wobei es die immernoch gibt), beherbergt sie heute neben einem fantastischen Hotel noch Unmengen an Ziegen, Kühen, Schafen, Hühnern, Fröschen und ein Pferd haben wir auch gesehen. Die Insel ist sehr klein und die Tiere bewegen sich, abgesehen vom Hotelareal, frei. So passiert es auch schon mal, dass der über einen Spazierweg erreichbare Turtle Beach schon von drei Kühen „besetzt“ ist.

Matagi hat Hufeisenform, namensgebenden für die „Horseshoe Bay“, eine nur vom Wasser aus erreichbare Bucht mit paradiesischem Strand – gefeatured in dem berühmt-berüchtigten „1000 Places to See before you die“ Buch.

Neben Erholung stand ein bisschen Inselerkundung (es gibt mehrere ausgetretene Pfade) und Tauchen auf dem Plan, dazu dann mal noch mehr. Aber hier schon mal ein paar Fotos von der Anreise (warum auch immer leider in umgekehrter Chronologie) Perfekter Ort für den ersten Sonnenuntergang auf Matagi Blickdichter Strand Ochse, der aufs Meer blickt. Das müssen glückliche Kühe sein, mit der Aussicht Besagter erster Matagi-SonnenuntergangEntlang des Coast Path Übersetzen von Taveuni auf Matagi Direkter Blick ins Cockpit Atoll, das schon bestes verspricht Twinotter – wie aufregend Mondaufgang über unserem Hotel in Nadi Erster Blick auf Fiji – das verspricht eine tolle Zeit Beim Stopover in Auckland ganz deutlich: wir sind im „Herr der Ringe“ Land :) Auf dem Schild steht „on loan from middle earth“