Besuch, Besuch

Was wäre das Leben ohne Freunde?

Wie ihr wisst ist mir der Abschied aus Shanghai sehr schwer gefallen, umso schöner also dass uns im ersten halben Jahr gleich zweimal Freunde aus der „alten Heimat“ besucht haben.

Unser erster Besuch, passend einen Tag nachdem unsere Seefracht mit den Möbeln aus Deutschland (und damit unserem Bett, sodass ein Gästebett zur Verfügung stand) kam, waren Dani und Stefan. Zwei Jahre haben wir in Shanghai, China und darüber hinaus die Hochs zusammen gefeiert und die Tiefs zusammen durchstanden. Wie schön also, dass genau sie unsere Besuchercouch einweihen kamen :)

Das Wochenende war wunderbar, nur das Wetter nicht ganz so hold. Ein Taifun hat seine Arme nach Japan ausgestreckt und was mit viel Regen kurz nach ihrer Ankunft begann, hat sich zu einem ausgewachsenen Sturm hochgeschaukelt (so sehr, dass bei den außen geparkten Autos die Alarmanlagen losgingen) – und ihre Abreise um einige Stunden verschoben.

Nachdem man das Wetter nicht ändern kann haben wir einfach das Beste draus gemacht, viel getratscht und die Zeit genossen, wie immer gut gegessen und getrunken. Sogar Formel 1 konnten wir noch zusammen schauen, also irgendwie alles wie immer. Beruhigend zu wissen, nur weil man nicht mehr ganz um die Ecke wohnt ändert sich da gar nichts. Und später in diesem Jahr werden wir uns auf einem ganz anderen Kontinent wiedersehen ;)

Aber hier erst mal die Bilder vom ersten Besuch (im Regen habe ich viel zu wenige gemacht, aber es war ja zum Glück nicht das letzte Mal, dass wir uns 2017 sehen sollten;)):

Leckerli aus Shanghai: Cinnaswirl Cinnamon Rolls. Ich könnte mich reinlegen! Dazu unsere klassische Samstagmorgensbeschäftigung: Brunch <3 Links hinten: Statue des Hachiko, der berühmte Hund von Shibuya – und wir total im ElementAuf der berühmtesten Kreuzung der Welt – naja, zumindest eine der berühmtesten – Shibuya CrossingStefan und Nic vor dem Meiji SchreinUnd auch ein kurzer Spaziergang durch Harakuju muss sein – auch wenn es schon leicht regnet, hat irgendwie was mit den Schirmen (aber schön auf die Augen aufpassen!)Kleine Wein- und Sektprobe am Tsukiji Fischmarkt – noch sind wir trocken Und ein kleines Stück Normalität: Formel 1 und ein gemütlicher Abend. Hach, könnten wir das doch regelmäßig machen!!

Danke, dass es euch zwei gibt und wir uns rein zufällig bei dem Medical Check in Shanghai beim look and see Trip kennengelernt haben. Ihr macht unser Leben bunter, fröhlicher, aktiver und schöner! Auf viele schöne neue Abenteuer, hier und dort und anderswo!

Irgendwo im Nirgendwo

Ich weiß, ich „schulde“ dem Blog noch den letzten Palau Beitrag mit Tauchbildern – dafür brauche ich aber Nic und unsere letzten Wochen waren recht voll gepackt mit Einziehen, Bürokratie und Nic war dazuhin bei der Arbeit sehr eingespannt. Aber wir wussten ja, worauf wir hin arbeiten – ein Wiedersehen mit unseren beiden besten Freunden aus Gymnasiums-Zeiten.

Eigentlich wollten Max und Pat uns in Shanghai besuchen kommen. Letztes Jahr war allerdings in ihrem Jahresplan schon ein gemeinsamer Urlaub mit einem Freund, Rundreise durch Japan. Also sollte Shanghai dieses Jahr her – und dann kam alles anders…

Aber von kleinen technischen Details lassen wir uns ja nicht abhalten, Südostasien hat unzählige Reiseziele zu bieten und so haben wir uns eben in Vietnam getroffen.

Die ersten beiden Tage in Hanoi waren laut und bunt. Es erinnert mich sehr an Shanghai (nur ohne den entwickelten Teil, den man in Shanghai schon findet und in Hanoi noch nicht so). Etwas sauberer, etwas mehr Strassenleben. Ebenso viele Roller, kaum Elektro, mehr Gehupe. Und unglaublich freundliche Menschen.

Bilder folgen später, wir sitzen gerade im Ba Vi Nationalpark (Hallo deutsche Politiker, in Vietnam hat man selbst im unbewohntesten Hinterland Hochgeschwindigkeitsinternet – vielleicht könntet ihr da ein bisschen dran arbeiten bis wir wieder zurück ziehen? Okay? Super, Danke!!) beim Frühstückskaffee mit dicker, süßer Kondensmilch…

Abstecher zur Mauer

Bevor es von der nördlichen Hauptstadt weiter in die südliche Hauptstadt ging, lag ein Besuch an der chinesischen Mauer nahe.

Von Beijing aus gibt es einige Tagesausflugsziele zu zugänglichen Mauerstücken, eines davon hat Nic bei einer Dienstreise schon besucht. Meine Schwiegermom hat in ihrer Urlaubs-Recherche allerdings ein schönes Hotel mit Mauerblick in Mutianyu ausfindig gemacht und so ging es zu viert (plus Fahrer) mit dreieinhalb Koffern in einem Auto mit zu kleinem Kofferraum (ergo: mit Koffer zwischen Beifahrer-Rücklehne und Nic’s Knien) nach Norden.

Mutianyu ist, wie alle Orte die wir bisher um spektakuläre chinesische Sehenswürdigkeiten herum besucht haben, ein touristischer aber trotzdem irgendwie interessanter Ort. Jedes Häuschen hat eine Telefonnummer für Übernachtungsmöglichkeiten angebracht, oft sogar mit dem Logo des Mauer-Tourismusverbands versehen (also eventuell gesponsert!?). Im Frühjahr mutet der große Busparkplatz einsam und leer an, doch der „Ältestenrat“ sitzt trotzdem schon um 7 Uhr morgens unter der Konfuzius-Statue auf den Bänkchen der Bushaltestellen.

Die einzige Ladenbesitzerin des Dorfs spielt um die Uhrzeit schon Federball mit einer Dame, die eher wie jenseits der 80 wirkt, aber Nic (der während ich Besorgungen mache den Schläger übernimmt) ganz schön abzieht. Erfahrung vor Jugend.

Das Hotel hatte einen besonderen Flair, Backsteinzimmer mit voll verglaster Front, die Mauerblick aus dem Bett und unter der Dusche garantiert. Das Konzept geht voll auf, ich würde wieder dort hin gehen. Abends, nach dem Dinner vom Grillbuffet, kommt man noch mit dem Klavierspieler, der eigens für den Abend angereist ist, und der Künstlerin die im OG diesen Monat ausstellen darf (Unterstützung der Künstler ist Teil des Hotelkonzepts) ins Gespräch. Wahrlich auf allen Ebenen ein gelungener Ausflug.

Herzstück jedoch ist natürlich die Chinesische Mauer. Obwohl wir im letzten Jahr schon von Gubeikou nach JinShanLing gewandert sind (siehe Mai 2016 auf dem Blog), sind wir wieder begeistert und fasziniert. Das Mauerstück von Mutianyu bietet wieder ganz andere Landschaften, ganz andere Flora (und ein Eichhörnchen haben wir auch gesehen). Trotz des Besuchs am Wochenende war überraschend wenig los und auch der leichte Schneefall (ja. Ernsthaft, das Wetter hat einfach wirklich verrückt gespielt – meine armen Schwiegereltern, auf Winter hatten wir sie nicht vorbereitet – weil wir es auch selbst nicht erwartet hätten) konnte die magischen Stunden auf der Mauer nicht trüben.

Wie sagte Mao? Ein Mann wird erst dann zum Mann, wenn er die Mauer gesehen hat. Wir sind jetzt also alle angekommen.

 Federball in Winterjacke  So eine sympathische Dame  voll in Action Konfuzius wacht über dem Dorf Tourismus  Welpe <3 immer wieder interessant, über solche Dinge zu stolpern Aufstieg  Winter und Frühling Drei Mauerkletterer genießen den Ausblick Traumpaar ganz lässig am Weltwunder Da kommt der Schneefall harsche, beeindruckende Landschaft Aufstieg – wie immer Stufen über Stufen Fescher Mann  Das klassische Motiv durch das Fenster Mauerpanorama mit Unbekannten  „Etwas“ nachbearbeitet, trotzdem ein beeindruckendes Bild der vielfältigen LandschaftWow!! Vor dem steilen, langen, großen Anstieg bis zur Absperrung (danach verfällt die Mauer mit jedem weiteren Meter und der Ausflug wird zum Klettersteig – bei dem Wetter natürlich unmöglich) Schnee – in Shanghai hatten wir zu dem Zeitpunkt schon 20 Grad.  Wie die Mauer sich über die Hügelrücken schlängelt. Ich kann nicht genug von diesem Anblick kriegen. Am Wachturm

Reisende…

… muss man ziehen lassen!


Shanghai hat sich in den letzten 3 Tagen nicht gerade in bestem Wetter präsentiert (Taifun Haima hat seine Ausläufer geschickt), sodass wir einfach sehr schöne, gemütliche und entspannte Tage verbracht haben. Wir haben viele Tees durchprobiert, lange Gespräche geführt, lustige Anekdoten geteilt, in Erinnerungen geschwelgt und Bilder angeschaut.

Magda und Jan befinden sich gerade erst am Anfang ihrer Weltreise und der Weg geht weiter, erst mal nach Westen und dann in den Süden, nach einigen weiteren Stationen in China folgt schon ganz bald Südostasien. Wir fiebern von hier aus mit und freuen uns schon auf alle Erzählungen, Geschichten und Bilder. (Und wer weiß, vielleicht trifft man sich 2017 mal an einem exotischen Ort)
Die letzte Woche hat wieder gezeigt (nachdem der Besuch von meiner Mama auch schon wieder ein halbes Jahr her ist): Es ist wunderbar, Familie und Freunde hier zu haben. Diese Anker zur „alten Welt“, die wir jetzt schon seit über einem Jahr hinter uns gelassen haben, sind unersetzlich und geben einem Zuversicht. Egal wo man ist, es gibt Orte an denen Menschen sind (sei es in dem Haimatort, bei den Familien oder überall auf der Welt, mittlerweile), bei denen man zu Hause sein kann. Wir hoffen, Magda und Jan ging es hier ähnlich :) Und natürlich wünschen wir den beiden alles Gute, viel Sonnenschein und entspanntes Reisen – mit dem nötigen Quäntchen Glück das man manchmal braucht (und sei es nur, dass sich einige Regenwolken an bestimmten Tagen mal verziehen): 

Die Welt liegt euch zu Füßen und jede Landesgrenze ist ein Tor in das nächste aufregende Abenteuer!

Besuch ist was schönes

Und zwar aus vielerlei Gründen.

Einerseits, weil man Menschen die einem am Herzen liegen, wieder sieht.

Andererseits, weil es toll ist, diesen besonderen Menschen seine Stadt zu zeigen und an seinem Leben in der weiten, fremden, asiatischen Ferne teilhaben zu lassen.

Und es geht nicht eindrucksvoller, so viel und bebildert man auch schreibt, als gemeinsam durch die Viertel zu schlendern.

Mit Magda und Jan sind zwei Freunde zu Besuch, die uns schon sehr lange begleiten (erst recht in Expat-Zeitabständen gerechnet). Beide frisch promovierte Drs.rer.nat auf Weltreise, weit weg vom gemeinsamen Studienort. Gemeinsam haben wir schon auf Hütten im Schwarzwald oder als letzte Gäste im letzten Bus von unserer Hochzeitsfeier zum Hotel tolle Momente geteilt.

Umso schöner, dass wir den beiden, die in den letzten acht Wochen schon außerordentlich viel erlebt haben (Russland, Transsib, Mongolei und so weiter: http://www.infulltrains.wordpress.com) und die Zeit „in vollen Zügen“ genossen haben, nun etwas von Shanghai und Umland zeigen können. 

Dabei dürfen die klassischen Highlights wie Bund, Tianzifang oder auch Ausflüge weg vom Zentrum (Hangzhou gestern, zB) nicht fehlen, ebenso wie Essen (Nudelladen, Hotpot, Dumplings und so weiter). 

Immer wieder fällt mir dabei auf, wie schön es ist, das Leuchten in den Augen zu sehen, wenn man das erste Mal am Bund steht und den bunten Lichtern zusieht. Oder zwischen dem Jin Mao Tower, SWFC und dem Shanghai Tower. Dabei sehe ich die gleiche Begeisterung, die ich bei meinem ersten Besuch der Orte (und vielen weiteren danach) gespürt habe. Und es entfacht immer wieder ein bisschen den Entdeckergeist und die Liebe zur eigenen Stadt.

Gestern in Hangzhou war es zwar teilweise etwas verregnet, aber der Westlake hat sich landschaftlich wieder wunderbar präsentiert und die Ausblicke von der Pagode wurden von ziehenden Wolken spannender. Immer wieder hat sich das Bild vor den Augen gewandelt.

 Erster Abend am Bund

 So viele Eier Beim Chinarestaurant ums Eck

 Lotusse

 Westlake und Berge 

 Klassisches Rolltreppen-Selfie

 Unglaubliche Stimmung über dem Westlake

 Links Hangzhou (da wo dieses Jahr G20 war), rechts China

 Der Weg, von dem wir gekommen sind, verschwindet im Regen

 Zweite Perspektive

 Wir haben hart gekämpft, der Hotpot hat gewonnen   IFC Türme und Shanghai Tower Magda und Jan und ein paar ziemlich hohe Wolkenkratzer

 Inmitten einiger höchster Gebäude der Welt

 Aussicht vom SWFC heute: mystisch

 Und schon besser, aber quasi am Fluss hört die Sicht auf

 Das erste Mal Yu Garden im Dunkeln. Hat was. Gefällt mir deutlich besser als im Hellen, auch (oder weil) viele Geschäfte schon zu hatten
 Die Beleuchtung ist vielleicht kitschig, aber richtig schön!

 Teehaus im Dunkeln

 Stinky Tofu!!!

Ausgrabungen 2

Unser letzter Tag bevor wir wieder nach Shanghai zurück sind und bevor die letzte Woche von dem Chinaerlebnis meiner Mum angebrochen ist, waren wir noch bei einer zweiten Ausgrabungsstätte. Das lag mehr oder minder auf dem Weg zum Flughafen von Xi’an und wird im Lonely Planet als sehenswert und überraschend untouristisch angepriesen. 

Die mit beerdigten Figuren um den Grabhügel stellen verkleinert die Völker und Tiere dar, also keine Armee wie am Vortag.

Zwar sind die Figuren deutlich kleiner und auch nicht so detailgetreu, aber der Lonely Planet hat nicht untertrieben – es war herrlich wenig los. Und so war das doch einer der schönsten Tage, bei einem Spaziergang um den Grabhügel in strahlendem Sonnenschein war kurzzeitig kein anderer Mensch zu sehen und wir konnten die Felder (und Strommasten; wir sind ja immernoch in China) und die Stille genießen. Einfach herrlich und ein gebührender Abschluss für unseren „kurzen“ Trip, SH-BJ-XIY-SH

 Da sind die Figuren Sowie Alltagsgegenstände Und Tiere (nein, kein Flusspferd…) Als Gast läuft man „über“ den Ausgrabungen auf einem Weg der zur Hälfte Glasboden ist Die Steine zeigen die Ausgrabungsstrahlen um den Grabhügel an Nic hat nachgesehen, was im Schacht ist Industrie im Hintergrund Nachbau eines der Tore Inschriftstafel, im Hintergrund der Grabhügel Und hier der Grabhügel in voller Pracht 

Beijing

Ok, das mit der geplanten Veröffentlichung hat ja mal so gar nicht geklappt… Also jetzt manuell!

Abends sind Mum und ich dann ohne großen Plan einfach mal die Straße vom Hotel entlang gelaufen und sind zufällig mitten in der Innenstadt rausgekommen. Die Fressmeile war gleichermaßen beeindrucken, faszinierend und abstoßend. Und das erste Gefühl stellt sich ein, irgendwie fühlt sich Beijing ganz anders an als Shanghai.

Es fällt mir schwer, das Gefühl in Worte zu fassen – eine Mischung aus der Tatsache, dass es keine Straßenschluchten wie hier gibt (wobei ich die Wortkombination „Straßenschlucht“ und Shanghai sowieso anders sehe, seitdem wir in Hongkong waren) und die Menschen im Norden halt doch ein bisschen anders sind. Ist ja bei uns auch nicht anders, ich denke da an lustige Begebenheiten und sprachliche Hürden zwischen meinen schwäbischen Unifreunden, Hanna und Manu, und unserem Bremerhavener Nordlicht Kim :)

Am nächsten Tag stand dann ein Besuch bei der Verbotenen Stadt an. Ich hab ein paar Handyfotos für euch; aber auch ein paar Kamerabilder. Irgendwann, ich verspreche es, schaff ich es endlich mal die paar „Kernbeiträge“ über China und unser Leben hier zu schreiben, die mir auf dem Herzen brennen, und die dann mit den richtigen Fotos zu bebildern. Da gibt’s dann auch geschichtlichen Hintergrund zu der Verbotenen Stadt und allem anderen.

Wir haben uns immer rechts von den Massen aufgehalten und sind über die Seitenwege gegangen, so war es sehr angenehm. Die Hitze war zwar drückend, gerade im Vergleich zum frühlingshaften Shanghai, wo wir „nur“ 24-26 Grad hatten. Die Verbotene Stadt war sehr beeindruckend, allein die Größe besticht. Und wenn ich dann denke, dass früher kaum Menschen auf dem riesigen Gelände unterwegs waren (im Vergleich zu den 80.000 Tickets die heute pro Tag verkauft werden, meine ich. Klar gab es da einiges an Bediensteten. Aber das war sicher kein Vergleich und die waren ja auch eher im Hintergrund).

Natürlich durfte auch ein Blick auf den Tiananmen Platz nicht fehlen. Den hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt, aber wie das eben immer so ist, wenn man nur alte Bilder kennt und heute fahren da halt hunderte von Autos in der Minute durch…

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug zum Sommerpalast gemacht. Auch das war wirklich schön, wenn auch wiederum wirklich warm. Aber Bootle fahren geht bei so einem Wetter natürlich immer. In den Palast rein haben wir es nicht geschafft, aber man braucht ja auch immer Gründe, um wieder zurück zu kommen.

Insgesamt war der Ausflug in die Hauptstadt sehr beeindruckend. Wir sind unheimlich viel gelaufen und haben Beijing zu Fuß erkundet was das Zeug hielt. Die optimale Lage unseres Hotels war natürlich von Vorteil – dafür sind wir gar nicht zu irgendwelchen Außengebieten gekommen. Überhaupt kostet Laufen natürlich auch immer Zeit (und Energie!), es gibt also noch einiges in Beijing, was es nächstes Mal zu erkunden gilt (Himmelstempel, Lama Tempel, ein Blick auf das CCTV Gebäude, und so weiter). Hier aber unsere ersten Eindrücke:

 Josefskirche Die Fressmeile voller roter Lampions Skorpion am Spieß  Oder doch lieber Tausendfüßler, Seestern, Heuschrecke und so weiter? Vor der Josefskirche wird abends getanzt ;) Seitlicher Blick auf die Mauern der verbotenen Stadt Der berühmte Eingang mit Mao Menschen über Menschen… Schön bemalt Im Garten Fotoshooting vor beeindruckender Kulisse ihr seht, wenn man sich abseits der Hauptwege aufhält sind die Bevölkerungszustände erträglich   Unser Hotel mit typischen Dächle

 Kriegsheldendenkmal

 Eingang zum Sommerpalast  Im Boot, Mamorboot im Hintergrund Der Sommerpalast von der Seeseite her  Menschen möchten Fotos mit uns machen :)

Nachtrag: Zugfahren

Zufällig war ich Dank unseres Trips an die Mauer ja schon mal in Beijing (und das ja dann aus Versehen sogar über Nacht). Sowas ist immer ganz praktisch, dann hat man schon mal einen Blick auf das U-bahn-Netz geworfen und grob eine Idee von der Stadt. Das war allerdings so grob, dass ich rein aus Zufall ein Hotel in bombiger Lage gebucht hatte. Nur ein Katzensprung von der Verbotenen Stadt entfernt (am nördlichen Ende, d.h. zum Eingang, der sich am Südende zum Tiananmen Platz hin befindet, war es doch noch ein Stück).

Neben der ersten richtigen Besichtigung stand damit aber auch die erste Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug an. China hat (in der Theorie zumindest) die schnellsten Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Züge von 380 km/h Maximalgeschwindigkeit allerdings vor ein paar Jahren auf 300 km/h reduziert. Das ist also so schnell wie in Deutschland ein ICE auf der Hochgeschwindigkeitstrecke, z.B. zwischen Nürnberg und München fahren kann. Dass die Dimension eine andere ist, zeigt die Tatsache, dass man von Shanghai bis Beijing für gut 1200 Kilometer mit der schnellsten Verbindung (die wir hatten) laut Fahrplan knapp fünf Stunden braucht (mit Stopps in Nanjing und Jinan). Zum Vergleich: Karlsruhe-Hamburg ist etwa die Hälfte der Strecke und die DB veranschlagt dafür allein schon fünfeinhalb Stunden. Und auch über den Preis kann man nicht meckern, ein Zweite Klasse Sitzplatzticket kostet umgerechnet knapp 75€ – egal wann ich es buche, so lange verfügbar. Take this, DB!

Auch hier läuft natürlich nicht alles reibungslos, als Nichtbesitzer einer chinesischen Identitätskarte muss man beim Ticketkauf u.U. lange anstehen (weil man keinen Automat zur Abholung von online gebuchten Tickets benutzen kann; Tickets sind hier immer an die Ausweisnummer gebunden) und unser Zug hat sich am zweiten Stop, in Jinan, eine Verspätung eingefangen (sind im Bahnhof stehen geblieben; leider hab ich natürlich die Durchsagen nicht verstanden). Trotzdem war das Reisen mit der Chinesischen Bahn verdammt komfortabel, im Hochgeschwindigkeitszug werden nur Sitzplätze verkauft, d.h. keine überfüllten Züge; alle paar Minuten kommt der Service vorbei und verkauft Häagen Dazs Eis, Fertiggerichte, Getränke, Kaffee, Popcorn (!!!) und so weiter. Auch der Speisewagen ist ganz gut ausgestattet – und vergleichsweise (wiederum zu deutschen Preisen in Bahnhöfen und Zügen) sehr günstig. Alles in allem ist das eine super Reiseoption!

Bevor das jetzt hier wieder ein viel zu langer Beitrag wird, schieb ich den Teil mit ein paar Bildern hoch und schreibe den Rest von unserem Beijingtrip vorab. Schaut morgen wieder rein, dann wird der Teil auch veröffentlicht sein :)

 Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön… Vergnügungspark? Mit Sphinx? Muss ich mal mehr rausfinden Das hat einfach zu gut gerochen…! Der Beweis, wir sind da Hutong vor unserem Hotelzimmerfenster  

Mein erster Familienbesuch

Wir hatten ja schon Besuch von Alex und auch von insgesamt vier Studienkollegen von Nic (Theresa, Heiko, Phil und Benny – eigentlich wollte er mal noch einen Nachbericht schreiben, mal sehen ob wir das vielleicht noch gemeinsam hinbekommen) – jetzt stand über den Mai der erste Familienbesuch von meiner Familie an. Meine Mum hat die weite Reise nach Osten angetreten und ist hier in eine neue Kultur eingetaucht.
Wir leben mittlerweile schon fast ein Jahr hier (über 10 Monate zumindest) und sind hier so gut eingelebt und „abgehärtet“, da macht es richtig Spaß jemanden neu in diese Kultur zu führen – weil man selbst alles nochmal ganz neu entdeckt, beleuchtet, definiert und bewertet.
Neben dem klassischen Erkunden von Shanghai standen auch ein Besuch in Beijing und in Xi’an auf dem Plan. Heute gibt es aber erst mal Fotos von Shanghai mit meiner Mum. Wie ihr seht, wir haben viel gesehen (und ich kann euch nur einen kleinen Ausschnitt zeigen) und hatten noch mehr Spaß.
PS: ich habe gerade ein massives Problem, Bilder hoch zu laden. Falls sich das nicht über die nächsten 2-3 Tage mobil lösen lässt, muss ich am Wochenende nachhelfen. Entschuldigung!

Erster österreichischer Besuch aus Deutschland

Eine Bilderflut vom Ankunftswochenende

  Mit klassisch chinesischem Löwen im Bambuswald
 Runde Rolltreppe :)

  

 Erstes chinesisches Mittagessen in Yu Yuan

  

 Oriental Pearl Tower in Lujiazui

  

 Tea Time im Hyatt mit Blick auf den Bund

  

 Sonne

  

 Fotoshooting 

  

 Lichter von Pudong am Sonntagabend

  

 Das geshootete Bild vorm Jin Mao Tower

  

 Tsingtaobucket in unserem Lieblingshipsterladen, „Kommune“ in Tianzifang
   Zwei Brüder