Wiedergefunden (28.04.16 -Tag28-)


Damals, 2009, in Amerika war ich absoluter Fan von einer bestimmten Gatorade Sorte. Gatorade G2 Grape – keine Kalorien, Traubengeschmack. Ich hatte immer eine 12er Box in meinem Kofferraum, bei der Arbeit, im Fitness (NYSC) oder unterwegs. 

Leider habe ich G2 Grape in Deutschland nie bekommen. Ich war mal so verrückt, zu überlegen, einen Karton per Amazon zu importieren – aber war mir dann doch zu teuer.

Gatorade G2 Grape gibt es hier zwar nicht als Geschmacksrichtung, aber dafür gibt es hier jetzt 水葡萄 (shui pu tao)- was so viel heißt wie Wasser mit Traube. Es schmeckt genauso künstlich wie G2, hat glückliche 88kJ/100ml (8 ist die Glückszahl in China – 88kJ entsprechen 21kcal) und man kann es grad in jedem Familymart kaufen (natürlich auch deutlich günstiger als G2 in Amerika). Es gibt auch noch Zitrone oder Pomelo als Geschmack, aber ich schwelge einfach ein bisschen in der guten alten Erinnerung.

Schnee im April (26.04.2016 -Tag26-)

Naja, nicht hier bei uns in Shanghai – aber bei euch zu Hause.

Passend dazu hab ich eine kleine „Armee Schaukelrentiere“ gefunden.


Sehr herzig – aber was machen die hier Ende April in der Global Harbor Mall? War das ein Schnäppchenkauf auf Seiten des Mall-Managments? Oder ist Weihnachten dieses Jahr noch früher also sonst eh schon (immer wieder überraschend am 24.12., oder?)?

Kundenbindung (23.04.2016 -Tag23-)

Kundenbindung hat hier eine größere Bedeutung als bei uns. Wenn jemand mehrfach zu Dir kommt, hat er einerseits sein Vertrauen in Deine Produkte gezeigt. Andererseits bringt er vielleicht Freunde mit, erwähnt Dich lobend und sorgt für neue Kundschaft – so jemand möchtest Du nicht verprellen – und demnach haust Du den auch nicht mehr offensichtlich über’s Ohr.

Das merkt man nicht nur bei so offensichtlichen Orten wie dem Fake Markt, sondern auch beim Obststand, dem Café ums Eck, dem Sushiladen oder auch einfach dem Supermarkt (ihr kennt ja meine Lianhua-Geschichten jetzt schon).

Und so bemühen wir uns immer redlich, einen guten Eindruck zu hinterlassen, nett zu sein (im Gegensatz zu einigen Ausländern die hier leider denken, sie wären der westliche König und könnten die Leute von oben runter behandeln, in ihrer Muttersprache bepöbeln, etc). Und dann merkt man eben auch, dass die Verkäufer einen wiedererkennen, sich freuen wenn man da ist oder auch wenn man neue Leute mitbringt. Shanghai scheint von der klassischen Mundpropaganda zu leben und das kommt dort natürlich besonders gut an.

Für jegliche Güter oder kulinarische Köstlichkeiten haben wir also schon unsere Spezls und das erleichtert natürlich auch die Kommunikation und die Ansprechhürde. Weiterhin gibt es mir ein Gefühl des „zu Hause“ seins, erst Recht wenn die Verkäufer einen auf der Straße „in zivil“ erkennen und grüßen. In einer Paar-und-zwanzig Millionen Einwohner-Stadt. Muss man sich immer wieder auf der Zunge zergehen lassen, denn in unserem Viertel ist es trotzdem ein bisschen wie auf dem Dorf. Naja, genau genommen ist unser Compound von der Einwohnerzahl vermutlich schon ein deutsches Dorf. Also sagen wir: wie in einer Kleinstadt ;)

Ein ganz normaler Tag

Heute war ein ganz normaler Tag. Und manchmal muss man an ganz normalen Tagen den Kopf schütteln, oder lachen. Oder sich wundern.

Die Sonne hat geschienen. Es war warm und herrlich. Ich saß knapp zwei Stunden in der Sonne, draußen am Compoundteich und habe gearbeitet. Die Luft war sehr gut, man hat blauen Himmel gesehen und eigentlich kann man sich kaum bessere Tage als heute wünschen.

Trotzdem fällt mal wieder auf, wieviel Chinesen an solchen Tagen mit Mundschutz rumlaufen. Ich hab oft das Gefühl, dass es deutlich mehr Leute als an schlechten Lufttagen sind. Aber vielleicht ist das Einbildung, einfach nur weil ich es seltsam finde. Meine Favoriten dabei sind die jugendlichen Schulkinder, die ihre chirurgischen Gesichtsmasken (also keine PM2,5 Filtermasken, einfach nur das Stoffding…) unter der Nase tragen. Atmet sich ja sonst so schlecht damit.

Heute habe ich aber eine neue Ausführung der Kategorie “Atemschutz auf Chinesisch” gesehen – eine ältere Dame, die ihre 3M PM2,5 Luftfiltermaske an einem Ohr baumeln hatte, um genüsslich ihre Zigarette rauchen zu können. Muss man vermutlich nicht verstehen.

Weiterhin finde ich es momentan, jetzt wo es gerade so richtig schön wird, immer wieder faszinierend, wie dick die Leute noch eingepackt sind. Ich schwitze in Jeans und T-Shirt und die halbe Straße trägt noch Steppjacken und Wintermäntel. Im Februar konnte ich das ja noch damit abtun, dass noch der kalendarische Winter herrschte und man aus Prinzip nicht im T-Shirt herumläuft (ebenso wie man sich bei uns in Monaten mit “R” eben nicht im Freien auf den Popo setzt). Aber wir haben April, der Frühling hat offiziell begonnen und es ist warm. Richtig schön warm.

Gegipfelt hat das ganze heute in einer lustigen Begegnung in meinem “Pennernetto”-Lianhua ums Eck. Ich war eben noch Getränke kaufen und danach in meinem “Paradiesischen Obstladen”, von dem ich euch schon erzählt habe. Fairerweise muss ich sagen, als ich um 17:30 im T-Shirt zur Tür raus bin, hat es mich im Schatten kurz gefröstelt – bis ich dann zwei Meter gelaufen bin und mir wieder warm wurde.

Jetzt ist es nun mal so, dass ich in dem Lianhua auffalle. Bisher habe ich nur zweimal nicht-Chinesen da drin gesehen, eine Afroamerikanerin und zwei Afrikanerinnen. Ich bilde mir ja auch ein, dass der Lianhua seitdem ich regelmäßig dort bin dieses kleine “Import”-Regal aufgemacht hat, mit D’arbo Honig.

Der Kassierer kennt mich jedenfalls schon (es war der, den ich letzthins geweckt hatte. Heute war er aber topfit!) und hat mich heute gefragt, ob mit denn nicht kalt sei. Erst auf Chinesisch, weil ich aber immer ein bisschen brauche, um die Info in meinem Kopf zu verarbeiten und dabei vermutlich wie ein Auto schaue, hat er noch ein “cold” auf Englisch hinterher geschoben und diese typische “Fröstelgeste” gemacht, ihr wisst sicher was ich mein. Ich konnte ihm dann erklären, dass mir nur ein klitzekleines bisschen kalt ist (”yidiandian leng”). Darauf hat er gelacht und gemeint, ich sollte mir doch Jäckchen anziehen (das habe ich nicht wörtlich verstanden, aber Kontextverständnis und Hände und Füße ist schon was tolles) mit Ärmeln, so wie er. Und hat mir seine 3 Lagen Pullis gezeigt. So viel Zwiebel hab ich letztes Mal in Huangshan beim Sonnenaufgang um 4:30 morgens angezogen – aber doch nicht mitten am Tag bei 20°C.

Daraufhin habe ich gelacht und ihm erklärt, dass ich es einfach nur vergessen hatte (”wo wang le”). So hatten wir beide unseren Smalltalk und unseren Spaß, die Verständigung klappt tatsächlich von mal zu mal besser und ich musste auch ein paar Minuten später noch grinsen. Vermutlich denkt er, ich hätte nicht alle Latten am Zaun, im April so halbnackt vor die Tür zu gehen. Und ich frage mich, ob er neben dem arbeiten saunieren betreibt. Die Wärmflasche von letztem Mal spräche dafür.

    Hecke im Compound
  Dem Herr, der grade seinen Knopf annäht war wohl nicht kalt ;)

Vorbereitungen (05.04.2016 -Tag5-)

Heute muss ich tatsächlich den ersten Joker ziehen und etwas nicht ganz so spannendes berichten. Ich war den ganzen Tag mit Haushalt und den Wochenendvorbereitungen beschäftigt.

Für den Ausflug übernehme ich quasi die Reiseleitung und habe bis eben an den Vorbereitungen gesessen.

Dafür durfte ich auch Sachen shoppen und dazu in einen meiner Lieblingsläden: Sport und Outdoor-Sachen. Hier gibt’s die Kette Decathlon, ein französisches Sportartikelgeschäft. 

Außerdem wollte ich noch was von einem anderen Bekleidungshersteller und ich hab schon seit Tagen wahnsinnige Gelüste auf Hotpot gehabt. Also ab an die Global Harbor Mall (von der ich auch mal detailliert erzählen muss), von dort ist der Decathlon nicht weit und bei Food Republic in der Mall gibt’s einen kleinen Hotpot.    Global Harbor Mall mit einem der beiden Zwillingstürme

  Das ist die Frühlongskollektion – naja, wer’s mag… ;)

Einkaufen auf Chinesisch (02.04.2016 -Tag 2-)

Ich habe euch ja schon viel vom Einkaufen erzählt. Von toten Fischen, angetatschtem Fleisch, am Handy spielenden Verkäufern und so weiter. Was ich noch nicht erzählt habe, glaube ich zumindest, sind die Verkäufer, die sich im Supermarkt die Nägel abknipsen (auch das ist hier so ein Ding. Das wird einfach überall gemacht. Im Park, im Supermarkt – bei Nic im Büro, aber dort dann immerhin in einen Mülleimer. Gefühlt trägt jeder Bürger hier einen Nagelknipser mit sich rum – sehr oft sieht man diese auch am Schlüsselbund hängen. Vermutlich mit Ersatz, falls das geliebte Gerät mal kaputt geht. Ich hab keine Ahnung…). Oder diejenigen, die in der Fernsehabteilung zu dritt auf dem Boden sitzen und schauen, was so läuft (auch davon hab ich noch irgendwo ein Foto).
Worüber ich noch überhaupt nicht geschrieben habe sind aber die vielen kleinen Lebensmittelgeschäfte hier an der Straße. Gemüse oder Obst, manchmal auch beides. So kann man nicht nur in den Markthallen, großen Hypermärkten (wie Carrefour und Co offiziell bezeichnet werden) oder kleinen Supermärkten wie Lianhua oder Dia, seine frischen Einkäufe tätigen, sondern eben auch in den ganz kleinen „Löchern in der Wand“, wie ich diese Geschäfte liebevoll nenne. Allein in den drei Blocks um unser Compound herum gibt es unzählige dieser Geschäfte. Und ganz akut frische Sachen (mal Orangen oder Äpfel oder oder, aktuell sind es z.B. Koksnüsse) kann man oft an der Ampelecke direkt von einem Laster runter kaufen. So weiß man immer, welches Obst gerade Saison hat. Auch ganz praktisch. Ich muss euch mal Fotos von den ganzen kleinen Geschäften und den Lastern machen – wahnsinn, wie schnell man sich hier an gewisse Gegebenheiten gewöhnt. Immer erst wenn ich darüber nachdenke, wie ich das einem Besucher von zu Hause zeigen würde, oder was ich bloggen könnte, fällt mir wieder auf wie anders die Welten manchmal sind – und wie leicht ich von der Einen in die Andere wechseln kann und mich wohl fühle.
 Manchmal muss man ein bisschen aufpassen, dass man in den kleinen Läden nicht übers Ohr gehauen wird (erst Recht, wenn man so schlecht Chinesisch spricht wie ich und kein Einheimischer ist); aber wir haben einen ganz neuen Supermarkt bei uns gegenüber, kürzester Weg, verrückte Öffnungszeiten (wie so oft hier. Es ist eben offen, wenn jemand da ist) und sehr nette Verkäuferin. Ich glaube, seitdem ich letzthin 3 kg (in Worten: drei Kilos) Mangos gekauft habe, mag sie mich. Ich gehe aber auch echt gern zu ihr.
Gestern wollte ich wissen, was eine bestimmte Frucht (Grün, etwas größer als ein Apfel, mit langem Stiel, aber sonst ein bisschen wie ein mega-mutierter Granny Smith) ist und habe ihr – wie ich das seit neuestem immer mache – mein Handy hingehalten, sodass sie es direkt auf Chinesisch in die Übersetzer-App tippen oder malen kann (dazu erzähle ich euch in den kommenden Tagen auch noch ein bisschen mehr). Das ging irgendwie nicht so wie geplant und dann kamen andere Kunden, doch als ich soweit war und meine Einkäufe auf ihre Waage gelegt habe, hielt sie mir dann ihr Handy hin, mit den betreffenden chinesischen Zeichen. Die konnte ich fix abmalen – und siehe da, dann wollte ich diese seltsam anmutende Honigmelone doch probieren und hab mir eine Kleine eingepackt. War sehr aromatisch und den Kauf definitiv wert!
Mittlerweile gehe ich zum Obst kaufen eigentlich nur noch in den Laden. Das hat mehrere Gründe: Ich mag es, im „Tante Emma Laden“ einzukaufen – und auch wenn sie das Obst genauso im Großhandeln einkauft und es quasi keinen Unterschied macht, ob ich es bei Tesco, Carrefour oder ihr kaufe – so hat man doch das Gefühl, den kleinen Einzelhandel zu unterstützen. Außerdem ist die Frau sehr viel freundlicher als die Wiegedamen beim Hypermarkt (übrigens ein reiner Frauenberuf, ich habe da tatsächlich noch nie einen Mann wiegen sehen) und es drängelt sich auch keiner vor und schubst mich von hinten aus dem Weg um vor mir dran zu sein. Natürlich kommt dazu, dass ich einfach nur schnell einmal durch den Compound wackeln muss, zur kleinen Tür raus und über die Straße. Noch näher ginge es nur, wenn sie bei uns drin verkaufen würde. Zu guter letzt ist das Obst einfach paradiesisch und wirklich günstig. Sie hat ihre Preise meist ausgeschildert und wir haben mittlerweile so eine Kundenbindung (auch darüber werde ich euch in den nächsten Tagen mehr erzählen. Das hat hier meinem Gefühl nach noch mal eine andere Bedeutung als in Deutschland), dass ich mir sicher bin nicht über’s Ohr gehauen zu werden. Außerdem spreche ich gerne meine paar Brocken chinesisch mit ihr; erkläre ihr zum Beispiel, dass ihr Obst sehr wohlschmeckend ist oder wünsche ihr eine gute Nacht wenn ich spät dort bin. Überhaupt sollte ich meine paar Brocken viel mehr einsetzen – wenn ich nur nicht so schüchtern wäre, mit Muttersprachlern zu reden.
Alles in allem mag ich diese kleinen Supermärkte, so lange sie ein bisschen sauber sind und die Ware frisch aussieht. Nachdem der 鲜乐园水果超市erst vor ein paar Wochen aufgemacht hat ist das beides noch gegeben. 
    Xian leguan shuiguo chaoshi (Frisches paradiesisches Obst Supermarkt)
  Das ist das Tor – dahinter die Straße und dahinter der Supermarkt

    Honigmelone, Drachenfrucht, Honigmelone, Erdbeeren, Avocado und Jackfruit
  Auslage mit Erdbeeren, Jackfruit, Ananas, Orangen (mit hoher Müllproduktion) und Äpfel

   
  So sehen 3kg Manogs aus 

       Hab auch schon Mangosteen, Kiwi und Papaya dort gekauft

  Obst zum Abendessen hat bei der Vielfalt schon was für sich

Wie versprochen: Einkaufswagen

In den kleineren Supermärkten sind die hier üblich, in den großen Hypermarkets gibt es aber die großen Wägen, die wir gewohnt sind.

    Einkaufswagen mal anders (multifunktional und mit kleinem Wendekreis), mit ein paar Säcken Reis im Hintergrund.
  Das ist die „Zigarettenkasse“ von der ich erzählt habe. Erkenntlich am Aschenbecher links unten, der randvoll ist und in den die rauchenden Mitarbeiter (heute alle die ich gesehen habe…!) ihre Kippen versenken.  

Kurzeinkauf auf Chinesisch …zZzZzzz…

Nach dem Mittagessen war ich noch eben in unserem kleinen „Penner-Netto“ ums Eck, dem siffigen Lianhua von dem ich schon berichtet habe (wir haben ein paar hundert Meter weiter jetzt auch einen neu renovierten Lianhua, der ist toll, da kann man sogar getrost frisches Obst und Gemüse kaufen, sowie Importmilch und Butter!!) – für den Getränkekauf.

Die Rolltreppe, die ich zumeist meide, da sie schon sehr klapprig wirkt und von keinem der mir vertrauenswürdigen Hersteller (wie etwa Otis, Schindler oder Thyssen Krupp) ist – was ja hier durchaus bedenkenswert sein kann – stand still und so sah es nicht mal komisch aus, dass ich die Treppen hoch benutzte.

Der nette alte Mitarbeiter, der immer neben den Einkaufswagen sitzt (davon muss ich euch mal ein Bild machen… Das ist in diesem Fall bei kleinen Läden etwas ganz anderes als bei uns) hat tief und fest geschlafen. Naja, gut, ist ja auch direkt nach der Mittagszeit.

Ein paar Getränke reicher mache ich mich also auf Richtung Kasse #1 (die am Zigarettenstand, an dem auch gerne mal kleine Mädchen eine Schachtel kaufen. So wie bei uns früher, für Opa oder so) – an der ein Mitarbeiter tief und fest mit auf den Händen gestütztem Kopf schlief. Ouuups. Na gut, es gibt ja noch eine Kasse neben an.

An Kasse #2 fand ich dann also den dritten tief und fest schlafenden Mitarbeiter vor. Und nun? Wieder zurück in den Laden und dem einzigen wachen Mitarbeiter dem ich vorhin begegnet bin mit Händen und Füßen klar machen, dass ich mir nicht sicher bin, wen ich wecken soll? Ne, ist ja auch doof.

Also doch den Kassierer an Kasse #2 geweckt. Mit einem halboffenen Auge blickt er nach meinem piepsigen „Ni Hao?“ in mein fragendes Gesicht (ich wollte „Bin ich hier richtig? Würden Sie mich bitte kassieren?“ ausdrücken) und nickt müde. Nach dem Kassieren richtet er sich seine grüne Gummiwärmflasche auf dem Bauch zurecht und ich frage mich, ob er nicht eher zum Arzt sollte, als sich an der Kasse gesund schlafen? Oder war ihm einfach nur kalt und er macht das jeden Tag? Was das Schlafen angeht, überrascht mich hier nichts mehr. Scheint ein anderes Gen zu sein…

Passend dazu möchte ich diesen Zeitungsartikel posten, den ich auf dem Blog der lieben Shaoshi in Shanghai gesehen habe:

Schlafen bei IKEA in China – verboten oder doch nicht?

 

 

Einkaufen (2): Fische, die sich den Bauch sonnen…

Ich hab es mir ein bisschen zum Sport gemacht, wenn ich beim Einkaufen im Großmarkt bin (meist Carrefour, aber auch Lotus, Walmart, Tesco oder Metro haben nicht enttäuscht!) in die Aquarien zu schauen, wie glücklich die Fische (oder anderen Tiere) da sind. 

   Gleich mehrer Vertreter der Kategorie „Rückenschwimmer“

  Der linke Kollege hatte schon leicht Schleim angesetzt, aber sein Tankgenosse ist ihm nicht von der Seite gewichen!

   
  „Kleiner“ Frosch gefällig? Geeignet eine 4-köpfige Familie zu ernähren…

Einkaufen (1) Die Grundlagen

Ich habe eine neue Kategorie für euch: Einkaufen. Dieses Thema ist einfach eine ganz eigene Kategorie wert und ich bin mir sicher, dass ich immer wieder Fotos für euch machen werde, die euch die Unterschiede und tägliche Ungereimtheiten zeigen.

Hier gibt es eine ganze Reihen an Möglichkeiten, die täglichen Lebensmittel einzukaufen (oder auch Shopping, aber das bekommt einen extra Beitrag. Heute soll es erst Mal um Lebensmittel gehen):

  • Die zum Teil 24 Stunden geöffneten, Kiosk-artigen Minimärkte: Family Mart (dort bezahlt man übrigens auch seine Strom- und Gasrechung), Quik, Alldays, …
  • Chinesische Supermarktketten wie z.B. Dia, Lotus oder Lianhua
  • Importsupermärkte, z.B. City Super
  • Westliche Großsupermarktketten, aber auf chinesisch: Walmart, Tesco, Metro oder Carrefour (gesprochen: Tschallefou; das C ist ein Tsch und das R ist ein Laut, den ich nicht Lautmalerisch aufschreiben kann. Leider kann ich ihn auch nicht richtig aussprechen. Und nachdem ich mir da schon viele Knoten in die Zunge geknibbelt hab, im Versuch, das chinesisch „R“ richtig zu sprechen werde ich mich auch nie wieder über Chinesen lustig machen, die das deutsche „R“ nicht sprechen können – ich habe da vollstes Verständnis!! Ich glaube, unsere Anatomie muss da irgendwie anders sein, mit Zunge und Gaumen und so ;)
  • Oder wet markets (Hallen in denen nur offene Lebensmittel verkauft werden) sowie Gemüse oder Obst oder Obst und Gemüse Stände
  • Oder Straßenhändler (die dann an der Metrostation z.B. Kirschen verkaufen; oder die eben geangelten Fische, …)
  • Oder kleine Läden an der Straße die Getränke und Kleinkram verkaufen

Wir haben in unserer Straße direkt neben uns einen Dia und einen Lianhua. Von beiden Ketten gibt es weiter die Straße runter, in etwas „aufgeräumteren“ Bereichen unserer Viertels jeweils noch Ausläufer, die deutlich sauberer und organisierter sind – was mich dazu bringt, auch hier an Erlangen erinnert zu werden. Dort hatten wir bei uns ums Eck (bis er Anfang des Jahres renoviert wurde) den „Pennernetto“; hier haben wir jetzt den „Pennerlianhua“ (total verwinkelt und wirklich sehr, sehr schmuddelig), im übertragenen Sinne ;) Fühle mich also ganz wie zu Hause. Nur dass ich in unserem deutschen „schmuddeligen“ Supermarkt (jetzt rückblickend im Vergleich) vom Boden essen würde – so in etwa sind die Hygieneunterschiede. Trotzdem kann man im Lianhua super abgepackte, ungekühlte Lebensmittel und Getränke, sowie Putzmittel und Bürosachen kaufen, er ist direkt an der Ecke vom Compound und die Verkäufer sind recht freundlich, ich glaube, die kennen mich schon (habe bisher ausser Einheimischen nur zwei Afrikanerinnen da drin gesehen).