Eindrücke aus Yokohama

Gleich mal vorne weg: Japan ist so anders als China! 

Ja, wer hätte das gedacht? Ein Schwellenland auf der einen, ein hochtechnologisiertes Land auf der anderen Seite. Beide Länder liegen sehr dicht auf der Landkarte, sie haben die gleichen Wurzeln (was sich zB auch in der Sprache zeigt; im Japanischen werden (neben japanischen Buchstaben aus zwei Alphabeten) chinesische Langzeichen (also die komplizierteren, traditionellen Schriftzeichen) verwendet).

Was sofort auffällt, ist der Grad an Ordnung. Am Flughafen, in der Stadt, etc. Menschen stehen hier an und drängeln nicht vor. Es gibt sehr wenige Mülleimer, aber noch weniger Müll auf der Straße. Und in jedem Laden, von Restaurant zu McDonalds zur Kaffeekette (hier gibt es eine eigene, Tully’s; die ist sehr gut) räumt jeder hinter sich auf. Da wird nicht nur das Tablett weg gebracht, auch der Müll wird getrennt entsorgt und sogar die Aschenbecher (großer Nachteil!! Hier wird viel in Restaurants geraucht) werden vom Tisch mit genommen, sobald sie benutzt sind. Und das sind nicht nur die Erwachsenen, die Kinder sind hier ausgesprochen gut erzogen. 50er Jahre Deutschland wäre da ein passender Vergleich! 

 Frühling Park Italia Yamate Mit Blick auf die Hafenbrücke Parkpanorama Die Kinder haben aus und scherzen noch mit dem Zebrastreifen-Lotsen Historischer Ausländerfriedhof Suchbild: finde die Katze Traditionell japanisch: Automaten, er ist ihr einen Schritt voraus und die Katze sitzt auf dem Dach Am Stadium Momentan ist Gartenschau und Yokohama ein Blütenmeer in verschiedensten Locations durch die Stadt  Lachs und Thunfisch Sashimi Verführerisch gut: Caramel Latte und Zimt-Knoten  Von der Marina aus, Bombenwetter! Abfahrt des Kreuzfahrtschiffes „Nippon Maru“ – was ein Spaß :) Minatomirai am Abend (links unten: Fotoshootings mit Geisha) Ich hab einen schnieken Mann im Park entdeckt :D Gartengelände an der Marina Räuchermann in der Lampe und Öffnungszeiten auf Deutsch – die Japaner Lieben Deutschland!  Yokohama, his soul town. Sepia im Fischtank vor einem Restaurant Sushiplatte für Zwei (Hochzeitstag-Dinner <3) Volkssport: Baseball. Die DeNa Baystars sind der ansässige Verein, nach Hörensagen sollen die Spiele auch sehr unterhaltsam sein Nippon Maru die zweite, diesmal das Segelschiff-Museumsschiff vor Minatomirai Überall sieht man Leute malen und zeichnen, ist hier offenbar ein großes Hobby. Beeindruckend: alles was wir „über die Schultern“ so gesehen haben war wirklich sehr gut. Etwas einschüchternd ;)

Wie es weiter geht

Wie einige von euch wissen, geht bald die Zeit unseres initial geplanten Aufenthalts in Shanghai zu Ende.

An alle, die sich sicher waren, dass wir Shanghai nicht nach zwei Jahren verlassen werden (zu denen ich selbst bis Ende letzten Jahres gehört habe): Sorry, Leute, falsch gelegen.

An alle, die der Meinung waren, dass wir nicht nach zwei Jahren nach Deutschland zurückkehren werden: Bingo!

Ich spare euch die lange Fassung, über Monate hat sich die anstrengende Zukunftsplanung gezogen (die größtenteils davon ausging, dass wir in Shanghai bleiben wollen). Über Umwege (ich hatte im Januar schon die nächsten Jahre in Thailand verplant) ist es jetzt offiziell: ab dem 01.06. (!) werden wir in Yokohama, Japan, starten.

Es ist nicht leicht, Shanghai zu verlassen. Ganz im Gegenteil. Nic fällt das zum Glück deutlich leichter als mir, so kann er das Japan-Zugpferd sein. Shanghai, gerade Jing’an, das ist mein Viertel. Da kenne ich mich aus, kenne ich die Leute, kann ich auf einfachem Niveau kommunizieren (zumindest beim Einkaufen, Taxifahren und im Restaurant). Da haben wir Freunde.

Aber das Leben spielt eben manchmal anders und so versuche ich gerade, mein Gehirn davon zu überzeugen, dass es total toll ist, noch eine Sprache zu lernen und bin sehr dankbar, dass das große Abenteuer noch ein bisschen weiter geht. Immer mal raus aus der Komfortzone. Und wer weiß, vielleicht darf ich diese unglaubliche Stadt in diesem unglaublichen Land nochmal längerfristig beehren.

Diese Woche ist nun unser Look-and-See Trip in Japan, heute geht es auf Wohnungssuche. Erstmal haben wir uns auf ein Leben in Yokohama geeinigt (von der Lage her könnte man genauso gut in Tokyo leben). 

Es ist nicht unser erster Besuch hier, vor ein paar Wochen (als das ganze Thailand-Japan Fiasko los ging) waren wir schon ein langes Wochenende da. Einfach um uns klar zu werden, ob es wirklich in Frage kommt. Leider konnte ich euch da noch nicht einweihen, die meisten meiner Gedanken habe ich aber konserviert und gespeichert, um sie euch jetzt nachzuliefern.

Diese Woche dürft ihr uns also „mal wieder“ auf einem Look and See Trip begleiten.

 Yokohama vom Yamate Italia-Yama Garten aus