Hallo und Willkommen

an alle meinen treuen Leser, die ab und an hier rein schauen oder (auch ganz DGSVO konform) eine Benachrichtigungsmail bekommen.

Hab’s ja ganz schön schleifen lassen. Eine meiner persönlichen Erklärungen ist, China und Shanghai war das große Abenteuer und hinter jeder Ecke hat der nächste Knaller-Blogbeitrag gelauert – Japan ist im Vergleich „langweilig“. Aber auch schön, geordnet, kultiviert, freundlich und höflich, hochentwickelt. Trotz allem gäbe es hier so viel zu berichten und ich habe in meinem Bulletjournal eine ellenlange Liste an Beiträgen, die ich bloggen möchte. Jetzt muss ich sie also nur noch schreiben ;) Heute nutze ich mal die lästige Regenzeit und zeige euch ein paar Bilder.

Ganz oben steht mein Happy Place vom Weihnachtsurlaub, aber nachdem dieser besondere Ort mehr Zeit und Umfang braucht, muss das noch mal hinten anstehen.

Trotzdem geht’s heute um Urlaub. Wir haben’s getan. Wir waren „schon wieder“ im Urlaub. Ich habe während des Urlaubs und danach schon an einem langen Beitrag zum Thema „Wie, ihr geht schon wieder in den Urlaub?“ geschrieben, ausgefeilt und letztlich verworfen. Ich habe keine Lust, mich zu rechtfertigen. Reisen ist unser liebstes Hobby und das wird sich in naher Zukunft nicht ändern, egal wo wir wohnen, egal ob das Ziel 30 km entfernt ist oder 3000 km oder mehr – wenn wir es sehen wollen, werden wir es uns ansehen gehen. Und gegebenenfalls danach darüber bloggen – schließlich gibt es hier ja zum Glück Leser, die es interessiert und sich darüber freuen. „Aber ihr tut immer so auf Umweltschutz und dann in den Urlaub fliegen, pffft, findest Du das nicht scheinheilig?“ Auch dazu habe ich keine große Lust mich zu rechtfertigen, erst Recht nicht hier. Das Thema ist so viel komplexer als dass ich das in diesem Umfang könnte. Ich sage nur so viel: es ist ein konstantes Gesprächsthema bei uns, wir bauen den Umweltschutz aktiv in die Urlaubsplanung (oder, falls nicht möglich, danach in Form von Unterstützung für würdige Organisationen) ein und können für uns sagen, dass wir unseren Weg gefunden haben. Ich stimme dem Zitat von Hans Magnus Enzensberger bedingt zu:

Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.

Aber unser letzter Urlaub hat eben auch gezeigt, dass Nichttourismus dem Naturschutz unter Umständen keinen Gefallen tut. Unsere Devise also: Die Umsetzung macht es. Danach handeln wir.

Aktuell (bzw im Mai, als zum Kaiserwechsel eine doppelte Golden Week tolle Urlaubstage beschert hat) waren wir also in Malaysia. Genauer, im Bundesstaat Sabah, auf Borneo. Das war schon lange ein Traumziel. Ich möchte jetzt hier nicht groß und breit auf Palmöl, Regenwald-Abholzung, Aussterben von Tieren und Co eingehen (weil dieser Beitrag dem Rahmen nicht gerecht würde. Aber wer weiß, vielleicht wann anders mehr dazu… Es ist ein brandaktuelles Thema das uns auch sehr ans Herz geht). Stattdessen zum Abrunden und Wiedereinstieg in den Blog hier ein paar meiner fotografischen Highlights:

DSC_6161 Proboscis Affen (Nasenaffen, Nasalis larvatus), hier eine Familie. Diese besteht aus einem Alphamännchen, seinem Harem und den Kindern.

DSC_6274  Das ist das zugehörige Alpha-Männchen. Fun fact: Nasenaffen können 24 Stunden Erektionen halten. Rein zur Fortpflanzung, allerdings.

DSC_6175 Longtail Macaques (Krabbenesser, Macaca fascicularis) Vor denen hab ich einen Heidenrespekt. Kleine garstige Äffchen, aber komischerweise wenn sie nicht an Menschen gewöhnt und angefüttert sind, sogar recht niedlich.

DSC_6293 Nasenaffen haben Lieblingsbäume. Quasi das Delikatessen all-you-can-eat Buffett unter den Bäumen. Die werden dann abgegrast bis nichts mehr da ist, wie hier abgebildet. Mehr Affen als Blätter am Baum… dem Baum macht das zum Glück nichts, er erholt sich vollständig… bis zum nächsten Gelage.

DSC_6322 Sonnenuntergang über dem Kinabatangan Fluss. Ein, trotz anliegender Palmölplantagen, sensationeller Flecken Erde.

DSC_6351  Rhinoceros Hornbill (Rhinozerosvogel, Buceros rhinoceros), einer der größten Vertreter der Nashornvögel. Ich habe eine Schwäche für alle Nashornvögel und die Sichtungen waren einfach alle ein Traum.

DSC_6402 Keine Safari ohne „Kill“: Zufälliges Glück, gerade ein Foto von einer Gottesanbeterin (wissenschaftlicher Name ist mir nicht bekannt – es gibt sehr viele Unterfamilien in Borneo und weltweit) machen wollen, als vor ihr die arme Wespe auf dem Blatt gelandet ist. Wir haben hier in Japan ja auch Gottesanbeterinnen, aber ich hab noch nie eine gesehen, die sich so schnell bewegt (mit dem Makro draufzuhalten hat vermutlich nicht geholfen, wobei, für das Bild schon).

DSC_6433  Ein wunderhübscher Lemur (Malaien-Gleitflieger, Cynocephalus variegatus) Direkt hinter der Terrasse der Sukau Rainforest Lodge, was für ein Glück.

DSC_6501 Wo wir schon von Glück sprechen… das seltenste Tier, das ich je in freier Wildbahn gesehen habe, ein Storm’s Stork (Höckerstorch, Ciconia stormi). Nach einem tropischen Regenguss auf dem Weg zurück zur Lodge wurde unsere Naturführerin Shahniza plötzlich sehr aufgeregt. Wild auf den Storch zeigend, erklärte sie uns (unbeeindruckter Truppe), dass das der seltenste Storch der Welt ist. Im panischen Kramen nach den (von dem Regen verstauten) Kameras ging die Hausnummer von geschätzt 250-500 Individuen weltweit fast unter. Unser eigentlicher Guide, Nexter, war abends sehr begeistert, wollte es uns aber auch erst so recht glauben, bis wir ihm das Bild gezeigt haben. Vor kurzem war eine dreiköpfige Gruppe extra zur Lodge gereist und hat sich über Tage hinweg fies Sonnenbrand auf der Lauer nach dem Höckerstorch eingefangen. Enttäuscht mussten sie damals ohne Sichtung wieder abreisen – und auf uns hat einer, einfach so, in erster Reihe gewartet.

DSC_6575 Der zweithäufigste Nashornvogel in Borneo: Asian Black Hornbill (Malaien-Hornvogel Anthracoceros malayanus) – trotzdem sehr hübsch :)

DSC_6831 Ein großer Waran (Varanus salvator) am Ufer. Irgendwann schauen wir uns auch mal die großen „Verwandten“ in Indonesien an…

DSC_6925 Die Schmetterlinge von Borneo hatten mir es fast so sehr wie die Hornvögel angetan – sie sind nur auch viel schwerer zu fotografieren. Nic musste Stunden mit mir auf dem Naturpfad verbringen um ein paar Bilder zu schießen – und nicht mal 0,1% davon sind vorzeigbar…

DSC_6952 Perfekt getarnt – und ich muss es hier mal festhalten: ich liebe dieses 70-300mm Teleobjektiv (mit Makro), das mir Nic vor Jahren geschenkt hat! Jetzt möchte ich noch mal auf Safari nach Südafrika ;)

DSC_7013 Eine der eindrücklichsten Begegnungen am Kinabatangan. Kurz vor Betreten der Gomantong Höhle sichteten wir diese Orang-Utan (Pongo pygmaeus) Mutter mit ihrem circa 6-9 Monate alten Baby (unter ihrem Kinn linst es hervor). Kurz darauf, kam auch ihr Erstgeborener, ein Männchen das mit seinen 6-7 Jahren schon fast flügge ist. Achtung, jetzt kommt Orang-Utan Babyspam (aber die Orang-Utans waren auch der Anlass für unsere Reise, und dieser Moment ist definitiv eines der Highlights – ich werde ihn niemals vergessen)

DSC_7194 Guck guck…

DSC_7262 Wahnsinn wie entspannt die Mutter in unserer Gegenwart ist. Schön zu sehen, dass die Orang-Utan Mama dieses Vertrauen in uns hatte.

DSC_7266 Sogar mit Blick direkt ins Herz (oder das Objektiv. Aber ihr wisst, was ich meine).

DSC_7302 Daumenlutschen gibt es auch im Menschenaffen-Reich.

DSC_7344 Ebenso wie auf den Eltern rumklettern…

DSC_7385 Und hier noch der fast ausgewachsene Sohnemann. Er kam ein wenig später und scheint schon recht eigenständig zu sein. Es ist nicht unüblich, dass Orang-Utans zwei Kinder bei sich haben, vor allem da die Söhne immer ein bisschen länger brauchen bis sie sich von der Mama lösen (circa 7 Jahre, im Vergleich zu etwa 5-6 Jahren bei den Töchtern – die aber ihr Revier oft in der Nähe der Mütter etablieren). Was die Fortpflanzung angeht, läuft das alles übrigens sehr ähnlich wie beim Menschen, aber wir haben ja auch zu 96,7% identische DNA. Der Zyklus dauert 28 Tage, die Tragezeit ca. 9 Monate. Ein Weibchen wird zwar mit 7 geschlechtsreif, pflanzt sich aber erst mit 14 Jahren wirklich fort. Bei einer Lebenserwartung (im Idealfall) von 50 Jahren trägt ein Weibchen oft 2-3 Nachkommen zu ihrer Lebzeit aus. In Gefangenschaft werden die Tiere übrigens bis zu zehn Jahre älter, treten aber mit ca. 48 Jahren in die Menopause ein.

DSC_7429 Giant Cave Centipede (Hundertfüßler Thereuopoda longicornis, früher Scutigera decipiens), die ältesten giftigen Tiere, aus entwicklungsgeschichtlicher Sicht. Ihr Gift ist für gesunde Menschen nicht tödlich, aber extrem unangenehm und führt über Wochen zu höllischen Schmerzen die von der Bissstelle in den ganzen Körper strahlen. Wir haben uns tunlichst davor gehütet, auch nur in die Nähe zu kommen (die Aufnahme ist mit 300mm gemacht worden). In Japan haben wir übrigens auch Hundertfüßler (allerdings keine mit langen Beinen) und die sind auch sehr garstig. Ich halte mich weit fern und Nic entfernt sie auch mit äußerstem Respekt aus unserer Garage. Manchmal mit einem Besen als „Minigolfschläger“…

DSC_7735 Eine nächste Sichtung der Art „nur einmal im Leben“. Diesmal im Urwald von Danum Valley, von dem ich euch nächstes Mal noch mehr berichten möchte. Unser Guide Tommy dachte erst, es wäre ein einfaches Hörnchen. Ich habe ehrlich gesagt so gar nichts gesehen und mit dem Tele einfach auf die Stelle am Baum gehalten, die er angezeigt hat. Nach dem Reinzoomen wollte Tommy aber gleich ein Foto vom Display machen um es den Kollegen zu zeigen – zuletzt hatte er so einen Marder ein Jahr zuvor gesehen und sie sind wohl recht selten (weil scheu und gut getarnt).

DSC_7764  Ein Hirschkäfer der in der Lodge entspannt. Sehr fotogen, extrem langsam.

DSC_7823 Beim Nachtspaziergang am Teich. Ich erspare euch den Frosch-Spam, aber die sind auch einfach so toll zu fotografieren.

DSC_6014 Zu Beginn der Safari führt der erste Weg in das Orang-Utan Rehabilitierungszentrum in Sandakan. So wird schon mal der Druck weggenommen, die Tiere sehen zu „müssen“. Zur Fütterungszeit um 10 sieht man sicher welche und wenn man Glück hat sogar welche aus der Nähe. Das Zentrum ist zum Wald hin offen und die ausgewilderten Tiere können sich frei bewegen. Auch wenn sie von den Menschen entwöhnt werden, steht es ihnen frei, sich dort ihre Nahrung ein bisschen aufzubessern. Für die Initiatoren ist es natürlich am tollsten wenn nach langer Zeit ein ausgewildertes Weibchen zurückkehrt um für sich und den frischen Nachwuchs die Nahrung aufbessern. Zur Fütterung wird aber immer nur die gleiche „langweilige Mischung“ gegeben, um sicher zu stellen, dass die Tiere im Wald nach den richtigen Leckerbissen suchen und überlebensfähig werden.

Dieses Weibchen heisst Wulan, Jahrgang 2008 und hat ein Faible für Touristen. Ganz unschuldig setzt sie sich gerne an den Weg, schaut lieb und treu – und wenn man ihr zu Nahe kommt ist ganz schnell die Kamera oder der Hut weg… oder schlimmeres (Orang-Utans sind sieben Mal stärker als Menschen). Unser Guide Nexter war aber ein echtes Juwel, er hat uns nicht nur nachhaltig die Natur näher gebracht, sondern auch allzeit vor allen Gefahren gewarnt und acht gegeben. (Wie alle unserer Naturführer. Wir haben die Safari mit Borneo Eco Tours gemacht und können den Anbieter nur empfehlen. Ich denke, nicht umsonst werden sie von National Geographic unterstützt und haben hochkarätige Gäste mit Naturschutz-Interesse wie, neben anderen, David Attenborough. Seine Borneo Doku wurde auf dem Kinabatangan gedreht, sein damaliges Boot ist nun auf der Terrasse als Tisch für das Buffett umfunktioniert. Die Höhle in die er sich abseilt ist die oben erwähnte Gomantong Höhle. Viel Spass beim Schauen :)) (Disclaimer: Dieser Beitrag beinhaltet keine bezahlte Werbung, alle Namensnennung sind freiwillig und aus der vollen Überzeugung, etwas Hochwertiges, Nachhaltiges zu empfehlen.)

DSC_5928 Zu guter Letzt noch ein anderes Bild vom ersten Teil der Reise, im Nordwesten von Sabah, auf der Insel Gaia vor Kota Kinabalu. Auf der „möchte ich unbedingt mal fotografieren“ Liste von mir stand „Kolibri im Flug“ ganz weit oben. Ich kann immer noch nicht glauben, dass mir dieser Glückstreffer gelungen ist – auch wenn der Kolibri nicht dekorativ vor der Blüte schwebt, sondern darüber. Wenn ihr reinzoomt könnt ihr auch die kleine Fliege rechts der Blüte bewundern.

Besuch, Besuch

Was wäre das Leben ohne Freunde?

Wie ihr wisst ist mir der Abschied aus Shanghai sehr schwer gefallen, umso schöner also dass uns im ersten halben Jahr gleich zweimal Freunde aus der „alten Heimat“ besucht haben.

Unser erster Besuch, passend einen Tag nachdem unsere Seefracht mit den Möbeln aus Deutschland (und damit unserem Bett, sodass ein Gästebett zur Verfügung stand) kam, waren Dani und Stefan. Zwei Jahre haben wir in Shanghai, China und darüber hinaus die Hochs zusammen gefeiert und die Tiefs zusammen durchstanden. Wie schön also, dass genau sie unsere Besuchercouch einweihen kamen :)

Das Wochenende war wunderbar, nur das Wetter nicht ganz so hold. Ein Taifun hat seine Arme nach Japan ausgestreckt und was mit viel Regen kurz nach ihrer Ankunft begann, hat sich zu einem ausgewachsenen Sturm hochgeschaukelt (so sehr, dass bei den außen geparkten Autos die Alarmanlagen losgingen) – und ihre Abreise um einige Stunden verschoben.

Nachdem man das Wetter nicht ändern kann haben wir einfach das Beste draus gemacht, viel getratscht und die Zeit genossen, wie immer gut gegessen und getrunken. Sogar Formel 1 konnten wir noch zusammen schauen, also irgendwie alles wie immer. Beruhigend zu wissen, nur weil man nicht mehr ganz um die Ecke wohnt ändert sich da gar nichts. Und später in diesem Jahr werden wir uns auf einem ganz anderen Kontinent wiedersehen ;)

Aber hier erst mal die Bilder vom ersten Besuch (im Regen habe ich viel zu wenige gemacht, aber es war ja zum Glück nicht das letzte Mal, dass wir uns 2017 sehen sollten;)):

Leckerli aus Shanghai: Cinnaswirl Cinnamon Rolls. Ich könnte mich reinlegen! Dazu unsere klassische Samstagmorgensbeschäftigung: Brunch <3 Links hinten: Statue des Hachiko, der berühmte Hund von Shibuya – und wir total im ElementAuf der berühmtesten Kreuzung der Welt – naja, zumindest eine der berühmtesten – Shibuya CrossingStefan und Nic vor dem Meiji SchreinUnd auch ein kurzer Spaziergang durch Harakuju muss sein – auch wenn es schon leicht regnet, hat irgendwie was mit den Schirmen (aber schön auf die Augen aufpassen!)Kleine Wein- und Sektprobe am Tsukiji Fischmarkt – noch sind wir trocken Und ein kleines Stück Normalität: Formel 1 und ein gemütlicher Abend. Hach, könnten wir das doch regelmäßig machen!!

Danke, dass es euch zwei gibt und wir uns rein zufällig bei dem Medical Check in Shanghai beim look and see Trip kennengelernt haben. Ihr macht unser Leben bunter, fröhlicher, aktiver und schöner! Auf viele schöne neue Abenteuer, hier und dort und anderswo!

Happy 2018

Und dann ist da dieser eine Moment, in dem ein ganz bestimmter Bereich des Herzens wieder zu schlagen beginnt…

Wir wünschen unseren Lesern ein gesundes und frohes neues Jahr aus der Stadt der Städte. Für ein kurzes Intermezzo sind wir hier und genießen die Zeit mit unseren Freunden, die alten Stammlocations und diese Stadt.

Und mein Herz schlägt im Takt der pulsierenden Stadt…

Sa Pa Reisterassendisneyland-Charme

Entschuldigt für die lange Wartezeit, November ist da noch etwas vollgestopfter als sonst :)

Nach der berauschenden Bucht von HaLong ging es per Auto-Transfer für eine Nacht zurück nach Hanoi, in „unser“ Hotel – wo wir direkt mit offenen Armen, Nachfragen wie unser Trip denn war, was man noch so für uns organisieren könne und viel Komfort empfangen wurden.

In „unserem“ Cafe direkt gegenüber wurden wir natürlich auch sofort wiedererkannt und so war der Übergangstag weniger „verschwendet“ als ich befürchtet hatte und mehr eine schöne kleine Möglichkeit, etwas runter zu fahren und das Gesehene zu verarbeiten – und sich für neue Abenteuer zu rüsten.

Am nächsten Morgen ging es auch gleich sehr früh los, per Minibus zur Bushaltestelle. Sa Pa mit seinen Hügeln, Bergen, Reisterassen und alten Bergvölkern wartete. Sa Pa sollte mit dem Bus circa 4-5 Stunden entfernt sein, so waren wir doch recht entsetzt, als der Minibus voll besetzt war und dann noch zwei Männer einen Stehplatz (mit eingezogenem Kopf und Rucksäcken auf dem Rücken) zugeteilt bekamen.

„Only to big Bus stop…“ lässt der Fahrer verlauten – na dann wollen wir mal hoffen, dass die Bushaltestelle nicht so weit ist… 5 Minuten später werden wir nach und nach ausgeladen und der Reisebus wartet schon. Ist allerdings auch voll. Nach viel hin und her mit dem Gepäck und allen anderer Touristen, Abfahrt des ersten Busses, Gedanken, ob wir es wohl heute noch nach SaPa schaffen, kommt der zweite Reisebus. Mit Liegesitzen. Welch ein Komfort, aber auch welch ein Sicherheitsrisiko (mir war klar, dass es da kein schnelles Aussteigen/Evakuieren gibt, sollte etwas passieren – blöde ‚worst case‘ Gedanken immer). Kann man nichts machen, Tickets sind gebucht und so liegen wir endlich auf dem Weg in die Berge.

Während der Fahrt kann man zu beginn herrlich dösen (Liegesitze!!! Ging ja auch früh los), lesen, Musik oder Podcasts hören. Gegen Ende wird das Ganze dann schon spannender. Nicht nur landschaftlich, wobei das schon sehr gigantisch wird, auch was die Fahrt angeht. Serpentinen die sich den Berg hochschlängeln mit einem Bus, der viel mehr PS als die LKWs und Kleinlaster hat, die sich auch den Berg hochschlängeln. Das ein oder andere haarsträubende Überholmanöver vor den Kurven und Gymnastikball-tiefe Schlaglöcher treiben doch noch mal den Puls in die Höhe. Aber: alles Routine und so kommen wir sicher in SaPa an, ca 1600 m üNN. Und es zeigt sich, was wir schon gelesen haben: Tourismus pur. Hotel neben Hotel, Taxen und vor jedem Restaurant oder Massagesalon „Marktschreier“, die einen anzulocken versuchen. Darüber hinweg der Baulärm, von den zig neuen Hotels, die am Entstehen sind. Und die „Ureinwohner“ (bzw. indigenen Völker), aber dazu komme ich später noch genauer.

Trotzdem, die Reisterassen sind gigantisch und wir sitzen erst einmal auf den Balkonen unserer Zimmer (wir waren hoch genug für den herrlichen Blick! In diesem Hotel gibt es seit neuestem in den niedrigen Stockwerken nur noch Blick auf das nächste Hotel, wo noch fleissig geschweisst und verputzt wird. Arbeitssicherheit ist auch da kein Thema, die Männer kraxeln am 5-7 Stockwerk auf baufälligen Brettergerüsten aussen rum und arbeiten. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll). Gegenüber trohnt die Bergflanke des Yunnan Gebirges, mit dem Fansipan als höchste Erhebung Vietnams und ganz Indochinas. Natürlich zieht es uns auch dort hin, wie es das mit beeindruckenden Bergen so an sich hat. Die Besteigung von Sa Pa aus dauert allerdings in etwa drei Tage, da man immer wieder in Täler absteigen und weitere Bergrücken erklimmen muss. So beschließen wir, am nächsten Tag die Seilbahn zu nehmen und den Gipfel eben im Schnelldurchgang zu stürmen. Auf über 3100 Metern ist die Luft ja auch schon dünner und die restlichen Höhenmeter von Seilbahn bis zum Gipfel werden es sicher auch in sich haben, sodass zumindest ein bisschen was Kleines für das Sportlerherz getan ist.

Aber zuerst wartet eine Dorferkundung und Essen auf uns. Schnell zeigt sich, was sich bei uns in China schon bewährt hat. Da wo am wenigsten geschrieen, aber lecker gegrillt wird, ist es gut. Und so ist der Familien-Grillimbiss im Nu unsere Anlaufstelle für knapp drei Tage in Sa Pa. Zum Schluss sind wir fast Teil der Familie und werden liebevoll verabschiedet. Danke, für dieses Stück „Geborgenheit“ im Tourirummel!

Sa Pa ist die Heimat von alten Bergvölkern, vor allem die Hmong sieht man sehr viel (etwas unterhalb gibt es noch ein Hmong-Dorf, Catcat, welches aber so touristisch ist, dass uns einmal durchschlendern mehr wie genügt), aber auch Red Dao und Tay sollen ansässig sein.

Die Hmong Damen pilgern jeden Abend nach Sa Pa um dort ihre gebastelten Waren an die leichtgläubigen Touristen zu bringen und so manche wird man kaum wieder los. Manchmal fragt man sich, ob die eine Art Verkaufstraining absolvieren müssen, schon kleine Kinder werden da vor Spielzeug gesetzt. Die Reiseführer mahnen alle, nichts von Kindern zu kaufen, egal wie groß das Mitleid ist. Denn so lernen sie nur „nicht zur Schule und verkaufen“ = mehr Kohle als die Eltern mit ihrer Schuldbildung verdienen.

Die eine Hmong Dame, die uns von Sa Pa nach Catcat unaufhörlich auf den Fersen ist und vollquasselt lässt auch erst von uns ab, als wir sie überzeugen, dass ihre Zeit viel besser investiert ist, wenn sie sich neue Touristen sucht. Weil wir ganz sicher, definitiv, nicht von ihr kaufen werden. Egal wie lange sie uns belästigt, und je weiter sie mit uns mit geht, desto mehr Geschäft entgeht ihr oben. Puuuh, ein hartes Stück Arbeit. Aber ihre traditionellen Gewänder und Kopfbedeckungen sind schön anzusehen und die verhärmten Gesichter der Alten zeugen von einem harten Leben auf dem Berg. So manche Hmong-Omi hätte ich gerne geknuddelt und auf ein Essen eingeladen. Aber ich weiß mittlerweile, dass die Welt so leider nicht funktioniert. So begnüge ich mich damit, mein eigenes Glück zu reflektieren und mein Mitgefühl und alle anderen Emotionen, die so auf mein einbrechen, mit einem dicken Kloß runterzuschlucken (die Männer, meine Reisebegleitungen, würden das eh nicht wirklich nachempfinden können und alles drüber reden macht es auch nicht besser). Auch hier zeigt sich wieder: Das Leben läuft in anderen Ländern anders, zum Teil sehr viel anders. Und es ist eine gute Gelegenheit, mal wieder dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass ich als Tourist (welche Dekadenz!) durch ein Fenster schauen darf, zu einem ca 4000 Jahre alten (erste Aufzeichnungen gibt es seit 2000 Jahren, aber die Schätzungen gehen von dem doppelten aus) Bergvolk und ihrer Anpassung an die moderne Welt.

Unseren Abstecher zum Fansipan verschiebe ich jetzt, der Länge wegen, auf einen neuen Blogpost und dafür gibt es dann jeweils ein paar mehr Bilder, hier und beim Fansipan-Beitrag.

Nach dem ganzen Touri-Rummel geht es mit einem Privatfahrer (Busfahrt nach Hanoi und weiter nach Ba Vi ist unpraktikabel und nur marginal günstiger, ich bin dankbar, denn im Liegebus den Berg runter, da wird mir nur beim dran denken schon schummrig) auf’s Land. Und zwar so richtig.

Busfahrt Erst Reisterassen… … aus dem Busfenster raus… … schon sehr beeindruckend! Unser neues Lieblings“Restaurant“ Fansipan in der Abendsonne Und im Abendnebel Auch nachts ist im Dorf gut was los Morgensonne Zaubert tolle Farben ins Tal Ein Stück wunderbare Natur Und wenn man den Baulärm ausblendet ist es einfach nur idyllisch! Falls mal wer in SaPa ist: geht auf jeden Fall unsere Freunde besuchen :) Regen auf der Straße nach Catcat, aber gut was los. Am Straßenrand liegen Felder und Reisterassen, gefühlt wird jeder Quadratzentimeter genutzt (Landwirtschaft oder Tourismus)

Geschichte auf der Spur (3/4)

Bei der Recherche zu diesem Beitrag bin ich in einen „Hasenbau“ unvorstellbaren Ausmaßes geraten. Dieser Beitrag ist zu klein und die Platform „Banzai! Shanghai! Yokohama!“ zu ‚unseriös‘ um eine adäquate Wiedergabe der Ereignisse zu bieten. Aber Nic und ich waren auf einem ‚Geschwister Scholl‘ Gymnasium und haben jährlich die Schrecken des Zweiten Weltkriegs auf unserer Seite der Kugel durchgekaut – trotz meines Geschichts-Leistungskurses wurde das ‚Pazifische Theater‘ viel zu kurz umrissen, schlicht weil das Ausmaß viel zu groß war. Deutschland hatte da ja genug eigene ‚Baustellen‘.

So war es spannend, ernüchternd, erschreckend und traurig zugleich, mal eine ganz andere Seite des Zweiten Weltkriegs zu sehen. Ich versuche, ein paar Hintergründe zu beleuchten um das Ausmaß zu skizzieren, aber auch meine Gefühle beim Besuch der Insel zu beschreiben.

1944, im Zuge der ‚Operation: Forager‘ auf den Marianen Inseln und Palau, wurde der japanische Defensivstützpunkt Peleliu, eine der südlichsten Inseln Palaus, von den Amerikanern angegriffen. Hintergrund war die relative geographische Nähe der wichtigen Philippinen (welche die Amerikaner als strategischen Stützpunkt für ihren Krieg gegen Japan zurückerobern wollten), auch wenn die Historiker auf allen Seite heute größtenteils übereinkommen, dass Peleliu keinen strategischen Mehrwert brachte. Erst Recht keinen, der diese Operation rechtfertigt. Die Rate der ‚Opfer‘ (nicht nur der Getöteten, auch die der Verwundeten) überschreitet die aller anderen amphibischen Operation im Pazifikkrieg.

Major General William Rupertus, der Commander der First Marine Division, war sich sicher die Insel innerhalb von vier Tagen einnehmen zu können. Dabei hat er allerdings die Japaner (die ihre Strategie zur Inselverteidigung verändert hatten) fahrlässig unterschätzt. Das National Museum of the Marine Corps bezeichnet die Schlacht um Peleliu als den „bittersten Kampf den die Marines im Zweiten Weltkrieg ausgetragen haben“.

Die Japaner hatten „ihre“ Insel defensiv herausragend befestigt und haben ihren Heimvorteil bis zum Schluss als immer wiederkehrenden Trumpf ausgespielt. Peleliu ist übersät mit Höhlen und Gräben, die wieder so zugebaut wurden, dass nur die schweren Artilleriegeschütze Luft zum Schiessen hatten.

Insgesamt standen sich in Peleliu 47561 amerikanische und 10900 japanische Soldaten gegenüber. Am Morgen des 15. September 1944 sind verschiedene Gruppen der Amerikaner an fünf Stränden rund um die Landebahnen von Peleliu und nördlich der Umurbrogol Berge (die eine wichtige Rolle spielen sollten – die Japaner hatten nicht nur Heimvorteil, sondern auch noch das höhere Gelände zu ihren Gunsten) eingefallen. In nur einer Stunde wurden 60 amphibische Gefährte der Marine zerstört, LVTs (Landing Vehicle Tracked) und DUKWs (sechsrädrige Allradfahrzeuge mit zwei angetriebenen Hinterachsen). Spätestens da sollte klar gewesen sein, dass vier Tage vielleicht etwas optimistisch waren. Die Japaner feuerten heftige Artillerie von einem aus Korallen angelegten Hügelrücken („The Point“), der mit Hindernissen und Minen gespickt war, sodass die ankommenden Fahrzeuge im Convoi passieren mussten und einfache Ziele darboten.

Die Schlacht um Peleliu dauerte letztlich über zwei Monate. Als die amerikanischen Befehlshaber die Insel für eingenommen befanden, ging die Schlacht in den Umurbrogol Bergen, der ‚bloody nose ridge‘, erst richtig los und die Amerikaner wurden wieder von Massen an japanischen Soldaten (die sich in Höhlen verschanzt hatten) überrascht.

Unter dem Strich fielen bei Operation: Stalemate II 10695 Seelen auf japanischer und 2336 auf amerikanischer Seite (wobei diese weitere 8450 Ausfälle wegen Verwundung zu verkraften hatten). Das alles auf einer 13 (dreizehn!) Quadratkilometer großen Insel.

Am 24. November 1944, also 70 Tage nach der ersten Landung, sprach Colonel Kunio Nakagawa (der Oberbefehlshaber der japanischen Streitkraft auf Peleliu):

Our sword is broken and we have run out of spears.

Unser Schwert ist zerbrochen und wir haben alle Speere verbraucht.

Nakagawa beging daraufhin Seppuku (im deutschen Sprachgebrauch als Harakiri, oder: ritueller Selbstmord, bekannt). Major Nemoto führte daraufhin mit 56 Mann einen letzten Banzai-Angriff (mit dem Ziel des ‚ehrenvollen Todes‘ auf dem Schlachtfeld) durch und am 25.11.1944 wurde der Kampf für beendet erklärt.

Eine kleine Zahl, ca. 80, widerspenstiger Krieger (Soldaten sowie Zivilisten) verschanzte sich weiterhin in Höhlen und führte noch anderthalb Jahre einen Guerillakrieg gegen die Besatzer. Erst am 21.04.1947, auf Aufruf von dem Generalleutnant der Kaiserlichen Japanischen Armee hin, ergaben sich die letzten 34 Mann und der Kampf war wirklich vorüber. Die sterblichen Überreste von Colonel Nakagawa wurden erst 1993 auf Peleliu gefunden.

Was bleibt? Die Amerikaner haben eine wertvolle Lektion gelernt und konnten sich an die Verteidigungsstrategien der Japaner, was in den Endzügen des Krieges 1945 auf Iwo Jima und Okinawa wichtig wurde, anpassen. Doch für jeden gefallen japanischen Soldaten wurden im Schnitt 1500 amerikanische Projektile abgefeuert – von 58461 Soldaten insgesamt starben 13031, wobei über 8000 weitere verletzt wurden. Der Kampf an der ‚bloody nose ridge‘ in den Umurbrogol Bergen gilt weitreichend als der schwierigste Kampf der Amerikaner während des gesamten Zweiten Weltkriegs.

Und heute? Peleliu beherbergt auf seinen 13 qkm vier Dörfer und hat ca 570 Einwohner. Die Insel ist übersät mit Überbleibsel der Schlacht, Panzer, LVTs, Kanonen, Munition, Höhlensysteme, Bunker, Gebäude und Denkmälern. Im ehemaligen Treibstofflager ist heute ein umfassendes Museum, das beide Seiten beleuchtet.

Überhaupt, die Palauaner sind da recht objektiv, sie hatten ja quasi nichts mit der Schlacht zu tun. So kommen beide Seiten zu Wort und neben extrem patriotischem Monumenten der Amis gibt es seit 1994 auch einen Gedenkstein mit einem Zitat des amerikanischen Oberbefehlshabers der Pazifikflotte (Chester W. Nimitz) im Pazifikkrieg, das den japanischen Patrioten, die ihre Insel ehrenhaft verteidigt haben, gedenkt.

Nimitz spielt bei der Schlacht um Peleliu keine unwichtige Rolle, so war er doch derjenige, der die Bedenken seines Untergeben William F. Halsey (Befehlshaber der Flotte im Südpazifikraum) in den Wind schlug und die Schlacht anordnete. Halsey befand die Besatzung Palaus als unnötiges Wagnis auf dem Weg zu den Philippinen und riet von einer Attacke ab.

Im April diesen Jahres wurde zudem auch ein Monument eines japanischen Mönchs aus Nagoya, das zu Ehren aller gefallenen Patrioten, die auf den verfeindeten Seiten für ihr Land und ihre Überzeugung gekämpft haben, aufgestellt. Dabei wird neben den Soldaten beider Seiten auch den Zivilisten Respekt gezollt, die im Kreuzfeuer des Krieges Leidtragende waren. Unter anderem ist auf Peleliu ein bekannter australischer Kriegsfotograf ums Leben gekommen (Damien Parer), aber auch koreanische Zwangsarbeiter (die u.a. Höhlen gegraben haben):

Shinto Schrein

Die noch vorhanden großen Gebäude sind das ehemalige Treibstofflager (heute Museum), das ehemalige Kraftwerk und das ehemalige Hauptquartier (durch einen amerikanischen Luftangriff zerstört):

Museum von außen

Verschiedene Funde Rückseite des Museums; gut sichtbar der Einschlag eines Artilleriegeschosses (von einem amerikanischen Kriegsschiff) rechts oben Eingang ins Kraftwerksgebäude Auch dieses Gebäude wurde durch ein Artilleriegeschoss getroffen – steht aber noch. Auch wenn es beeindruckend ist, zu sehen, wie sich die Natur in den letzten 70 Jahren wieder ausgebreitet hat Nic beim Kraftwerk

Geschosseinschlag und einnehmende Natur von innen Ausmaß der Verwüstung

Hauptquartier, oben waren die Räume der japanischen Oberbefehlshaber Freier Blick auf den Himmel „dank“ Luftangriffeinschlag. Es wirkt heute fast wie ein Naturatrium, aber die Schrecken des Krieges sind hier deutlich nachzufühlen Blick auf den zweiten Stock. Die Treppen sind noch intakt, auch wenn das gesamte Gebäude äußerst fragil wirkt. Die ganzen Einschusslöcher tragen dazu bei Nic vor dem Eingang einer mit Wellblech improvisierten amerikanischen Garage (diente aber nicht nur den Fahrzeugen als Unterschlupf) neben dem ehemaligen Hauptquartier In einem tatsächlichen japanischen Bunker neben dem HQ. Sehr massiv, heute von Grillen, Geißel-Spinnen (Charon grayi, sehr gruselig!!) und Fröschen bewohnt. Die Vorstellung, bei einem Luftangriff darin ausharren zu müssen, während draußen der Napalm vom Himmel regnet lässt mir kalte Schauer über den Rücken jagen Blick auf das Hauptquartier, besser: was davon übrig ist, von außen

Rund um das Airfield (von dem heute nur noch die SW/NE Landebahn besteht) gibt es noch Gefährte. Einen der 17 japanischen Panzer haben sie zur Anschauung stehen lassen.

Japanischer Panzer vom Typ 95 Auch diesen Fleck holt die Natur sich zurück Gar nicht mal so groß, bot Platz für 3 Japaner (3 Amis hätten laut unserem Guide nicht reingepasst…). Der Panzerungsgrad war aber deutlich geringer als derjenige der amerikanischen Sherman Panzern Kettenspuren in der Straße (sie führt zur ehemaligen Landebahn, die die SW/NO Landebahn kreuzt) Amerikanisches LVT, davor liegt ein Abwurftank eines amerikanischen Flugzeugs

Blick in das LVT Das LVT ist deutlich größer und wurde zum Transport von Truppen und Sherman-Panzern von den Kriegsschiffen an Land genutzt.

Symbolisches Grab (mittlerweile wurden alle amerikanischen Soldaten nach Arlington, den Militärfriedhof in Washington D.C., verlegt) mit Blumenschmuck, der aus der Vogelperspektive „USA“ beschreibt An einem der Landungsstrände (Orange2) – die Strände haben alle Farben als Codenamen bekommen, White, Orange, Amber, Scarlet. Heute ein friedlicher, stiller Ort im Paradies. Am 15.09.44 muss hier die Hölle auf Erden gewesen sein… Kanone in einer Höhle – im Endeffekt kam sie nie zum Einsatz (der Angriff aus der Richtung in die sie ausgerichtet ist, erfolgte nicht) Aber die Kanone ist sehr gut erhalten und die Platzierung mit Gerüst in der Höhle ist eindrucksvoll

Blick in eine der vielen Höhlen – einige größere davon wurden übrigens nach dem Krieg als Taifun-Schutzbunker genutzt. Das wiederum finde ich auch einen gruseligen Gedanken – zumal in einigen noch Munition, Handgranaten, etc zu finden sind Blick von der bloody nose ridge über Peleliu Damals war die komplette Vegetation durch Flammenwerfer und Napalm zerstört – heute der reinste Dschungel Gedenkstein für die letzten Guerillakrieger, die sich 1947 ergaben Wir waren auch noch kurz auf einem Friedhof – dieser Gedenkstein hat mich dabei sehr berührt: Gelobet dem Frieden!Wir hoffen auf Frieden auf Erden so dass wir nie die Tragödien eines Krieges wiederholen mögen.

Weise Worte, auch heute aktuell wie nie

Blick auf einen der elf Ausgänge der 1000-man Cave. In Kriegszeiten diente sie als Krankenhaus, Bunker und Hauptquartier (gegen Ende der Schlacht hin, die Höhle war quasi eine letzte Bastion der Japaner) Neben alten Soju Flaschen findet man in dieser Höhle u.a. Reisschüsseln der japanischen Marine (durch Anker am Schüsselboden erkenntlich) Übersicht über das Höhlensystem der 1000-man Cave

Mit uns waren drei Japanerinnen unterwegs, eine Japanisch-sprachige Führerin und für uns ein Englisch-sprachiger Führer von den Philippinen (der durchaus Philippinisch geprägte Ansichten zu den Kriegsparteien hatte…). Unser Guide bietet auch Zweitages- Wandertouren durch den Dschungel (auf den von Minen und sonstigen Kriegsüberbleibsel befreiten Wegen!) an – etwas, das wir bei unserem nächsten Besuch gerne machen würden. Peleliu hat viel mehr zu bieten, als man durch einmal Herumfahren erfassen kann. Es gibt wohl wenige Orte auf der Welt, wo die Überreste des Krieges so gut erhalten sind, dabei aber gleichzeitig so wenig „verpfuscht“ („in Stand gesetzt“) wurde. Lange werden sich die Häuser aber nicht mehr gegen die Natur verwehren können, im Hauptquartier wurde z.B. die Decke schon mit Baumstämmen abgesichert.

Peleliu ist also zurecht Teil des UNESCO Weltkulturerbes und hier wurde, soweit man das von außen beurteilen kann, alles richtig gemacht.

Abschließend betrachtet: mich nimmt so etwas immer ein bisschen mit. Zuviel Empathie ermöglicht es mir, nachzufühlen. Es war anders, diesmal 2.Weltkriegs-Reste zu sehen, die nichts mit Deutschland zu tun haben (im Gegensatz zu einem KZ Besuch, zum Beispiel). Trotzdem hat mich besonders das Museum, aber auch die Gedenkstätten schwer getroffen. So viel sinnloses Blutvergießen. Leid, Schmerz und Tod auf zwei Seiten, die gegeneinander kämpfen, auf einem Land, das keinem „gehört“. Und dazu hin wohl strategisch nicht mal so wichtig war. Jeder kämpft für seine Seite, sein Vaterland, seine Überzeugung – in der Überzeugung, im Recht zu sein, der ‚Gute‘ zu sein, gegen den Bösen zu sein. Und alle sind doch nur Bewohner dieser Erde.

Ich habe stark mit den beiden Japanerinnen mitgefühlt, die heftig schluchzend durch das Museum gegangen sind. Das Ausmaß dieser Schlacht ist aus heutiger Sicht nicht nachzuempfinden. Und doch gibt der Besuch auf Peleliu einen kleinen Einblick, ein kleines Fenster in diese vergangene Zeit.

Mögen wir alle dem Frieden geloben, dass die Tragödien vergangener Schlachten nie wiederholt werden!

Ein erhaltenes Banzai Banner (als Gürtel getragen) der japanischen Streitkräfte.

Inselparadies über Wasser (2/4)

Spätestens jetzt habt ihr verstanden, dass es zu unserem Frühsommer-Urlaub 2017 4 ganze Blogbeiträge geben wird, gell? :)

Das hier ist Nummer Zwei und handelt von (fast allen) unserer Abenteuer über Wasser. Ein Großes sparen wir aber aus, das bekommt einen eigenen Beitrag um den Rahmen nicht zu sprengen.

Um vier Uhr morgens landen wir in KOR. KOR, das ist die internationale Flughafenabkürzung für Koror, die Hauptinsel von Palau. Schon im letzten Post habe ich es am Ende erwähnt: Palau besteht aus 356 Inseln. Davon sind allerdings nur elf bewohnt (insgesamt rund 17700 Einwohner), was eine großartige Inspiration für tolle Abenteuergeschichten ist.

Warum Palau? Naja, Palau ist ein Paradies, das allein sorgt ja schon für Entspannung. Aber Palau gilt auch als Herberge eines der schönsten Tauchgebiete der Welt. Und so wird sich der dritte Beitrag mit all unseren Abenteuern unter Wasser beschäftigen. Aber auch an Land ist es absolut faszinierend.

Mitte des 16.Jh wurde der Inselstaat von einem spanischen Entdecker gesichtet und von Spanien annektiert. Sehr viel später, um die Jahrhundertwende 19./20.Jh gingen die Inseln dann an Deutschland – und so hat unser Taxifahrer uns von Deutschkenntnissen seiner Vorfahren berichtet. Allgemein ist man Recht gut auf Deutsche zu sprechen – was wohl auch mit der darauffolgenden Besatzung zu tun hat. Im ersten Weltkrieg, 1914, gingen die Inseln dann (einigermaßen friedlich, zumindest lokal gesehen) in japanischen Besitz über. Die Inseln sind immer noch japanisch geprägt, viele Bewohner sprechen Japanisch und viele Japaner kommen zu Besuch – obwohl Palau nur 30 Jahre japanisch war. Die nächste Übernahme ging auch nicht ganz so friedlich von statten, genau genommen bildet Palau den Schauplatz für eine der blutigsten Schlachten im pazifischen Teil des zweiten Weltkriegs. Zu guter letzt, trotz starker Gegenwehr, gingen die Inseln an die Amerikaner. Bis 1979, wo Palau unter einem Assoziierungsvertrag mit den USA quasi unabhängig ward, welcher 1994 gelockert wurde. Seitdem gilt Palau als unabhängig und wurde daraufhin auch in die Vereinten Nationen aufgenommen.

Und so findet man in Palau eine lustige Mischung: da gibt es Menschen, die stolz auf ihre „deutsche Vergangenheit“ sind, viel japanische Prägung aber auch viel Amerikanisierung. Zum Glück gibt es aber nicht nur Bier aus dem Hause Anheuser-Busch, sondern seit 1998 auch ein sehr gutes lokales Gebräu, „Red Rooster“ (unter einem irischen Braumeister). Amerika besteht aber auch nicht nur aus Festland – und so ist die stärkste amerikanische Prägung (bestimmt auch aus der relativen geographischen Nähe heraus) hawaiianisch. Poke und gute Laune all around :)

Genug geschwatzt, ihr wollt doch eh nur wieder Bilder gucken. Also: Bilderserie Palau (über Wasser)

Ankunft im Hotel, pünktlich zum Sonnenaufgang cooler Typ am Strand, 5:30 morgens Hallo, Sonne! Wir sind bereit für Urlaub… Frühstück mit Aussicht, was gibt es schöneres? Schon allein die erste Ausfahrt zum Tauchen zeugt von phänomenaler Sicht – dazu dann nächstes Mal mehr Eine der 356 Inseln – viele sind klein und in ihren Ansammlungen absolut faszinierend Bei der Mittagspause zwischen zwei Tauchgängen… … paradiesisch, oder? Sonnenuntergang 1 Nic total entspannt – Red Rooster und Maduro Kreative Art, die Zigarre wieder anzuzünden – Kerze und StäbchenMond zwischen Palmen Abendstimmung Ehemaliger Anleger hinter dem Hotel – dieser Teil diente im 2.Weltkrieg als Wasserflugzeug-Stützpunkt Blick auf das Hotel, mir startendem Tauchboot ;) (leider ohne uns an diesem Tag…) Alter Wachposten auf dem vorgelagerten Hügel Blick auf das Hotel vom Hügel Sonnenuntergangsfarben mal anders Auf dem Weg ins Abenteuer: spiegelglattes Meer Letzter Abend, neue Freunde: ein herziges koreanisches Paar an unserem Tisch mit Sofortbildkamera – das war ihr Geschenk an uns

In eigener Sache

Vielleicht habt ihr es bemerkt, Titel und Untertitel des Blogs sind endlich angepasst an die neue Situation.

Am Titelbild arbeiten wir noch ;)

Das steht aber sinnbildlich auch dafür, dass es Zeit wird, loszulassen. Wir sind jetzt hier und in naher Zukunft wird sich daran nichts ändern. Ich werde Shanghai wohl immer vermissen und China noch oben drauf (vor allem an Tagen wie heute, wo unsere „Reisegruppe“ einen Wochenendausflug nach Xi’an macht und uns Fotos schickt), und das ist auch gut so – ist es doch Zeuge von zwei fantastischen Jahren, die tiefe, warme und deutliche Spuren hinterlassen haben. Aber es ist Zeit, sich zu arrangieren. Und es gibt weitaus schlechtere Orte um sich zu arrangieren als Yokohama. Ganz im Gegenteil. Wir hatten echt viel Glück und das sollte jetzt so langsam im Vordergrund stehen.

Lange habe ich überlegt, ob ich für diese neue Zeit ein neues Blog beginnen möchte – habe mich aber noch in Shanghai (wie ihr bestimmt schon gemerkt habt) dagegen entschieden. Das ist mein Blog für unsere gemeinsame Auslandserfahrung. Mein Tagebuch, das mich für immer an diese geniale Zeit in anderen Welten, hinter dem Horizont, erinnern soll. Dass der Name nun vielleicht irreführend ist, interessiert mich dabei wenig – schließlich ist Banzai! ein japanischer Schlachtruf und so sind wir meines Erachtens noch mittig im grünen Bereich ;)

Zum Thema Banzai habe ich im letzten des vierteiligen Urlaubsblogs dann noch ein kleines Schmankerl für Euch.

 

Platzhalter! Japanische Küche

Hier sollten jetzt drei Beiträge über den Urlaub stehen. Wir sind gerade zurück, aber noch fehlen mir Bilder von unseren Unterwasserabenteuern, bisschen Hintergrund und so.

Dafür habe ich gestern zum ersten Mal japanisch gekocht. Naja, eigentlich hawaiianisch. Und auch eher simpel. Aber trotzdem!

Seit wir in Shanghai immer mal wieder Poke beim „Little Catch Café“ bestellt haben, sind wir total süchtig danach.

Poke (gesprochen wie man es im Deutschen liest), das ist die hawaiianische Art von Sushi, besser Chirashi (also eine Reisbox mit Sashimi), nur mariniert.

Für den ersten Versuch war es schon echt gut, auch wenn ich noch etwas am seasoning vom Reis und den Zutaten (hab die Frühlingszwiebeln vergessen) arbeiten muss. Einmal mit Thunfisch, einmal mit Lachs (den Lachsrogen hab ich für das Bild vergessen, der kam dann zum Essen drauf :))

Bei Interesse am Rezept, gerne in die Kommentare posten!

Erstes Erdbeben

Naja, nicht in meinem Leben. Aber das erste, das ich hier gespürt habe.

Ich habe mich schon länger gefragt, wie lange es wohl bei durchschnittlich 1000 Erdbeben im Jahr in Japan dauern würde, bis wir hier eins spüren. Anderthalb Monate also.

Es war so leicht und harmlos, dass ich mir am Anfang gar nicht sicher war. 2-3 kleine Rucker. Hätte auch die Waschmaschine gewesen sein können (auch wenn die kurz zuvor nicht durch Bimmeln das Ende des Vorgangs angezeigt hätte). Habe trotzdem mal Nic (der in Bangkok am Flughafen saß) geschrieben – aber unsere App hat nichts gezeigt. Eine viertel Stunde später dann erst die Bestätigung.

Japan ist wohl das sortierteste und ordentlichste Land, was Katastrophen-Vorbereitung angeht. Da wird einem am Anfang von der Maklerin (in der Übergangswohnung) als erstes der Fluchtweg gezeigt, der Sammelpunkt und darauf hingewiesen, dass das Haus tsunamisicher ist und als Sammelpunkt bei Tsunamis dient. (In der Bucht von Yokohama ist es sowieso sehr unwahrscheinlich, dass ein Tsunami durchkommt. Aber man ist vorbereitet!)

In unserem Häuschen sind wir (dank Hügel) außerhalb der Tsunami Zone. Außerdem ist es aus Beton und stand auch schon "bei dem großen Beben" (ja, da gab es viele. Aber ich meine das letzte große, 2011) standhaft. Der Hang hinter uns ist mit Beton abgesichert – so wie hier überall. Wir haben Infomaterial von der österreichischen Botschaft gelesen (immer schön die Badewanne mit Wasser füllen! Daran hätte ich zB nie gedacht… Und unseren Notfallrucksack werden wir jetzt auch langsam mal richten. Nic hatte schon Erdbebentraining bei der Arbeit, dort wird jedem Mitarbeiter ein Notfallrucksack in den Rollcontainer gestellt). Überall werden Sammelstellen angeschrieben (mit grünen Kreuzen auf weißem Grund), sowie Trinkwasserquellen und Wasserquellen für Löschmassnahmen.

Also an alle besorgten Familienmitglieder und Freunde: besser vorbereitet könnte man gar nicht sein. Das wird hier allein auf Grund der Häufigkeit von Erdbeben sehr ernst genommen. Momentan überwiegt noch die Neugierde, aber es bleibt trotzdem immer die Hoffnung, dass Japan für lange, lange Zeit von so schlimmen Beben wie 2011 verschont wird.

Ich wollte euch schon lange von dem Katastrophenschutz berichten, das kleine Beben vorhin gab jetzt den richtigen Anlass.

Oma wäre stolz auf mich!

Hallo lieber Leser,

bist Du auch einer von denen, die mit Omas oder Opas mit haarsträubenden Geschichten davon, wieviel härter früher alles war, gesegnet war? Wenn ja kennst Du sicher die Gespräche über Fußwege, Laufdistanzen, Wind und Wetter, etc…

Meine Oma jedenfalls wäre stolz auf mich. Samstag schon, da sind Nic und ich zusammen zum Baumarkt gelaufen. Der ist in Laufdistanz 2,2 Kilometer entfernt, Google sagt knapp 30 Minuten (es sind ein paar Ampeln involviert, aber tendenziell ist man etwas schneller hin gelaufen). Man kann auch mit den Öffentlichen fahren, genau genommen mit zwei Bussen, dann muss man weniger laufen. Goggle sagt: gut 30 Minuten. Na dann nehmen wir doch die Füße in die Hand und nichts wie los…

Dumm nur, dass wir eine große Mülltonne und einigen Kleinkram (alles in allem wog das Ding mit dem Kleinkram drin zu guter letzt circa 10 Kilo) gekauft haben – den wir dann zu zweit (und später, nachdem ich fix und alle war und noch schnell im Supermarkt das Abendessen gekauft habe, Nic alleine) zurück tragen mussten. Zum Glück hatte es „nur“ um die 30 Grad.

Gestern war ich Einkaufen. Wir sind von einer echt guten Supermarktsituation betroffen, mehrere Konbini (das sind die 24 Stunden Kiosk die wir schon von Shanghai kennen, Family Mart gibt es auch hier, plus viele andere Marken – dort bekommt man das nötigste zum Überleben; Brot und Milch, Gemüse, Joghurt, Getränke, Snacks, Fertigessen (das zum Teil sogar sehr essbar ist, gerade das frische Sushi und die Salate sind zum Mitnehmen oder als Notlösung wenn man im eigenen Haus am „campen“ ist, nicht zu verachten), Hygieneartikel, Schreibwaren, etc pp) und ein großer „Feinkost“-Laden (ich nenne das mal so. Er ist jedenfalls deutlich exklusiver als ein regulärer Supermarkt. Und demnach auch ein Stück teurer) in der Nähe. Eine Filiale der Supermarkt-Kette (Ok) bei der ich von unserer Übergangswohnung ist aber auch direkt neben dem Baumarkt – also gehe ich jetzt bei 30 Grad mit meiner Omakarre (ich ziehe die Einkäufe lieber. Inklusive einem Kilo Eis in der Kühltasche, dass der Fisch nicht verdirbt) viereinhalb Kilometer zum Einkaufen. Ich sag’s euch, meine Oma wäre stolz!

(Disclaimer: Der Artikel ist natürlich überspitzt. Die Distanzen und Zeiten stimmen. Allerdings *muss* ich den Weg nicht gehen, weil ich keine andere Wahl hätte; ich könnte zum Beispiel die Busse nehmen. Oder einen Laden in der Nähe einer U-Bahn Station an unserer Linie suchen und die Laufzeit verkürzen. Trotzdem musste ich die letzten Tage an meine Oma denken, und an die ganzen Geschichten von früher. Zu welchen Wetterumständen wie lange wohin gelaufen wurde. Das erdet einen manchmal ein bisschen. Weil wir es verdammt nochmal echt gut haben. Das wollte ich mit euch teilen.)

Bleibt mir treu, ich habe zig Artikel, die ich in den nächsten Tagen und Wochen mit euch teilen möchte. Von den ersten Japanisch-Unterrrichtsstunden, von unserem Ausflug nach Kamakura/Hase, von Essen und Bars, von unserem ersten Wochenende im Haus (letztes Wochenende), von Umzugskisten, von kleinen Begegnungen und großen Unterschieden. Mir schwirrt so viel für das Blog im Kopf rum, aber der Umzug nimmt (weiterhin) zu viel Zeit in Anspruch. Es ist zwar so weit alles ausgepackt, was wir ohne unsere Möbel aus Deutschland verräumen konnten, allerdings hat noch nicht alles seinen festen Platz (und die Küche ist zu klein!!!) und ich bin froh wenn ich – so wie heute – neben dem Alltag, Organisation, Japanisch und dem Chaos zu so Kleinigkeiten wie „Kalender aufhängen“ komme. „Deko“ steht halt ganz hinten – auch wenn der Kalender eher pragmatisch ist, weil ich sonst in dem (momentanen) Tumult alle Geburtstage vergessen würde.