Kundenbindung (23.04.2016 -Tag23-)

Kundenbindung hat hier eine größere Bedeutung als bei uns. Wenn jemand mehrfach zu Dir kommt, hat er einerseits sein Vertrauen in Deine Produkte gezeigt. Andererseits bringt er vielleicht Freunde mit, erwähnt Dich lobend und sorgt für neue Kundschaft – so jemand möchtest Du nicht verprellen – und demnach haust Du den auch nicht mehr offensichtlich über’s Ohr.

Das merkt man nicht nur bei so offensichtlichen Orten wie dem Fake Markt, sondern auch beim Obststand, dem Café ums Eck, dem Sushiladen oder auch einfach dem Supermarkt (ihr kennt ja meine Lianhua-Geschichten jetzt schon).

Und so bemühen wir uns immer redlich, einen guten Eindruck zu hinterlassen, nett zu sein (im Gegensatz zu einigen Ausländern die hier leider denken, sie wären der westliche König und könnten die Leute von oben runter behandeln, in ihrer Muttersprache bepöbeln, etc). Und dann merkt man eben auch, dass die Verkäufer einen wiedererkennen, sich freuen wenn man da ist oder auch wenn man neue Leute mitbringt. Shanghai scheint von der klassischen Mundpropaganda zu leben und das kommt dort natürlich besonders gut an.

Für jegliche Güter oder kulinarische Köstlichkeiten haben wir also schon unsere Spezls und das erleichtert natürlich auch die Kommunikation und die Ansprechhürde. Weiterhin gibt es mir ein Gefühl des „zu Hause“ seins, erst Recht wenn die Verkäufer einen auf der Straße „in zivil“ erkennen und grüßen. In einer Paar-und-zwanzig Millionen Einwohner-Stadt. Muss man sich immer wieder auf der Zunge zergehen lassen, denn in unserem Viertel ist es trotzdem ein bisschen wie auf dem Dorf. Naja, genau genommen ist unser Compound von der Einwohnerzahl vermutlich schon ein deutsches Dorf. Also sagen wir: wie in einer Kleinstadt ;)

Heute: Unterricht (20.04.16 -Tag20-)

Schon lange wollte ich euch mal über unseren Chinesisch-Fortschritt informieren. Ihr lest zwar ab und an, wenn ich irgendwo Smalltalk halte (so wie gestern im Lianhua) oder ich werfe munter Hanzi (Chinesische Schriftzeichen) in den Raum. Aber wirklich auf dem Laufenden gehalten, habe ich euch nicht.

Seitdem wir aus dem Winterurlaub zurück gekommen sind, habe ich mir vorgenommen, mich intensiver mit der Sprache auseinander zu setzen. Davor war ich schlicht zu faul dafür. Ich konnte ja schließlich meine Cola Light (jianyi kele), den Milchtee (bingde naicha) oder “eine Portion von dem” (yi fen zhege) bestellen und auf die Karte zeigen. Oder dem Taxifahrer sagen, wo er hin fahren soll (also wo er in welche Richtung abbiegen oder anhalten soll). Das reicht zwar gerade so für das Durchkommen hier. Aber es reicht mir persönlich nicht mehr.

Ich bin mir zwar nicht sicher, ob Hochchinesisch wirklich in 20 Jahren schon so wichtig sein wird, wie es momentan von allen Ecken her schallt (doch die Möglichkeit besteht zweifellos) – aber ich fände es schon arg traurig, nach Deutschland zurück zu kommen und dann gerade mal eine Cola Light bestellen zu können.

Deshalb hatte ich im Januar beschlossen, besser Chinesisch lernen zu wollen. Nicht nur jeden Mittwoch oder Donnerstag panisch die Vokabeln von letzter Woche vor der Stunde reinprügeln. Ich habe angefangen Vokabellisten zu machen, mehrere Lektionen aufs Mal wiederholt, ab und an die Übungstexte der letzten Lektionen oder sogar des letzten Buchs übersetzt, und so weiter.

Die Fortschritte die ich sehe, sind zwar nur kleine – aber auch dafür lohnt es sich. Mittlerweile habe ich Nic, der um Längen sprachbegabter ist als ich – ich bin mit Englisch eigentlich voll und ganz bedient – überholt, einfach weil er nicht genug Zeit für die Wiederholungen findet. Sehr angenehm war es, über das Huangshan Wochenende zu sehen, wie sich meine Sprache verbessert. Die Grillfrau fragen zu können (und zwar mit Worten und nicht Händen und Füßen), ob wir draußen sitzen könnten und ob sie eine Toilette haben (schon toll, wenn zufällig alle die Wörter schon dran kamen und ich sie auch weiß), wo der Bus zum anderen Ort geht, oder im Hotel fragen, wann der Bus zur Yungu Station geht. Wie gesagt, das sind alles nur Kleinigkeiten und ich bin mir sicher, dass schon hunderte Westler von Tunxi nach Tangkou nach Yungu auf die Berge gekommen sind, ohne auch nur einen Brocken Chinesisch zu sprechen oder zu verstehen. Aber es fühlt sich einfach schön an, als Gast in diesem Land mit den Einwohnern in ihrer Sprache kommunizieren zu können.

Und fairer Weise muss ich gestehen, dass ich das ja auch an meinen indischen, spanischen und chinesischen Kollegen in Deutschland kritisiert habe, also dass da Leute jahrelang mit Deutschen zusammenarbeiten und nur Englisch reden und die Chance nicht nutzen – da wäre es schon sehr scheinheilig, es jetzt nicht ordentlich zu versuchen. Klar ist die Ausrede, dass Chinesisch „eine der schwersten Sprachen der Welt ist“, schnell gefunden und wird sicherlich auch akzeptiert. Aber irgendwie gilt sie nicht, finde ich. Wenn ich es ordentlich probiere und scheitere, ok. Aber es nicht zu probieren und die Ausrede vorzuschieben wäre irgendwie persönlich unbefriedigend.

Früher hatte ich immer als Ziel, mal eine Sprache zu lernen, die nicht lateinische Schriftzeichen benutzt. Dabei habe ich immer mit kyrillischen Zeichen geliebäugelt, aber das muss ich wohl einer Phase von russischer Popmusik zuschreiben ;)

Jetzt bin ich dem Traum ein ganzes Stück näher. Zwar nicht kyrillisch, dafür Hochchinesisch, das umgangssprachlich Mandarin genannt wird. Und das mir den besten Vorraussetzungen: schließlich lernt man eine fremde Sprache immernoch am leichtesten in deren Vaterland.

Hochchinesisch hat mit ca 845 Millionen Muttersprachlern die größte Ausdehnung aller Sprachen und verdient schon allein deshalb, gelernt zu werden. Nach Englisch ist es zudem die zweithäufigst gesprochene Weltsprache. 40 Millionen Menschen lernen momentan Chinesisch, Nic und ich mittendrin. Bisher hatten wir nur Sprechen und Hörverständnis auf dem Kanal – so wie es die meisten Ausländer “nebenher” machen. Zu bedrohlich und angsteinflößend wirken die vielen, teils so ähnlichen Schriftzeichen. Seit ich diesen Artikel auf dem Blog von Shaoshi gelesen habe (Punkt 5 – bin zwar blutiger Anfängern, aber wer mag nicht mal ein bisschen Herausforderung?), hab ich mir jedoch ein neues Ziel gesteckt. Ich ärgere mich, hier freiwillig Analphabet zu bleiben. Warum es nicht wenigstens versuchen? Dann habe ich eine Chance zu scheitern. Wenn ich es nicht versuche, scheitere ich standardmäßig, mangels Alternative.

So habe ich (mit einer viertelstündigen Diskussion mit einem Buchhändler, der mich vermutlich für komplett durchgeknallt hält, ein chinesisches Buch lesen zu wollen, ohne auch nur zehn Schriftzeichen zu beherrschen) mir ein Buch ausgesucht und übersetze mühsam; Zeichen für Zeichen, Satz für Satz. Mittlerweile bin ich auf Seite 3 angekommen. Kein Scherz, es ist wirklich anstrengend. Und ich habe noch den Luxus, dass es mittlerweile Smartphones und Apps gibt. So zeichne ich über mein Handy das Schriftzeichen in die “KTdict” App, ein deutsch-chinesisch Übersetzer, der mich täglich begleitet. Wenn ich ein Zeichen schon kenne, kann ich es auch über die Pinyin (die offizielle Umschrift der Zeichen in lateinische Buchstaben) Tastatur auswählen. Ein Zeichen entspricht ja immer einer Silbe und kann aus verschiedenen Radikalen zusammengesetzt werden. Jetzt kann man aber eine Silbe im Chinesischen ja auf vier verschiedene Arten betonen (und manchmal auch noch ohne Betonnung, also eine fünfte Art der Aussprache) – was jedes Mal eine neue Bedeutung der Silbe ergibt, zum Teil Kontextabhängig. Gebe ich z.B. die Silbe “yao” in den Übersetzer ein, gibt es unzählige Schriftzeichen dazu. Man muss also schon genau wissen, was man da tut.

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass wir im Sprachverständnis stagniert haben, oder vielleicht weil unser Lehrer es irgendwie gerochen hat, dass ich mich jetzt mit Zeichen beschäftige, aber seit zwei Wochen lernen wir jetzt auch im Unterricht Hanzi. Das Sprachverständnis profitiert ungemein davon und es macht viel Spaß. Außerdem ist es für mich natürlich doppelt motivierend, es jetzt nicht allein am Schreibtisch machen zu müssen. Letzte Woche haben wir ihm per WeChat (multimedialer Unterricht) einfache Sätze übersetzen müssen, was echt Spaß gemacht hat.

Mittlerweile freue ich mich also richtig auf den Unterricht und sitze nicht mehr (nur) panisch da, um die letzten Vokabeln zu wiederholen ;) Nur etwas mutiger müsste ich noch werden, mich dann auch tatsächlich zu unterhalten, so in freier Wildbahn.

    Die ersten 350 Zeichen
  Unsere ersten beiden Lehrbücher, bis Buch 3 würden wir gerne kommen

    Hab ich auch mal proaktiv zum Zeichen lernen gekauft
  Vokabelheft

    „Vokabeln“ mal anders
  Mein Roman, soll in Richtung Stephen King gehen

   So sieht es aus, wenn ich „lese“ Links oben: Deutsche Übersetzung; Rechts oben: Vokabelheft klein; Links: Pinyin Übersetzung; Mitte: App zum reinmalen; Rechts: Buch mit Satzdurchnummerierung sowie Markierung für zusammengehörige Silben, die Wörter bilden.

Ein ganz normaler Tag

Heute war ein ganz normaler Tag. Und manchmal muss man an ganz normalen Tagen den Kopf schütteln, oder lachen. Oder sich wundern.

Die Sonne hat geschienen. Es war warm und herrlich. Ich saß knapp zwei Stunden in der Sonne, draußen am Compoundteich und habe gearbeitet. Die Luft war sehr gut, man hat blauen Himmel gesehen und eigentlich kann man sich kaum bessere Tage als heute wünschen.

Trotzdem fällt mal wieder auf, wieviel Chinesen an solchen Tagen mit Mundschutz rumlaufen. Ich hab oft das Gefühl, dass es deutlich mehr Leute als an schlechten Lufttagen sind. Aber vielleicht ist das Einbildung, einfach nur weil ich es seltsam finde. Meine Favoriten dabei sind die jugendlichen Schulkinder, die ihre chirurgischen Gesichtsmasken (also keine PM2,5 Filtermasken, einfach nur das Stoffding…) unter der Nase tragen. Atmet sich ja sonst so schlecht damit.

Heute habe ich aber eine neue Ausführung der Kategorie “Atemschutz auf Chinesisch” gesehen – eine ältere Dame, die ihre 3M PM2,5 Luftfiltermaske an einem Ohr baumeln hatte, um genüsslich ihre Zigarette rauchen zu können. Muss man vermutlich nicht verstehen.

Weiterhin finde ich es momentan, jetzt wo es gerade so richtig schön wird, immer wieder faszinierend, wie dick die Leute noch eingepackt sind. Ich schwitze in Jeans und T-Shirt und die halbe Straße trägt noch Steppjacken und Wintermäntel. Im Februar konnte ich das ja noch damit abtun, dass noch der kalendarische Winter herrschte und man aus Prinzip nicht im T-Shirt herumläuft (ebenso wie man sich bei uns in Monaten mit “R” eben nicht im Freien auf den Popo setzt). Aber wir haben April, der Frühling hat offiziell begonnen und es ist warm. Richtig schön warm.

Gegipfelt hat das ganze heute in einer lustigen Begegnung in meinem “Pennernetto”-Lianhua ums Eck. Ich war eben noch Getränke kaufen und danach in meinem “Paradiesischen Obstladen”, von dem ich euch schon erzählt habe. Fairerweise muss ich sagen, als ich um 17:30 im T-Shirt zur Tür raus bin, hat es mich im Schatten kurz gefröstelt – bis ich dann zwei Meter gelaufen bin und mir wieder warm wurde.

Jetzt ist es nun mal so, dass ich in dem Lianhua auffalle. Bisher habe ich nur zweimal nicht-Chinesen da drin gesehen, eine Afroamerikanerin und zwei Afrikanerinnen. Ich bilde mir ja auch ein, dass der Lianhua seitdem ich regelmäßig dort bin dieses kleine “Import”-Regal aufgemacht hat, mit D’arbo Honig.

Der Kassierer kennt mich jedenfalls schon (es war der, den ich letzthins geweckt hatte. Heute war er aber topfit!) und hat mich heute gefragt, ob mit denn nicht kalt sei. Erst auf Chinesisch, weil ich aber immer ein bisschen brauche, um die Info in meinem Kopf zu verarbeiten und dabei vermutlich wie ein Auto schaue, hat er noch ein “cold” auf Englisch hinterher geschoben und diese typische “Fröstelgeste” gemacht, ihr wisst sicher was ich mein. Ich konnte ihm dann erklären, dass mir nur ein klitzekleines bisschen kalt ist (”yidiandian leng”). Darauf hat er gelacht und gemeint, ich sollte mir doch Jäckchen anziehen (das habe ich nicht wörtlich verstanden, aber Kontextverständnis und Hände und Füße ist schon was tolles) mit Ärmeln, so wie er. Und hat mir seine 3 Lagen Pullis gezeigt. So viel Zwiebel hab ich letztes Mal in Huangshan beim Sonnenaufgang um 4:30 morgens angezogen – aber doch nicht mitten am Tag bei 20°C.

Daraufhin habe ich gelacht und ihm erklärt, dass ich es einfach nur vergessen hatte (”wo wang le”). So hatten wir beide unseren Smalltalk und unseren Spaß, die Verständigung klappt tatsächlich von mal zu mal besser und ich musste auch ein paar Minuten später noch grinsen. Vermutlich denkt er, ich hätte nicht alle Latten am Zaun, im April so halbnackt vor die Tür zu gehen. Und ich frage mich, ob er neben dem arbeiten saunieren betreibt. Die Wärmflasche von letztem Mal spräche dafür.

    Hecke im Compound
  Dem Herr, der grade seinen Knopf annäht war wohl nicht kalt ;)

Huangshan Endbetrachtung (18.04.2016 -Tag18-)

Nachdem wir eine unglaublich schöne und sehr ruhige Zeit abseits des Hauptweges hatten, war der Schock, zurück nach „China“ zu kommen umso größer. Schon kurz bevor unser Weg wieder auf den Hauptweg traf, wurde das Geräuschlevel immer lauter und lauter. Das Wetter war viel besser als erwartet, der Regen blieb aus und zeitweilig schien die Sonne. Außerdem war es Sonntag. Ergo: Der Berg wimmelte nur so von Touristen. Eine geführte Tour mit Lautsprecher (>brazzzzzzz<) nach der nächsten, Gruppenweise junge Mädchen, die sich mit Michi und Nic fotografieren wollten. Der Lotus Peak, den wir ursprünglich mal noch besteigen wollten (ich muss fairer Weise sagen: ich hätte es körperlich nicht mehr geschafft) war wegen starken Windes gesperrt und unsere Nerven lagen nach der ganzen Ruhe und Idylle blank. So hieß die Devise: nichts wie runter von dem Berg und zu unserem Grillladen von Freitagabend. Immerhin was, worauf wir uns alle gefreut haben. Nachdem der letzte Bus von Tangkou nach nach Tunix schon gegen 17:30 gehen sollte und wir für die 15 km Abstieg circa 4-5 Stunden gebraucht hätten, gab es um 13:00 auch nur noch die Seilbahn. Meine Knie und ich waren dankbar – doch der Weg dort hin war die Hölle.

Platzangst darf man sicherlich keine haben – und empfindliche Ohren auch nicht. Rumschreiende Muddis und Omas (die Generation 50+ hier raubt einmal manchmal den letzten Nerv, das werde ich bei Gelegenheit nochmal weiter ausführen). Heute reicht wohl die Geschichte: in einem Strom von Menschen, der sich langsam über die Stufen mäandert, bleibt die „entiteled Muddi“ (wie ich sie liebevoll nenne) vor einem unvermittelt stehen, dreht sich auf dem Absatz um (merke: sie hält damit in diesem Fall locker an die 100 Menschen gleichzeitig auf…) und schreit ihrer Familie / Freundin / Gruppenkollegin 20 Stufen weiter hinten etwas entgegen. In mein Ohr. Überhaupt stimmt der Stereotyp, hier geht einfach alles lauter zu. Aber daran kann ich mich überhaut nicht gewöhnen, das hat nichts mit Kulturschock zu tun oder Intoleranz. Ich finde das einfach nur unhöflich und antisozial. Ebenso, wenn uns einer der Träger entgegen kommt und versucht, und als Kunden zu gewinnen. Kurz zuvor spuckt er allerdings einen tief hochgeholten Klumpen Schleim auf die Stufe. Was ist denn das für eine Art, Kunden für seine Dienstleistung zu gewinnen?

Mit jeder Minute wurden wir innerlich aufgewühlter, um es ma zu umschreiben. Unsere Stresslevel beruhigten sich, als wir in der Seilbahn saßen und dank des Windes gemütlich nach unten schwebten.

In Tangkou angekommen freuten wir uns erst mal, von der Bushaltestelle in den Ort zu laufen. Ein paar hundert Meter ohne Treppenstufen laufen. Einfach himmlisch.

Unser Grillladen hatte leider den Grill nicht aufgebaut – aber wir beschlossen, dann eben was von der Karte zu essen – Hauptsache bei denen, da war’s nämlich gut. Unter anderem einen Oktopusspieß. Und was erblicken unsere erfreuten Augen da? Sie bauen den Grill auf. Flugs haben wir (auf nachfragen, versteht sich), wieder unseren Tisch raus bugsiert und das Lager unter der Brücke aufgeschlagen. Am Kühlschrank haben wir dann noch fleißig Spieße zusammengestellt und waren sehr schnell wieder sehr versöhnt. Die Erfahrungen waren einfach herrlich und allein die drei einsamen Stunden auf dem Weg zur Fairybridge haben das Wochenende extrem lohnenswert gemacht.

In Tunxi angekommen hatten wir noch sehr viel Zeit bis zum Rückflug. Also noch eben in die Altstadt gefahren (erste Linienbusfahrt in China!). Die ist wirklich, entgegen der Onlinerezensionen (auf die ich wirklich nach dem Wochenende gar nichts mehr geb) sehr sehenswert und war ein schöner Wochenende-Ausklang.

Als Highlight zum Abschluss haben wir die Bushaltestelle für den Linienbus zum Flughafen nicht gefunden – und sind mit einer kleinen Mopedrikscha hingedüst. Der Fahrer hatte eine Gaudi mit uns und wir hatten nochmal eine kleine außergewöhnliche Rundfahrt durch Tunxi, Huangshan City.

Der Muskelkater hielt bei mir drei Tage – aber das war es allemal wert. Berge zu sehen, Stille zu genießen, frische Luft zu atmen und sich körperlich draußen betätigen. Alles Dinge, die ich früher für selbstverständlich angenommen habe.

Hier die letzte Runde Bilder bevor ich mich diese Woche wieder anderen Themen widme.

   Michi umschwärmt
  Nic und Michi umschwärmt

   Abstieg
  Teepflückerinnen. Huangshan ist eine bekannte Teeregion

   Erste Linienbusfahrt in Tunxi
  Unser Grillladen in Tangkou. Wir sind jetzt auch Teil der Familie, selbst die Ayi kam gleich wieder zu uns :)

   Die sind wohl morgens voll – Seilbahnstatiom an den Western Steps
  Tunxi Altstadt

   Auf dem Wasser
  Stefan, Dani und Nic in der Altstadt

 Blick zur Rikscha vorne raus
  Am Flughafen. Auch der Fahrer freut sich vorne drin

PS: sorry, dass die Bilder jetzt teilweise nicht chronologisch waren… Keine Ahnung, was da passiert ist. Aber ich freu mich einfach, dass es überhaupt wieder klappt

Huangshan Sonntag 1 (17.04.2016 – Tag17-)

Bevor wir gleich wieder Richtung Rennstrecke fahren, schaffe ich es hoffentlich, den Nachbericht zu dem Sonntag auf den gelben Bergen zu schreiben.

Wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang sehen und haben das alles bis auf die Minute getimed. Um 4:30 aufstehen, kurz nach 5 aus dem Zimmer und dann aufsteigen zu einem der drei Sonnenaufgangspunkte in Hotelnähe. Der Regen, der mal für die Nacht angekündigt war, hatte sich offensichtlich auch verzogen und so schafften wir es, kurz vor dem großen Ansturm, noch einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Keine Minute zu früh, wie sich zeigte, denn kurz darauf wurde es immer voller und voller.

Die Leute spielten Musik von ihren Handys, sangen laut oder fotografierten die ersten Lichtschimmer – mit Blitz (manchmal hatte ich 4-5 Bilder in einer Reihe, die komplett „hinüber“ waren, nur weil ein paar Leute das Prinzip fotografieren nicht verstanden haben… Leider ist unser Chinesisch zu schlecht, um ihnen erklären zu können, wie man in solchen Lichtverhältnissen ein Bild macht). Unsere superguten Plätze in der ersten Reihe trösteten uns allerdings mehr wie darüber hinweg, dass es wieder nicht die „Alpenstimmung“ war – sondern eher türkischer Basar.

Was ich auf der anderen Seite wiederum sehr charmant fand, war die Reaktion der ganzen Leute auf den Sonnenaufgang. Es war jetzt nicht mein erster Sonnenaufgang, auch nicht der erste vor so spektakulärer Kulisse. Es war schön, keine Frage, aber die Reaktion die von dem Kolletiv hinter uns kam wäre mir im Traum nicht in den Sinn gekommen. Als sich die goldene Scheibe zwischen den Wolkenwänden durch den kleinen Schlitz vor unserem Antlitz in die Himmel schon, war plötzlich Jubelstimmung. Die Leute haben quasi Hurra gerufen und Beifall geklatscht. Das war sehr schön – und eine gute Lektion im Bereich „Dinge nicht für selbstverständlich nehmen“ – auch nicht wenn es täglich auftretende Naturspektakel sind. Nicht jeder hat die Privilegien, die wir haben.

Nach einem äußerst chinesischen Frühstück im Hotel (ich fand es gar nicht so schlimm, aber ich muss auch fairer Weise dazu sagen, dass ich da hart im nehmen bin. Nur im Vergleich zum Abendessen war die Zubereitung leider dürftig. Baozi und Dampfnudeln bekommt man hier morgens an jeder Ecke und ich esse sie auch wirklich gerne – aber die waren einfach nur geschmacksbefreit) stand die Entscheidung an: höchster Gipfel oder Fairy Walking Bridge (ein Brückchen zwischen Felsnadeln, von dem wir dachten, dass wir es am Vortag schon aus der Ferne gesehen hatten). Der Gipfel läge – wenn noch Kraft wäre – auf dem Rückweg, also zu Zweiterem entschieden und los gegangen (wie sich abends herausstellen sollte, hatten wir nur richtige Entscheidungen über das ganze Wochenende – oder einfach viel Glück).

Auf dem Weg zu und von der Fairy Walking Bridge sind uns über die Zeitspanne von drei Stunden ca 10 Menschen begegnet. In China! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Drei Stunden – klar kann ich mich am Sonntag zu Hause an meinen Tisch setzen und begegne keinem. Aber in schönster Natur mit bester Aussicht, beim Laufen. Da hatten wir doch ein bisschen unser Alpen-Gefühl. Die Brücke war etwas enttäuschend, es war nämlich eine andere als gedacht. Aber der Weg dahin und die Aussicht vom „most photogenic spot“ davor (etwa 300 HM höher) hat uns entschädigt. Die Euphorie, die uns im Angesicht diesen Erlebnisses erfüllt hat, kann ich nicht in Worte fassen.

Umso härter war die Rückkehr in die Realität – aber nachdem das hier schon wieder so viel Text wurde, verschiebe ich den letzten Teil der Huangshan-Saga auf morgen. Dafür noch ein paar Bilder:

    Dämmerung
  Gespanntes Warten unter Handymusik

    Angedeutete Sonne
  Applaus, Applaus

    Im Licht betrachtet: Bissi was los
  Wunderschön

    Der beste Ausblick des Wochenendes (äh, hinter uns)
     Alles Stein außer Dani

     Panorama mit Stefan
  Nach dem Wiederaufstieg zum fotogensten Aussichtspunkt

Grand Canyon China (15.04.2016 -Tag15-)

Wettertechnisch hatten wir auch echt Glück, eigentlich hätte es am Samstag regnen sollen. Aber abgesehen von ein paar Tropfen war einfach nur gutes Wetter – was unserer Erfahrung am Sonntag ein klein wenig zum Verhängnis werden sollte.

Der Canyon war sehr beeindruckend, aber die Passagen teilweise schon extrem steil. Höhenangst sollte man da besser keine haben. Wir haben aber gut auf Dani und Michi (der zwar keine Höhenangst hat, aber manchmal sein Leben vor den Augen hat vorbeiziehen sehen) aufgepasst.

Tendenziell waren abseits der Wege schon deutlich weniger Leute unterwegs, aber wir hätten uns da noch nicht erträumen lassen, was uns am Sonntag erwarten würde – und zwar in beide Extreme!

Nach sehr viel Abstieg, wieder nur über Treppenstufen, unterbrochen von Aufstiegen (Treppenstufen…) war uns klar, dass wir weder den Canyon in seiner Gänze durchlaufen können würden, noch, dass wir das mega steile, schmale, enge Stück (das leider den unausweichlichen Mittelteil der abgekürzten Route darstellt) wieder hoch krabbeln wollten. Aber: Rettung naht: Eine Einschienenbahn kam in unser Sichtfeld und wir mussten auch nur noch circa weitere 400 Höhenmeter hinabsteigen (unterbrochen von, ihr erratet es sicher: aufstiegen. Alles mit Treppenstufen, versteht sich). Um dann an ein anderes Ende des „Plateaus“ – mir fällt wirklich kein besserer Begriff ein – hochgekarrt zu werden. Wie schon gesagt: nächstes Mal fahren wir dann hoch und sparen uns statt des mühseligen Aufstiegs unsere Energie für den gesamten Canyon.

Von dort liefen wir wieder munter Treppenstufen, rauf auf den zweithöchsten Gipfel, von dem aus man auf den höchsten Peak (Lotusblumen-Gipfel) und den Schildkröten-Gipfel sehen kann. Außerdem ist eine Art Sternwarte/Überwachungsanlage auf dem Gipfel, welche wir vom Canyon aus schon gesehen hatten.

Von dort ging es nach dem shoppen zum Abendessen im Hotel. Das war mein erstes Essen an einem runden Drehtisch-Ding. Und entgegen aller Onlinebewertungen, dass es so Wahnsinns überteuert sei und dafür nicht mal gut, können wir uns nicht beschweren. Alle Gerichte, die wir bestellt hatten, waren richtig gut zubereitet und wir waren satt, glücklich und fertig.

Den Abend haben wir dann im Klassenfahrt-Stil in unserem 6-Bett-Zimmer ausklingen lassen. Hat nur noch das Lagerfeuer gefehlt, die Stimmung hatten wir. Trotzdem ging’s früh ins Bett – nicht nur, weil wir erschöpft waren, sondern auch weil um 4:30 Uhr der Wecker für den Sonnenaufgang gestellt war. Aber dazu dann morgen mehr.

  vor dem Canyon  
  Action

    Brückchen – ging tief runter
  Felsspalten

    Dani, Stefan und Landsmann

    Steil rauf
  Dieses 0,3 KM Stück als Bindeglied der 8 war krass

    Monorail
  Steil rauf

    Steil runter
  Auf dem Brightness Peak

    Basketball und Zelte
 Auf Klassenfahrt

    Und beim Abendessen

Hoch hinaus (14.04.2016 -Tag14-)

Rückblick Teil 1 auf den 09.04.16; Huangshan Mountains

Um 6:45 war Treffpunkt. Um 7:00 saßen wir im Bus der uns die erste Etappe vom Fuß des Berges bis zur Seilbahnstation der östlichen Stufen bringen sollte – nicht gerade sehr vertrauenserweckend, dass uns schon locker 20 leere Busse von oben entgegen kamen. Die östlichen Stufen führen in sieben steilen Kilometern den Berg hinauf, die westlichen Stufen in 15 etwas weniger steilen Kilometern – den Weg wollten wir am Sonntag absteigen.

Jeder hatte seinen Rucksack mit Verpflegung und Kleidung auf dem Rücken und es waren sogar recht wenig Menschen unterwegs (saßen wohl alle in den Seilbahnen?). Ab und an wurde ich von Trägern überholt, die wie damals in Java auf dem Ijen, Sachen hoch oder runter schleppen (am Ijen nur runter; am Huangshan hoch und runter). Allgemein war ich das Schlusslicht unserer sportlichen Truppe, bzw der nicht-sportliche Ausgleich. Zum Glück hatte ich die ganzen Unterlagen und hab mich eben so unersetzlich gemacht ;)

Aber letztlich sind wir alle oben angekommen, um an der „Schwarzen Tiger Pinie“ auf unsere erste geführte chinesische Reisegruppe mit Wimpel und Lautsprecher zu treffen. >Brzzzzz!<

Die Berge sind wirklich sehr beeindruckend, überall wachsen Pinien und andere Bäume, wie z.B. sich in unterschiedlichen Blüh-Stadien befindliche Magnolien. Herrlich.

Danach ging es an den „Fang an zu glauben“ Gipfel, der eine herrliche Aussicht auf das Tal und umliegende Städte hatte. Aber der harte Aufstieg, quasi exklusiv über Treppenstufen mit den Rucksäcken hat ordentlich geschlaucht. So beschloßen wir, erst einmal im Hotel einzuchecken, dann alle Wertsachen in einen Rucksack zu packen und so deutlich leichter bepackt in den Canyon vorzudringen. Hätten wir gewußt, was uns erwartet (so rückblickend kann man das immer leicht sagen), wären wir lieber mit der Seilbahn rauf gefahren um dann oben alles zu erkunden. Kann ja keiner ahnen, dass bei 60.000 Treppenstufen (insgesamt in den Bergen) kaum stufen-freie Passagen dabei sind und man dann selbst am „Plateau“ (das aus lauter Felsblöcken besteht und gar kein Plateau ist) wieder nur Stufen geht.

Ich halte es jetzt mal kurz und füge die Bilder der ersten Hälfte an. Hoffentlich sind nicht zu viele Doppelt vom Wochenende, bitte verzeiht. Aber der Beitrag hier soll ja auch rund werden :)

    Huangshan glänzt im Morgenlicht – auf zum Bus
  Schön grün

    Blaue Augen sind begehrt…
  … Und das war für die beiden erst der Anfang eines fotolastigen Wochenendes

    Zur Abwechlsung mal Stufen runter
  Gipfelstürmer

    Irgendwann kann man halt auch keine Stufen mehr sehen.
 Typisch  Huangshan – einfach echt schön

     „Fang das Glauben an“ Gipfel
  Theoretisch wäre die Zivilisation ganz weit entfernt – wenn da oben Alpenlautstärke herrschen würde 

Tag 13 (13.04.16 -Tag13-)

Kurz vor knapp schaffe ich es noch, drei Bilder „des Tages“ (oder eher: typisch Chinesisch) zu posten. Heute war wieder viel los – zu viel um den Huangshan Bericht weiter zu schreiben… Also ziehe ich den zweiten Joker. Ist okay, kurz vor Ende von Woche 2. 

23:00 abends – hier wird wie immer munter gearbeitet…  

Werbung mit Waschmaschinen und der Mauer…  

Packesel 

Huangshan Freitag (12.04.2016 -Tag12-)

Um 11:15 Uhr haben Stefan und ich uns am Freitag der ersten gemeinsamen Metro-Station auf dem weg nach Hongqiao getroffen und sind zusammen zum Flughafen gefahren, wo wir um 12:00 Dani, Michi und Nic getroffen haben. Nach einem leicht chaotischen Check-in am schöneren Flughafen Shanghais (es war mein erster Flug ab SHA, sonst war ich bisher nur in PVG) gab es für Michi das vorerst letzte westliche Mahl und dann ging es auch schon los. Ab nach TXN (Tunxi, mittlerweile aus Tourismusgründen umbenannt in Huangshan City) – eine Flugstunde und knapp 400 km entfernt.

Von dort eine Stunde mit dem Bus an den Fuß der gelben Berge (huang 黄 heißt gelb, shan 山 ist Berg), in ein kleines Dorf namens Tangkou. Unser Hotel dort war derartig grauslig, dass wir direkt unsere Wertsachen in einen Rucksack gepackt haben und uns auf zu einem Spaziergang gemacht haben. Eigentlich wollten wir zu den knapp vier Kilometer entfernten Wasserfällen – als es aber immer dunkler wurde und der Weg nur entlang der Landstraße führte, haben wir geschwind noch einen Teehang erkundet und uns dann Richtung Abendessen zurück nach Tangkou aufgemacht.

Etwas zu finden war gar nicht schwer, mit unseren Westlergesichten mit den langen Nasen sind wir aufgefallen wie die bunten Hunde und jeder Restaurantbesitzer in Tangkou hat uns ein herzliches „chifan?“ entgegengeschleudert – was bei gefühlten 138 Restaurants/Hotelrestaurants extrem nervig wurde. Knapp unter der Brücke (etwas daneben, genau genommen) stand aber ein schnuckeliger kleiner Grillstand vor einem kleinen Laden, die Grillmeisterin und ihre Kollegen haben sich nicht besonders für uns interessiert und so sind wir direkt zu denen – nicht-penetranz wird bei uns belohnt. Draußen waren schon alle Tische belegt, aber nachdem wir schon die Wörter für „können“, „sitzen“ und „draußen“ gelernt haben, war uns auch dieser Wunsch schnell erfüllt. Wir wurden irgendwie auch sofort in die Familie aufgenommen, die Ayi hat uns fröhlich die Toilette gezeigt und wir haben zugeschlagen und uns durchprobiert. Nachdem ich drin einen Kühlschrank entdeckt hatte, haben wir uns auch an die Fleischspießen getraut und es war alles unheimlich gut. Am besten war aber die Aubergine!

Nachdem es noch zu früh für das Bett war, aber das Hotel zu ranzig um sich dort aufzuhalten haben wir den Rest vom Abend mit Snacks und Drinks am Fluss verbracht und einfach ein bisschen das Rauschen des Wassers und die relative Ruhe genossen. Menschen waren zwar auch unterwegs, aber doch deutlich weniger als in unserem belebten Shanghai. Trotzdem sind wir nicht allzuspät ins Bett, am Samstag war schließlich um 7:00 Treffpunkt für die Gipfelbesteigung.

[Achtung: Ich komme heute nicht in WordPress. Daher schicke ich den Beitrag per Mail; die Bilder muss ich aber später hochladen. Schaut doch einfach morgen wieder rein, ob es dann besser klappt. Vielen Dank für euer Verständnis.]

    Im Flieger
  Vor dem Hotel des Grauens – selfie Stick for the win!

    Die gelben Berge von oben
  Essen und Wäsche in Tangkou

    Blick auf die Brücke, Objekt der Begierde im Hintergrund 
  Kinosessel und Spieltische unter der Brücke – hier spielt sich das Dorfleben ab

    Dinner for 5
  Der Grill mit unseren Maiskolben

    Nochmal in anderer Besetzung
  Essen und Mikado in einem

   Die weltbeste Aubergine

Ich will Berge sehen, Gandalf! Berge!! (08.04.2016 -Tag8-)

So, da sind wir nun. In den gelben Bergen. Huangshan (黄山), in der Anhui Provinz. Wobei wir heute Nacht noch am Fuß des Berges in einem schmucken 10Sterne Hotel nächtigen (Hinweis: grausig!!!! Die 10Sterne haben wir einem Schild der Lobby entnommen…), in Tangkou (汤口).

Es ist aber schön, Wald zu riechen und Wasser rauschen zu hören. Wirklich schön. Und morgen bezwingen wir dann den Berg…

Leider möchten die Bilder nicht hochladen – und wir müssen ins Bett..  Ich hoffe, euch morgen mal Impressionen schicken zu können.