Pictures of the day

Wer hätte gedacht, dass  Autos im Kreis fahren zuschauen so müde machen würde??  
    
    
 

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Tag 13 (13.04.16 -Tag13-)

Kurz vor knapp schaffe ich es noch, drei Bilder „des Tages“ (oder eher: typisch Chinesisch) zu posten. Heute war wieder viel los – zu viel um den Huangshan Bericht weiter zu schreiben… Also ziehe ich den zweiten Joker. Ist okay, kurz vor Ende von Woche 2. 

23:00 abends – hier wird wie immer munter gearbeitet…  

Werbung mit Waschmaschinen und der Mauer…  

Packesel 

Vorbereitungen (05.04.2016 -Tag5-)

Heute muss ich tatsächlich den ersten Joker ziehen und etwas nicht ganz so spannendes berichten. Ich war den ganzen Tag mit Haushalt und den Wochenendvorbereitungen beschäftigt.

Für den Ausflug übernehme ich quasi die Reiseleitung und habe bis eben an den Vorbereitungen gesessen.

Dafür durfte ich auch Sachen shoppen und dazu in einen meiner Lieblingsläden: Sport und Outdoor-Sachen. Hier gibt’s die Kette Decathlon, ein französisches Sportartikelgeschäft. 

Außerdem wollte ich noch was von einem anderen Bekleidungshersteller und ich hab schon seit Tagen wahnsinnige Gelüste auf Hotpot gehabt. Also ab an die Global Harbor Mall (von der ich auch mal detailliert erzählen muss), von dort ist der Decathlon nicht weit und bei Food Republic in der Mall gibt’s einen kleinen Hotpot.    Global Harbor Mall mit einem der beiden Zwillingstürme

  Das ist die Frühlongskollektion – naja, wer’s mag… ;)

Einkaufen auf Chinesisch (02.04.2016 -Tag 2-)

Ich habe euch ja schon viel vom Einkaufen erzählt. Von toten Fischen, angetatschtem Fleisch, am Handy spielenden Verkäufern und so weiter. Was ich noch nicht erzählt habe, glaube ich zumindest, sind die Verkäufer, die sich im Supermarkt die Nägel abknipsen (auch das ist hier so ein Ding. Das wird einfach überall gemacht. Im Park, im Supermarkt – bei Nic im Büro, aber dort dann immerhin in einen Mülleimer. Gefühlt trägt jeder Bürger hier einen Nagelknipser mit sich rum – sehr oft sieht man diese auch am Schlüsselbund hängen. Vermutlich mit Ersatz, falls das geliebte Gerät mal kaputt geht. Ich hab keine Ahnung…). Oder diejenigen, die in der Fernsehabteilung zu dritt auf dem Boden sitzen und schauen, was so läuft (auch davon hab ich noch irgendwo ein Foto).
Worüber ich noch überhaupt nicht geschrieben habe sind aber die vielen kleinen Lebensmittelgeschäfte hier an der Straße. Gemüse oder Obst, manchmal auch beides. So kann man nicht nur in den Markthallen, großen Hypermärkten (wie Carrefour und Co offiziell bezeichnet werden) oder kleinen Supermärkten wie Lianhua oder Dia, seine frischen Einkäufe tätigen, sondern eben auch in den ganz kleinen „Löchern in der Wand“, wie ich diese Geschäfte liebevoll nenne. Allein in den drei Blocks um unser Compound herum gibt es unzählige dieser Geschäfte. Und ganz akut frische Sachen (mal Orangen oder Äpfel oder oder, aktuell sind es z.B. Koksnüsse) kann man oft an der Ampelecke direkt von einem Laster runter kaufen. So weiß man immer, welches Obst gerade Saison hat. Auch ganz praktisch. Ich muss euch mal Fotos von den ganzen kleinen Geschäften und den Lastern machen – wahnsinn, wie schnell man sich hier an gewisse Gegebenheiten gewöhnt. Immer erst wenn ich darüber nachdenke, wie ich das einem Besucher von zu Hause zeigen würde, oder was ich bloggen könnte, fällt mir wieder auf wie anders die Welten manchmal sind – und wie leicht ich von der Einen in die Andere wechseln kann und mich wohl fühle.
 Manchmal muss man ein bisschen aufpassen, dass man in den kleinen Läden nicht übers Ohr gehauen wird (erst Recht, wenn man so schlecht Chinesisch spricht wie ich und kein Einheimischer ist); aber wir haben einen ganz neuen Supermarkt bei uns gegenüber, kürzester Weg, verrückte Öffnungszeiten (wie so oft hier. Es ist eben offen, wenn jemand da ist) und sehr nette Verkäuferin. Ich glaube, seitdem ich letzthin 3 kg (in Worten: drei Kilos) Mangos gekauft habe, mag sie mich. Ich gehe aber auch echt gern zu ihr.
Gestern wollte ich wissen, was eine bestimmte Frucht (Grün, etwas größer als ein Apfel, mit langem Stiel, aber sonst ein bisschen wie ein mega-mutierter Granny Smith) ist und habe ihr – wie ich das seit neuestem immer mache – mein Handy hingehalten, sodass sie es direkt auf Chinesisch in die Übersetzer-App tippen oder malen kann (dazu erzähle ich euch in den kommenden Tagen auch noch ein bisschen mehr). Das ging irgendwie nicht so wie geplant und dann kamen andere Kunden, doch als ich soweit war und meine Einkäufe auf ihre Waage gelegt habe, hielt sie mir dann ihr Handy hin, mit den betreffenden chinesischen Zeichen. Die konnte ich fix abmalen – und siehe da, dann wollte ich diese seltsam anmutende Honigmelone doch probieren und hab mir eine Kleine eingepackt. War sehr aromatisch und den Kauf definitiv wert!
Mittlerweile gehe ich zum Obst kaufen eigentlich nur noch in den Laden. Das hat mehrere Gründe: Ich mag es, im „Tante Emma Laden“ einzukaufen – und auch wenn sie das Obst genauso im Großhandeln einkauft und es quasi keinen Unterschied macht, ob ich es bei Tesco, Carrefour oder ihr kaufe – so hat man doch das Gefühl, den kleinen Einzelhandel zu unterstützen. Außerdem ist die Frau sehr viel freundlicher als die Wiegedamen beim Hypermarkt (übrigens ein reiner Frauenberuf, ich habe da tatsächlich noch nie einen Mann wiegen sehen) und es drängelt sich auch keiner vor und schubst mich von hinten aus dem Weg um vor mir dran zu sein. Natürlich kommt dazu, dass ich einfach nur schnell einmal durch den Compound wackeln muss, zur kleinen Tür raus und über die Straße. Noch näher ginge es nur, wenn sie bei uns drin verkaufen würde. Zu guter letzt ist das Obst einfach paradiesisch und wirklich günstig. Sie hat ihre Preise meist ausgeschildert und wir haben mittlerweile so eine Kundenbindung (auch darüber werde ich euch in den nächsten Tagen mehr erzählen. Das hat hier meinem Gefühl nach noch mal eine andere Bedeutung als in Deutschland), dass ich mir sicher bin nicht über’s Ohr gehauen zu werden. Außerdem spreche ich gerne meine paar Brocken chinesisch mit ihr; erkläre ihr zum Beispiel, dass ihr Obst sehr wohlschmeckend ist oder wünsche ihr eine gute Nacht wenn ich spät dort bin. Überhaupt sollte ich meine paar Brocken viel mehr einsetzen – wenn ich nur nicht so schüchtern wäre, mit Muttersprachlern zu reden.
Alles in allem mag ich diese kleinen Supermärkte, so lange sie ein bisschen sauber sind und die Ware frisch aussieht. Nachdem der 鲜乐园水果超市erst vor ein paar Wochen aufgemacht hat ist das beides noch gegeben. 
    Xian leguan shuiguo chaoshi (Frisches paradiesisches Obst Supermarkt)
  Das ist das Tor – dahinter die Straße und dahinter der Supermarkt

    Honigmelone, Drachenfrucht, Honigmelone, Erdbeeren, Avocado und Jackfruit
  Auslage mit Erdbeeren, Jackfruit, Ananas, Orangen (mit hoher Müllproduktion) und Äpfel

   
  So sehen 3kg Manogs aus 

       Hab auch schon Mangosteen, Kiwi und Papaya dort gekauft

  Obst zum Abendessen hat bei der Vielfalt schon was für sich

Die wichtigen Dinge im Leben

Ich mache das ja nicht zum ersten Mal. Also, den Lebensmittelpunkt in das Ausland verlagern, meine ich. 2009 war ich für zehn Monate in Amerika. Damals hab ich für eine deutsche Firma gearbeitet und hatte gleich Glück, dass ein weiterer Deutscher, Daniel, für ziemlich genau den gleichen Zeitraum dort war. Dazu kamen noch ein paar Praktikanten, von denen nur Franz, der damalige Mitbewohner von Daniel, eine Relevanz hat, weil wir bis heute befreundet sind. So hatten wir, zusammen mit ein paar lokalen Kollegen, vor allem Melissa, Franz’ und Daniels „Gastschwester“ und Eliud, Daniels späteren Mitbewohner, schnell einen kleinen Kreis aufgebaut.

Solche Zufälle (falls man es so bezeichnen möchte) sind elementar wichtig für das eigene Wohlbefinden im Ausland. Und es war klar, dass das auch hier für uns wichtig werden würde.

Während unseres Besuchs in Deutschland, und dem Zurückkehren nach Shanghai Ende Februar, ist mir aufgegangen, welches Glück wir hier wieder haben.

Schon vor der Abreise haben wir uns in Erlangen mit Michi getroffen, von dem Nic wusste, dass er auch nach Shanghai umsiedeln würde (er ist schon im Juni hier her gekommen und in Nic’s Abteilung). Kurz darauf, beim Look and See Trip haben wir Dani und Stefan kennengelernt. Die beiden mussten mit uns gemeinsam den medical check durchstehen– ein Event, das uns direkt zusammengeschweißt hat. Zufällig pflegen wir zu Hause ähnliche Hobbys und es hat sich auch gut ergeben, dass wir hier einem gemeinsamen Hobby nachgehen: Essen. Alles ausprobieren.

Zufällig, beim Burger essen im Blue Frog, hab ich dann auch einen weiteren deutschen Kollegen von Nic getroffen, Jochen (es sollte dann noch ein bisschen dauern, bis wir seine Frau Elena beim Weihnachtsessen Ende November kennenlernen würden) – der uns unter anderem zufällig einen Schweizer Kollegen, Markus, der für eine andere Firma hier in Shanghai ist und mit Stefan zusammenarbeitet vorgestellt hat. Beim Weihnachtsessen kam Markus mit seiner Frau, Chia-Wei, der wir uns – vorurteilsbehaftet wie wir eben sind – direkt auf Englisch vorgestellt haben, nur um dann zu hören, wie die beiden sich auf Schwizerdütsch unterhalten.

Dort haben wir festgestellt, dass sowohl Chia-Wei und Markus, als auch Elena und Jochen jeweils erst nach Heiligabend in den Weihnachtsurlaub fliegen würden (so wie wir) und kurzerhand beschlossen, dann doch einfach Heiligabend gemeinsam zu verbringen.

Mittlerweile sind wir eine eingeschworene Runde und haben schon nach der Rückkehr mit Stefan darüber gesprochen: aus Deutschland (weg von Familie und Freunden) wieder Richtung China abzureisen wird einfach deutlich leichter durch die Tatsache, dass man hier Freunde hat. Ein funktionierendes soziales Umfeld ist unersetzlich und wir sind dankbar, wie schnell wir hier diese tollen Menschen (es gibt auch noch mehr, die jetzt hier nicht namentlich erwähnt sind, aber trotzdem ihren Anteil haben) kennengelernt haben und wie unkompliziert das alles passt. Sicher eine Haupt-Zutat im Rezept für die gelungene Expat Zeit.

    Blick vom Garten von Elena und Jochen auf ihr Haus – und da kann schon mal was von oben geflogen kommen ;)
  Das ist dann der Knochen, den Markus beim Oster-Brunch von oben abbekommen hat.

  
Beim Osterbrunch – ich bin mir nicht sicher, ob alle mit der Veröffentlichung hier einverstanden wären, daher die „artistische“ Bearbeitung ;)

   Kickerspass mit Dani und Stefan vor zwei Wochen :)

Frühling

Gerade ist es wieder recht kühl, vor allem nachts. Aber die Blüten und Früchte sprechen schon die Sprache des Frühlings – genial!

Genau das richtige für mich.

Wer wissen will, wohin Chinesen ihre im Frühling ihres Ausflüge machen und wie man sich als Deutsche mittendrin so fühlt, sollte diesen netten Beitrag von Shaoshi lesen. Tja, sowas haben wir in Deutschland eben nicht ;)

   Erdbeeren frisch verarbeitet :)
  Magnolie im Compound

  3kg Mangos und Lilien

Die sieben Schätze der nahen Wasserstadt

Mit Alex waren wir ja schon im knapp anderthalb Stunden entfernt gelegenen Zhouzhuang (周庄), eine der Wasserstädte in der näheren Umgebung.

Am Samstag sollten wir abends dank einer Geburtstagseinladung mal mehr Richtung Westen raus fahren und nachdem das Wetter einfach herrlich war nutzten wir die Gelegenheit, davor mal eine der näheren Wasserstädte zu erkunden: Qibao (七宝).

Qibao bedeutet übersetzt „7 Schätze“ und geht auf eine alte Legende zurück. Demnach sollte das Dorf, das zur nördlichen Song Dynastie (960-1127) entstand und damit auf über 1000 Jahre Geschichte zurückblickt, Herberge für sieben außergewöhnliche Schätze gewesen sein. Drei davon können nicht verifiziert werden, ein Jadebeil, ein paar Jadeessstäbchen (was für ein Wort…) und ein goldener Hahn. Der Feilai Buddha und ein 1000 Jahre alter göttlicher Baum sind belegt, von dem Lotos Sutra aus dem 10. Jahrhundert gibt es noch 17 der ehemals 31 mit Goldtinte beschrieben Seiten, und die Gunlai Glocke ist ebenso erhalten. Sutra sowie Glocke können heute im Shanghai Museum bewundert werden.

Qibao wird in einem unserer Reiseführer als Ursprung der Shanghaier Kultur beschrieben. Als die Innenstadt (heutige Nanjing Lu) noch vom Meer bedeckt war, bildete Qibao – damals nur über Wasserwege erreichbar – schon ein blühendes Handelszentrum. Gerade zur Zeit der Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) Dynastien war Qibao ein wichtiger Handelsplatz.

Heute ist es ein sehr gut erreichbares Relikt alter Zeiten, lediglich der alte Tempel wurde leider abgerissen und 2003 durch einen neuen ersetzt. Mit der U-Bahn-Linie 9 ist es nicht weit und viele der alten Häuser stehen prächtig am Puhui Fluss. 800 m lang läuft der Weg  (Jie 街) durch die Altstadt, durch die Putaihai-Brücke getrennt in Nordteil (Souvenirgeschäfte) und Südteil (Fressmeile mit lokalen Spezialitäten).

Eine berühmte Persönlichkeit Qibaos ist übrigens ein Freund von Hergé: der Maler Zhang Chongren. Dieser versorgte den Erfinder von Tim und Struppi mit den nötigen Hintergrundinfos zu China und wurde dann in der Comicreihe in Form des guten Freundes von Tim „Chang Chong-Chen“ gewürdigt. Im Gegensatz zu der Stereotypen-beladenen Darstellung vieler anderer Länder der Reihe, gelten die Chinaabenteuer (laut Wikipedia) als sehr realitätsnah recherchiert.

Wie zu erwarten war am Wochenende bei schönem Wetter auch an diesem beliebten Touri-Spot die Hölle los. Neben den ganzen chinesischen Touristen gab es auch die üblichen Westler, denen man einfach nirgends entkommen kann. Dort in Form einer österreichischen Reisegruppe, von denen ein paar ganz herzige Exemplare hinter uns gehend ganz unschuldig in breitem Akzent meinten „Ob hier wohl ein Flughafen in der Nähe ist?“. Nö, die Flugzeuge die hier im wenige-Minuten-Takt in niedrigster Höhe über uns drüberbrettern haben sich alle verflogen… Ein Blick auf die Karte würde aber die Nähe zum Hongqiao Flughafen darstellen ;)

Weitere Sehenswürdigkeiten haben wir bisher nicht besucht (wie zB das Schattenspielermuseum, Zhous Miniaturenmuseum, das Kalligraphie Zentrum, usw.), aber es war sicher nicht der letzte Besuch in Qibao. Für Kurzbesucher bietet sich dieser Ausflug geradezu an, wenn die Zeit mal nicht für den Besuch einer der großen Wasserstädte ausserhalb reicht. Qibao kann eigentlich auch gut mithalten, es gibt die gleichen Souvenirs, die gleichen Köstlichkeiten (inklusive der Schweinshaxe), Wasser, Brücken (okay, keine Doppelbrücke…), Tempel und Unmengen an Menschen. Und die Erreichbarkeit ist unschlagbar; so kann man einen Besuch sehr gut mit weiterem Shanghaiprogramm kombinieren. Bei Gelegenheit möchte ich mir (mal ohne Nic, der ist für sowas nicht so zu haben) natürlich auch den Tempel anschauen und euch davon erzählen. Soll zwar nicht außergewöhnlich berauschend sein, aber ist wohl einen Besuch wert und darf in meiner Tempelreihe nicht fehlen.

Abends gab es dann übrigens grandioses koreanisches Barbecue (die Frau des Geburtstagskindes ist koreanisch-stämmige Chinesin) in Koreatown (wirklich am ADW, aber auch das ist allein kulinarisch einen Besuch wert) und einen kleinen Ausflug ins Nachtleben.

  Ganz viel Wasser vor dem Eingang zur Wasserstadt

  

 Auf in die Altstadt

  

 ekiN???

  

 Beim Eingang zur Altstadt

Glockenturm hinter dem Tor  

 Goldfische, wie überall. Dürfen auf dem Blog nicht fehlen.

  

 Glockenturm

  

 Souvenirmeile 

  

 Blick von der Brücke auf die Nachbarbrücke

  

 Haxe

  

 Blick Richtung Fressmeile

  

 Vogel am Spieß 

  

 Noch mehr Essen

  

 Alles mögliche am Spieß

  

 Eier – ich glaube aus dem Lehmofen.

  

  

 Schweineschwanz oder -Nase gefällig?

  

 Noch mehr Spieße

  

 Tempelanlage, hinter dem Gebüsch schaut die Pagode vor

  

 7 stöckige Pagode

  

 Blick auf die berühmte Brücke

  

 Tolle Abendstimmung

  

 Genialer Livemusiker im Apartment – von Lionel Richie über Coolio zu Jay Z (Empire State of Mind – das wurde etwas sentimental für mich)

  

Endlich angekommen

Entschuldigt bitte den – zumeist unfreiwilligen – Hiatus hier! Zuerst kam Deutschland dazwischen und es fehlte schlicht die Zeit, beziehungsweise die knappe Zeit in Deutschland war zu kostbar und zu sehr durchgetaktet, und in den freien Minuten nutzte ich meist die Zeit zum Verarbeiten der vielen kleinen schönen Dinge.

Dann brach letztlich doch die Erkältung aus, die ich schon mit nach Deutschland gebracht hatte. Wie es eben so ist ging es in den Zeiten des Stress noch irgendwie und die ganzen schönen Treffen mit Freunden und Familie haben mich am Laufen gehalten – aber in den letzten Tagen, als es etwas ruhiger wurde, war dann damit auch vorbei.

So langsam bin ich aber auf dem Weg zur alten Fitness und es kann ja irgendwann auch nur bergauf gehen.

So bin ich als schon vor anderthalb Wochen zum dritten Mal in meinem Leben in Shanghai angekommen – und diesmal „richtig“. Beim look-and-see-Trip war es noch mehr Urlaub mit Wohnungssuche, beim Umzug war dann einfach nur noch alles neu und anders. Am 27. Februar war es jetzt „nach Hause kommen“ (und das, obwohl wir das ja drei Wochen zuvor in Deutschland schon hatten. Welches Glück wir doch haben, nicht wahr?). Ein ganz neues Gefühl gegenüber Shanghai: die Freude in die Stadt zu kommen, aber nicht nur aus der touristischen Neugier, was sie alles zu bieten hat; sondern auch aus dem einfachen Grund hier zu Hause zu sein.

Sich hier ganz intuitiv zurecht zu finden (die Wege kennen wir mittlerweile), ein paar Brocken Chinesisch zu sprechen (ich freue mich über jede kleine Konversation, die ich rein auf Chinesisch führen kann. Z.B. wenn ich mein Lieblingsgebäck bestellen kann, vier Stück zum Mitnehmen mit Tüte. Oder eine Cola light. Kalt. Oder einen Milchtee. In groß. Oder dem Taxifahrer sagen kann, wo er mich hinfahren soll und wo er anhalten soll. Die kleinen Dinge, die das Leben leichter machen und ein nicht ganz so ausgeschlossen fühlen lassen), hier Menschen zu haben, mit denen man sich gerne trifft (auch wenn ich die ersten Treffen leider erst mal alle absagen musste) und noch vieles mehr. Zum Beispiel, dass Shanghai eine der aufregendsten Städte der Welt ist (zumindest wenn man Lust auf neue Kultur, anderes Essen, viel neues Lernen und ungewöhnliche Gewohnheiten hat – aber dazu wann anders mehr).

Und ein weiteres kommt dazu: Die südliche Lage von Shanghai. Shanghai liegt auf der Höhe von Alexandria (auch wenn man das anhand der vereisten Bilder vom Januar nicht immer glauben mag) und wir hatten letzte Woche schon fünf Tage lang Frühsommer. Bis zu 26°C und Sonnenschein am Sonntag, da war selbst die Jeans zu warm. Einfach herrlich. Heute ist es wieder kühler geworden, aber ab jetzt wird so langsam der Frühling los gehen. Genau nach meinem Geschmack!

Ich bin angekommen.

   Frühsommer im Compound
 Jahreszeitenmäßig passendes Frühstück (die Mangos momentan sind der Hammer!)

  Wegbier am Freitag-Abend
 Weltkarte mal anders. Hätte ich gerne an der Wohnzimmerwand und dann alle besuchten Länder einfärben

 Auch die Magnolie blüht

Merry Christmas 2015

Wir hatten einen unglaublich schönen Heiligabend mit Raclette und Wichteln.

Mit Elena & Jochen und Chiawei & Markus haben wir viel zu viel gegessen und noch mehr gelacht. Hier die perfekte Selfiestick-Weihnachtsimpression:

   Die nächsten Tage sind wir mal wieder am Strand, ich werde hoffentlich von dort einen kleinen Jahresrückblick posten können.
Guten Rutsch an euch alle :)

Erster österreichischer Besuch aus Deutschland

Eine Bilderflut vom Ankunftswochenende

  Mit klassisch chinesischem Löwen im Bambuswald
 Runde Rolltreppe :)

  

 Erstes chinesisches Mittagessen in Yu Yuan

  

 Oriental Pearl Tower in Lujiazui

  

 Tea Time im Hyatt mit Blick auf den Bund

  

 Sonne

  

 Fotoshooting 

  

 Lichter von Pudong am Sonntagabend

  

 Das geshootete Bild vorm Jin Mao Tower

  

 Tsingtaobucket in unserem Lieblingshipsterladen, „Kommune“ in Tianzifang
   Zwei Brüder