Hallo und Willkommen

an alle meinen treuen Leser, die ab und an hier rein schauen oder (auch ganz DGSVO konform) eine Benachrichtigungsmail bekommen.

Hab’s ja ganz schön schleifen lassen. Eine meiner persönlichen Erklärungen ist, China und Shanghai war das große Abenteuer und hinter jeder Ecke hat der nächste Knaller-Blogbeitrag gelauert – Japan ist im Vergleich „langweilig“. Aber auch schön, geordnet, kultiviert, freundlich und höflich, hochentwickelt. Trotz allem gäbe es hier so viel zu berichten und ich habe in meinem Bulletjournal eine ellenlange Liste an Beiträgen, die ich bloggen möchte. Jetzt muss ich sie also nur noch schreiben ;) Heute nutze ich mal die lästige Regenzeit und zeige euch ein paar Bilder.

Ganz oben steht mein Happy Place vom Weihnachtsurlaub, aber nachdem dieser besondere Ort mehr Zeit und Umfang braucht, muss das noch mal hinten anstehen.

Trotzdem geht’s heute um Urlaub. Wir haben’s getan. Wir waren „schon wieder“ im Urlaub. Ich habe während des Urlaubs und danach schon an einem langen Beitrag zum Thema „Wie, ihr geht schon wieder in den Urlaub?“ geschrieben, ausgefeilt und letztlich verworfen. Ich habe keine Lust, mich zu rechtfertigen. Reisen ist unser liebstes Hobby und das wird sich in naher Zukunft nicht ändern, egal wo wir wohnen, egal ob das Ziel 30 km entfernt ist oder 3000 km oder mehr – wenn wir es sehen wollen, werden wir es uns ansehen gehen. Und gegebenenfalls danach darüber bloggen – schließlich gibt es hier ja zum Glück Leser, die es interessiert und sich darüber freuen. „Aber ihr tut immer so auf Umweltschutz und dann in den Urlaub fliegen, pffft, findest Du das nicht scheinheilig?“ Auch dazu habe ich keine große Lust mich zu rechtfertigen, erst Recht nicht hier. Das Thema ist so viel komplexer als dass ich das in diesem Umfang könnte. Ich sage nur so viel: es ist ein konstantes Gesprächsthema bei uns, wir bauen den Umweltschutz aktiv in die Urlaubsplanung (oder, falls nicht möglich, danach in Form von Unterstützung für würdige Organisationen) ein und können für uns sagen, dass wir unseren Weg gefunden haben. Ich stimme dem Zitat von Hans Magnus Enzensberger bedingt zu:

Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.

Aber unser letzter Urlaub hat eben auch gezeigt, dass Nichttourismus dem Naturschutz unter Umständen keinen Gefallen tut. Unsere Devise also: Die Umsetzung macht es. Danach handeln wir.

Aktuell (bzw im Mai, als zum Kaiserwechsel eine doppelte Golden Week tolle Urlaubstage beschert hat) waren wir also in Malaysia. Genauer, im Bundesstaat Sabah, auf Borneo. Das war schon lange ein Traumziel. Ich möchte jetzt hier nicht groß und breit auf Palmöl, Regenwald-Abholzung, Aussterben von Tieren und Co eingehen (weil dieser Beitrag dem Rahmen nicht gerecht würde. Aber wer weiß, vielleicht wann anders mehr dazu… Es ist ein brandaktuelles Thema das uns auch sehr ans Herz geht). Stattdessen zum Abrunden und Wiedereinstieg in den Blog hier ein paar meiner fotografischen Highlights:

DSC_6161 Proboscis Affen (Nasenaffen, Nasalis larvatus), hier eine Familie. Diese besteht aus einem Alphamännchen, seinem Harem und den Kindern.

DSC_6274  Das ist das zugehörige Alpha-Männchen. Fun fact: Nasenaffen können 24 Stunden Erektionen halten. Rein zur Fortpflanzung, allerdings.

DSC_6175 Longtail Macaques (Krabbenesser, Macaca fascicularis) Vor denen hab ich einen Heidenrespekt. Kleine garstige Äffchen, aber komischerweise wenn sie nicht an Menschen gewöhnt und angefüttert sind, sogar recht niedlich.

DSC_6293 Nasenaffen haben Lieblingsbäume. Quasi das Delikatessen all-you-can-eat Buffett unter den Bäumen. Die werden dann abgegrast bis nichts mehr da ist, wie hier abgebildet. Mehr Affen als Blätter am Baum… dem Baum macht das zum Glück nichts, er erholt sich vollständig… bis zum nächsten Gelage.

DSC_6322 Sonnenuntergang über dem Kinabatangan Fluss. Ein, trotz anliegender Palmölplantagen, sensationeller Flecken Erde.

DSC_6351  Rhinoceros Hornbill (Rhinozerosvogel, Buceros rhinoceros), einer der größten Vertreter der Nashornvögel. Ich habe eine Schwäche für alle Nashornvögel und die Sichtungen waren einfach alle ein Traum.

DSC_6402 Keine Safari ohne „Kill“: Zufälliges Glück, gerade ein Foto von einer Gottesanbeterin (wissenschaftlicher Name ist mir nicht bekannt – es gibt sehr viele Unterfamilien in Borneo und weltweit) machen wollen, als vor ihr die arme Wespe auf dem Blatt gelandet ist. Wir haben hier in Japan ja auch Gottesanbeterinnen, aber ich hab noch nie eine gesehen, die sich so schnell bewegt (mit dem Makro draufzuhalten hat vermutlich nicht geholfen, wobei, für das Bild schon).

DSC_6433  Ein wunderhübscher Lemur (Malaien-Gleitflieger, Cynocephalus variegatus) Direkt hinter der Terrasse der Sukau Rainforest Lodge, was für ein Glück.

DSC_6501 Wo wir schon von Glück sprechen… das seltenste Tier, das ich je in freier Wildbahn gesehen habe, ein Storm’s Stork (Höckerstorch, Ciconia stormi). Nach einem tropischen Regenguss auf dem Weg zurück zur Lodge wurde unsere Naturführerin Shahniza plötzlich sehr aufgeregt. Wild auf den Storch zeigend, erklärte sie uns (unbeeindruckter Truppe), dass das der seltenste Storch der Welt ist. Im panischen Kramen nach den (von dem Regen verstauten) Kameras ging die Hausnummer von geschätzt 250-500 Individuen weltweit fast unter. Unser eigentlicher Guide, Nexter, war abends sehr begeistert, wollte es uns aber auch erst so recht glauben, bis wir ihm das Bild gezeigt haben. Vor kurzem war eine dreiköpfige Gruppe extra zur Lodge gereist und hat sich über Tage hinweg fies Sonnenbrand auf der Lauer nach dem Höckerstorch eingefangen. Enttäuscht mussten sie damals ohne Sichtung wieder abreisen – und auf uns hat einer, einfach so, in erster Reihe gewartet.

DSC_6575 Der zweithäufigste Nashornvogel in Borneo: Asian Black Hornbill (Malaien-Hornvogel Anthracoceros malayanus) – trotzdem sehr hübsch :)

DSC_6831 Ein großer Waran (Varanus salvator) am Ufer. Irgendwann schauen wir uns auch mal die großen „Verwandten“ in Indonesien an…

DSC_6925 Die Schmetterlinge von Borneo hatten mir es fast so sehr wie die Hornvögel angetan – sie sind nur auch viel schwerer zu fotografieren. Nic musste Stunden mit mir auf dem Naturpfad verbringen um ein paar Bilder zu schießen – und nicht mal 0,1% davon sind vorzeigbar…

DSC_6952 Perfekt getarnt – und ich muss es hier mal festhalten: ich liebe dieses 70-300mm Teleobjektiv (mit Makro), das mir Nic vor Jahren geschenkt hat! Jetzt möchte ich noch mal auf Safari nach Südafrika ;)

DSC_7013 Eine der eindrücklichsten Begegnungen am Kinabatangan. Kurz vor Betreten der Gomantong Höhle sichteten wir diese Orang-Utan (Pongo pygmaeus) Mutter mit ihrem circa 6-9 Monate alten Baby (unter ihrem Kinn linst es hervor). Kurz darauf, kam auch ihr Erstgeborener, ein Männchen das mit seinen 6-7 Jahren schon fast flügge ist. Achtung, jetzt kommt Orang-Utan Babyspam (aber die Orang-Utans waren auch der Anlass für unsere Reise, und dieser Moment ist definitiv eines der Highlights – ich werde ihn niemals vergessen)

DSC_7194 Guck guck…

DSC_7262 Wahnsinn wie entspannt die Mutter in unserer Gegenwart ist. Schön zu sehen, dass die Orang-Utan Mama dieses Vertrauen in uns hatte.

DSC_7266 Sogar mit Blick direkt ins Herz (oder das Objektiv. Aber ihr wisst, was ich meine).

DSC_7302 Daumenlutschen gibt es auch im Menschenaffen-Reich.

DSC_7344 Ebenso wie auf den Eltern rumklettern…

DSC_7385 Und hier noch der fast ausgewachsene Sohnemann. Er kam ein wenig später und scheint schon recht eigenständig zu sein. Es ist nicht unüblich, dass Orang-Utans zwei Kinder bei sich haben, vor allem da die Söhne immer ein bisschen länger brauchen bis sie sich von der Mama lösen (circa 7 Jahre, im Vergleich zu etwa 5-6 Jahren bei den Töchtern – die aber ihr Revier oft in der Nähe der Mütter etablieren). Was die Fortpflanzung angeht, läuft das alles übrigens sehr ähnlich wie beim Menschen, aber wir haben ja auch zu 96,7% identische DNA. Der Zyklus dauert 28 Tage, die Tragezeit ca. 9 Monate. Ein Weibchen wird zwar mit 7 geschlechtsreif, pflanzt sich aber erst mit 14 Jahren wirklich fort. Bei einer Lebenserwartung (im Idealfall) von 50 Jahren trägt ein Weibchen oft 2-3 Nachkommen zu ihrer Lebzeit aus. In Gefangenschaft werden die Tiere übrigens bis zu zehn Jahre älter, treten aber mit ca. 48 Jahren in die Menopause ein.

DSC_7429 Giant Cave Centipede (Hundertfüßler Thereuopoda longicornis, früher Scutigera decipiens), die ältesten giftigen Tiere, aus entwicklungsgeschichtlicher Sicht. Ihr Gift ist für gesunde Menschen nicht tödlich, aber extrem unangenehm und führt über Wochen zu höllischen Schmerzen die von der Bissstelle in den ganzen Körper strahlen. Wir haben uns tunlichst davor gehütet, auch nur in die Nähe zu kommen (die Aufnahme ist mit 300mm gemacht worden). In Japan haben wir übrigens auch Hundertfüßler (allerdings keine mit langen Beinen) und die sind auch sehr garstig. Ich halte mich weit fern und Nic entfernt sie auch mit äußerstem Respekt aus unserer Garage. Manchmal mit einem Besen als „Minigolfschläger“…

DSC_7735 Eine nächste Sichtung der Art „nur einmal im Leben“. Diesmal im Urwald von Danum Valley, von dem ich euch nächstes Mal noch mehr berichten möchte. Unser Guide Tommy dachte erst, es wäre ein einfaches Hörnchen. Ich habe ehrlich gesagt so gar nichts gesehen und mit dem Tele einfach auf die Stelle am Baum gehalten, die er angezeigt hat. Nach dem Reinzoomen wollte Tommy aber gleich ein Foto vom Display machen um es den Kollegen zu zeigen – zuletzt hatte er so einen Marder ein Jahr zuvor gesehen und sie sind wohl recht selten (weil scheu und gut getarnt).

DSC_7764  Ein Hirschkäfer der in der Lodge entspannt. Sehr fotogen, extrem langsam.

DSC_7823 Beim Nachtspaziergang am Teich. Ich erspare euch den Frosch-Spam, aber die sind auch einfach so toll zu fotografieren.

DSC_6014 Zu Beginn der Safari führt der erste Weg in das Orang-Utan Rehabilitierungszentrum in Sandakan. So wird schon mal der Druck weggenommen, die Tiere sehen zu „müssen“. Zur Fütterungszeit um 10 sieht man sicher welche und wenn man Glück hat sogar welche aus der Nähe. Das Zentrum ist zum Wald hin offen und die ausgewilderten Tiere können sich frei bewegen. Auch wenn sie von den Menschen entwöhnt werden, steht es ihnen frei, sich dort ihre Nahrung ein bisschen aufzubessern. Für die Initiatoren ist es natürlich am tollsten wenn nach langer Zeit ein ausgewildertes Weibchen zurückkehrt um für sich und den frischen Nachwuchs die Nahrung aufbessern. Zur Fütterung wird aber immer nur die gleiche „langweilige Mischung“ gegeben, um sicher zu stellen, dass die Tiere im Wald nach den richtigen Leckerbissen suchen und überlebensfähig werden.

Dieses Weibchen heisst Wulan, Jahrgang 2008 und hat ein Faible für Touristen. Ganz unschuldig setzt sie sich gerne an den Weg, schaut lieb und treu – und wenn man ihr zu Nahe kommt ist ganz schnell die Kamera oder der Hut weg… oder schlimmeres (Orang-Utans sind sieben Mal stärker als Menschen). Unser Guide Nexter war aber ein echtes Juwel, er hat uns nicht nur nachhaltig die Natur näher gebracht, sondern auch allzeit vor allen Gefahren gewarnt und acht gegeben. (Wie alle unserer Naturführer. Wir haben die Safari mit Borneo Eco Tours gemacht und können den Anbieter nur empfehlen. Ich denke, nicht umsonst werden sie von National Geographic unterstützt und haben hochkarätige Gäste mit Naturschutz-Interesse wie, neben anderen, David Attenborough. Seine Borneo Doku wurde auf dem Kinabatangan gedreht, sein damaliges Boot ist nun auf der Terrasse als Tisch für das Buffett umfunktioniert. Die Höhle in die er sich abseilt ist die oben erwähnte Gomantong Höhle. Viel Spass beim Schauen :)) (Disclaimer: Dieser Beitrag beinhaltet keine bezahlte Werbung, alle Namensnennung sind freiwillig und aus der vollen Überzeugung, etwas Hochwertiges, Nachhaltiges zu empfehlen.)

DSC_5928 Zu guter Letzt noch ein anderes Bild vom ersten Teil der Reise, im Nordwesten von Sabah, auf der Insel Gaia vor Kota Kinabalu. Auf der „möchte ich unbedingt mal fotografieren“ Liste von mir stand „Kolibri im Flug“ ganz weit oben. Ich kann immer noch nicht glauben, dass mir dieser Glückstreffer gelungen ist – auch wenn der Kolibri nicht dekorativ vor der Blüte schwebt, sondern darüber. Wenn ihr reinzoomt könnt ihr auch die kleine Fliege rechts der Blüte bewundern.

Zu Hause

ist ein lustiges Wort. Wenn man jung ist umfasst es zumeist genau einen Ort: den, an dem man aufwächst (oder in Nics Fall: an dem man aufgewachsen ist). Mit der Zeit (und unserem Lebensstil) kommen da aber neue Orte dazu, an denen man sich zu Hause fühlt. Wo man ankommt, sich auskennt, Emotionen aufkommen, Menschen leben die man gern hat und Wiedersehen möchte, Lieblingsorte sind. Kurz: wo man mal angekommen war und bei jeder Rückkehr direkt wieder ankommt.

Aktuell bin ich überwältigt davon und mir fehlen die Worte um es euch zu beschreiben. Mit all ihrem Chaos, Lautstärke, Dreck ist das hier eine der besten Städte der Welt für mich und ich bin gerade einfach glücklich, nach einem Jahr wieder hier zu sein.

Weihnachtliche Grüße

Liebe Leser,

Aus der Ferne wünschen wir Euch und euren Lieben eine schöne Zeit zwischen den Jahren und tolle Feste.

Im Rausch der Geschenke Louis C.K. nicht vergessen: der einzige Grund dem Nachbarn auf den Teller zu schauen ist: um sicher zu stellen, dass er genug hat. Nicht, ob man ebenso viel hat.

Wir sind ein bisschen in Asien unterwegs und genießen die warme Weihnacht in vollen Zügen. Morgen geht es dann zu meinem persönlichen Happy Place 2018, von dem ich euch noch gar nicht erzählt hab (wird aber nachgeholt) – dort sind wir allerdings offline (im wahrsten Sinne, es gibt nämlich keinen Empfang) und geben uns zum Ausklang von 2018 und zur Einstimmung auf das neue Jahr, dem Abstecken unserer Ziele und Ambitionen, Wünschen und Plänen voll dem ‚digital detox‘ hin. Am 03.01.19 können dann unsere Neujahreswünsche mit etwas Verspätung an Euch durchgestellt werden ;)

2018 war ein aufregendes Jahr. Einer meiner Ansprüche für 2019 ist, hier endlich von all den Abenteuern zu berichten, die wir erlebt haben (die betreffende Seite in meinem Bullet Journal ist schon verdammt voll) und wieder mehr „Echtzeit“ zu berichten, was wir erleben. Leider habe ich aktuell aus Speicherplatz-Gründen kaum Fotos auf dem Handy, daher kommt der Jahresrückblick auch etwas später.

Hier aber zumindest ein paar Impressionen aus dem aktuellen Urlaub.

Station1: Kuala Lumpur, Malaysia

Blick auf die Petronas Towers vom Hotel Immer mehr Metropolen bauen auf Begrünung der Wolkenkratzer – großartige Idee, so lange es ökologisch nachhaltig umgesetzt wird Nachdenkliche Wandmalerei am Allianz-Gebäude Zentrale Moschee am Unabhängigkeitsplatz Fernsehturm und Petronas Towers Große Lichter…… und bunte Lichter an den Petronas Towers Logik wird dich von A nach B bringen – Vorstellungskraft wird Dich überallhin bringen (Albert Einstein, Zitat fotografiert in dem unterirdischen Weg von den Petronas Towers zum KL Convention Center)

Station2: Langkawi, MalaysiaKunang Kunang Heritage Villas – altes Hotel in den Reisfeldern von West-Langkawi (Langkawi ist allerdings nur etwa 35km lang und 25km breit)Baden an den Rockpools des „Seven Wells“ Wasserfall Doppeltes GlückBadestrand im Norden, Tanjung RhuRegnerischer Regenwald am höchsten Berg Langkawis (Gunung Raya, 881m üNN)Eigentlich wollten wir Tiere beobachten, stattdessen genießen wir den Regen und die schöne Aussicht dahinterBeste Inselaktivität: Mangroventour mit Peter Hoefinger! Österreicher der seit 1989 mit seiner deutschen Frau (welch exquisite Kombination :p) auf Langkawi wohnt und dort der nachhaltigste Naturführer istApropos Nachhaltig: wir haben viel über Mangroven gelernt. Dass sie der weltbeste CO2-Speicher sind wussten wir aber schon. Um unseren schlechten ökologischen Fußabdruck auszugleichen, durften wir mit Peter neue Mangroven Pflanzen. Das ist aber nur der Anfang… mehr dazu dann in 2019Leuchtende Farben und irgendwo dahinter versteckt sich mindestens ein SaltieFür alle die nach Langkawi gehen und der deutschen Sprache mächtig sind: kontaktiert Peter! Keine Adlerfütterung! Keine anderen Touristen! Keine laute Höhlenführung mit 250 Asiaten. Einfach nur 5 Stunden lernen, entdecken, diskutieren, lauschen und Augen sowie Herz öffnen. Danke Peter, für die großartige Tour und dass Du uns so kurzfristig noch unter gebracht hast! Donnerstags Nachtmarkt im Westen der Insel (es gibt noch einen Montags und Mittwochs Nachtmarkt an anderen Orten) Nochmal auf den Gunung Raya hoch, wir wollen schließlich Tiere finden!Das Rangerherz in uns schlägt höher und höher. In diesem Baum hat es nur so gewimmelt. Auf dem Foto (ich verspreche, es gibt tolle Bilder von der Kamera mit dem Tele, werden dann nachgeliefert!) findet ihr mindestens 3 Nashornvögel und ein Flughörnchen. Fun fact: Nashornvögel können vieles, aber nicht: sich leise anschleichen. Das beeindruckende „woooosh wooooosh“ ihrer Flügelschläge kündigt sie schon an, bevor man sie sehen kann. Beeindruckende Vögel. Makaken sieht man in Langkawi an jeder Ecke (und sie haben auch schon gelernt, dass der Mensch ein großes Selbstbedienungs-Buffett ist), aber auf dem Ausflug haben wir sogar noch Brillenäffchen gefunden. Sehr entspannte, schüchterne Affen, die den Menschen meiden.Letzter Sonnenuntergang über Kunang Kunang

Station3: Singapur, SingapurBegrüntes Hotel: Blick aus dem 10. Stock – später noch ein Bild von außen Ältester taoistischer Tempel der Stadt. Die Wandmalereien sind Erinnerung und Mahnmal, wie die ersten Migranten/“Gastarbeiter“ in großer Entbehrung das Stadtbild geprägt haben. Wichtige Botschaft für die ganze Welt, 2018 umso mehr.Buntes Chinatown1Buntes Chinatown2Aussenansicht des begrünten Hotel. Tolles Konzept, das in der „Gartenstadt Singapur“ viel umgesetzt wird. Zukunftsvisionen der Metropolen.Der berühmte Merlion und das gehypte Marina Bay Sands HotelWeihnachtsstimmung an den FrangipanisBotanischer GartenEinziges UNESCO Weltkulturerbe von Singapur und mit viel Liebe und nachhaltiger Überlegung gemacht Nachbau eines Tropischen NebelbergsGrößte Orchideenausstellung: Rund 1000 Spezies (inklusive Micro-Orchideen) und 2000 HybrideNebel am NebelbergBlick hinter den WasserfallDanach: Aufziehendes Unwetter, bringt herrliche Lufterfrischung. Plötzlich drückt es nicht mehr und die Luft riecht gutSkulptur vom Spanier Lorenzo Quinn: „Die Kraft der Natur, 2008“:

„Die Menschheit denkt, sie sei die höchste Kraft, über allen anderen und in absoluter Kontrolle über die Umwelt und Vorherbestimmung. Wir leben in einer falschen Vorstellung der Sicherheit, nur um von der Raserei der Mutter Natur aufgeschreckt zu werden, die uns an ihre Präsenz und unsere Verantwortung gegenüber ihrem Kind, der Erde, erinnert.“

Schöne Aussichten

Aktuell sind wir mit Wiedersehensfreude beschäftigt und unsere Prioritäten liegen klar bei Dani und Stefan – sorry für die fehlenden Berichte ;)

Heute also mal Fotos mit ein bisschen Erzählung der letzten Tage:

Gestern eine schöne kleine Wanderung im Nordosten der Insel – bisschen matschig, aber… … absolut lohnenswert! Blick Richtung „Zentralmassiv“Kaua’i, die grüne Insel – überall blüht esDanach ab an den Donkey Beach – zu hohe Wellen für richtiges Schwimmen – aber umso mehr Spaß zum PlanschenDonkey Beach Heute dann unser erster Abstecher (mit heißen Tipps von Dani und Stefan) in den Canyon Blick auf die Napali CoastDer Highway Richtung Norden ist leider ab Hanalei nur für Anwohner / Leute mit Genehmigung offen(Unwetterschäden) – deshalb muss ein Blick von oben genügenDie ganzen verschiedenen Schattierungen machen süchtig nach diesem Blick Blick in den Canyon Mit Wasserfall Canyon-Panorama – wir werden die Tage nochmal hin fahren und uns weiter umsehenMittags dann mit Dani und Stefan im Polihale Beach Park am StrandDer nordwestlichste Punkt, den man auf Kaua’i erreichen kann, direkt dahinter geht der Canyon los und schneidet am Meer den Weg ab Toller Sonnenuntergang mit guten Freunden, was will man mehr? Sternenhimmel! Und weil man den nicht mit dem Handy fotografieren kann, gibt es hier abschließen ein Bild vom Weg zurück über die Schotterpiste neben dem Strand. Dafür sind die Jeeps schließlich gemacht ;)

Alles in allem grandiose Tage. Tolle Aussichten, tolle Gesellschaft! Morgen geht es dann per Boot an die Napali Küste und wir können es kaum erwarten!

Südlichste Spitze

Heute war unser letzter Tag auf Big Island bevor es dann morgen Vormittag weiter nach Maui geht.

Um unsere kleine Inseltour vollständig zu machen, hat noch ein Ausflug in den Süden gefehlt. Ein herrlicher Tag!

Frühstück bei „Big Rob“ – mit einem Teigrührer aus den 40er Jahren und live MusikRob’s „Haustier“ – tolle FarbgebungUnd mal wieder ein erkalteter Lavastrom. Die wechselnden Landschaften sind wirklich gigantisch und kaum auf Photos festzuhaltenSüdlichste Spitze der Vereinigten Staaten – ich hatte mir echt wenig darunter vorgestellt, dafür war es dann landschaftlich umso schöner!Wie aus dem Werbeprospekt ;)Der grüne Aufbau ist Teil der Klippenspringer-Platform von South PointBlowhole, in das man auch springen kann (einer hat’s gemacht während wir dort waren) Und zum Abschluss noch ein schöner Sonnenuntergang nach tollem Baden am White Sands Beach – gefolgt von fantastischem Abendessen an der Waterfront. Perfekter Tag!

Aloha!

Heute Grüße von unserem Ausflug nach Hawai’i. Okay, fairerweise nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Tagen. Aber heute geht das Abenteuer los.

Neben Anreise war nur akklimatisieren geplant, nachdem aber unsere Koffer den Weg von Honolulu nach Big Island nicht mit uns zusammen geschafft haben (heißer Tipp der Flughafendame in Hilo: nicht 4 Stunden vor Abflug in Honolulu einchecken… hätte man uns das mal dort gesagt ;)) haben wir zum Zeit totschlagen und aller Müdigkeit zum Trotz einen ersten kleinen Ausflug gemacht: Old Highway und Akaka Falls

Old Highway: Meerblick

Die Akaka Falls stürzen sich 135 Meter in die Tiefe

Um sich dann unten in einem Pool zu sammeln. Schwimmen leider verboten…

Hinten Bambuswäldchen, vorne uralter Baum mit Luftwurzeln und Lianen. Alles sehr unberührt.

Fescher Mann, mächtiges Gefährt und ein Bach, der durch einen Felstunnel herabfließt.

Beim Abendessen wirft mir die Serviette eine Frage entgegen: Was hast Du heute gelernt? Dass Hawai’i wunderschön ist und ich mich auf den ersten Blick in die wilde Natur und fast-unberührte Schönheit verliebt habe. Welch wunderschöner Flecken Erde.

PS: Unsere Koffer haben wir jetzt auch. Und mit 19 Stunden Zeitverschiebung, kaum Schlaf auf dem Konto, abgesehen von 1-2 Stunden unruhigem Flugzeug-Dösen gehen wir um 19:30 ins Bett. Naja, vielleicht gibt es dann morgen, so das Wetter es will, ein Sonnenaufgangsbild ;)

Tag der Alten… es wird Herbst

Irgendwie ist das auch treffend metaphorisch. Heute ist Feiertag, Tag der Alten. Das haben wir zu einem vorgewitterlichen (demnächst sollte es hier etwas rund gehen) Spaziergang genutzt und haben mal wieder durch unsere Gegend erkundet.

Gerade in Blüte: „Spinnenlilien“. Letzte Woche in Sankeien noch geschlossen, heute in Italy Garden schon teils in Pracht

Der nächste Tempel zu unserem Haus (wir haben ein paar Schreine in näherer Umgebung, aber das ist der nächstgelegene Tempel). Toller Tempel, herrliche Meditationshalle mit Tatami – und siehe da, er gehört zum Higashi Hongan-ji, mein absoluter Favorit in Kyoto (von dem was ich bisher gesehen habe). Jetzt weiss ich, wo ich zum Meditieren hin kann.

Holzkonstruktion – interessant, die Bauweise zu sehen, speziell wegen Erdbebensicherheit

Es wird Herbst…

Kleiner Samstagsspaziergang durch Yokohama

Wir waren gestern auf einer Abschiedsfeier und hatten einen bombastischen Abend. Über die Woche habe ich in meinem Bullet Journal mal meinen Blog-Backlog notiert (die Anzahl ist schon zweistellig… Schande über mein Haupt), nachdem die liebe Magda mich auf unsere Blogstille hingewiesen hat.

Ich bin ganz froh, dass wir diesen schönen Mittag für einen kleinen Spaziergang nach verspätetem Frühstück bei bestem Wetter nutzen konnten.

Der Winter zieht sich so langsam zurück, die Pflaumenbäume bringen erste Blütenvorboten und die Sonne wärmt schon sehr. Wenn ich denke, dass wir vor zwei Wochen bei zweistelligen Minusgraden auf Hokkaido waren.

Ziel unseres Spaziergangs war 根岸森林公園 Negishi Shinrin (Wald) Koen (Park), ein netter Park in unserer Nähe. Dort sind die Ruinen von Rängen einer ehemaligen Pferderennbahn von 1930, die wir bisher nur aus der Ferne bewundern konnten. Leider gingen die Ränge an die US Armee, die seit den 50er/60ern keine weitere Verwendung dafür hat und es jetzt einfach umzäunt verfallen lässt. Trotzdem sehr mystisch und fotogen. Direkt daneben ist der Kommandostand.

Habt alle ein schönes Wochenende – auf weniger Blogstille ;) (ihr habt hier ja schon Minimum zwei Teaser gefunden, Hokkaido und Japanisch lernen)

Marienkäfer am Weg

früher gab es hier ein Banzai Haus (Nummer 1 auf dem Plan) :) Im Hintergrund links: Yokohamas höchstes Gebäude, der Landmark Tower, ganz klein. Kleiner Bambuswald Blühender Bonsai in der Gärtnerei Typisch japanische Parksituation: Mini Cooper und Daihatsu passen geradeso hinein, höher dürfte kein Fahrzeug für diese Garage sein Macht schon mal Laune auf die bevorstehende Kirschblüte – eine Pflaume in einem Vorgarten

Weg vom ‚Hustling & Bustling‘ – Ba Vi NP

Hanoi war laut und wuselig und eine richtige Großstadt – Halong Bay hingegen dann eine Oase, zumindest morgens früh mit Tai Chi an Deck bevor alle Boote kommen.

Sa Pa war Disney Land und so war es gar nicht so verkehrt, dass wir noch eine Nacht auf dem Land eingeplant hatten. Die Idee kam ursprünglich zu Stande, weil Pat nicht so viele Nächte in Hanoi verbringen wollte.

Auf dem Weg von SaPa zum Flughafen hat Pat also einen Abstecher durch den Ba Vi National Park vorgeschlagen. Dort gibt es ein paar nette Homestays und so waren wir fröhlich auf dem Weg.

Unser Fahrer kam mit der Ortsangabe nicht so ganz klar, bzw wollte seinem Navi einfach nicht glauben, dass wir in die Pampa wollten. Am letzten großen Ort hat er noch zwei Mal nachgefragt, ob Long Viet wirklich in diese Richtung liegt.

Long Viet 2 ist ein Bauernhof. Am Tor haben wir zuerst die „Klingel“ gefunden, ein belgischer Schäfer Welpe (naja, oder junger Hund. Aber noch recht klein und ängstlich vor den komischen Fremden). Die Herbergsmutter kam uns gleich begrüßen. Sie kann sehr gut Englisch (nachdem ich die Herberge gesehen hab war ich sehr überrascht während der Planung, eine prompte und lesbare Antwort auf meine Facebook-Nachricht bekommen zu haben) und ist bemüht, alle Wünsche zu erfüllen. Der Rest der Bauernhofbewohner kann kein Englisch, aber das macht auch nichts. Wir klären alle elementaren Dinge ab, Abendessen und Frühstück und den Transport zum Flughafen am Folgetag. Ach ja, sie würden uns auch noch ein Vesper machen, am Flughafen essen ist ja teuer und nicht so gut. Okay, warum nicht. Die paar Bewertungen im Internet haben alle das Essen über den grünen Klee gelobt, da verlassen wir uns jetzt mal drauf.

Das Nebenhaus, das auch die einfachen Gästezimmer beherbergt, besteht zur Hälfte aus einem offenen Raum mit großem Schrein. Vermutlich wird für eine gute Ernte geopfert – und im „Esszimmer“ (der Bereich unter dem Bauernhaus) liegt auch eine große Menge Reis zum Trocknen aus, in dem die Katzen munter toben – und ab und an ihr Geschäft verrichten.

Uns wird schnell klar: wir haben unseren Urlaub um „eine Nacht auf dem Bauernhof“ bereichert. Als wir los ziehen um ein bisschen im Nationalpark spazieren zu gehen, führt die Nachbarsoma gerade ihren Wasserbüffel an der Leine spazieren. Auch nett.

Für den Nationalpark haben wir viel zu wenig Zeit, genießen aber einfach einen ausgedehnten Spaziergang, die Ruhe und die gute Luft. Es ist herrlich.

Abends beschallt der Herbergsvater uns mit Modern Talking und es ist schon fast komisch. Keine Musik (und mehr von dieser fantastischen Ruhe) wäre uns lieber, aber wir sind auch nicht die einzigen Gäste… Dafür wird das Abendessen aufgetischt, es gibt frischen Salat mit Obst, knackiges Baguettebrot und eine Spezialität der Gegend: Strauß. Wir konnten es gar nicht so glauben und ich habe extra für diese Beitrag nochmal recherchiert: wir hatten ein köstliches Straussensteak mit viel Knoblauch und Gemüse. In Vietnam. Auf dem Bauernhof.

Das Abendessen war jedenfalls ein voller Erfolg und alle Empfehlungen Gold wert. Für Nic und mich war auch die Nacht sehr angenehm, war es doch nicht unser erstes Rodeo auf einem Brett in Asien. Für unsere Reisebegleiter sah das etwas anders aus und schnell wurde das Nachtlager in „Brett mit einem R zu viel“ umbenannt. Trotzdem waren wir am nächsten Morgen bester Laune, die Szenerie war einfach zu malerisch und ruhig. Es hat leicht geregnet und so hatten wir kein bisschen ein schlechtes Gewissen uns neben den Reis zu setzen, den Landgeräuschen zu lauschen, zu tratschen und das Leben zu genießen. Aus den Boxen schallt auch kein Modern Talking mehr, sondern angenehme „Fahrstuhlmusik“ – die hätten wir gestern Abend auch lieber gehabt ;) Aber: Diese Nacht auf dem Bauernhof hat unglaublich gut getan und der Besuch hat sich in vollem Umfang gelohnt.

Achja, unser Vesper bestand aus einem ganzen Baguette pro person, belegt mit: genau! Straussensteakstreifen. Das Auto hat nach Knoblauch gemüffelt aber wir waren glücklich. Danke, Ba Vi National Park und Long Viet 2! Falls ihr mal in diese Ecke kommt: das Homestay ist die vietnamesische Verkörperung von „Urlaub auf dem Bauernhof“ und eine Oase der Ruhe, das tut für 1-2 Nächte auch einfach mal so richtig gut!

Rastplatz auf dem Weg zum Nationalpark Die Nachbarn, hinten der Wasserbüffel Eingang zum Freiluftmuseum (Long Viet 1): Darstellung alter vietnamesischen Landlebens Bananen und Hahn In diesem Bild kann man die Ruhe des Ba Vi Nationalparks förmlich hören Sonnenuntergangsleuchten. Zeit, zurück zu gehen. Die Männer am Eingang zum Bauernhof Vietnamesischer Kaffee mit ganz süßer, eingedickter Kondensmilch Feine Butter. Auch am anderen Ende der Welt… Dinner-Selfie Der Hauptgang. Wenn ich das sehe möchte ich am liebsten wieder in den Flieger steigen… Nic tanzt zu Modern Talking Katzenspielplatz Die großzügige Schrein-Halle neben unseren Zimmern Morgens darf auch das Vögelchen raus Und wieder Kaffee in landestypischer Darbietung Unten rechts haben wir geschlafen, der eingefasste Brunnen/Teich im Vordergrund ist bei den klimatischen Bedingungen optimaler Nistplatz für Moskitos. Dafür haben wir echt wenig abbekommen! Unten das „Esszimmer“ Vesper auf dem Weg zum Flughafen