Neuigkeiten

Unsere Luftfracht ist freigegeben! Jucheee! Und morgen bekommen wir sie nach Hause geliefert. Das ist zwar nur ein kleiner Teil unserer Habe (der Rest schippert gerade vor Singapur), aber ich freue mich einfach tierisch auf meine Bettdecke.

Ein weiterer kleiner Schritt in Richtung „Ankommen“.

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Kleines Lebenszeichen

Eine gute Woche sind wir jetzt in China. Unsere Luftfracht hängt weiterhin im Zoll, so langsam decke ich uns nach und nach mit provisorischen Dingen ein (Plastikgeschirr, Handtücher …) – ist ein bisschen ein „Limbo“-Zustand, aber lang kann es ja nicht mehr dauern…

Unsere Körper stellen sich auf China um, die Müdikeit ist noch nicht ganz überwunden (was auch an allem möglichen Kleinkram liegt, normalerweise geht das ja schneller… Oder es ist gar kein Jetlag mehr, sondern das Umzugschaos ;) ), unsere Verdauungsorgane haben einen „Hard Reset“ oder chinesischen Neustart unternommen und die plötzliche Dauerklimaanlage (ohne richtige Bettdecke) hat zu der typischen Klimaerkältung geführt, aber auch das wird schnell vorüber gehen und dann stürzen wir uns hier endlich ins Leben!

Dementsprechend ist in den letzten Tagen nicht viel passiert, wir und ich sind mehr bei uns in der Umgebung unterwegs (als touristisch was anzuschauen, oä), nur Samstag waren wir mit Michi und Christine Abendessen, danach auf dem SWFC (der „Flaschenöffner“) und saßen noch stundenlang in der heißen Sommerluft am Bund. War ein schöner Abend!

        Shanghai Tower (links) in den Wolken, aber das SWFC ist bereit für uns.

  Blick auf den Oriental Pearl Tower in blau/magenta und auf den Bund, die Uferpromenade in Puxi.

     Improvisation ist alles…
  So eine Fleisch/Nudel Suppe ist doch das Beste für angeschlagene Organe ;)

Wo ich die letzten zwei Tage so unterwegs war

Donnerstag:

Um 10:00 kamen die Fernsehtechniker um unser Fernsehen zu installieren – hat alles ganz gut geklappt und mit Händen und Füßen konnten wir miteinander kommunizieren. Die Klimaanlage haben wir mittlerweile auf 28° eingestellt – und auch ausgeschaltet wenn wir nicht zu Hause sind, sonst bekommt man einfach einen Kälteschock, wenn man von draußen so richtig schön aufgeheizt in die temperierte Wohnung kommt. Als jetzt aber die beiden aufgeheizten Fernsehtechniker „zu Besuch“ waren, hat man sofort gemerkt, dass es plötzlich richtig warm wurde, trotz eingeschalteter Klimaanlage. Hätte ich nicht gedacht…

Danach bin ich gemütlich ein bisschen durch Jing’an geschlendert, zum Tempel runter, durch zwei Malls und dann wieder Richtung zu Hause. Dort hatte endlich auch der etwas größere Supermarkt ums Eck geöffnet und ich hab sogar den Eingang gefunden – total verwinkelt und abgeranzt, eine Katze die vor’m Kühlregal chillt – aber es gibt alles, von Glühbirnen über Eimer und Lebensmittel sowie Getränke. Sehr gut zu wissen. Trotz allem fehlte mir noch ein Besuch in einem richtig großen Supermarkt, so Richtung Real oder Wal-Mart… Den Wal-Mart, den es laut Internet irgendwo nördlich von uns geben soll, habe ich auch eine halbe Stunde lang gesucht und dann entnervt aufgegeben…

Trotz allem war Donnerstag ein ziemlich ruhiger Tag, ich war recht überfordert mit China und dem Jetlag und mir – und bin deshalb leider viel zu früh ins Bett.

Freitag:

Nic’s und meine große Leidenschaft ist ja momentan das Bouldern. Seit Jahresbeginn waren wir regelmäßig einmal die Woche (zumindest meistens… manchmal kam was dazwischen, manchmal haben wir es mehrmals geschafft) in Dechsendorf bei den Blockhelden. Deshalb habe ich auch schon viel im Internet gesucht, welche Möglichkeiten wir haben hier unserem Hobby weiter nachzugehen. Während der Recherche nach Boulderhallen oder Kletterhallen mit Boulderbereich (der Flexibilität wegen, einfach mal geschwind ohne groß Equipment, abgesehen von Schuhen und Chalk, und jemand der einen sichert loszugehen, wollen wir lieber beim Bouldern bleiben als mit dem Klettern anzufangen) bin ich über eine Outdoorboulderanlage gestolpert, die es hier am Fluss geben soll. Gestern war also perfektes Wetter, um mal etwas „Urban Exploring“ zu betreiben und mich auf die Suche zu machen. Den Bilder könnt ihr entnehmen, wie es so war.

Dort unten an der Promenade war es herrlich, es ging ein schöner Wind und ich wäre auch am liebsten direkt mit einem von den ganzen Joggern mitgelaufen, die sich da so tummeln. Endlich wieder Wasser! :)

Auf jeden Fall habe ich schon meinen ersten Lieblingsplatz in Shanghai gefunden, ist schön ruhig und es gibt viele Möglichkeiten, sich wo hin zu setzen.

Abends waren wir dann mit zwei Kollegen von Nic, Michi (mit dem wir uns schon in Erlangen und während des LST getroffen haben; er hat gerade noch bis morgen Besuch von seiner Freundin Christine) und Thomas beim Italiener und danach im Zapatas gemütlich was trinken. Das war ein toller Wochenausklang und sich im Taxi auf dem Heimweg nochmal die Shanghaier Nachtluft um die Nase wehen zu lassen, hat die Glücksgefühle in so einer genialen Stadt zu leben, nochmal verstärkt.

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Blick in die Hinterhöfe

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Blick auf unser Compound von der großen Brachfläche – wo bestimmt ein weiteres Compound hingebaut wird.

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Hier ist es so heiß, dass die Plastikkarte im kunstvollen Kartenständer dahinschmilzt…

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Ich war mal wieder bei der künstlichen Gebäude-Felswand. Dort in der Gegend hätte irgendwann mal irgendwo der Wal-Mart sein sollen.

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Katze im Supermarkt. War dann aber harmlos gegenüber was uns beim Italiener erwartet hat…

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Frühstück am Freitag – Dragonfruit, Muffins von Christines und der gute kalte Kaffee. Mittlerweile, weil ich die Hoffnung auf ein schnelles Durchkommen der Luftfracht aufgegeben habe, haben wir auch Plastikteller…

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Auf dem Weg zur Outdoorboulderanlage an einem „lost place“ vorbei gekommen. Komplett abgesperrte Straße, wird irgendwas gebaut. Man fühlt sich aber wie im Zombiefilm, keine Menschenseele, kein Auto, kein Roller… etwas unheimlich.

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Wow, das Ding ist massiv groß…

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Alter Verladekran am Fluss, davor ein Boulder-Würfel.

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Blick entlang der Promenade Richtung Stadt.

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Blick in die andere Richtung.

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Panoramaaufnahme von der ganzen Anlage von der Flussseite her. Sieht man auch schön den kleinen aufgerauhten Weg entlang der Promenade für die Jogger.

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Hangboards

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Interessanter Überhang…

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Papa klettert mal in Flip Flops^^

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Ha! Andere Straßenseite vom lost place – offenbar wird da einiges erneuert – oder platt gemacht, weiß man hier ja nie so genau.

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Ok. Wird halt mal die Steinmauer über den Gehweg gebaut. Dann sperrt man dafür eben die rechte Spur / Mofaspur und macht daraus einen „Geh-Mofa-irgendwerwirdschonnochüberfahren-Weg“. Welcome to China!

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Wir waren zum Glück schon fertig mit Essen… wenn ihr genau hin seht, findet ihr die Ratte die am Lampenkabel nach oben viecht. Brrrr, irgendwie schüttelt’s da einen schon. Zumindest jetzt am Anfang noch ;)

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Im Zapata’s wird auf der Theke getanzt. Hat Nic mit seinem Chef wohl auch schon, als er mal auf Dienstreise da war.

Kurzes Update

Uns geht’s gut! Mir macht immernoch der Jetlag zu schaffen und so bin ich heute schon um 4:30 aus dem Schlafzimmer geschlichen – konnte mich aber leider nicht in einen VPN einwählen um euch ein bisschen zu schreiben (das hat sich bis jetzt so durchgezogen).

Heute Abend waren wir in deutscher Runde Essen und danach noch ein bisschen im Nachtleben unterwegs (ganz gemütlich im Zappatas was trinken) – ich hoffe, dass das meinem Jetlag entgegen kommt.

Und dass ich morgen Zeit und vor allem die nötige Verbindung habe, von allen zu erzählen, was so war. Sei es der erste entdeckte Lieblingsort, die Katze im Supermarkt, die Ratte in der Pizzeria, das feine Essen im Paradise Dynasty und so weiter und so fort… Sooo viel, dass ich das ganze wohl auf mehrere Posts aufteilen muss, bevor wieder die Beschwerden über „zu viel Text“ eintrudeln ;)

Wir wünschen Euch jedenfalls ein schönes und erholsames Wochenende, bleibt im Kühlen. Hier noch kurz unsere Wetteraussichten (allerdings von heute Mittag, als ich ursprünglich schreiben wollte):

  

Kurzes Update

Uns geht’s gut! Mir macht immernoch der Jetlag zu schaffen und so bin ich heute schon um 4:30 aus dem Schlafzimmer geschlichen – konnte mich aber leider nicht in einen VPN einwählen um euch ein bisschen zu schreiben (das hat sich bis jetzt so durchgezogen).

Heute Abend waren wir in deutscher Runde Essen und danach noch ein bisschen im Nachtleben unterwegs (ganz gemütlich im Zappatas was trinken) – ich hoffe, dass das meinem Jetlag entgegen kommt.

Und dass ich morgen Zeit und vor allem die nötige Verbindung habe, von allen zu erzählen, was so war. Sei es der erste entdeckte Lieblingsort, die Katze im Supermarkt, die Ratte in der Pizzeria, das feine Essen im Paradise Dynasty und so weiter und so fort… Sooo viel, dass ich das ganze wohl auf mehrere Posts aufteilen muss, bevor wieder die Beschwerden über „zu viel Text“ eintrudeln ;)

Wir wünschen Euch jedenfalls ein schönes und erholsames Wochenende, bleibt im Kühlen. Hier noch kurz unsere Wetteraussichten (allerdings von heute Mittag, als ich ursprünglich schreiben wollte):

  

Neues von IKEA

Gestern Nachmittag habe ich es also tatsächlich noch zu IKEA geschafft.

Erste Erkenntnis: Schon bitter, wenn man in einer 23-Mio Stadt wie Shanghai mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller bei IKEA ist, als in Waldkirch oder Erlangen mit dem Auto ;) Scherz beiseite, der IKEA ist wirklich bei uns in der Gegend, und die U-Bahnen sind sehr gut getaktet, beide Male konnte ich quasi direkt umsteigen und war blitzschnell dort. Auf dem Heimweg sogar inklusive Rush Hour kuscheln.

Ich habe es auch gleich noch geschafft, mir eine U-Bahn Karte zu kaufen (beim LST trip haben wir das noch nicht gemacht und immer einzel-Tickets gekauft, die wiederaufladbare Karte ist aber praktischer). Nachdem die Dame am Schalter mein verstümmeltes „Ich möchte eine Public Transportation Karte“ (das ist übrigens nicht unhöflich, Chinesisch ist da einfach nur zeitsparend, man spart sich die Höflichkeitsfloskeln) auf Chinesisch gehört hat, hat sich mich auf Englisch gefragt, wieviel ich direkt aufladen möchte… Na, so geht’s auch – aber ich hab’s probiert und den richtigen Satz (zugegeben, ein einfacher Satz) zusammengebastelt.

Der IKEA ist sehr ähnlich, aber doch ganz anders. Es gibt im Restaurant (zumindest was ich von der Werbung gesehen habe) das ganze klassische Zeug, das es bei uns auch gibt, plus asiatisches Essen. Die Ausstellung hab ich mir gestern aus Zeitgründen gespart und bin direkt in die Markthalle, weil ich ja nur eben nach Kleinkram schauen wollte. Aber auch dort sitzen auf allen verfügbaren Sitzmöbeln die Einkaufsgäste rum und surfen auf ihren Smartphones oder schauen Filme oder was auch immer.

Nach dem Ausgang gibt es auch die klassischen Snacks wie Hotdogs und Köttbullar und die „Feinkost“ Abteilung. Wie ihr unten bei den Bilder seht, gibt’s da auch für uns ganz wertvolle Ressourcen – verlässliche Milch, die man bedenkenlos trinken kann. Sehr schön. Für wenn endlich unsere Luftfracht mit Tassen und Töpfen zum Instant Kaffee kochen da ist, hab ich uns auch gleich mal einen Liter in den Kühlschrank gestellt.

Achja, mit einem Metallgestänge (Schmutzwäschesammler) in der Hand fühlt man sich auf der Straße vor den Autos viel sicherer ;)

Hier also noch ein paar Bilder. Die Tage gehen Nic und ich gemeinsam, um ein paar kleine Möbel (Badschränkchen, Schuhregal, etc – die ich gestern ausgeguckt habe) zu kaufen, da geben wir uns sicher auch die Ausstellung und können mehr berichten :-)

    Er hat mal ne ordentliche Größe!
  Traumhafte Öffnungszeiten… Ich bin ja jetzt 5 Jahre Bayern-geschädigt.

    Ist die Tschechei für China das, was China für uns ist?? Hätte da eher ein „Made in China“ erwartet…
  Die gute Muh-Kuh Milch ;)

Wer? Was? Wo bin ich?

Es ist Mittwoch, 2:22 morgens und wir sind hell wach. Seit anderthalb Stunden surfe ich still und leise im Versuch, Nic nicht zu wecken und warte darauf, dass die Müdigkeit wieder kommt. Jetzt ist er leider doch noch aufgewacht (von alleine, ich war’s nicht, ehrlich!). Der Ärmste hat ja morgen seinen ersten Arbeitstag, hoffe er schlummert bald wieder weg.

Ich nutze einfach mal die Zeit, von unserem ersten vollen Tag in SH zu berichten. Wir hatten einen Wecker gestellt – den ich nicht gebraucht hätte (bin eine Stunde eher schon aus dem Schlafzimmer geschlichen) und den Nic ignoriert hat.

Die Chance hab ich genutzt, gleich mal die Gegend unsicher zu machen und Frühstück zu organisieren. Die Bäckerei ums Eck hatten wir bei dem Look and See Trip ja schon entdeckt, aber unsere Chaossituation in der Wohnung ging mir auf die Nerven, so wollte ich doch wenigstens Putzlappen und irgendein Reinigungsmittel kaufen.

Wir können übrigens unserem Vermieter sehr dankbar sein, er hat zwei Sätze Bettwäsche hinterlegt (also nur die Bezüge). Kissen mit eigenen Bezügen hatten wir im Koffer, die Laken für auf die Matratze und zum Zudecken (bis die Luftfracht mit unserer Bettwäsche ankommt) haben wir wohl aus Versehen auch in die Luftfracht gepackt. Ups… So mussten wir uns immerhin nicht mit unserer beiden Duschtüchern Zudecken. Aber etwas Waschmittel um das Zeug einmal durchzuwaschen wollte ich auch.

Auf dem Weg die zwei Blocks bis zum nächsten Tesco Express bin ich neben der Bäckerei über einen kleinen Supermarkt der Kette „Dia“ gestolpert. Auf ins Abenteuer! (Abends waren wir dann noch im Tesco, dort ist deutlich mehr auf Englisch ausgeschildert)

Ich habe es irgendwie geschafft, mit einer Packung Lappen (da war ich mir am unsichersten), Spüli (gelb, mit einer Katze drauf… Irgendwie find ich noch raus, was es damit auf sich hat) und Waschmittel, sowie Frühstück vom Bäcker heim zu kommen. Auch wenn es jetzt etwas albern klingt, aber das war ganz schön aufregend!! In etwa so wie im Urlaub im fremden Land, wo man auch nichts versteht, nur dass man mit Englisch wirklich nicht weiter kommt (aber sicher mit Händen und Füßen) und dass das jetzt meine Realität ist – und nicht nach 2-3 Wochen vorbei ist… Krass! Übrigens: das Klima ist anstrengender als damals auf Bali. Es ist unglaublich heiß und drückend schwül, viele Männer krempeln auf der Straße ihre T-Shirts hoch und gehen „bauchfrei“; auch der Telecom-Mensch meinte „hao re“ (was Lia uns während der deutschen Hitzewelle vor 4 Wochen beigebracht hat) aber unsere Klimaanlage ist top. Wir sind im Hochhochsommer angekommen!

Immerhin, die Schränke sind ausgewischt (ich hab noch nie so viel Dreck in einem Schrank gesehen…), die Koffer ausgepackt und versorgt und das Wohnzimmer einigermaßen aufgeräumt. Der Telecom-Mensch hat unser Internet zu unserer vollsten Zufriedenheit installiert, läuft alles. Wenn morgen der Fernseh-Installateur weg ist, möchte ich entweder:

– die erste ausgedehnte Runde durch die Nachbarschaft drehen (es ist einfach alles sooo anders hier!) oder

– zu IKEA fahren und Ausschau nach Kleinkram und 1-2 Möbeln halten.

Ihr werdet es sicher hier nachlesen ;) Viele Bilder von heute habe ich leider nicht, weil nicht viel passiert ist und mein Akku morgens recht schwach war und ich ihn sparen musste, für falls ich mich verlaufe ;-D Aber heute ist mir sehr stark bewusst geworden, was für eine andere Welt unsere neue Nachbarschaft doch ist – ich möchte euch das auf jeden Fall mal per Video zeigen, auch wenn ihr es am besten selbst anschauen kommt. Ich kann es gar nicht beschreiben.  

 Gäb es nicht die englische Übersetzung könnte das mit diesen pinken Zeichen doch alles sein, nur kein Krankenhaus, oder??

   Abendessen in rauen Mengen bei Yang’s Fried Dumpling (ist hier eine weit verbreitete Kette)
 Sonnenuntergangswolken auf dem Heimweg

Good Morning Shanghai!

Auch nach einer Nacht drüber schlafen wirkt dieses Abenteuer für mich nur minimal greifbarer. Zum Glück sind wir jetzt wirklich hier und es passiert einfach alles jetzt. Die harte Matratze war gar nicht mal so schlecht – kann aber auch an meinem Zustand gelegen haben.

Unsere Wohnung ist bisher nur zur Hälfte möbliert (unser Bett, Sofa und Tisch; also alles überlebenswichtige) – doch nach allen Chaosstories die wir im Vorfeld gelesen und gehört hatten, sind wir tiefenentspannt und schauen mal gelassen und neugierig darauf, wie lange diese „one week“ wohl dauern wird, bis alles da sein soll. Vor allem das halb aufgebaute Gästebett (fehlt wohl ein Teil oder Schrauben oder was auch immer) im Arbeitszimmer (Mitdenken war nicht zu erwarten, wurde auch sofort bestätigt), in dem dafür der erste Schreibtisch fehlt, stört das erste Auspacken etwas. 

Heute Mittag sollen die Internetinstallateure kommen, na da bin ich mal gespannt ;)

   Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf die Baustelle von Gebäude 9/10 (die Lautstärke des Baulärms ist Dank neuer Fenster überschaubar)
 Ist wohl warm draußen… Hatten über Nacht die Klimaanlage im Schlafzimmer teilweise an (schlafen momentan aber auch nur unter Laken, bis hoffentlich später die Luftfracht kommt) – und in der restlichen Wohnung aus. Hab mich etwas an eine finnische Sauna erinnert gefühlt, als ich vorhin aufgestanden bin.

Wir sind also da

aber auch noch nicht so richtig angekommen…

Wir sind extrem müde, deshalb heute nur viele Grüße von unserem Bett (richtige chinesische Erfahrung… Steinharte Matratze. Wir sind mal gespannt, wie das Schlaferlebnis so wird) und ein Photo vom Hot Pot ums Eck, Abendessen.

Morgen dann mehr. Anscheinend sollen wir auch schon das Internet bekommen, falls nichts schief geht.

Wir halten euch auf dem Laufenden ;)

Mit müden Grüßen – Eure Weltenbummler 

   

 

Es wird Ernst

Eigentlich wollte ich heute am Flughafen einen schönen langen Beitrag schreiben. Doch die letzten Wochen und Monate (bis hin zur Hochzeit meiner besten Freundin aus der Grundschule gestern (!!))  fordern ihren Tribut und so kämpfe ich darum nach einer verdammt kurzen Nacht bis im Flieger die Augen offen zu halten um dann dort gut zu schlafen. So richtig realisiert, dass es los geht, habe zumindest ich noch nicht. Morgen vielleicht?? ;)

Wir melden uns, wenn wir dort sind und Internet haben. Alles Liebe vom Flughafen Frankfurt!