Roadtrip Tag12: Ende (oder doch nicht?!)

Der Tag heute war sehr durchwachsen – nicht nur vom Wetter her (der Wind hat so krass geblasen, dass das Wetter alle paar Minuten gewechselt hat, zwischen Sommer und Starksturm-Schauer).

Dinge die man am Flughafen nicht sehen möchte: auf dem Abflugbildschirm hinter dem eigenen Flug nicht 06.10. 23:59 Uhr, sondern 07.10. 7:30 Uhr… 

Air Newzealand hat das allerdings sehr erfreulich gehandhabt und auch in dieser Lebenslage haben sich die Kiwis als äußerst freundlich und zuvorkommend erwiesen. Direkt in das Holiday Inn am Flughafen eingebucht, inklusive Buffet-Abendessen. (Die Autovermietung hat auch noch Pluspunkte gesammelt – bei der Abgabe waren sie äußerst Zuvorkommend und haben die Abschleppkosten wegen der längeren Wartezeit doch übernommen. Toller Service!)

Trotzdem war mein gestriger Kommentar mit der ersten und letzten Flasche Wein doch etwas zu früh gesprochen.

 Super, dass ich die Regenjacke schon im Koffer hab… Auch bei Regen sehenswert Zweite und (hoffentlich) letzte Flasche Wein… Vor uns: Auckland – bei deutlich erfreulicherem Wetter Der Strand von Piha im Wind Windige Angelegenheit

Nachtrag: Eine Woche Paradies 1 (Fiji Anreise und Erzählung)

Die Anreise nach Fiji ist von Neuseeland aus gar nicht mehr weit, gute 3 Flugstunden bis Nadi auf der Hauptinsel. Allerdings ist Neuseeland von Shanghai immernoch 12 Stunden weg und um uns das Umsteigen in ein drittes Flugzeug zu ersparen und uns hoffentlich schnell zu akklimatisieren, haben wir die erste Nacht auf der Hauptinsel verbracht. Den Abend haben wir am Pool ausklingen lassen, sind früh ins Bett und am nächsten Morgen ging das Abenteuer dann los.

Um von der Hauptinsel auf die umliegenden fijianischen Inseln zu kommen, werden kleine Propellermaschinen benutzt. Nic ist das schon von den Malediven gewöhnt, für mich war es allerdings das erste Mal in so einer kleinen „Schüssel“. Ganz schön laut – aber auch schöne Sicht auf die Inseln, Atolle und Riffe.

Auf Taveuni wurden wir von einem Hotelangestellten im Pickup aufgesammelt und zum Bootssteg gefahren – wovon es mit dem Tauchboot in etwa 20 Minuten rüber zur eigentlichen Insel, Matagi (oft auch Matangi), ging.

Die Insel ist seit mittlerweile 6 Generationen in Familienbesitz. Ehemals eine reine Kokosfarm (wobei es die immernoch gibt), beherbergt sie heute neben einem fantastischen Hotel noch Unmengen an Ziegen, Kühen, Schafen, Hühnern, Fröschen und ein Pferd haben wir auch gesehen. Die Insel ist sehr klein und die Tiere bewegen sich, abgesehen vom Hotelareal, frei. So passiert es auch schon mal, dass der über einen Spazierweg erreichbare Turtle Beach schon von drei Kühen „besetzt“ ist.

Matagi hat Hufeisenform, namensgebenden für die „Horseshoe Bay“, eine nur vom Wasser aus erreichbare Bucht mit paradiesischem Strand – gefeatured in dem berühmt-berüchtigten „1000 Places to See before you die“ Buch.

Neben Erholung stand ein bisschen Inselerkundung (es gibt mehrere ausgetretene Pfade) und Tauchen auf dem Plan, dazu dann mal noch mehr. Aber hier schon mal ein paar Fotos von der Anreise (warum auch immer leider in umgekehrter Chronologie) Perfekter Ort für den ersten Sonnenuntergang auf Matagi Blickdichter Strand Ochse, der aufs Meer blickt. Das müssen glückliche Kühe sein, mit der Aussicht Besagter erster Matagi-SonnenuntergangEntlang des Coast Path Übersetzen von Taveuni auf Matagi Direkter Blick ins Cockpit Atoll, das schon bestes verspricht Twinotter – wie aufregend Mondaufgang über unserem Hotel in Nadi Erster Blick auf Fiji – das verspricht eine tolle Zeit Beim Stopover in Auckland ganz deutlich: wir sind im „Herr der Ringe“ Land :) Auf dem Schild steht „on loan from middle earth“ 

Roadtrip Tag3: Von Paihia nach Thames

Heute ließen wir in einem großen Stint das Northland hinter uns. Aber, von vorne:

Der Tag begann früher als üblich, schon um 7 hat der Wecker versucht, uns aus den Federn zu klingeln. Das Aufstehen hat sich aber gelohnt, wir konnten zwei der letzten 6 Bootstickets für eine vierstündige Tour zum „Hole in The Rock“ und zurück nach Paihia.

Das Wetter war schön (wovon unsere geröteten Nasen abends Zeugnis tragen) und die See recht ruhig. Am Hole in The Rock war dann allerdings doch etwas mehr Wellengang spürbar und es sah erst nicht danach aus, dass wir eine Durchfahrt wagen könnten. Unser Skipper, die uns schon sehr sympathisch am Lautsprecher alle möglichen Infos zur Bay of Islands gegeben hat, hat zu guter letzt einen Anlauf gewagt – und wir haben es ohne Schäden mit unserem Kat durch geschafft. Sehr aufregend!

Delfine hat der „Dolphins Seeker“ übrigens nicht gefunden, aber dafür Seehunde. 

Nachmittags, als wir wieder festen Boden und dann unseren Jeep unter den Füßen hatten, ging es wieder auf die Straße.

Mit einem Abstecher zur wunderschönen Whale Bay, inklusive Spaziergang zum versteckten, verwunschenen Strand und Picknick oberhalb, entlang der Küste immer weiter gen Süden. 

Irgendwann wurde der Verkehr ungemütlicher und die Besiedlung immer dichter – bis sich plötzlich die Skyline von Auckland in unser Sichtfeld schob. Unser Weg führte einmal entlang der Autobahn, quer durch Auckland – zur Feierabendzeit. Aber sobald wir den Großraum Auckland (in dem ein Drittel aller Neuseelandbewohner leben) hinter uns gelassen hatten, gab es wieder mehr Kühe, Schafe und Wild als Häuser, Autos und Menschen zusammen.

Zu guter letzt erreichten wir das Ziel, Thames am Eingang zur Coromandel Peninsula. Und uns ging auf, wieviel Glück wir in den letzten Tagen mit dem Wetter hatten – denn plötzlich war nichts mehr vom Himmel zu sehen und der Scheibenwischer stark gefragt.

So nebenbei haben wir auch die ersten 1000 km geknackt und die erste Detailkarte, Northland, hinter uns gelassen – wobei es uns dort so gut gefallen hat, dass ein Abstecher auf dem Rückweg gar nicht so unwahrscheinlich scheint.

 Schönwetterwolken über der Bay of Islands Ausfahrt  Hole in The Rock „in Fahrtrichtung“ Und mit uns  Und kurz vor der Durchfahrt Und von Hinten :) Yay, durch geschafft!!  Panorama von der Insel Urupukapuka auf die Bay of Islands und mal wieder mit uns  Whale Bay  Versteckter Strand in abgelegener Bucht (kein direkter Zugang, erst Recht keine Zufahrt) Panorama vom Strand Baumfarn Whangarei Wasserfälle (20m über Basaltkante) Und wieder in Auckland, Blechwüste…

Down Under: Roadtrip Tag 1 Auckland-Dargaville

Wir sind schon über eine Woche im Urlaub und „schulden“ euch einen Nachbericht über Fiji und Auckland.

Heute jedoch sind wir los getingelt. Im Regen aus unserem Hotel in downtown Auckland ausgecheckt, Kaffee und Muffins besorgt, zur Autovermietung, unseren Allrader abgeholt und ab nach Norden. 

Irgendwie hatten wir uns eingebildet, die Muffins unbedingt am Strand frühstücken zu wollen. Der erste Stopp hieß Piha und wir sind im leichten Regen vom Parkplatz (Zufahrt zum Strand war geflutet) zu den Dünen gelaufen. Dort den Muffin aus der leicht abgeweichtem Tüte gepackt – und Schleusen auf! Es hat runter gehauen was nur ging und in Nullkommanichts waren wir durch.

Zurück im Auto dann erst mal die Heizung hochdrehen und trocknen – auf dem Weg zur Basstölpel Kolonie. Dort wurde es zwar etwas nass, aber immerhin waren wir nicht komplett durch. Die Vögel, gerade mit Balz und Nestbau beschäftigt, waren dafür umso beeindruckender. Und danach wurde das Wetter nur noch besser.

Der finale Stopp für heute ist das sonnige Dargaville, wo wir uns erst mal mit dem notwendigsten für unterwegs eingedeckt und im B&B eingecheckt haben. Danach wollten wir aber doch noch was warmes Essen und an den Strand: erst mal zum Bayley’s Beach. Den konnten wir dann auch befahren, damit hat sich der Jeep schon amortisiert ;) Das macht einfach unheimlich Spaß. Kurzerhand haben wir bei Sharky’s Burger und Pommes zum mitnehmen geholt und im Kofferraum speisend den Sonnenuntergang bewundert. Herrlich romantisch, hat für den ganzen Regen am Tagesbeginn entschädigt. Hier ein paar Eindrücke:

 Piha Beach – da war noch alles ruhig und leichter Regen war erträglich. Keine 5 Minuten später kam der Wolkenbruch Einmal gut getränkt… Auf dem Weg zur Tölpelkolonie Unmengen an Tölpeln – und daneben waren fast ebensoviele Meeresschwalben Von dem Aussichtspunkt nebendran, Blick über den Großteil der Tölpelkolonie Mystisches Neuseeland mit verflucht idyllischen, sanften, grünen Hügeln (und Schafen, Dammwild, Kühen, Alpacas, … Alles was man so an „Weidetieren“ halten kann) Kurze Rast und die aufbrechende Sonne genießen  Wir waren nicht die einzigen Allrader am Bayley’s Strand… Und ein mutiger Asiate war schwimmen – sonst nur Surfer in Neos, und das muss schon kalt genug sein! Hobbitfüße dank schwarzem Sand (und Reifenspuren…) Coolness pur Suchbild: finde das Auto ;) Sharky’s Sonnenuntergang mit Möwe Rotes Leuchten