Nachtrag: Besuch in Beijing

Die Fotos von dem Besuch von Carola und Roman, inklusive Abstecher nach Hong Kong sind leider exklusiv auf meinem Rechner zu Hause in Shanghai (inklusive meiner Bilder von diesem Ausflug, sowie die von Schwie-Mom); deshalb ziehe ich jetzt den Besuch meiner Schwiegereltern vor, dafür mit Nic’s Bildern  :)

Die beiden sind direkt nach Peking geflogen, wo wir uns gemeinsam getroffen haben. Neben dem Erkunden der Hauptstadt stand natürlich ein kleiner Abstecher an die Chinesische Mauer auf dem Plan.

Das Wetter war überraschend kalt, bis hin zu Gefrierpunkt und Schnee (!); aber trotzdem hatten wir unglaublich viel Spaß, feines Essen und tolle Sehenswürdigkeiten. 

Achtung, Fotoflut (in reverser Reihenfolge; warum auch immer… Danke, WordPress):

  Das CCTV Gebäude, letzter Schimmer von Beijing

  Abendessen in Mutianyu nach Mauerbestieg

 Vater und Sohn in Mutianyu

 Gigantisch!!

  Blick von der Mauer auf die Mauer

 Modeln im Wachturm 

 Familienselfie

 Gut erkennbar: der Schnee auf der Mauer

 Aufstieg, gar nicht mal so flach

 Im Orchid in Beijing beim allabendlichen Planen, Verdauen, Verarbeiten 

 Pekingentenfegefeuer

 Stilecht mit Gong eingeläutet: unsere köstliche Ente

 Am Himmelstempel, der Regen sorgt immerhin für faszinierende Spiegelungen

 Kleiner Weihnachtskaffee, Ende März…

 Schulausflug – was gibt es da spannenderes als ein paar Langnasen? Mann, das war ein Gewusel… aber die Kindern waren sehr freundlich, interessiert und höflich!

 Selfie mit Blick auf die Verbotene Stadt. Gut sichtbar: die Luft war gar nicht mal so gut! 

  Alles mal probieren, heute: Tee-Ei

 Warme Luft wärmt die Füße (zu dem Punkt auch bekannt als „Eisbeine“) Vor der verbotenen Stadt

 Luftwerte von ~230 verlangen nach einem Filter. 

 Innenhof vom Orchid in Beijing. Absolut empfehlenswert, tolle Lage im Hutong (sehr ruhig), direkt neben Glockenturm und Trommelturm
Die Tage waren voller neuer Eindrücke, probiertem Essen und schöner gemeinsamer Momente. Ständig hat ein neues Highlight gewartet, vor allem die chinesische Mauer war wieder sehr beeindruckend und auch an dieser Stelle (die wir beide nicht kannten) sehr sehenswert. 

Aber natürlich ging der Besuch damit erst richtig los, als nächstes hat es uns per Hochgeschwindigkeitszug nach Nanjing gezogen.  

Beijing

Ok, das mit der geplanten Veröffentlichung hat ja mal so gar nicht geklappt… Also jetzt manuell!

Abends sind Mum und ich dann ohne großen Plan einfach mal die Straße vom Hotel entlang gelaufen und sind zufällig mitten in der Innenstadt rausgekommen. Die Fressmeile war gleichermaßen beeindrucken, faszinierend und abstoßend. Und das erste Gefühl stellt sich ein, irgendwie fühlt sich Beijing ganz anders an als Shanghai.

Es fällt mir schwer, das Gefühl in Worte zu fassen – eine Mischung aus der Tatsache, dass es keine Straßenschluchten wie hier gibt (wobei ich die Wortkombination „Straßenschlucht“ und Shanghai sowieso anders sehe, seitdem wir in Hongkong waren) und die Menschen im Norden halt doch ein bisschen anders sind. Ist ja bei uns auch nicht anders, ich denke da an lustige Begebenheiten und sprachliche Hürden zwischen meinen schwäbischen Unifreunden, Hanna und Manu, und unserem Bremerhavener Nordlicht Kim :)

Am nächsten Tag stand dann ein Besuch bei der Verbotenen Stadt an. Ich hab ein paar Handyfotos für euch; aber auch ein paar Kamerabilder. Irgendwann, ich verspreche es, schaff ich es endlich mal die paar „Kernbeiträge“ über China und unser Leben hier zu schreiben, die mir auf dem Herzen brennen, und die dann mit den richtigen Fotos zu bebildern. Da gibt’s dann auch geschichtlichen Hintergrund zu der Verbotenen Stadt und allem anderen.

Wir haben uns immer rechts von den Massen aufgehalten und sind über die Seitenwege gegangen, so war es sehr angenehm. Die Hitze war zwar drückend, gerade im Vergleich zum frühlingshaften Shanghai, wo wir „nur“ 24-26 Grad hatten. Die Verbotene Stadt war sehr beeindruckend, allein die Größe besticht. Und wenn ich dann denke, dass früher kaum Menschen auf dem riesigen Gelände unterwegs waren (im Vergleich zu den 80.000 Tickets die heute pro Tag verkauft werden, meine ich. Klar gab es da einiges an Bediensteten. Aber das war sicher kein Vergleich und die waren ja auch eher im Hintergrund).

Natürlich durfte auch ein Blick auf den Tiananmen Platz nicht fehlen. Den hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt, aber wie das eben immer so ist, wenn man nur alte Bilder kennt und heute fahren da halt hunderte von Autos in der Minute durch…

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug zum Sommerpalast gemacht. Auch das war wirklich schön, wenn auch wiederum wirklich warm. Aber Bootle fahren geht bei so einem Wetter natürlich immer. In den Palast rein haben wir es nicht geschafft, aber man braucht ja auch immer Gründe, um wieder zurück zu kommen.

Insgesamt war der Ausflug in die Hauptstadt sehr beeindruckend. Wir sind unheimlich viel gelaufen und haben Beijing zu Fuß erkundet was das Zeug hielt. Die optimale Lage unseres Hotels war natürlich von Vorteil – dafür sind wir gar nicht zu irgendwelchen Außengebieten gekommen. Überhaupt kostet Laufen natürlich auch immer Zeit (und Energie!), es gibt also noch einiges in Beijing, was es nächstes Mal zu erkunden gilt (Himmelstempel, Lama Tempel, ein Blick auf das CCTV Gebäude, und so weiter). Hier aber unsere ersten Eindrücke:

 Josefskirche Die Fressmeile voller roter Lampions Skorpion am Spieß  Oder doch lieber Tausendfüßler, Seestern, Heuschrecke und so weiter? Vor der Josefskirche wird abends getanzt ;) Seitlicher Blick auf die Mauern der verbotenen Stadt Der berühmte Eingang mit Mao Menschen über Menschen… Schön bemalt Im Garten Fotoshooting vor beeindruckender Kulisse ihr seht, wenn man sich abseits der Hauptwege aufhält sind die Bevölkerungszustände erträglich   Unser Hotel mit typischen Dächle

 Kriegsheldendenkmal

 Eingang zum Sommerpalast  Im Boot, Mamorboot im Hintergrund Der Sommerpalast von der Seeseite her  Menschen möchten Fotos mit uns machen :)

Nachtrag: Zugfahren

Zufällig war ich Dank unseres Trips an die Mauer ja schon mal in Beijing (und das ja dann aus Versehen sogar über Nacht). Sowas ist immer ganz praktisch, dann hat man schon mal einen Blick auf das U-bahn-Netz geworfen und grob eine Idee von der Stadt. Das war allerdings so grob, dass ich rein aus Zufall ein Hotel in bombiger Lage gebucht hatte. Nur ein Katzensprung von der Verbotenen Stadt entfernt (am nördlichen Ende, d.h. zum Eingang, der sich am Südende zum Tiananmen Platz hin befindet, war es doch noch ein Stück).

Neben der ersten richtigen Besichtigung stand damit aber auch die erste Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug an. China hat (in der Theorie zumindest) die schnellsten Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Züge von 380 km/h Maximalgeschwindigkeit allerdings vor ein paar Jahren auf 300 km/h reduziert. Das ist also so schnell wie in Deutschland ein ICE auf der Hochgeschwindigkeitstrecke, z.B. zwischen Nürnberg und München fahren kann. Dass die Dimension eine andere ist, zeigt die Tatsache, dass man von Shanghai bis Beijing für gut 1200 Kilometer mit der schnellsten Verbindung (die wir hatten) laut Fahrplan knapp fünf Stunden braucht (mit Stopps in Nanjing und Jinan). Zum Vergleich: Karlsruhe-Hamburg ist etwa die Hälfte der Strecke und die DB veranschlagt dafür allein schon fünfeinhalb Stunden. Und auch über den Preis kann man nicht meckern, ein Zweite Klasse Sitzplatzticket kostet umgerechnet knapp 75€ – egal wann ich es buche, so lange verfügbar. Take this, DB!

Auch hier läuft natürlich nicht alles reibungslos, als Nichtbesitzer einer chinesischen Identitätskarte muss man beim Ticketkauf u.U. lange anstehen (weil man keinen Automat zur Abholung von online gebuchten Tickets benutzen kann; Tickets sind hier immer an die Ausweisnummer gebunden) und unser Zug hat sich am zweiten Stop, in Jinan, eine Verspätung eingefangen (sind im Bahnhof stehen geblieben; leider hab ich natürlich die Durchsagen nicht verstanden). Trotzdem war das Reisen mit der Chinesischen Bahn verdammt komfortabel, im Hochgeschwindigkeitszug werden nur Sitzplätze verkauft, d.h. keine überfüllten Züge; alle paar Minuten kommt der Service vorbei und verkauft Häagen Dazs Eis, Fertiggerichte, Getränke, Kaffee, Popcorn (!!!) und so weiter. Auch der Speisewagen ist ganz gut ausgestattet – und vergleichsweise (wiederum zu deutschen Preisen in Bahnhöfen und Zügen) sehr günstig. Alles in allem ist das eine super Reiseoption!

Bevor das jetzt hier wieder ein viel zu langer Beitrag wird, schieb ich den Teil mit ein paar Bildern hoch und schreibe den Rest von unserem Beijingtrip vorab. Schaut morgen wieder rein, dann wird der Teil auch veröffentlicht sein :)

 Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön… Vergnügungspark? Mit Sphinx? Muss ich mal mehr rausfinden Das hat einfach zu gut gerochen…! Der Beweis, wir sind da Hutong vor unserem Hotelzimmerfenster