Schöne Aussichten Heute

Heute ging es dann auf den Mauna Kea. Mit 4205 Meter üNN der höchste Berg Hawai’is. Dank klarer Luft eine prädestinierte Station für Observatorien, Teleskope und einen Haufen Schnickschnack.

Bis zum Visitor Center kommt noch jedes Auto, ab dort kann man auch die letzten 1200 Höhenmeter zu Fuß begehen. Oder man setzt sich in einen 4WD und fährt hoch.

Oben war herrlich wenig los und die Landschaft einfach weiterhin gigantisch.

Am Fuß des Berges auf dem Rückweg würden wir von einem Gewitter überrascht – eigentlich gar nicht so schlecht, wurde wenigstens gleich wieder der Vulkanstaub vom Auto gewaschen.

Übergang Feld zu Lava-Feld. Laut Karte sind diese Lavaströme von 1859, also schon sehr alt.

Nach den ganzen Bergen kam in der Sonne an der Küste von Kona die Lust aufs Baden wieder. Das Baden hat unheimlich Spaß gemacht. Weißer Sand, kristallklares Wasser und ordentlich Wellen für den nötigen Plansch-Spaß – und die eine oder andere „Nasendusche“, wenn man auf der Welle zum Strand zurückgeschwommen ist und dann in der Brandung erwischt wurde. Einfach wunderbar, herrlicher Tag. So muss Urlaub sein!

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Weg vom ‚Hustling & Bustling‘ – Ba Vi NP

Hanoi war laut und wuselig und eine richtige Großstadt – Halong Bay hingegen dann eine Oase, zumindest morgens früh mit Tai Chi an Deck bevor alle Boote kommen.

Sa Pa war Disney Land und so war es gar nicht so verkehrt, dass wir noch eine Nacht auf dem Land eingeplant hatten. Die Idee kam ursprünglich zu Stande, weil Pat nicht so viele Nächte in Hanoi verbringen wollte.

Auf dem Weg von SaPa zum Flughafen hat Pat also einen Abstecher durch den Ba Vi National Park vorgeschlagen. Dort gibt es ein paar nette Homestays und so waren wir fröhlich auf dem Weg.

Unser Fahrer kam mit der Ortsangabe nicht so ganz klar, bzw wollte seinem Navi einfach nicht glauben, dass wir in die Pampa wollten. Am letzten großen Ort hat er noch zwei Mal nachgefragt, ob Long Viet wirklich in diese Richtung liegt.

Long Viet 2 ist ein Bauernhof. Am Tor haben wir zuerst die „Klingel“ gefunden, ein belgischer Schäfer Welpe (naja, oder junger Hund. Aber noch recht klein und ängstlich vor den komischen Fremden). Die Herbergsmutter kam uns gleich begrüßen. Sie kann sehr gut Englisch (nachdem ich die Herberge gesehen hab war ich sehr überrascht während der Planung, eine prompte und lesbare Antwort auf meine Facebook-Nachricht bekommen zu haben) und ist bemüht, alle Wünsche zu erfüllen. Der Rest der Bauernhofbewohner kann kein Englisch, aber das macht auch nichts. Wir klären alle elementaren Dinge ab, Abendessen und Frühstück und den Transport zum Flughafen am Folgetag. Ach ja, sie würden uns auch noch ein Vesper machen, am Flughafen essen ist ja teuer und nicht so gut. Okay, warum nicht. Die paar Bewertungen im Internet haben alle das Essen über den grünen Klee gelobt, da verlassen wir uns jetzt mal drauf.

Das Nebenhaus, das auch die einfachen Gästezimmer beherbergt, besteht zur Hälfte aus einem offenen Raum mit großem Schrein. Vermutlich wird für eine gute Ernte geopfert – und im „Esszimmer“ (der Bereich unter dem Bauernhaus) liegt auch eine große Menge Reis zum Trocknen aus, in dem die Katzen munter toben – und ab und an ihr Geschäft verrichten.

Uns wird schnell klar: wir haben unseren Urlaub um „eine Nacht auf dem Bauernhof“ bereichert. Als wir los ziehen um ein bisschen im Nationalpark spazieren zu gehen, führt die Nachbarsoma gerade ihren Wasserbüffel an der Leine spazieren. Auch nett.

Für den Nationalpark haben wir viel zu wenig Zeit, genießen aber einfach einen ausgedehnten Spaziergang, die Ruhe und die gute Luft. Es ist herrlich.

Abends beschallt der Herbergsvater uns mit Modern Talking und es ist schon fast komisch. Keine Musik (und mehr von dieser fantastischen Ruhe) wäre uns lieber, aber wir sind auch nicht die einzigen Gäste… Dafür wird das Abendessen aufgetischt, es gibt frischen Salat mit Obst, knackiges Baguettebrot und eine Spezialität der Gegend: Strauß. Wir konnten es gar nicht so glauben und ich habe extra für diese Beitrag nochmal recherchiert: wir hatten ein köstliches Straussensteak mit viel Knoblauch und Gemüse. In Vietnam. Auf dem Bauernhof.

Das Abendessen war jedenfalls ein voller Erfolg und alle Empfehlungen Gold wert. Für Nic und mich war auch die Nacht sehr angenehm, war es doch nicht unser erstes Rodeo auf einem Brett in Asien. Für unsere Reisebegleiter sah das etwas anders aus und schnell wurde das Nachtlager in „Brett mit einem R zu viel“ umbenannt. Trotzdem waren wir am nächsten Morgen bester Laune, die Szenerie war einfach zu malerisch und ruhig. Es hat leicht geregnet und so hatten wir kein bisschen ein schlechtes Gewissen uns neben den Reis zu setzen, den Landgeräuschen zu lauschen, zu tratschen und das Leben zu genießen. Aus den Boxen schallt auch kein Modern Talking mehr, sondern angenehme „Fahrstuhlmusik“ – die hätten wir gestern Abend auch lieber gehabt ;) Aber: Diese Nacht auf dem Bauernhof hat unglaublich gut getan und der Besuch hat sich in vollem Umfang gelohnt.

Achja, unser Vesper bestand aus einem ganzen Baguette pro person, belegt mit: genau! Straussensteakstreifen. Das Auto hat nach Knoblauch gemüffelt aber wir waren glücklich. Danke, Ba Vi National Park und Long Viet 2! Falls ihr mal in diese Ecke kommt: das Homestay ist die vietnamesische Verkörperung von „Urlaub auf dem Bauernhof“ und eine Oase der Ruhe, das tut für 1-2 Nächte auch einfach mal so richtig gut!

Rastplatz auf dem Weg zum Nationalpark Die Nachbarn, hinten der Wasserbüffel Eingang zum Freiluftmuseum (Long Viet 1): Darstellung alter vietnamesischen Landlebens Bananen und Hahn In diesem Bild kann man die Ruhe des Ba Vi Nationalparks förmlich hören Sonnenuntergangsleuchten. Zeit, zurück zu gehen. Die Männer am Eingang zum Bauernhof Vietnamesischer Kaffee mit ganz süßer, eingedickter Kondensmilch Feine Butter. Auch am anderen Ende der Welt… Dinner-Selfie Der Hauptgang. Wenn ich das sehe möchte ich am liebsten wieder in den Flieger steigen… Nic tanzt zu Modern Talking Katzenspielplatz Die großzügige Schrein-Halle neben unseren Zimmern Morgens darf auch das Vögelchen raus Und wieder Kaffee in landestypischer Darbietung Unten rechts haben wir geschlafen, der eingefasste Brunnen/Teich im Vordergrund ist bei den klimatischen Bedingungen optimaler Nistplatz für Moskitos. Dafür haben wir echt wenig abbekommen! Unten das „Esszimmer“ Vesper auf dem Weg zum Flughafen

Auf dem Dach Indochinas

Eine Sache hatte ich noch zu Sa Pa vergessen, das muss ich sofort einschieben. Überall wurde Lachs-Sashimi angeboten. Also frischer, roher Lachs in dünnen Scheiben; ungekocht und ungeräuchert… Das fanden wir doch etwas suspekt, ich hätte jetzt nicht erwartet, in Vietnam Sushi essen zu gehen, in welcher Form auch immer. Eine kurze Internetrecherche hat uns aber weiter gebracht: Lachs wurde schon in die diversesten Klimata versucht einzuführen und anzusiedeln – und nur an einer Stelle hat es außerhalb der üblichen Regionen richtig gut geklappt: Sa Pa. Das Klima ist wohl kühl genug im Jahresdurchschnitt und so gilt der Lachs als Delikatesse, mit festem Fleisch, feinen Muskeln und kaum fett. Wirklich etwas Besonderes. Nach dieser beruhigenden Recherche müssen wir den vietnamesischen Lachs natürlich unbedingt probieren, und ich muss sagen: seinen Ruf hat er definitiv verdient. Wirklich etwas Besonderes, wenn man die Lokalisation in Betracht zieht!

Nun aber ab in die Berge, die uns am morgen wolkenverhangen Grüßen. Der Frühstück-Saal hat eine komplett verglaste Front mit Bergpanorama und so können wir bei Pho und Frühstückseiern dem Hochnebel und den Wolken beim auf- und wegziehen zuschauen. Die Sonne kämpft sich immer wieder durch und es gibt herrliches Licht.

Wolkenverhangen ist gar nicht so schlecht, denn da bestätigt sich was wir in Südafrika am Tafelberg schon erlebt haben: abschreckend für die großen Touristenmassen, aber meist ist das Wetter variabel genug, dass man genug Aussicht bekommt. So auch auf dem Fansipan. Die Wolken wehen uns um die Nase, und alle paar Minuten ändert sich wieder die Sicht und die Aussicht. Wirklich fantastisch.

Schon allein die Fahrt mit der Seilbahn ist spannend, wie man durch die Wolken rauscht, nicht wissend was einen oben erwartet und wie sich die Reisterassen präsentieren. Die Seilbahn spannt sich über sechs Kilometer über das Tal (und die vielen kleinen Einfurchungen dazwischen) und eine Viertel Stunde lang darf man Reisfelder, Wanderwege, Arbeiter, Hütten, Wasserfälle, Bäume, Sträucher und so manches mehr bewundern. Schon allein dafür hat es sich also gelohnt.

Doch auch oben an der Seilbahn Station angekommen (wenn man einmal den Krust-Laden hinter sich gelassen hat), überrascht uns der Berg. Hinter der Seilbahn wartet ein Tempel, mit großer Buddha Statue und kleinerer Amithaba Statue (in einiger Entfernung, aber auf dem Rückweg wollen wir die auch sehen) und vielen kleinen Gebäuden. Von dort aus geht es viele Stufen weiter Richtung Gipfel. Die dünne Luft lässt mich schnell aus der Puste kommen. Während Pat und Nic schon mal den Gipfel erklimmen genießen Max und ich noch ein Pläuschen auf einer der vielen Steinbänke entlang der Treppen und lassen uns ein bisschen die Sonne auf die Häupter scheinen. Einfach herrlich hier, selbst mein Schnaufen stört mich da weniger. Alles ist brand neu, erst seit ein paar Jahren arbeitet Vietnam an einer „Präsentation“ seines höchsten Berges – ob er das nötig hat, weiß ich nicht, aber stören tut es mich auch weniger.

Endlich oben angekommen ist dann doch ein bisschen mehr los als gedacht, aber eigentlich auch nicht wirklich viel. Wir verbringen viel Zeit, schauen von allen Ecken mehrfach hinunter, immer wieder wechselt durch die wehenden Wolken die Sicht. Mal sieht man auf den Buddha, mal auf die Reisterassen und mal richtig weit. Die Sonne ist schön warm und die Szenerie viel zu verlockend, um nicht unzählige Fotos zu machen. Die meisten Touristen wollen Bilder mit der „Gipfelpyramide“, die die Höhe des Fansipan anzeigt. Weil das früher zu Probleme und langen Schlangen geführt hat, gibt es davon mittlerweile mehrere – auf verschiedenen Höhen auf dem Gipfel. 3143 m steht aber auf jeder…. oh, well.

Auf dem Weg nach unten beschließen wir, dass außer Catcat (was sich ja als sehr unspektakulär herausgestellt hat), das Dorf der Hmong unterhalb von Sa Pa, nichts auf uns wartet und wir noch einen Abstecher zu der stehenden Statue machen wollen. Die Absperrung, von der wir uns fast sicher sind, dass sie beim Aufstieg noch vorhanden war, ist zur Seite geschoben. Entweder das Wetter hat sich deutlich verbessert (gut möglich) oder es war ein Versehen. So oder so, sobald wir die Route auf den Hügel hinauf verlassen wird es plötzlich richtig still und einsam. Nur wir vier und die Natur und die in Stein gefassten Wege. Herrlich, nach all dem Sa Pa Trubel. Wir bleiben also viel länger als ich eigentlich erwartet hätte, genießen aber einfach die Zeit, die Natur, das Wetter.

Auf dem Rückweg zur Seilbahn wird es plötzlich laut, einerseits weil noch eine kleine Einschienenbahn entlang rumpelt (für alle, die keine Treppen steigen wollen), andererseits weil einige der Besucher wohl sehr aufgeregt sind. Ist aber ja auch der höchste Berg Vietnams. Da darf man das schon mal.

Ein bisschen Aufregung haben wir bei der Seilbahn-Rückfahrt selbst auch noch – wir bleiben stehen. Zum Glück haben wir ein vietnamesisches Pärchen an Board (wir sind nur zu sechst in der großen Gondel), die uns die Durchsage übersetzen: Es gibt ein Strom Problem, aber keinen Grund zu Beunruhigung. Kurze Zeit später setzen wir unsere Fahrt aber fort – und deshalb gibt es unten zwei Zeitraffer-Videos zu bestaunen. Ach ja, in unserem Grill-Imbiss ist immer noch Stromausfall, als wir ankommen. Hat wohl ganz Sa Pa erwischt. Wenige Minuten nach unserer Bestellung gehen aber Licht und Musik an und der Trubel geht weiter.

Abends gönnen Pat, Max und ich uns noch eine Massage im Hotel, eine willkommene Erfrischung nach dem Treppensteigen in dünner Luft. Ich schlafe wie ein Baby und nicht mal der Baulärm am nächsten morgen kann mich aus der Ruhe bringen. Morgendlicher Nebel  Tempel unten an der Seilbahn Station Hoch über den Reisfeldern… …und Wäldern Tempelturm oben an der Seilbahnstation Nic sorgt für Winde Tempelfrieden zwischen Seilbahn und Gipfel Großer sitzender Buddha, leider eingerüstet. Selbst da oben wir gebaut, die hellen Lichtflecke vom Schweissen sieht man von unserem Balkon im Hotel sogar. Vorbeifetzende Wolken, rechts am Bildrand die Seilbahnstation und das Fundament des Buddhas Strahlender Himmel durch Lücken in den strahlenden Wolken  Meine Männer vor einer Wand von Nichts Buddha nochmal von vorne Und schon ist der Turm-Tempel im Nebel verschwunden. Kann schnell gehen, hier oben.

Part 1 vom „Abstieg“ bis zum Stromausfall

Und Part 2, vom Stromausfall bis zurück nach Sa Pa

 

Sa Pa Reisterassendisneyland-Charme

Entschuldigt für die lange Wartezeit, November ist da noch etwas vollgestopfter als sonst :)

Nach der berauschenden Bucht von HaLong ging es per Auto-Transfer für eine Nacht zurück nach Hanoi, in „unser“ Hotel – wo wir direkt mit offenen Armen, Nachfragen wie unser Trip denn war, was man noch so für uns organisieren könne und viel Komfort empfangen wurden.

In „unserem“ Cafe direkt gegenüber wurden wir natürlich auch sofort wiedererkannt und so war der Übergangstag weniger „verschwendet“ als ich befürchtet hatte und mehr eine schöne kleine Möglichkeit, etwas runter zu fahren und das Gesehene zu verarbeiten – und sich für neue Abenteuer zu rüsten.

Am nächsten Morgen ging es auch gleich sehr früh los, per Minibus zur Bushaltestelle. Sa Pa mit seinen Hügeln, Bergen, Reisterassen und alten Bergvölkern wartete. Sa Pa sollte mit dem Bus circa 4-5 Stunden entfernt sein, so waren wir doch recht entsetzt, als der Minibus voll besetzt war und dann noch zwei Männer einen Stehplatz (mit eingezogenem Kopf und Rucksäcken auf dem Rücken) zugeteilt bekamen.

„Only to big Bus stop…“ lässt der Fahrer verlauten – na dann wollen wir mal hoffen, dass die Bushaltestelle nicht so weit ist… 5 Minuten später werden wir nach und nach ausgeladen und der Reisebus wartet schon. Ist allerdings auch voll. Nach viel hin und her mit dem Gepäck und allen anderer Touristen, Abfahrt des ersten Busses, Gedanken, ob wir es wohl heute noch nach SaPa schaffen, kommt der zweite Reisebus. Mit Liegesitzen. Welch ein Komfort, aber auch welch ein Sicherheitsrisiko (mir war klar, dass es da kein schnelles Aussteigen/Evakuieren gibt, sollte etwas passieren – blöde ‚worst case‘ Gedanken immer). Kann man nichts machen, Tickets sind gebucht und so liegen wir endlich auf dem Weg in die Berge.

Während der Fahrt kann man zu beginn herrlich dösen (Liegesitze!!! Ging ja auch früh los), lesen, Musik oder Podcasts hören. Gegen Ende wird das Ganze dann schon spannender. Nicht nur landschaftlich, wobei das schon sehr gigantisch wird, auch was die Fahrt angeht. Serpentinen die sich den Berg hochschlängeln mit einem Bus, der viel mehr PS als die LKWs und Kleinlaster hat, die sich auch den Berg hochschlängeln. Das ein oder andere haarsträubende Überholmanöver vor den Kurven und Gymnastikball-tiefe Schlaglöcher treiben doch noch mal den Puls in die Höhe. Aber: alles Routine und so kommen wir sicher in SaPa an, ca 1600 m üNN. Und es zeigt sich, was wir schon gelesen haben: Tourismus pur. Hotel neben Hotel, Taxen und vor jedem Restaurant oder Massagesalon „Marktschreier“, die einen anzulocken versuchen. Darüber hinweg der Baulärm, von den zig neuen Hotels, die am Entstehen sind. Und die „Ureinwohner“ (bzw. indigenen Völker), aber dazu komme ich später noch genauer.

Trotzdem, die Reisterassen sind gigantisch und wir sitzen erst einmal auf den Balkonen unserer Zimmer (wir waren hoch genug für den herrlichen Blick! In diesem Hotel gibt es seit neuestem in den niedrigen Stockwerken nur noch Blick auf das nächste Hotel, wo noch fleissig geschweisst und verputzt wird. Arbeitssicherheit ist auch da kein Thema, die Männer kraxeln am 5-7 Stockwerk auf baufälligen Brettergerüsten aussen rum und arbeiten. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll). Gegenüber trohnt die Bergflanke des Yunnan Gebirges, mit dem Fansipan als höchste Erhebung Vietnams und ganz Indochinas. Natürlich zieht es uns auch dort hin, wie es das mit beeindruckenden Bergen so an sich hat. Die Besteigung von Sa Pa aus dauert allerdings in etwa drei Tage, da man immer wieder in Täler absteigen und weitere Bergrücken erklimmen muss. So beschließen wir, am nächsten Tag die Seilbahn zu nehmen und den Gipfel eben im Schnelldurchgang zu stürmen. Auf über 3100 Metern ist die Luft ja auch schon dünner und die restlichen Höhenmeter von Seilbahn bis zum Gipfel werden es sicher auch in sich haben, sodass zumindest ein bisschen was Kleines für das Sportlerherz getan ist.

Aber zuerst wartet eine Dorferkundung und Essen auf uns. Schnell zeigt sich, was sich bei uns in China schon bewährt hat. Da wo am wenigsten geschrieen, aber lecker gegrillt wird, ist es gut. Und so ist der Familien-Grillimbiss im Nu unsere Anlaufstelle für knapp drei Tage in Sa Pa. Zum Schluss sind wir fast Teil der Familie und werden liebevoll verabschiedet. Danke, für dieses Stück „Geborgenheit“ im Tourirummel!

Sa Pa ist die Heimat von alten Bergvölkern, vor allem die Hmong sieht man sehr viel (etwas unterhalb gibt es noch ein Hmong-Dorf, Catcat, welches aber so touristisch ist, dass uns einmal durchschlendern mehr wie genügt), aber auch Red Dao und Tay sollen ansässig sein.

Die Hmong Damen pilgern jeden Abend nach Sa Pa um dort ihre gebastelten Waren an die leichtgläubigen Touristen zu bringen und so manche wird man kaum wieder los. Manchmal fragt man sich, ob die eine Art Verkaufstraining absolvieren müssen, schon kleine Kinder werden da vor Spielzeug gesetzt. Die Reiseführer mahnen alle, nichts von Kindern zu kaufen, egal wie groß das Mitleid ist. Denn so lernen sie nur „nicht zur Schule und verkaufen“ = mehr Kohle als die Eltern mit ihrer Schuldbildung verdienen.

Die eine Hmong Dame, die uns von Sa Pa nach Catcat unaufhörlich auf den Fersen ist und vollquasselt lässt auch erst von uns ab, als wir sie überzeugen, dass ihre Zeit viel besser investiert ist, wenn sie sich neue Touristen sucht. Weil wir ganz sicher, definitiv, nicht von ihr kaufen werden. Egal wie lange sie uns belästigt, und je weiter sie mit uns mit geht, desto mehr Geschäft entgeht ihr oben. Puuuh, ein hartes Stück Arbeit. Aber ihre traditionellen Gewänder und Kopfbedeckungen sind schön anzusehen und die verhärmten Gesichter der Alten zeugen von einem harten Leben auf dem Berg. So manche Hmong-Omi hätte ich gerne geknuddelt und auf ein Essen eingeladen. Aber ich weiß mittlerweile, dass die Welt so leider nicht funktioniert. So begnüge ich mich damit, mein eigenes Glück zu reflektieren und mein Mitgefühl und alle anderen Emotionen, die so auf mein einbrechen, mit einem dicken Kloß runterzuschlucken (die Männer, meine Reisebegleitungen, würden das eh nicht wirklich nachempfinden können und alles drüber reden macht es auch nicht besser). Auch hier zeigt sich wieder: Das Leben läuft in anderen Ländern anders, zum Teil sehr viel anders. Und es ist eine gute Gelegenheit, mal wieder dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass ich als Tourist (welche Dekadenz!) durch ein Fenster schauen darf, zu einem ca 4000 Jahre alten (erste Aufzeichnungen gibt es seit 2000 Jahren, aber die Schätzungen gehen von dem doppelten aus) Bergvolk und ihrer Anpassung an die moderne Welt.

Unseren Abstecher zum Fansipan verschiebe ich jetzt, der Länge wegen, auf einen neuen Blogpost und dafür gibt es dann jeweils ein paar mehr Bilder, hier und beim Fansipan-Beitrag.

Nach dem ganzen Touri-Rummel geht es mit einem Privatfahrer (Busfahrt nach Hanoi und weiter nach Ba Vi ist unpraktikabel und nur marginal günstiger, ich bin dankbar, denn im Liegebus den Berg runter, da wird mir nur beim dran denken schon schummrig) auf’s Land. Und zwar so richtig.

Busfahrt Erst Reisterassen… … aus dem Busfenster raus… … schon sehr beeindruckend! Unser neues Lieblings“Restaurant“ Fansipan in der Abendsonne Und im Abendnebel Auch nachts ist im Dorf gut was los Morgensonne Zaubert tolle Farben ins Tal Ein Stück wunderbare Natur Und wenn man den Baulärm ausblendet ist es einfach nur idyllisch! Falls mal wer in SaPa ist: geht auf jeden Fall unsere Freunde besuchen :) Regen auf der Straße nach Catcat, aber gut was los. Am Straßenrand liegen Felder und Reisterassen, gefühlt wird jeder Quadratzentimeter genutzt (Landwirtschaft oder Tourismus)

Nachtrag: Roadtrip Tag7: Taupo bis Pahiatua, oder: von Bergen und Flüssen

Die Bilder sind auch diesmal wieder in umgedrehter Reihenfolge…

 Der Fluss Rangitikei, in Herr der Ringe als Anduin, auf dem die acht Gefährten am Ende des ersten Teils mit den Kanus fahren Der Fluss schlängelt sich majestätisch durch das Valley Hier unten am Fluss – Frühling! Auf dem Weg zur Mokai-Brücke (von der die ersten beiden Bilder aufgenommen sind), sind wir fast drei Stunden einsam über Hügel gefahren, ganz selten haben wir andere Menschen gesehen, dafür umso mehr Schafe und Kühe Schnee – Das Wetter war leider sehr benebelt, Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu (der höchste Berg der Nordinsel) waren versteckt. Hier sind wir an der Talstation des Skilifts von Mt. Ngauruhoe – Wanderer gab es kaum, Wintersportler umso mehr. Kein Wunder, bei dem Schnee und am Wochenende Mt. Ruapehu in der Entfernung in den Wolken – natürlich ein aktiver Vulkan. Ich möchte nicht in Neuseeland sein, wenn hier mal Doomsday herrscht. Das Bild verdeutlicht gut, weshalb wir im Tongariro NP leider nicht wandern konnten Blick über geothermisches Land Eine heiße Thermalquelle, das glasklare Wasser und der Wachstum darin zeigt, wie gut die Mineralien sind Dampfbad im Freien – betreten natürlich streng verboten! Nebenan gibt es das Thermalbad Gesammelte Tropfen aus dem Dampf der heißen Quelle  Tagesanbruch in Taupo, das Wetter scheint besser zu werden. Ein herrlicher Tag.

Huangshan Endbetrachtung (18.04.2016 -Tag18-)

Nachdem wir eine unglaublich schöne und sehr ruhige Zeit abseits des Hauptweges hatten, war der Schock, zurück nach „China“ zu kommen umso größer. Schon kurz bevor unser Weg wieder auf den Hauptweg traf, wurde das Geräuschlevel immer lauter und lauter. Das Wetter war viel besser als erwartet, der Regen blieb aus und zeitweilig schien die Sonne. Außerdem war es Sonntag. Ergo: Der Berg wimmelte nur so von Touristen. Eine geführte Tour mit Lautsprecher (>brazzzzzzz<) nach der nächsten, Gruppenweise junge Mädchen, die sich mit Michi und Nic fotografieren wollten. Der Lotus Peak, den wir ursprünglich mal noch besteigen wollten (ich muss fairer Weise sagen: ich hätte es körperlich nicht mehr geschafft) war wegen starken Windes gesperrt und unsere Nerven lagen nach der ganzen Ruhe und Idylle blank. So hieß die Devise: nichts wie runter von dem Berg und zu unserem Grillladen von Freitagabend. Immerhin was, worauf wir uns alle gefreut haben. Nachdem der letzte Bus von Tangkou nach nach Tunix schon gegen 17:30 gehen sollte und wir für die 15 km Abstieg circa 4-5 Stunden gebraucht hätten, gab es um 13:00 auch nur noch die Seilbahn. Meine Knie und ich waren dankbar – doch der Weg dort hin war die Hölle.

Platzangst darf man sicherlich keine haben – und empfindliche Ohren auch nicht. Rumschreiende Muddis und Omas (die Generation 50+ hier raubt einmal manchmal den letzten Nerv, das werde ich bei Gelegenheit nochmal weiter ausführen). Heute reicht wohl die Geschichte: in einem Strom von Menschen, der sich langsam über die Stufen mäandert, bleibt die „entiteled Muddi“ (wie ich sie liebevoll nenne) vor einem unvermittelt stehen, dreht sich auf dem Absatz um (merke: sie hält damit in diesem Fall locker an die 100 Menschen gleichzeitig auf…) und schreit ihrer Familie / Freundin / Gruppenkollegin 20 Stufen weiter hinten etwas entgegen. In mein Ohr. Überhaupt stimmt der Stereotyp, hier geht einfach alles lauter zu. Aber daran kann ich mich überhaut nicht gewöhnen, das hat nichts mit Kulturschock zu tun oder Intoleranz. Ich finde das einfach nur unhöflich und antisozial. Ebenso, wenn uns einer der Träger entgegen kommt und versucht, und als Kunden zu gewinnen. Kurz zuvor spuckt er allerdings einen tief hochgeholten Klumpen Schleim auf die Stufe. Was ist denn das für eine Art, Kunden für seine Dienstleistung zu gewinnen?

Mit jeder Minute wurden wir innerlich aufgewühlter, um es ma zu umschreiben. Unsere Stresslevel beruhigten sich, als wir in der Seilbahn saßen und dank des Windes gemütlich nach unten schwebten.

In Tangkou angekommen freuten wir uns erst mal, von der Bushaltestelle in den Ort zu laufen. Ein paar hundert Meter ohne Treppenstufen laufen. Einfach himmlisch.

Unser Grillladen hatte leider den Grill nicht aufgebaut – aber wir beschlossen, dann eben was von der Karte zu essen – Hauptsache bei denen, da war’s nämlich gut. Unter anderem einen Oktopusspieß. Und was erblicken unsere erfreuten Augen da? Sie bauen den Grill auf. Flugs haben wir (auf nachfragen, versteht sich), wieder unseren Tisch raus bugsiert und das Lager unter der Brücke aufgeschlagen. Am Kühlschrank haben wir dann noch fleißig Spieße zusammengestellt und waren sehr schnell wieder sehr versöhnt. Die Erfahrungen waren einfach herrlich und allein die drei einsamen Stunden auf dem Weg zur Fairybridge haben das Wochenende extrem lohnenswert gemacht.

In Tunxi angekommen hatten wir noch sehr viel Zeit bis zum Rückflug. Also noch eben in die Altstadt gefahren (erste Linienbusfahrt in China!). Die ist wirklich, entgegen der Onlinerezensionen (auf die ich wirklich nach dem Wochenende gar nichts mehr geb) sehr sehenswert und war ein schöner Wochenende-Ausklang.

Als Highlight zum Abschluss haben wir die Bushaltestelle für den Linienbus zum Flughafen nicht gefunden – und sind mit einer kleinen Mopedrikscha hingedüst. Der Fahrer hatte eine Gaudi mit uns und wir hatten nochmal eine kleine außergewöhnliche Rundfahrt durch Tunxi, Huangshan City.

Der Muskelkater hielt bei mir drei Tage – aber das war es allemal wert. Berge zu sehen, Stille zu genießen, frische Luft zu atmen und sich körperlich draußen betätigen. Alles Dinge, die ich früher für selbstverständlich angenommen habe.

Hier die letzte Runde Bilder bevor ich mich diese Woche wieder anderen Themen widme.

   Michi umschwärmt
  Nic und Michi umschwärmt

   Abstieg
  Teepflückerinnen. Huangshan ist eine bekannte Teeregion

   Erste Linienbusfahrt in Tunxi
  Unser Grillladen in Tangkou. Wir sind jetzt auch Teil der Familie, selbst die Ayi kam gleich wieder zu uns :)

   Die sind wohl morgens voll – Seilbahnstatiom an den Western Steps
  Tunxi Altstadt

   Auf dem Wasser
  Stefan, Dani und Nic in der Altstadt

 Blick zur Rikscha vorne raus
  Am Flughafen. Auch der Fahrer freut sich vorne drin

PS: sorry, dass die Bilder jetzt teilweise nicht chronologisch waren… Keine Ahnung, was da passiert ist. Aber ich freu mich einfach, dass es überhaupt wieder klappt

Huangshan Sonntag 1 (17.04.2016 – Tag17-)

Bevor wir gleich wieder Richtung Rennstrecke fahren, schaffe ich es hoffentlich, den Nachbericht zu dem Sonntag auf den gelben Bergen zu schreiben.

Wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang sehen und haben das alles bis auf die Minute getimed. Um 4:30 aufstehen, kurz nach 5 aus dem Zimmer und dann aufsteigen zu einem der drei Sonnenaufgangspunkte in Hotelnähe. Der Regen, der mal für die Nacht angekündigt war, hatte sich offensichtlich auch verzogen und so schafften wir es, kurz vor dem großen Ansturm, noch einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Keine Minute zu früh, wie sich zeigte, denn kurz darauf wurde es immer voller und voller.

Die Leute spielten Musik von ihren Handys, sangen laut oder fotografierten die ersten Lichtschimmer – mit Blitz (manchmal hatte ich 4-5 Bilder in einer Reihe, die komplett „hinüber“ waren, nur weil ein paar Leute das Prinzip fotografieren nicht verstanden haben… Leider ist unser Chinesisch zu schlecht, um ihnen erklären zu können, wie man in solchen Lichtverhältnissen ein Bild macht). Unsere superguten Plätze in der ersten Reihe trösteten uns allerdings mehr wie darüber hinweg, dass es wieder nicht die „Alpenstimmung“ war – sondern eher türkischer Basar.

Was ich auf der anderen Seite wiederum sehr charmant fand, war die Reaktion der ganzen Leute auf den Sonnenaufgang. Es war jetzt nicht mein erster Sonnenaufgang, auch nicht der erste vor so spektakulärer Kulisse. Es war schön, keine Frage, aber die Reaktion die von dem Kolletiv hinter uns kam wäre mir im Traum nicht in den Sinn gekommen. Als sich die goldene Scheibe zwischen den Wolkenwänden durch den kleinen Schlitz vor unserem Antlitz in die Himmel schon, war plötzlich Jubelstimmung. Die Leute haben quasi Hurra gerufen und Beifall geklatscht. Das war sehr schön – und eine gute Lektion im Bereich „Dinge nicht für selbstverständlich nehmen“ – auch nicht wenn es täglich auftretende Naturspektakel sind. Nicht jeder hat die Privilegien, die wir haben.

Nach einem äußerst chinesischen Frühstück im Hotel (ich fand es gar nicht so schlimm, aber ich muss auch fairer Weise dazu sagen, dass ich da hart im nehmen bin. Nur im Vergleich zum Abendessen war die Zubereitung leider dürftig. Baozi und Dampfnudeln bekommt man hier morgens an jeder Ecke und ich esse sie auch wirklich gerne – aber die waren einfach nur geschmacksbefreit) stand die Entscheidung an: höchster Gipfel oder Fairy Walking Bridge (ein Brückchen zwischen Felsnadeln, von dem wir dachten, dass wir es am Vortag schon aus der Ferne gesehen hatten). Der Gipfel läge – wenn noch Kraft wäre – auf dem Rückweg, also zu Zweiterem entschieden und los gegangen (wie sich abends herausstellen sollte, hatten wir nur richtige Entscheidungen über das ganze Wochenende – oder einfach viel Glück).

Auf dem Weg zu und von der Fairy Walking Bridge sind uns über die Zeitspanne von drei Stunden ca 10 Menschen begegnet. In China! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Drei Stunden – klar kann ich mich am Sonntag zu Hause an meinen Tisch setzen und begegne keinem. Aber in schönster Natur mit bester Aussicht, beim Laufen. Da hatten wir doch ein bisschen unser Alpen-Gefühl. Die Brücke war etwas enttäuschend, es war nämlich eine andere als gedacht. Aber der Weg dahin und die Aussicht vom „most photogenic spot“ davor (etwa 300 HM höher) hat uns entschädigt. Die Euphorie, die uns im Angesicht diesen Erlebnisses erfüllt hat, kann ich nicht in Worte fassen.

Umso härter war die Rückkehr in die Realität – aber nachdem das hier schon wieder so viel Text wurde, verschiebe ich den letzten Teil der Huangshan-Saga auf morgen. Dafür noch ein paar Bilder:

    Dämmerung
  Gespanntes Warten unter Handymusik

    Angedeutete Sonne
  Applaus, Applaus

    Im Licht betrachtet: Bissi was los
  Wunderschön

    Der beste Ausblick des Wochenendes (äh, hinter uns)
     Alles Stein außer Dani

     Panorama mit Stefan
  Nach dem Wiederaufstieg zum fotogensten Aussichtspunkt

Grand Canyon China (15.04.2016 -Tag15-)

Wettertechnisch hatten wir auch echt Glück, eigentlich hätte es am Samstag regnen sollen. Aber abgesehen von ein paar Tropfen war einfach nur gutes Wetter – was unserer Erfahrung am Sonntag ein klein wenig zum Verhängnis werden sollte.

Der Canyon war sehr beeindruckend, aber die Passagen teilweise schon extrem steil. Höhenangst sollte man da besser keine haben. Wir haben aber gut auf Dani und Michi (der zwar keine Höhenangst hat, aber manchmal sein Leben vor den Augen hat vorbeiziehen sehen) aufgepasst.

Tendenziell waren abseits der Wege schon deutlich weniger Leute unterwegs, aber wir hätten uns da noch nicht erträumen lassen, was uns am Sonntag erwarten würde – und zwar in beide Extreme!

Nach sehr viel Abstieg, wieder nur über Treppenstufen, unterbrochen von Aufstiegen (Treppenstufen…) war uns klar, dass wir weder den Canyon in seiner Gänze durchlaufen können würden, noch, dass wir das mega steile, schmale, enge Stück (das leider den unausweichlichen Mittelteil der abgekürzten Route darstellt) wieder hoch krabbeln wollten. Aber: Rettung naht: Eine Einschienenbahn kam in unser Sichtfeld und wir mussten auch nur noch circa weitere 400 Höhenmeter hinabsteigen (unterbrochen von, ihr erratet es sicher: aufstiegen. Alles mit Treppenstufen, versteht sich). Um dann an ein anderes Ende des „Plateaus“ – mir fällt wirklich kein besserer Begriff ein – hochgekarrt zu werden. Wie schon gesagt: nächstes Mal fahren wir dann hoch und sparen uns statt des mühseligen Aufstiegs unsere Energie für den gesamten Canyon.

Von dort liefen wir wieder munter Treppenstufen, rauf auf den zweithöchsten Gipfel, von dem aus man auf den höchsten Peak (Lotusblumen-Gipfel) und den Schildkröten-Gipfel sehen kann. Außerdem ist eine Art Sternwarte/Überwachungsanlage auf dem Gipfel, welche wir vom Canyon aus schon gesehen hatten.

Von dort ging es nach dem shoppen zum Abendessen im Hotel. Das war mein erstes Essen an einem runden Drehtisch-Ding. Und entgegen aller Onlinebewertungen, dass es so Wahnsinns überteuert sei und dafür nicht mal gut, können wir uns nicht beschweren. Alle Gerichte, die wir bestellt hatten, waren richtig gut zubereitet und wir waren satt, glücklich und fertig.

Den Abend haben wir dann im Klassenfahrt-Stil in unserem 6-Bett-Zimmer ausklingen lassen. Hat nur noch das Lagerfeuer gefehlt, die Stimmung hatten wir. Trotzdem ging’s früh ins Bett – nicht nur, weil wir erschöpft waren, sondern auch weil um 4:30 Uhr der Wecker für den Sonnenaufgang gestellt war. Aber dazu dann morgen mehr.

  vor dem Canyon  
  Action

    Brückchen – ging tief runter
  Felsspalten

    Dani, Stefan und Landsmann

    Steil rauf
  Dieses 0,3 KM Stück als Bindeglied der 8 war krass

    Monorail
  Steil rauf

    Steil runter
  Auf dem Brightness Peak

    Basketball und Zelte
 Auf Klassenfahrt

    Und beim Abendessen