Vorbereitungen abgeschlossen (1)

Die Wohnungssuche ist vorbei. Zum Glück! Heute Mittag haben wir unsere zwei Top-Favoriten nochmal Kopf-an-Kopf besichtigt, Listen mit Vorraussetzungen geschrieben und uns entschieden. Das Vermieterpaar (Developer des Komplex!) wohnt nicht in SH sondern sitzt in Hong Kong. Ein Freund von Ihnen, der zum Glück den Chef unserer Maklerin kennt und deswegen gern mit denen Geschäfte macht (Vitamin B ist in China noch weitaus bedeutungsvoller als bei uns), hat das abgewickelt. Anscheinend (wer weiß, was da alles Geplänkel ist) mögen die Vermieter gerne deutsche Mieter, immerhin besteht die Küche rein aus AEG und einem Franke Waschbecken ;)

Jetzt aber zum wichtigen Teil: der Komplex nennt sich 8 Park Avenue, liegt im Stadteil Jing’an (nördlich des Jing’an Tempel) und unser Gebäude ist ein Neubau, Erstbezug der Wohnung. Wenn das alles klappt, sind Nic und ich einfach nur Glückskinder!!

Drei Schlafzimmer (wobei wir eines in ein Arbeitszimmer umwandeln, denn ein Gästezimmer mit vollem Gästebett reicht uns ja), zwei Bäder, ein großer Wohn/Essbereich und eine vollausgestattete Küche (inklusive Ofen und Geschirrspüler, was in China nicht üblich ist und nicht in allen besichtigten Wohnungen war). Wohn- und Schlafzimmerfenster sind mit Blick auf das Compound (und dahinter natürlich die anderen 8 Park Hochhäuser) was keine Straße und dafür Bäume und kleinen Teich beinhaltet. Dazuhin Süd-West Seite. Klimaanlage und Heizung sind zentral, dadurch dass alles brandneu ist, sind die Fenster top isoliert, was gerade in SH nicht nur für Hitze/Kälte sondern auch für die Geräuschekulisse wichtig ist (wobei wir ja zum Glück nicht auf die Straße schauen).

Die Wohnung liegt im 10. Stock (insgesamt ca. 30 Etagen), zum sehr gepflegten Compound gehören ein Fitnessraum mit den wichtigsten Geräten und ein, zu den anderen besichtigten Compounds, verhältnismäßig riesiger Pool (innen), der gerade bis Ende Juni renoviert wird, Tischtennis, Squash und Sauna. 

Das Compound liegt nur 10 Gehminuten vom Jing’an Tempel, einem der drei bedeutendsten buddhistischen Tempelbauten (neben einem in Peking und einem in Guangxiao) in China, entfernt. Dort gelangt man auch wieder direkt auf die Nanjing Lu und es gibt U-Bahn Anbindung in die Innenstadt oder in die „Szeneviertel“, ein Einkaufszentrum, u.a. mit Laden für westlichen Bedarf und dann noch  EINKAUFSZENTREN mit allem drum und dran, Fressmeile, etc.

Wir sind wirklich begeistert vom Compound, der Wohnung und der Lage – alles in allem hätte es nicht besser kommen können. Das ist alles sehr schwer zu beschreiben, woraus sich folgender Schluss zieht: Ihr müsst es euch einfach anschauen kommen! Es lohnt sich, versprochen!!

Jetzt warten wir auf den Mietvertrag (und fangen an zu planen, was alles mit umziehen soll, was weg kann und was in Deutschland für unsere Rückkehr aufgehoben wird).

 

Der Jing’an Tempel (ich habe ihn drin noch nicht besichtigt).

 8 Park Avenue, das linke hintere Gebäude, das komplett drauf ist, ist es. Aber von diesem Bild kann man es sich wirklich schwer vorstellen. Leider haben wir keine repräsentativeren Bilder, aber ihr glaubt uns sicher auch so, dass es mit Abstand das Beste ist, was wir besichtigt haben :) Und ihr kommt es euch ja dann eh anschauen.

 

Tag 2: Unterwegs

Mit Jetlag 11 Wohnungen besichtigen (in 8 Compounds) ist echt etwas hart. Es waren schön Wohnungen dabei, brandneue, große oder auch kleinere aber dann in toller Führung; mit Fitness oder Pool oder auch beidem. Morgen sehen wir noch ein paar mehr und müssen uns dann entscheiden. Das wird hart. Gerade sind wir aber auch ganz schön erledigt, und das obwohl es erst 18:00 Uhr ist. 

Unsere Maklerin hat uns um 10:00 im Hotel abgeholt und, immer fleißig am Handy chattend oder telefonierend, durch die einzelnen Gebiete und Wohnungen geführt. Kurze Mittagspause war auch noch drin, wir hatten die Wahl zwischen westlichem oder chinesischem Restaurant. Ist ja klar, wofür wir uns entschieden haben, oder?

 
(v.li.n.re.: Pilze, Shrimp Szechuan Style, eingelegte Lotuswurzel, gekochter Salat, Dumplings). Links im Bild noch Nic’s Apfelsaft – sehr frisch gepresst, yummy!

Jetzt versuchen wir, das alles zu verdauen, überdenken und für uns zu bewerten. Eigentlich bin ich auch schon bettreif, aber „es ist doch Weihnachten“ (s. vorheriger Frühstückspost) und ich will natürlich unbedingt noch in die Stadt. Starbucks gibt’s zwar wirklich an jeder Ecke, ich würde aber viel lieber mal die chinesische Kopie finden. Mal sehen, vielleicht laufen wir gleich einem über den Weg… Und der Smog hat sich auch komplett verzogen!!

Hier aber noch ein paar Eindrücke von unterwegs:

  

Glücksbärchis im Auto unseres Fahrers. Frühs durch die Scheibe auch noch recht smogig. 


Fußgängerüberweg über der Straße, unter der hochgesetzten Straße.


Vorne: Hochgesicherter Transport (natürlich wird auf dem Roller nebenher SMS getippt), dahinter ein älterer Chinese wie aus einem Klischee ausgeschnitten und auf modernes Gefährt gesetzt.    

Unsere Maklerin (beide Handys in der Hand). Genialer Rucksack. Zum Thema Mode mach ich demnächst eine gesonderte Rubrik auf.

  

Im Restaurant: Fühle mich an französische Raststätten aus den 90ern erinnert. Nicht gerade positiv. „Notiz an mich selbst: immer zu Hause zur Toilette gehen!“ (Disclaimer: eine der drei Kabinen hatte eine Toilette, allerdings ohne Brille, aber immerhin!) 

  

Motto für euch Besucher :) („Ist es nicht schön, Freunde zu haben die aus der Ferne kommen?“)

  

Blick vom Balkon einer der Wohnungen (die wir sicher nicht nehmen) – alte, kleine Häuser mitten in der Stadt, eingefasst von den Wollenkratzern) und:

 

Blick bis Pudong (hinten Mitte im Dunst, zwischen Hochhaus und dem Haus mit den zwei Kränen, sind der Shanghai Tower sowie das SWFC (der „Flaschenöffner“) zu erkennen).