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Gehe nicht über Los, ziehe nicht 4000 Mark ein.

Seit etwas mehr als einer Woche sind wir hier und der Abschied und der Umzug steckt noch in den Knochen. Wie schon zu Beginn in Shanghai fliegen mir tausend Gedanken zum Thema „Ausländer sein“ durch den Kopf.

Es ist wieder ein kompletter Neustart, abgesehen von 4.5 Worten (Hallo, Tschüss, (vielen) Dank(e), Entschuldigung) keine Sprachkenntnisse; immense kulturelle Unterschiede zu allen Orten an denen ich bisher gelebt habe (Deutschland, USA und China); eine neue Stadt mit eigenen Hürden (mehrere Unternehmen die den (U-)Bahnverkehr regeln und daher kein intuitives System) und Linksverkehr. Und so weiter. Anfänge sind eben nicht immer unbedingt einfach.

Kleine Dinge zeigen mir, wie sehr ich in China zu Hause war. Nicht, dass der schwere Abschied nicht schon Anzeichen genug war. Im Baumarkt beim Klingelschild in Auftrag geben ist mir aufgegangen, dass ich alle meine Fragen auf Chinesisch hätte stellen können – so war es wieder viel Hände, Füße und Google Translate. Und der arme Mitarbeiter tat mir Leid, weil ich so gar kein Japanisch kann (was mich sehr ärgert, jeden Tag mehr. Das sollte eigentlich gute Motivation sein).

Kleine Dinge zeigen mir aber auch, wie tolle das Abenteuer Japan werden kann, wenn wir dann erst mal irgendwann richtig angekommen sind (in ca 6 Wochen sollten unsere Möbel dann auch endlich kommen). Einkaufen macht unheimlich Spaß; alle Delikatessen schauen so verlockend aus, dass wir für unsere Verhältnisse sehr selten Essen gehen – ganz ungewohnt plötzlich. Die Menschen sind – zumindest vornerum, aber das reicht mir ja für’s erste – unglaublich freundlich und höflich. Der Himmel ist blau und die Sonne bräunt tatsächlich meine Arme. Ich habe angefangen, mich wieder mit einem Zweirad durch die Stadt zu bewegen – was mir seit Erlangen gefehlt hat; ich war aber einfach zu vorsichtig im Shanghaier Verkehr.

Und so wohnt halt doch jedem Anfang ein neuer Zauber inne. Immerhin kann ich damit diesen Post auf einer positiven Note beenden. In den nächsten ein bis anderthalb Wochen sollten alle unsere Sachen aus China ankommen, sowie diverse Möbel die wir neu kaufen – von japanischen und schwedischen Möbelhäusern, respektive. Dann ist hoffentlich der erste Wall an Organisation erledigt und das Leben tritt wieder in den Vordergrund.

Und das Japanisch Lernen. Dringend…!

 

Eindrücke aus Yokohama

Gleich mal vorne weg: Japan ist so anders als China! 

Ja, wer hätte das gedacht? Ein Schwellenland auf der einen, ein hochtechnologisiertes Land auf der anderen Seite. Beide Länder liegen sehr dicht auf der Landkarte, sie haben die gleichen Wurzeln (was sich zB auch in der Sprache zeigt; im Japanischen werden (neben japanischen Buchstaben aus zwei Alphabeten) chinesische Langzeichen (also die komplizierteren, traditionellen Schriftzeichen) verwendet).

Was sofort auffällt, ist der Grad an Ordnung. Am Flughafen, in der Stadt, etc. Menschen stehen hier an und drängeln nicht vor. Es gibt sehr wenige Mülleimer, aber noch weniger Müll auf der Straße. Und in jedem Laden, von Restaurant zu McDonalds zur Kaffeekette (hier gibt es eine eigene, Tully’s; die ist sehr gut) räumt jeder hinter sich auf. Da wird nicht nur das Tablett weg gebracht, auch der Müll wird getrennt entsorgt und sogar die Aschenbecher (großer Nachteil!! Hier wird viel in Restaurants geraucht) werden vom Tisch mit genommen, sobald sie benutzt sind. Und das sind nicht nur die Erwachsenen, die Kinder sind hier ausgesprochen gut erzogen. 50er Jahre Deutschland wäre da ein passender Vergleich! 

 Frühling Park Italia Yamate Mit Blick auf die Hafenbrücke Parkpanorama Die Kinder haben aus und scherzen noch mit dem Zebrastreifen-Lotsen Historischer Ausländerfriedhof Suchbild: finde die Katze Traditionell japanisch: Automaten, er ist ihr einen Schritt voraus und die Katze sitzt auf dem Dach Am Stadium Momentan ist Gartenschau und Yokohama ein Blütenmeer in verschiedensten Locations durch die Stadt  Lachs und Thunfisch Sashimi Verführerisch gut: Caramel Latte und Zimt-Knoten  Von der Marina aus, Bombenwetter! Abfahrt des Kreuzfahrtschiffes „Nippon Maru“ – was ein Spaß :) Minatomirai am Abend (links unten: Fotoshootings mit Geisha) Ich hab einen schnieken Mann im Park entdeckt :D Gartengelände an der Marina Räuchermann in der Lampe und Öffnungszeiten auf Deutsch – die Japaner Lieben Deutschland!  Yokohama, his soul town. Sepia im Fischtank vor einem Restaurant Sushiplatte für Zwei (Hochzeitstag-Dinner <3) Volkssport: Baseball. Die DeNa Baystars sind der ansässige Verein, nach Hörensagen sollen die Spiele auch sehr unterhaltsam sein Nippon Maru die zweite, diesmal das Segelschiff-Museumsschiff vor Minatomirai Überall sieht man Leute malen und zeichnen, ist hier offenbar ein großes Hobby. Beeindruckend: alles was wir „über die Schultern“ so gesehen haben war wirklich sehr gut. Etwas einschüchternd ;)