Zu Hause

ist ein lustiges Wort. Wenn man jung ist umfasst es zumeist genau einen Ort: den, an dem man aufwächst (oder in Nics Fall: an dem man aufgewachsen ist). Mit der Zeit (und unserem Lebensstil) kommen da aber neue Orte dazu, an denen man sich zu Hause fühlt. Wo man ankommt, sich auskennt, Emotionen aufkommen, Menschen leben die man gern hat und Wiedersehen möchte, Lieblingsorte sind. Kurz: wo man mal angekommen war und bei jeder Rückkehr direkt wieder ankommt.

Aktuell bin ich überwältigt davon und mir fehlen die Worte um es euch zu beschreiben. Mit all ihrem Chaos, Lautstärke, Dreck ist das hier eine der besten Städte der Welt für mich und ich bin gerade einfach glücklich, nach einem Jahr wieder hier zu sein.

Napali Küste

Nachdem der Norden von Kaua’i aktuell für Touristen nicht erreichbar ist und der Blick von oben schon klasse war – freuten wir uns umso mehr auf unsere Katamaran-Tour mit Dani und Stefan.

Der aufgezogene Taifun hatte sich um Glück schon wieder verzogen und vor allem auf Hinblick des Wetters von heute haben wir alles richtig gemacht.

Heute mal wieder mehr Bilder und weniger Text. War ein langer Abschiedsabend mit Dani und Stefan und ich bin heute etwas müde ;) Wir waren aber trotzdem im Wald spazieren, haben Wasserfälle besucht und waren planschen. Dazu dann aber morgen mehr, heute Napali Küste:

  • Sonnenaufgang mit Mond am Hotel. Der frühe Vogel… Nette Begleitung durch den Tag: eine große Schule Spinner-Delphine Die Napali Küste glänzt in der Morgensonne Unglaubliches FarbenspielMan kann einfach nicht genug von diesem Anblick kriegen. Bei einer Stunde Schwimmpause vor dieser Küste wandert der Blick immer wieder über diese beeindruckende Landschaft Leinen los
  • Schöne Aussichten

    Aktuell sind wir mit Wiedersehensfreude beschäftigt und unsere Prioritäten liegen klar bei Dani und Stefan – sorry für die fehlenden Berichte ;)

    Heute also mal Fotos mit ein bisschen Erzählung der letzten Tage:

    Gestern eine schöne kleine Wanderung im Nordosten der Insel – bisschen matschig, aber… … absolut lohnenswert! Blick Richtung „Zentralmassiv“Kaua’i, die grüne Insel – überall blüht esDanach ab an den Donkey Beach – zu hohe Wellen für richtiges Schwimmen – aber umso mehr Spaß zum PlanschenDonkey Beach Heute dann unser erster Abstecher (mit heißen Tipps von Dani und Stefan) in den Canyon Blick auf die Napali CoastDer Highway Richtung Norden ist leider ab Hanalei nur für Anwohner / Leute mit Genehmigung offen(Unwetterschäden) – deshalb muss ein Blick von oben genügenDie ganzen verschiedenen Schattierungen machen süchtig nach diesem Blick Blick in den Canyon Mit Wasserfall Canyon-Panorama – wir werden die Tage nochmal hin fahren und uns weiter umsehenMittags dann mit Dani und Stefan im Polihale Beach Park am StrandDer nordwestlichste Punkt, den man auf Kaua’i erreichen kann, direkt dahinter geht der Canyon los und schneidet am Meer den Weg ab Toller Sonnenuntergang mit guten Freunden, was will man mehr? Sternenhimmel! Und weil man den nicht mit dem Handy fotografieren kann, gibt es hier abschließen ein Bild vom Weg zurück über die Schotterpiste neben dem Strand. Dafür sind die Jeeps schließlich gemacht ;)

    Alles in allem grandiose Tage. Tolle Aussichten, tolle Gesellschaft! Morgen geht es dann per Boot an die Napali Küste und wir können es kaum erwarten!

    Kaua‘i uiuiui

    Wir sind schon seit anderthalb Tagen auf Kaua’i, aber so mit dem Wiedersehen mit Dani und Stefan und unserem Tagesprogramm beschäftigt, dass ich noch nicht mal zum Schreiben kam.

    Gestern sind wir nach unserer Ankunft nach Port Allen gefahren, um einen Tauchcenter auszuhecken. Bubbles below hat uns gleich für heute gebucht und damit war der Tag auch schon verplant. Treffpunkt 7:00, Fahrtzeit 40+ Minuten -> Wecker um 05:30

    Bis wir einen passenden Spot gefunden hatten, verging eine Weile, vier ihrer Lieblingsspots hatten zu viel Strömung. Der Fünfte war okay, hatte aber leider keine wahnsinnig tolle Sicht.

  • Für den zweiten Tauchgang dann zurück zu einem der Spots – und siehe da, die Strömung hatte sich verzogen und es wurde doch noch ein grandioser Tauchtag. Schildkröten, Weisspitzenriffhaie, große Schule blaugestreifter Snapper, Drachenkopf und und und – ein Oktopus-Pärchen bei der Paarung hat uns an den Rand der Nullzeiten gebracht. Das Weibchen hat nach der Paarung (unüblicher Weise), das Männchen gefressenen und unsere Guides blieben noch eine ganze Weile länger unten, nachdem alle Taucher sicher an Bord des Boots und in Obhut des Kapitän waren. Der eine hatte aber glücklicherweise unsere GoPro mit ;)
  • Danach ab an die Westküste, Polihale Beach. Off-roader, yay. Wir sind müde, morgen ziehen wir aber gleich morgens zu viert los; müssen ja die geringe gemeinsame Zeit nutzen. Sorry für die kurze Beschreibung, hier Fotos:
  • Schildkröte – mit ordentlichem Schlenz im Panzer Blaugestreifte Snapper Oktopus – das Männchen ist da schon größtenteils weg und nicht mehr erkennbar Wunderbares Kaua’iPolihale Beach Nic’s Traum :)Vom Strand direkt ins Valley!
  • Besuch, Besuch

    Was wäre das Leben ohne Freunde?

    Wie ihr wisst ist mir der Abschied aus Shanghai sehr schwer gefallen, umso schöner also dass uns im ersten halben Jahr gleich zweimal Freunde aus der „alten Heimat“ besucht haben.

    Unser erster Besuch, passend einen Tag nachdem unsere Seefracht mit den Möbeln aus Deutschland (und damit unserem Bett, sodass ein Gästebett zur Verfügung stand) kam, waren Dani und Stefan. Zwei Jahre haben wir in Shanghai, China und darüber hinaus die Hochs zusammen gefeiert und die Tiefs zusammen durchstanden. Wie schön also, dass genau sie unsere Besuchercouch einweihen kamen :)

    Das Wochenende war wunderbar, nur das Wetter nicht ganz so hold. Ein Taifun hat seine Arme nach Japan ausgestreckt und was mit viel Regen kurz nach ihrer Ankunft begann, hat sich zu einem ausgewachsenen Sturm hochgeschaukelt (so sehr, dass bei den außen geparkten Autos die Alarmanlagen losgingen) – und ihre Abreise um einige Stunden verschoben.

    Nachdem man das Wetter nicht ändern kann haben wir einfach das Beste draus gemacht, viel getratscht und die Zeit genossen, wie immer gut gegessen und getrunken. Sogar Formel 1 konnten wir noch zusammen schauen, also irgendwie alles wie immer. Beruhigend zu wissen, nur weil man nicht mehr ganz um die Ecke wohnt ändert sich da gar nichts. Und später in diesem Jahr werden wir uns auf einem ganz anderen Kontinent wiedersehen ;)

    Aber hier erst mal die Bilder vom ersten Besuch (im Regen habe ich viel zu wenige gemacht, aber es war ja zum Glück nicht das letzte Mal, dass wir uns 2017 sehen sollten;)):

    Leckerli aus Shanghai: Cinnaswirl Cinnamon Rolls. Ich könnte mich reinlegen! Dazu unsere klassische Samstagmorgensbeschäftigung: Brunch <3 Links hinten: Statue des Hachiko, der berühmte Hund von Shibuya – und wir total im ElementAuf der berühmtesten Kreuzung der Welt – naja, zumindest eine der berühmtesten – Shibuya CrossingStefan und Nic vor dem Meiji SchreinUnd auch ein kurzer Spaziergang durch Harakuju muss sein – auch wenn es schon leicht regnet, hat irgendwie was mit den Schirmen (aber schön auf die Augen aufpassen!)Kleine Wein- und Sektprobe am Tsukiji Fischmarkt – noch sind wir trocken Und ein kleines Stück Normalität: Formel 1 und ein gemütlicher Abend. Hach, könnten wir das doch regelmäßig machen!!

    Danke, dass es euch zwei gibt und wir uns rein zufällig bei dem Medical Check in Shanghai beim look and see Trip kennengelernt haben. Ihr macht unser Leben bunter, fröhlicher, aktiver und schöner! Auf viele schöne neue Abenteuer, hier und dort und anderswo!

    Weg vom ‚Hustling & Bustling‘ – Ba Vi NP

    Hanoi war laut und wuselig und eine richtige Großstadt – Halong Bay hingegen dann eine Oase, zumindest morgens früh mit Tai Chi an Deck bevor alle Boote kommen.

    Sa Pa war Disney Land und so war es gar nicht so verkehrt, dass wir noch eine Nacht auf dem Land eingeplant hatten. Die Idee kam ursprünglich zu Stande, weil Pat nicht so viele Nächte in Hanoi verbringen wollte.

    Auf dem Weg von SaPa zum Flughafen hat Pat also einen Abstecher durch den Ba Vi National Park vorgeschlagen. Dort gibt es ein paar nette Homestays und so waren wir fröhlich auf dem Weg.

    Unser Fahrer kam mit der Ortsangabe nicht so ganz klar, bzw wollte seinem Navi einfach nicht glauben, dass wir in die Pampa wollten. Am letzten großen Ort hat er noch zwei Mal nachgefragt, ob Long Viet wirklich in diese Richtung liegt.

    Long Viet 2 ist ein Bauernhof. Am Tor haben wir zuerst die „Klingel“ gefunden, ein belgischer Schäfer Welpe (naja, oder junger Hund. Aber noch recht klein und ängstlich vor den komischen Fremden). Die Herbergsmutter kam uns gleich begrüßen. Sie kann sehr gut Englisch (nachdem ich die Herberge gesehen hab war ich sehr überrascht während der Planung, eine prompte und lesbare Antwort auf meine Facebook-Nachricht bekommen zu haben) und ist bemüht, alle Wünsche zu erfüllen. Der Rest der Bauernhofbewohner kann kein Englisch, aber das macht auch nichts. Wir klären alle elementaren Dinge ab, Abendessen und Frühstück und den Transport zum Flughafen am Folgetag. Ach ja, sie würden uns auch noch ein Vesper machen, am Flughafen essen ist ja teuer und nicht so gut. Okay, warum nicht. Die paar Bewertungen im Internet haben alle das Essen über den grünen Klee gelobt, da verlassen wir uns jetzt mal drauf.

    Das Nebenhaus, das auch die einfachen Gästezimmer beherbergt, besteht zur Hälfte aus einem offenen Raum mit großem Schrein. Vermutlich wird für eine gute Ernte geopfert – und im „Esszimmer“ (der Bereich unter dem Bauernhaus) liegt auch eine große Menge Reis zum Trocknen aus, in dem die Katzen munter toben – und ab und an ihr Geschäft verrichten.

    Uns wird schnell klar: wir haben unseren Urlaub um „eine Nacht auf dem Bauernhof“ bereichert. Als wir los ziehen um ein bisschen im Nationalpark spazieren zu gehen, führt die Nachbarsoma gerade ihren Wasserbüffel an der Leine spazieren. Auch nett.

    Für den Nationalpark haben wir viel zu wenig Zeit, genießen aber einfach einen ausgedehnten Spaziergang, die Ruhe und die gute Luft. Es ist herrlich.

    Abends beschallt der Herbergsvater uns mit Modern Talking und es ist schon fast komisch. Keine Musik (und mehr von dieser fantastischen Ruhe) wäre uns lieber, aber wir sind auch nicht die einzigen Gäste… Dafür wird das Abendessen aufgetischt, es gibt frischen Salat mit Obst, knackiges Baguettebrot und eine Spezialität der Gegend: Strauß. Wir konnten es gar nicht so glauben und ich habe extra für diese Beitrag nochmal recherchiert: wir hatten ein köstliches Straussensteak mit viel Knoblauch und Gemüse. In Vietnam. Auf dem Bauernhof.

    Das Abendessen war jedenfalls ein voller Erfolg und alle Empfehlungen Gold wert. Für Nic und mich war auch die Nacht sehr angenehm, war es doch nicht unser erstes Rodeo auf einem Brett in Asien. Für unsere Reisebegleiter sah das etwas anders aus und schnell wurde das Nachtlager in „Brett mit einem R zu viel“ umbenannt. Trotzdem waren wir am nächsten Morgen bester Laune, die Szenerie war einfach zu malerisch und ruhig. Es hat leicht geregnet und so hatten wir kein bisschen ein schlechtes Gewissen uns neben den Reis zu setzen, den Landgeräuschen zu lauschen, zu tratschen und das Leben zu genießen. Aus den Boxen schallt auch kein Modern Talking mehr, sondern angenehme „Fahrstuhlmusik“ – die hätten wir gestern Abend auch lieber gehabt ;) Aber: Diese Nacht auf dem Bauernhof hat unglaublich gut getan und der Besuch hat sich in vollem Umfang gelohnt.

    Achja, unser Vesper bestand aus einem ganzen Baguette pro person, belegt mit: genau! Straussensteakstreifen. Das Auto hat nach Knoblauch gemüffelt aber wir waren glücklich. Danke, Ba Vi National Park und Long Viet 2! Falls ihr mal in diese Ecke kommt: das Homestay ist die vietnamesische Verkörperung von „Urlaub auf dem Bauernhof“ und eine Oase der Ruhe, das tut für 1-2 Nächte auch einfach mal so richtig gut!

    Rastplatz auf dem Weg zum Nationalpark Die Nachbarn, hinten der Wasserbüffel Eingang zum Freiluftmuseum (Long Viet 1): Darstellung alter vietnamesischen Landlebens Bananen und Hahn In diesem Bild kann man die Ruhe des Ba Vi Nationalparks förmlich hören Sonnenuntergangsleuchten. Zeit, zurück zu gehen. Die Männer am Eingang zum Bauernhof Vietnamesischer Kaffee mit ganz süßer, eingedickter Kondensmilch Feine Butter. Auch am anderen Ende der Welt… Dinner-Selfie Der Hauptgang. Wenn ich das sehe möchte ich am liebsten wieder in den Flieger steigen… Nic tanzt zu Modern Talking Katzenspielplatz Die großzügige Schrein-Halle neben unseren Zimmern Morgens darf auch das Vögelchen raus Und wieder Kaffee in landestypischer Darbietung Unten rechts haben wir geschlafen, der eingefasste Brunnen/Teich im Vordergrund ist bei den klimatischen Bedingungen optimaler Nistplatz für Moskitos. Dafür haben wir echt wenig abbekommen! Unten das „Esszimmer“ Vesper auf dem Weg zum Flughafen

    Irgendwo im Nirgendwo

    Ich weiß, ich „schulde“ dem Blog noch den letzten Palau Beitrag mit Tauchbildern – dafür brauche ich aber Nic und unsere letzten Wochen waren recht voll gepackt mit Einziehen, Bürokratie und Nic war dazuhin bei der Arbeit sehr eingespannt. Aber wir wussten ja, worauf wir hin arbeiten – ein Wiedersehen mit unseren beiden besten Freunden aus Gymnasiums-Zeiten.

    Eigentlich wollten Max und Pat uns in Shanghai besuchen kommen. Letztes Jahr war allerdings in ihrem Jahresplan schon ein gemeinsamer Urlaub mit einem Freund, Rundreise durch Japan. Also sollte Shanghai dieses Jahr her – und dann kam alles anders…

    Aber von kleinen technischen Details lassen wir uns ja nicht abhalten, Südostasien hat unzählige Reiseziele zu bieten und so haben wir uns eben in Vietnam getroffen.

    Die ersten beiden Tage in Hanoi waren laut und bunt. Es erinnert mich sehr an Shanghai (nur ohne den entwickelten Teil, den man in Shanghai schon findet und in Hanoi noch nicht so). Etwas sauberer, etwas mehr Strassenleben. Ebenso viele Roller, kaum Elektro, mehr Gehupe. Und unglaublich freundliche Menschen.

    Bilder folgen später, wir sitzen gerade im Ba Vi Nationalpark (Hallo deutsche Politiker, in Vietnam hat man selbst im unbewohntesten Hinterland Hochgeschwindigkeitsinternet – vielleicht könntet ihr da ein bisschen dran arbeiten bis wir wieder zurück ziehen? Okay? Super, Danke!!) beim Frühstückskaffee mit dicker, süßer Kondensmilch…

    In eigener Sache

    Vielleicht habt ihr es bemerkt, Titel und Untertitel des Blogs sind endlich angepasst an die neue Situation.

    Am Titelbild arbeiten wir noch ;)

    Das steht aber sinnbildlich auch dafür, dass es Zeit wird, loszulassen. Wir sind jetzt hier und in naher Zukunft wird sich daran nichts ändern. Ich werde Shanghai wohl immer vermissen und China noch oben drauf (vor allem an Tagen wie heute, wo unsere „Reisegruppe“ einen Wochenendausflug nach Xi’an macht und uns Fotos schickt), und das ist auch gut so – ist es doch Zeuge von zwei fantastischen Jahren, die tiefe, warme und deutliche Spuren hinterlassen haben. Aber es ist Zeit, sich zu arrangieren. Und es gibt weitaus schlechtere Orte um sich zu arrangieren als Yokohama. Ganz im Gegenteil. Wir hatten echt viel Glück und das sollte jetzt so langsam im Vordergrund stehen.

    Lange habe ich überlegt, ob ich für diese neue Zeit ein neues Blog beginnen möchte – habe mich aber noch in Shanghai (wie ihr bestimmt schon gemerkt habt) dagegen entschieden. Das ist mein Blog für unsere gemeinsame Auslandserfahrung. Mein Tagebuch, das mich für immer an diese geniale Zeit in anderen Welten, hinter dem Horizont, erinnern soll. Dass der Name nun vielleicht irreführend ist, interessiert mich dabei wenig – schließlich ist Banzai! ein japanischer Schlachtruf und so sind wir meines Erachtens noch mittig im grünen Bereich ;)

    Zum Thema Banzai habe ich im letzten des vierteiligen Urlaubsblogs dann noch ein kleines Schmankerl für Euch.

     

    t+\-0 We were here

    Die letzten Tage waren intensiv, anstrengend (mehr emotional als physisch), schön, faszinierend, traurig und unvergesslich. 

    Ganz offensichtlich haben wir versucht, uns von unseren Freunden gebührend zu verabschieden – was gar nicht mal so gut gelingt, wenn einem ein dicker Kloß im Hals alle Worte abschneidet, die man noch los werden wollte. Aber so ist es halt mal.

    Mein China-Abenteuer endete so, wie es begonnen hat. Am Bund, bei den ganzen bunten, hellen Lichtern; mit Tränen in den Augen. Der erste Abend von unserem Look and See Trip (und damit mein erster Tag in Shanghai) endete am Bund und der letzte Abend in Shanghai gestern ebenso. In den fast zwei Jahren, die seit diesem Tag  vergangen sind, hat der Anblick nie aufgehört, mich zu faszinieren, einzunehmen und berühren.

    In der Zwischenzeit sind viele neue Lichter dazu gekommen, kleine so wie große. Der Shanghai Tower (上海中心) ist fertig geworden, wie auch das Magnolia und erst gestern haben wir zum ersten Mal die Lichter der Zwillingstürmchen neben dem Peninsula auf der PuXi Seite gesehen.

    Und so kann ich das auch als Metapher sehen, für all die Lichter die in dieser Zeit in mein Leben gekommen sind. Freunde, Begegnungen, Momente, Erinnerungen, Wissen, Horizonterweiterung. 

    Ich habe viel gelernt und viel gelebt und könnte nicht dankbarer sein.

    Neben dem offensichtlich schwierigsten Teil des Abschieds, nämlich der von unseren Freunden, war ich überrascht zu sehen, wie weit unsere Wurzeln dann doch auch hier schon geschlagen haben. Die ganzen Leute von unseren „Stammläden“ haben uns sehr lieb verabschiedet. Das zeigt mir, dass wir nicht „nur“ bei unseren Freunden und den Menschen mit täglichem Umgang angekommen sind, sondern auch Hier im Ganzen. 

    https://youtu.be/lN9awOYEczk

    Dieses Lied war schon mein Abschiedslied von vor zwei Jahren. Damals fand ich es schade, dass die Mädels gerade eine Japantour hinter sich hatten und einen sehr Japan-zentrierten Albumtrailer gemacht hatten; sozusagen haarscharf an meinem Asienabenteuer vorbei. Wer hätte gedacht, dass dieses Video mal noch relevanter werden könnte… 

    ‚Cause everywhere we’ve been we have been leaving traces.

    They won’t ever disappear.

    We were here, we were here, we were really here.

     Danke für diese Standaufnahme, liebe Dani! Was wir in dem Moment gesehen haben

    Besuch ist was schönes

    Und zwar aus vielerlei Gründen.

    Einerseits, weil man Menschen die einem am Herzen liegen, wieder sieht.

    Andererseits, weil es toll ist, diesen besonderen Menschen seine Stadt zu zeigen und an seinem Leben in der weiten, fremden, asiatischen Ferne teilhaben zu lassen.

    Und es geht nicht eindrucksvoller, so viel und bebildert man auch schreibt, als gemeinsam durch die Viertel zu schlendern.

    Mit Magda und Jan sind zwei Freunde zu Besuch, die uns schon sehr lange begleiten (erst recht in Expat-Zeitabständen gerechnet). Beide frisch promovierte Drs.rer.nat auf Weltreise, weit weg vom gemeinsamen Studienort. Gemeinsam haben wir schon auf Hütten im Schwarzwald oder als letzte Gäste im letzten Bus von unserer Hochzeitsfeier zum Hotel tolle Momente geteilt.

    Umso schöner, dass wir den beiden, die in den letzten acht Wochen schon außerordentlich viel erlebt haben (Russland, Transsib, Mongolei und so weiter: http://www.infulltrains.wordpress.com) und die Zeit „in vollen Zügen“ genossen haben, nun etwas von Shanghai und Umland zeigen können. 

    Dabei dürfen die klassischen Highlights wie Bund, Tianzifang oder auch Ausflüge weg vom Zentrum (Hangzhou gestern, zB) nicht fehlen, ebenso wie Essen (Nudelladen, Hotpot, Dumplings und so weiter). 

    Immer wieder fällt mir dabei auf, wie schön es ist, das Leuchten in den Augen zu sehen, wenn man das erste Mal am Bund steht und den bunten Lichtern zusieht. Oder zwischen dem Jin Mao Tower, SWFC und dem Shanghai Tower. Dabei sehe ich die gleiche Begeisterung, die ich bei meinem ersten Besuch der Orte (und vielen weiteren danach) gespürt habe. Und es entfacht immer wieder ein bisschen den Entdeckergeist und die Liebe zur eigenen Stadt.

    Gestern in Hangzhou war es zwar teilweise etwas verregnet, aber der Westlake hat sich landschaftlich wieder wunderbar präsentiert und die Ausblicke von der Pagode wurden von ziehenden Wolken spannender. Immer wieder hat sich das Bild vor den Augen gewandelt.

     Erster Abend am Bund

     So viele Eier Beim Chinarestaurant ums Eck

     Lotusse

     Westlake und Berge 

     Klassisches Rolltreppen-Selfie

     Unglaubliche Stimmung über dem Westlake

     Links Hangzhou (da wo dieses Jahr G20 war), rechts China

     Der Weg, von dem wir gekommen sind, verschwindet im Regen

     Zweite Perspektive

     Wir haben hart gekämpft, der Hotpot hat gewonnen   IFC Türme und Shanghai Tower Magda und Jan und ein paar ziemlich hohe Wolkenkratzer

     Inmitten einiger höchster Gebäude der Welt

     Aussicht vom SWFC heute: mystisch

     Und schon besser, aber quasi am Fluss hört die Sicht auf

     Das erste Mal Yu Garden im Dunkeln. Hat was. Gefällt mir deutlich besser als im Hellen, auch (oder weil) viele Geschäfte schon zu hatten
     Die Beleuchtung ist vielleicht kitschig, aber richtig schön!

     Teehaus im Dunkeln

     Stinky Tofu!!!