Südlichste Spitze

Heute war unser letzter Tag auf Big Island bevor es dann morgen Vormittag weiter nach Maui geht.

Um unsere kleine Inseltour vollständig zu machen, hat noch ein Ausflug in den Süden gefehlt. Ein herrlicher Tag!

Frühstück bei „Big Rob“ – mit einem Teigrührer aus den 40er Jahren und live MusikRob’s „Haustier“ – tolle FarbgebungUnd mal wieder ein erkalteter Lavastrom. Die wechselnden Landschaften sind wirklich gigantisch und kaum auf Photos festzuhaltenSüdlichste Spitze der Vereinigten Staaten – ich hatte mir echt wenig darunter vorgestellt, dafür war es dann landschaftlich umso schöner!Wie aus dem Werbeprospekt ;)Der grüne Aufbau ist Teil der Klippenspringer-Platform von South PointBlowhole, in das man auch springen kann (einer hat’s gemacht während wir dort waren) Und zum Abschluss noch ein schöner Sonnenuntergang nach tollem Baden am White Sands Beach – gefolgt von fantastischem Abendessen an der Waterfront. Perfekter Tag!

Von ganz oben nach ganz unten…

Okay, nicht nach ganz unten. Aber 18 Meter unter dem Meeresspiegel.

Tauchen in Kona ist ganz anders als alles was ich bisher so gesehen habe. Der Untergrund ist sandig/felsig, es gibt keine Weichkorallen und dafür erstarrte Lavasteine. Sehr beeindruckende Unterwasser-Landschaft.

Wir haben viele Muränen gesehen (auch richtig, richtig große), endemische Barracuda und gescheckte Schlangenaale, einen sehr frechen Octopus der vor uns über den Sand und die Koralle geviecht ist, tolle Box- Puffer und Igelfische (meine Lieblinge!), Eidechsenfische, Flundern und viele kleine bunte Rifffische, zum Teil auch endemisch für Hawai’i.

Es war auf jeden Fall was besonderes und ein entspannter Ausflug. Wir haben bisher nur nicht-farbkorrigierte Screenshots von der GoPro, aber für einen ersten Eindruck reicht es:

Flunder

Viele, viele FischeGroße Muräne im Freien Und gesprenkelter Schlangenaal (Callechelys lutea)

Schöne Aussichten Heute

Heute ging es dann auf den Mauna Kea. Mit 4205 Meter üNN der höchste Berg Hawai’is. Dank klarer Luft eine prädestinierte Station für Observatorien, Teleskope und einen Haufen Schnickschnack.

Bis zum Visitor Center kommt noch jedes Auto, ab dort kann man auch die letzten 1200 Höhenmeter zu Fuß begehen. Oder man setzt sich in einen 4WD und fährt hoch.

Oben war herrlich wenig los und die Landschaft einfach weiterhin gigantisch.

Am Fuß des Berges auf dem Rückweg würden wir von einem Gewitter überrascht – eigentlich gar nicht so schlecht, wurde wenigstens gleich wieder der Vulkanstaub vom Auto gewaschen.

Übergang Feld zu Lava-Feld. Laut Karte sind diese Lavaströme von 1859, also schon sehr alt.

Nach den ganzen Bergen kam in der Sonne an der Küste von Kona die Lust aufs Baden wieder. Das Baden hat unheimlich Spaß gemacht. Weißer Sand, kristallklares Wasser und ordentlich Wellen für den nötigen Plansch-Spaß – und die eine oder andere „Nasendusche“, wenn man auf der Welle zum Strand zurückgeschwommen ist und dann in der Brandung erwischt wurde. Einfach wunderbar, herrlicher Tag. So muss Urlaub sein!

Schöne Aussichten Gestern

Gestern ging des Tag mit einem Trip in den Norden los. Zuerst am Waipi’o Valley Lookout (den ich mir etwas idyllischer vorgestellt hatte):

Aber trotzdem tolle Aussicht :)

Und dann weiter zum Pololu Valley Lookout:

Und zu guter letzt über sanfte Hügel, schnurgerade Highways und mit großartiger Landschaft um uns rum zum Strand:

Und ein kleines Feierabend-Bier zum amerikanischen Sushi (und Hummer Ravioli und Calamari-Salat) – ich hab es ja doch ein wenig vermisst. Abgefahren, wenn man denkt dass wir im Land mit dem besten Sushi der Welt wohnen. Aber der Fisch in Japan ist eben so frisch und gut, dass er für sich alleine spricht und mit nichts gepaart werden muss, vielleicht sogar darf. Und manchmal steh ich einfach auf lustige Röllchen.

Schwarze Erde

  • Hawai’i ist bekannt für seine Vulkanität, hier auf Big Island ist „der höchste Berg“, der inaktive Mauna Kea (Basis in 5400 m unter NN, Gipfel auf 4205 m üNN) und der aktive Schildvulkan Mauna Loa, der von seiner reinen Masse her als massivster Vulkan der Erde gilt, bestimmen die Landschaft von Big Island. Auch sehenswert ist die große Caldera des Kilauea, die einen Großteil der gestern besuchten Volcanoes National Park ausmacht.
  • Dabei sind die Vulkane hier nicht von dem typischen „Feuer spucken und pyroklastische Ströme aussenden“ geprägt, die man als Europäer (Vesuv als bestes Beispiel) vor Augen hat, nein, auf Hawai’i läuft die Lava mehr über die Insel – und so sieht es hier auch aus.
  • Neben dem Nationalpark haben wir auch die zerstörte Stadt Kalapana besucht. In den 50ern, 60ern und 70ern haben Lavaströme schon viel vom Land eingenommen, aber 1990 wurde dann ein Großteil zerstört. Die Hawai’ianer sind hart im nehmen und zäh – einige blieben in ihren Häusern, neue Häuser wurden gebaut. Nur um 2010 in den nächsten Lavaströmen begraben zu werden. Aber Lavaströme locken auch Touristen und so lebt die Gegend doch immer weiter. Eine erfolgreicher Farmersmarket wurde wöchentlich viel besucht – bis im Mai diesen Jahres die Lava wieder kam.
  • Und so zeugt Big Island von dem großen Sisyphus-Kampf des kleinen Menschen gegen die große Naturgewalt. Der Besuch in Kalapana war „humbling“ (es gibt keine adäquate Übersetzung für dieses Wort, nachdem „demütigend“ im Deutschen negativ konnotiert ist) und Augen-öffnend. Hier die Bilder:
  • Blick auf die Caldera
  • Für Autos gesperrt: Crater Rim Drive jetzt nur noch zu Fuß oder per RadWenn man das sieht macht es durchaus Sinn…
  • Rand der Caldera wirkt wie eine Wüste
  • In der Ferne sieht man Rauch aufsteigen. Heute kommt man nicht mehr näher ran (die Neuseeländer können darüber vermutlich nur müde lächeln)Memento moriWir haben das aktuelle Ende des Crater Rim Dr erreicht – hier ist Schluss. Die Absperrung ist auf dem Foto nicht drauf – aber die Begründung Einer der vielen Krater im NationalparkDer Nationalpark macht am Meer nicht halt – immer wieder fließt Lava nach und verändert die Landschaft. Schroffe Klippen, spritzende Brandung. Gewaltige Natur!Und auch hier erobert die Natur ihr Territorium zurückGutes Beispiel, wie langsam fließende Lava die Landschaft prägt. Diese Strasse ist gesperrt, kurz dahinter endet sie in einem Berg LavaKalapana. Hier war mal eine SiedlungDie Lava ist auch keine Konstante Decke, manchmal schiebt sie sich auf oder es bilden sich Höhlen unter der erkalteten Decke. Ein paar „Gallier“ – trotzen unerbittlich der Naturgewalt mit kleiner Ruhe-OaseNeu gebautes Haus. Wenn die nächste Ladung Lava hier ins Meer fließt sind die Bewohner bereit. Die Touristen kommen sicher und machen das ganze lohnenswert.Auf dem Weg von und nach Kapana: ein kleiner Abschnitt wo es links und rechts der Straße brodelt. Es riecht nach Schwefel und der vulkanische „Nebel“ hat Geschwindigkeitsberenzungen zur Folge. Bestes Anzeichen: die vulkanische Aktivität hier ist omnipräsent und es kann jederzeit wieder losgehen.
  • Mittlerweile haben wir den Nationalpark aber hinter uns gelassen und sind auf der Westseite von Big Island angekommen. Inklusive Strand und herrlicher Aussicht.
  • Heißes Pflaster (Prelude)

    Der Jetlag hat mich noch ein wenig im Griff und so gibt es heute keine lange Erzählung. Aber ein erstes Schmankerl, das Lust machen soll!

    Heute ist der dritte Tag seit den vulkanischen Aktivitäten im März, die der Volcanoes National Park auf Big Island wieder offen hat – Glück muss man haben. Wir haben den Tag genutzt und uns ausgiebig umgesehen (es ist nicht ganz alles offen, einige Bereiche werden aktuell abgesichert und bleiben so lange geschlossen (zB Lava Tree in Pahoa) oder sind nicht mehr befahrbar, wie der Crater Rim Drive, den man nun nur noch zu Fuß oder auf Rädern bis zu einem sicheren Punkt begehen darf), viel gelaufen, viel Sonne abbekommen und viele Eindrücke gesammelt.

    Beeindruckendes, stellenweise bedrückendes Terrain, der ausführliche Bericht folgt morgen:

    Aloha!

    Heute Grüße von unserem Ausflug nach Hawai’i. Okay, fairerweise nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Tagen. Aber heute geht das Abenteuer los.

    Neben Anreise war nur akklimatisieren geplant, nachdem aber unsere Koffer den Weg von Honolulu nach Big Island nicht mit uns zusammen geschafft haben (heißer Tipp der Flughafendame in Hilo: nicht 4 Stunden vor Abflug in Honolulu einchecken… hätte man uns das mal dort gesagt ;)) haben wir zum Zeit totschlagen und aller Müdigkeit zum Trotz einen ersten kleinen Ausflug gemacht: Old Highway und Akaka Falls

    Old Highway: Meerblick

    Die Akaka Falls stürzen sich 135 Meter in die Tiefe

    Um sich dann unten in einem Pool zu sammeln. Schwimmen leider verboten…

    Hinten Bambuswäldchen, vorne uralter Baum mit Luftwurzeln und Lianen. Alles sehr unberührt.

    Fescher Mann, mächtiges Gefährt und ein Bach, der durch einen Felstunnel herabfließt.

    Beim Abendessen wirft mir die Serviette eine Frage entgegen: Was hast Du heute gelernt? Dass Hawai’i wunderschön ist und ich mich auf den ersten Blick in die wilde Natur und fast-unberührte Schönheit verliebt habe. Welch wunderschöner Flecken Erde.

    PS: Unsere Koffer haben wir jetzt auch. Und mit 19 Stunden Zeitverschiebung, kaum Schlaf auf dem Konto, abgesehen von 1-2 Stunden unruhigem Flugzeug-Dösen gehen wir um 19:30 ins Bett. Naja, vielleicht gibt es dann morgen, so das Wetter es will, ein Sonnenaufgangsbild ;)

    Platzhalter! Japanische Küche

    Hier sollten jetzt drei Beiträge über den Urlaub stehen. Wir sind gerade zurück, aber noch fehlen mir Bilder von unseren Unterwasserabenteuern, bisschen Hintergrund und so.

    Dafür habe ich gestern zum ersten Mal japanisch gekocht. Naja, eigentlich hawaiianisch. Und auch eher simpel. Aber trotzdem!

    Seit wir in Shanghai immer mal wieder Poke beim „Little Catch Café“ bestellt haben, sind wir total süchtig danach.

    Poke (gesprochen wie man es im Deutschen liest), das ist die hawaiianische Art von Sushi, besser Chirashi (also eine Reisbox mit Sashimi), nur mariniert.

    Für den ersten Versuch war es schon echt gut, auch wenn ich noch etwas am seasoning vom Reis und den Zutaten (hab die Frühlingszwiebeln vergessen) arbeiten muss. Einmal mit Thunfisch, einmal mit Lachs (den Lachsrogen hab ich für das Bild vergessen, der kam dann zum Essen drauf :))

    Bei Interesse am Rezept, gerne in die Kommentare posten!