NZ Nachbericht (2)

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass ihr auf dem Blog einer Wissenschaftlerin gelandet seid – der Drang, Dinge in Graphen zu packen ist einfach irgendwo verankert… ;) Unser Trip in einer knackigen Grafik und einer groben Kartenübersicht, um einen kleinen Eindruck zu geben, wo wir da lang gedüst sind – und wie weit das so war

graph

2016-10-09-2

Neuseeland Nachbericht (1): Erkenntnisse, Erlebnisse, Ereignisse

Zum Reisen vorneweg: Air New Zealand ist zweifelsohne eine der besten Fluglinien, mit denen ich je geflogen bin! Schade, dass Neuseeland so weit weg ist, sonst würde ich die gerne öfter nehmen ;) Die Einstellung des Personal ist vorbildlich und die Flugbegleiter haben sichtlich Spaß an ihrem Job. Es gelten bei den Einstellungskriterien wohl auch keine BMI Vorgaben (wie bei manch anderen Fluglinien…), hatten wir doch auch schon recht füllig Flugbegleiter, die mit so viel Lebensfreude und Power unseren Flug versüßt haben, dass vielleicht grundsätzlich lieber dieses Kriterium zählen sollte ;) Das Inflight-Entertainment ist von höchster Qualität, per Touchscreen kann man nicht nur aktuellste Filme sehen (zB Dory) und Musik hören, man kann auch Getränke und Snacks direkt an den Platz bestellen – das erspart den Flugbegleitern schon mal Wege und ist natürlich äußerst komfortabel.

In Neuseeland ist das Reisen allgemein recht einfach und komfortabel, so wahnsinnig viele große Straßen gibt es nicht und meistens sind die besonderen Orte (wie bei uns auch) mit braunen Schildern markiert. Genau genommen ist Neuseeland ein richtiger Schilderwald, es kommt kaum eine Kurve wirklich überraschend (zumeist wird schon im Voraus angeschrieben, mit welcher Geschwindigkeit man die Kurve nehmen sollte), das DOC hat alle touristischen Ziele (Wasserfälle, Dünen, Felsen, Wälder, Bäume, Tierkonolien[stealth edit: 2 Stunden Schlaf sind doch zu wenig… Tierkolonien!!!], etc) ausführlich beschildert und setzt dabei auch auf nachhaltigen Schutz. Notfalls werden die Dünen zur Erholung eben auch mal abgesperrt. Trotz Schilderwald hat es uns etwas überrascht, wieviele Gedenkkreuze es an den Straßen zu sehen gibt – ob das an der Promillegrenze von 0.8, gepaart mit kurvigen Straßen und unerfahrenen Fahrern liegt?

Neuseeland hat total etwa so viele Einwohner wie unser Stadtteil in Shanghai (wovon etwa 70% auf der Nordinsel leben) – auf deutlich mehr Fläche, versteht sich. Ein großer Teil der Wirtschaft kommt durch Landwirtschaft (die Menge an Bauern, Farms und Feldern ist beeindruckend! Holz kommt dazu noch on top, da im neuseeländischen Klima die weltweit meist eingesetzten Bäume (Redwood) doppelt so schnell wachsen wie im „Holzland“ Kanada) und Export – in Shanghai haben wir zB meist neuseeländische Butter und manchmal auch Milch, sowie Obst), und ein weiteres Standbein ist der Tourismus.

Dementsprechend ist es vor allem zur Vorsaison sehr einfach, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, zum Teil auch noch spontan um 18Uhr. Um genau zu sein haben wir keine einzige Übernachtung ab dem Beginn des Roadtrip früher als am Mittag des Tages gebucht. Zur Hochsaison ist das natürlich nicht immer gegeben, gerade heiß begehrte Spots wie die langen Wandertouren mit begrenzter Bettenzahl auf dem mehrtägigen Weg (Tongariro; Abel Tasman oder der Milford Track sind nur einige davon) sind weit im Voraus ausgebucht. Ansonsten gibt es aber sehr viele Unterkünfte, selbst in den abgelegensten Siedlungen (bei 2,5 Häusern weigere ich mich, von einem Dorf zu reden – trotz 500 Schafen und 300 Kühen ;))

Nicht nur wegen des Tourismus, sondern schlicht aus der Kultur heraus, sind die Kiwis unglaublich freundliche Menschen. Es war sehr erfrischend (auch dank, im Gegensatz zu Shanghai, fehlender Sprachbarriere), von fast jedem Hotel-/Motel- oder Hostelbesitzer, sowie Kellner oder Verkäufer in ein kurzes Gespräch verwickelt zu werden, aus welcher Ecke der Welt man kommt und wie es da so ist. Jeder hat noch einen guten Tipp oder Vorschläge und man merkt, dass die Menschen einfach gerne kurze, aber ehrliche Gespräche führen. Genau mein Ding! Das ging übrigens bis letzte Nacht im Holiday Inn am Flughafen, wo sowohl die Dame die uns am Tisch platziert hat, als auch später unser Kellner kurz fragten, was uns nach Auckland bringt und sehr leicht und locker, positiv, auf die Flugverspätung reagiert haben „Immerhin dürft ihr so eine Nacht länger in Neuseeland bleiben und könnt ein Buffett Dinner genießen“ – wo sie recht haben… Es war bemerkenswert zu sehen, dass selbst beim größten Ansturm der chinesischen Reisegruppen (die auf unserem Flug gebucht sind), die aufgrund kultureller Unterschiede nicht immer leicht bei solchen Buffett-Geschichten zu managen sind, keiner die Geduld und Freundlichkeit verloren hat – auch wenn man mal den ein oder anderen beim verstohlenen Grinsen erwischt hat. Nic und ich haben es genossen, uns so schon wieder langsam an zu Hause gewöhnen zu können. Nach drei Wochen in sehr abgelegenen, ruhigen und durch extreme Natur geprägten Wochen ist das nur fair.

Zum Stichwort Natur: Neuseeland ist tatsächlich eine wahre vorzeitliche Oase, oder so kommt es einem zumindest vor. Urwälder (nicht-tropisch, versteht sich) die zum Teil so dicht sind, dass die Temperatur sinkt und man das Gefühl hat, die Sonne ist gesunken, mit exotischen Bäumen, Blüten und vor allem den beeindruckenden Baumfarnen geben einem manchmal das Gefühl, dass man vom Aussichtspunkt über dem Wald sicher gleich einen Brontosaurier hinter dem nächsten Hügel vorkommen sieht, der einen Baumfarn wegknuspert. Die saftigen Hügel, dünne Besiedlung und zum Teil sehr engen, gewundenen Schotterwege tun ihr übriges. Wir waren bis zum Schluss regelmässig geradezu fasziniert von den Anblicken, die sich hinter jedem weiteren Hügel ergeben haben – auch wenn es „nur“ weitere Hügel, Wälder oder Buchten waren.

Die Landschaft unterscheidet sich auch, gerade die Northlands Region ist dafür ein tolles Beispiel. Die Westküste ist rau und ungestüm, in den Süden bis hinter Raglan reichend ein Surferparadies mit wilden Stränden. Der Osten dagegen ist sehr sanft, die Buchten sind zum Teil ruhige und geschützte Sandstrände, die zum in der Sonne braten einladen.

Zu guter Letzt eines unserer Lieblingsthemen (regelmäßige Leser des Blogs werden es schon ahnen…): Essen

Das Essen ist an den Küsten geprägt von Meeresfrüchten in allen Formen und Farben. NZ ist berühmt für seine Grünen Muscheln (die riesig sind!) und Austern und natürlich Fisch. Auf der anderen Seite ist die Küche natürlich vom Commonwealth geprägt und es gibt viel Frittiertes (man kann aber auch alles frittieren, Fish and Chips verstehe ich ja noch, aber Surimi-Stangen und Würstchen fand ich doch abstrus). Abgesehen von Meeresfrüchten stehen natürlich nicht umsonst die ganzen Lämmer und Kühe auf den Weiden – die Steaks von glücklichen Kühen auf grünen Hügeln waren super und Nic hat auch das Rack of Lamb als sehr empfehlenswert getestet. Für die vegetarische Option, bzw allgemein die Vitaminversorgung sorgen frisches Obst und Gemüse. So ein Neuseelandapfel schmeckt einfach besser, wenn er direkt vor Ort gegessen wird, als wenn er einmal um die halbe Welt geflogen wurde…Sonst waren gerade Avocados, Kumara (eine Art Süßkartoffel, die es aber ganzjährig gibt) und Mandarinen „in“. Zum Essen gehört natürlich auch das passende Getränk und neben neuseeländischem Wein gibt es für den Bierdurst auch eine Fülle an lokalen (Mikro-) Brauereien. Selbst die neuseeländische Limo und einen hipster Energydrink („V“, sieht etwas aus wie das Veltins Logo) haben wir probiert, die meiste Zeit tat es aber Kiwi Blue, äußerst trinkbares Wasser ;)

Roadtrip Tag11: Nochmal Nordinsel

Gestartet sind wir in Matakohe, auf zur nördlichen Spitze vom Kaipara Harbour. Nach einer schönen Offroad Tour am Strand ging es via Waipu zu Waipu Cove, Langs Beach und weiter nach Mangawhai Heads, wo uns plötzlich richtig viel Leute auf dem Strand begegnet sind. Ist wohl ein Ferienort (gerade sind Schulferien), beim Fish & Chips Takeaway haben sich verschiedene Kunden gleich wie alte Freunde begrüßt. 

Unsere letzte Nacht verbringen wir im Castle Court Motel, unsere Sachen haben wir schon sortiert und soweit für den morgigen Tag und den Rückflug gepackt. Nachdem wir erst am Tagesende losfliegen, haben wir noch genug Zeit ein bisschen an den Strand zu gehen und Sonne zu tanken. Schade, dass der Urlaub vorbei ist (uns würde noch einiges einfallen, das wir gerne sehen würden), aber wir haben in den letzten drei Wochen so viel erlebt, dass wir uns gar nicht erst beschweren dürfen (und wollen) ;)

 So startet man in Neuseeland in den Tag: Flatwhite (wie Cappucino, nur eine ganz dünne Schicht Schaum) Der rote Hüpfer und der blaue Hüpfer am Strand von Pouto  Hochkonzentriert durch den (zum Teil sehr weichen) Sand Sonnenbrillentausch Mangawhai Heads Schönster Platz für nackige Füße: im Sand Ob da wohl Möwen an meinen Schuhen rumgespielt haben? (PS: ich kann mir selbst nicht erklären, warum die immernoch so leuchten. Schon auf Fiji waren die einmal komplett im Matsch und in NZ eigentlich täglich… Müssen gute Schmutzabwehr haben!) Nic’s Flussläufe Und beim Flussläufe bauen
 Tagesausang vor unserem Zimmer, mit der ersten (und letzten) Flasche Wein, die wir uns in diesem Urlaub gönnen. Herrlicher Ausklang

Roadtrip Tag9: Levin bis Waitomo

Eigentlich sollte jeder Tag mit einer Spazierfahrt zum Frühstück auf dem Strand stattfinden!


Dafür war Mt Taranaki in ein Wolkenkleid gehüllt – wir haben auf der Fahrt ein paar Blicke auf schneebedeckte Hänge erhaschen können, aber nur dieses Foto für euch:


Dafür war es an dem See wirklich schön und die Singvögel haben gesungen und gebalzt und es war außer uns mal wieder keine Menschenseele da. Ist ja auch Montag. So sollte es übrigens laut Führer an unbewölkten Tagen aussehen: 


Weiter ging es an der Küste nach Norden, mit neuen, beeindruckenden Wasserfällen, einer großartigen Natural Bridge und eine erfreulichen Hotel in Waitomo (kommen gerade aus dem Whirlpool).

  Die Marokopa Wasserfälle

 Die Natural Bridge, die früher mal eine Höhle war – von der Höhlendecke ist allerdings nur noch die Brücke übrig Die Gesteinsformationen waren echt beeindruckend Nur leider war der zweite Teil vom Rundweg eine Rutsch- und Matschpartie – hat sich aber gelohnt

Nachtrag: Roadtrip Tag7: Taupo bis Pahiatua, oder: von Bergen und Flüssen

Die Bilder sind auch diesmal wieder in umgedrehter Reihenfolge…

 Der Fluss Rangitikei, in Herr der Ringe als Anduin, auf dem die acht Gefährten am Ende des ersten Teils mit den Kanus fahren Der Fluss schlängelt sich majestätisch durch das Valley Hier unten am Fluss – Frühling! Auf dem Weg zur Mokai-Brücke (von der die ersten beiden Bilder aufgenommen sind), sind wir fast drei Stunden einsam über Hügel gefahren, ganz selten haben wir andere Menschen gesehen, dafür umso mehr Schafe und Kühe Schnee – Das Wetter war leider sehr benebelt, Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu (der höchste Berg der Nordinsel) waren versteckt. Hier sind wir an der Talstation des Skilifts von Mt. Ngauruhoe – Wanderer gab es kaum, Wintersportler umso mehr. Kein Wunder, bei dem Schnee und am Wochenende Mt. Ruapehu in der Entfernung in den Wolken – natürlich ein aktiver Vulkan. Ich möchte nicht in Neuseeland sein, wenn hier mal Doomsday herrscht. Das Bild verdeutlicht gut, weshalb wir im Tongariro NP leider nicht wandern konnten Blick über geothermisches Land Eine heiße Thermalquelle, das glasklare Wasser und der Wachstum darin zeigt, wie gut die Mineralien sind Dampfbad im Freien – betreten natürlich streng verboten! Nebenan gibt es das Thermalbad Gesammelte Tropfen aus dem Dampf der heißen Quelle  Tagesanbruch in Taupo, das Wetter scheint besser zu werden. Ein herrlicher Tag.

Roadtrip Tag4: Gestrandet in Coromandel

Wir haben ja die größten Schauergeschichten gehört, von gesperrten und überfluteten Straßen, die eine Durchfahrt von der Ostseite der Peninsula unmöglich machen – und so weiter. Im Endeffekt kam alles anders. Unser 28.09. im Protkoll (PS: wir haben kein WLAN, heute nur Text, Bilder werden morgen nachgereicht – wobei mein Ladekabel auch den Geist aufgegeben hat… Die Ereignisse gebe ich so wieder, wie sie passiert sind. Einige Zeitangaben sind geschätzt, das meiste aber anhand der Telefonprotokolle rekonstruiert):

7:30 Wecker! Nic hat gestern angekündigt, heute mehr laufen zu wollen. Dann mal rein in die Sportsocken und bereit für den Tag machen

8:30 auschecken, Vorräte aufstocken, volltanken, aus Thames Richtung Coromandel losfahren. Ich möchte einen Kaffee

9:30 Nic sieht ein Café in Kereta, ich sage leichtsinnig „Fahr noch ein Stück“ und denke, im nächsten Ort halten wir, spätestens Coromandel City

9:40 Mitten im nichts (kurvige Strecke über bewaldete Hügel) fiept unser Jeep. Die Batteriewarnleuchte geht an. Wir steuern die nächste Parkbucht an

9:42 Der Jeep raucht. Nic verschwindet hinter der offenen Motorhaube und schaut dabei zu, wie Flüssigkeit austritt. Schaut nicht so gut aus… Dafür tröpfelt es jetzt.

9:43 Ein hilfreicher Kiwi hält. Er hat den Qualm gesehen und bietet uns an, da die Gegend ein Funkloch ist, auf den Hügel zu fahren und dort den Pannendienst zu rufen.

9:45 Ein Blick auf unser Handy verrät: Wir haben Netz! Also nichts wie die Mietwagenfirma anrufen. Sie versprechen, dass sie sich kümmern und gleich wieder anrufen

9:48 Der hilfreiche Kiwi kommt vom Berg wieder runter und meldet, dass der Pannendienst in 30 Minuten da sein sollte. Der Jeep raucht immernoch, der leichte Regen trägt dazu bei

9:49 Es fängt an zu schütten

9:55 Die Mietwagenfirma meldet sich. Der Abschlepper muss von ihnen arrangiert werden, sie schicken ein Ersatz-Auto los – das sollte in drei Stunden da sein. Der Jeep raucht gemütlich vor sich hin

10:25 Der Pannendienst aus Coromandel kommt. Er telefoniert mit der Mietwagenfirma und bietet an, den Wagen nach Auckland zu bringen und den Ersatz zurück zu uns zu bringen. Nachdem das Wetter eher Bescheid aussieht, beschließen wir, mit nach Auckland zu fahren und von dort weiter zu sehen 

10:32 Es regnet mittlerweile Hunde und Katzen. Aber das Auto ist auf den Schlepper geladen. Dort kann es jetzt so viel rauchen wie es will 

10:35 Die Mietwagenfirma ruft an. Sie haben einen anderen Schlepper beauftragt das Auto zu bringen. Wir sollen dort warten (im Nichts, keine Toilette, kein Kaffee, keine Aussicht. Aber viel Regen. Es macht uns ja nichts aus, in der Natur unser Geschäft zu verrichten, wenn es sein muss – aber bei dem Wetter?!?) oder uns auf eigene Kosten in den nächsten Ort (Coromandel City) bringen lassen. Wir wählen Option 2.

10:50 Wir fahren nach einigen Telefondiskussionen los

11:25 Durch mehrere leicht- sowie schwer- sowie hart-Regenphasen erreichen wir Coromandel. Juchee, Toiletten und Lunch

12:00 Nic holt (im starken Regen) die Karte aus dem Auto und wir fangen an zu planen. Dazu gibt es endlich einen Kaffee. Eigentlich gar nicht so übel, längere Pause gibt es normalerweise tagsüber bei uns nicht, außer am Strand

12:45 Die Mietwagenfirma ruft an. Das Auto ist jetzt unterwegs (ich dachte, es war um 10:00 unterwegs und kommt um 13:00???) und sollte 14:30 da sein

13:00 Wir nutzen die Regenlücke zu einem Spaziergang durch Coromandel. Gibt nicht viel zu sehen, ehemalige Goldgräberstadt. Aber es gibt Eis und Postkarten

13:50 Wir sind im Nieselregen wieder beim Auto angekommen und schreiben Postkarten. Gerade rechtzeitig, der Regen legt wieder zu. Aber immerhin, der Jeep raucht nicht mehr

15:00 Wir erkundigen uns freundlich bei unserer Mietwagenfirma, ob es irgendwelche Updates zu unserem Ersatzfahrzeug gibt. Sie dachten, wir hätten es schon, entschuldigen sich aber für die Unannehmlichkeiten und dass der Fahrer erst so spät weggekommen ist. In meinem Kopf laufen Horrorszenarien ab und ich sehe den Jeep schon in den steilen Kurven ein Feld runterpurzeln…

15:30 So langsam setzt der Wahnsinn ein. Wir finden alles plötzlich sehr lustig. Die Wolkendecke reißt auf und wir springen aus dem Auto um die paar halbgaren Sonnenstrahlen zu genießen. Wenige Minuten später treibt uns der nächste Regen wieder zurück ins Auto

15:50 Der Auckländer Pannendienst ruft an. Er sei gleich da

16:00 Da rollt es ein! Der Pannendienst kommt nicht allein, sondern mit Frau und Hund. Vielleicht mussten sie unterwegs noch Gassi gehen? Die beiden wirken ein wenig wie „Schatz, spring ins Auto, ich hab nen Job der mich nach Coromandel bringt, heute machen wir einen Ausflug!“ – aber egal, wir haben wieder ein fahrtüchtiges fahrbares Gerät unter uns und sind glücklich! Weiter geht’s

Wir fahren die 309 quer durch die Peninsula und halten an für einen Spaziergang mit siamesischem Kauri. Immerhin noch etwas Waldluft.

18:00 Ankunft in Hahei. Von dort können wir morgen gleich früh die Tour starten (diesmal wirklich mit mehr draußen sein). Nach kurzer Suche finden wir ein Zimmer auf einem Campingplatz. Direkt am Strand. Nach einem Strandspaziergang laufen wir noch hoch auf die Felsen, zum Aussichtspunkt. Herrlich, es regnet auch nicht mehr und wir sind alles in allem recht trocken durch den Tag gekommen

19:00 Imbissbude entdeckt. Hahei muss zur Saison nur so von Touristen wimmeln, momentan ist es eher ruhig. Aber die serbische Imbissbude ist sehr gut! Nebenan lädt die lokale Brauerei noch zum Absacker und der Tag ist zum Schluss doch noch ein voller Erfolg. Zwar hat sich unser Plan verschoben, aber das ist ja an sich kein großes Problem, wir haben ja keine vorgebuchten Hotels. Jedenfalls lassen wir uns von solchen unänderbaren Dingen nicht die Laune verderben – ich glaube, die Mietwagenfirma war recht überrascht und auch ganz froh – jedenfalls war die Dame am Telefon hörbar erleichtert, als ich um 16:05 angerufen hab um ihr zu sagen, dass wir im Roten losdüsen und der Goldene wieder zu Ihnen auf dem Weg ist. Natürlich erst nach einem kleinen Gassistopp ;)

Down Under: Roadtrip Tag 1 Auckland-Dargaville

Wir sind schon über eine Woche im Urlaub und „schulden“ euch einen Nachbericht über Fiji und Auckland.

Heute jedoch sind wir los getingelt. Im Regen aus unserem Hotel in downtown Auckland ausgecheckt, Kaffee und Muffins besorgt, zur Autovermietung, unseren Allrader abgeholt und ab nach Norden. 

Irgendwie hatten wir uns eingebildet, die Muffins unbedingt am Strand frühstücken zu wollen. Der erste Stopp hieß Piha und wir sind im leichten Regen vom Parkplatz (Zufahrt zum Strand war geflutet) zu den Dünen gelaufen. Dort den Muffin aus der leicht abgeweichtem Tüte gepackt – und Schleusen auf! Es hat runter gehauen was nur ging und in Nullkommanichts waren wir durch.

Zurück im Auto dann erst mal die Heizung hochdrehen und trocknen – auf dem Weg zur Basstölpel Kolonie. Dort wurde es zwar etwas nass, aber immerhin waren wir nicht komplett durch. Die Vögel, gerade mit Balz und Nestbau beschäftigt, waren dafür umso beeindruckender. Und danach wurde das Wetter nur noch besser.

Der finale Stopp für heute ist das sonnige Dargaville, wo wir uns erst mal mit dem notwendigsten für unterwegs eingedeckt und im B&B eingecheckt haben. Danach wollten wir aber doch noch was warmes Essen und an den Strand: erst mal zum Bayley’s Beach. Den konnten wir dann auch befahren, damit hat sich der Jeep schon amortisiert ;) Das macht einfach unheimlich Spaß. Kurzerhand haben wir bei Sharky’s Burger und Pommes zum mitnehmen geholt und im Kofferraum speisend den Sonnenuntergang bewundert. Herrlich romantisch, hat für den ganzen Regen am Tagesbeginn entschädigt. Hier ein paar Eindrücke:

 Piha Beach – da war noch alles ruhig und leichter Regen war erträglich. Keine 5 Minuten später kam der Wolkenbruch Einmal gut getränkt… Auf dem Weg zur Tölpelkolonie Unmengen an Tölpeln – und daneben waren fast ebensoviele Meeresschwalben Von dem Aussichtspunkt nebendran, Blick über den Großteil der Tölpelkolonie Mystisches Neuseeland mit verflucht idyllischen, sanften, grünen Hügeln (und Schafen, Dammwild, Kühen, Alpacas, … Alles was man so an „Weidetieren“ halten kann) Kurze Rast und die aufbrechende Sonne genießen  Wir waren nicht die einzigen Allrader am Bayley’s Strand… Und ein mutiger Asiate war schwimmen – sonst nur Surfer in Neos, und das muss schon kalt genug sein! Hobbitfüße dank schwarzem Sand (und Reifenspuren…) Coolness pur Suchbild: finde das Auto ;) Sharky’s Sonnenuntergang mit Möwe Rotes Leuchten