Ozaoza

contemporary Ost trifft auf West. 9 Gänge Menü – wir haben uns beide nach Hause gerollt (immerhin, nur 200 m) 

    Ozaoza auf der Kanding Lu
  Hübsch eingedeckt in unserem Kuscheleck

    Amuse bouche (Stamperl links) und getrüffelter Pilz-Cappucino in der Tasse
 Stockbrot mit Kräuterbutter auf Holzblock gespießt 

    Salat mit Avocados und Lachstartar (in den Avocados)
  Wachtelei, Würstchen am Knochen und scharfes Risotto

    Meeresfrüchteschale und Sojasoße aus dem Pasteurpipettenfläschchen
  Sorbet aus dem Reagenzglas

    Filet mignon, getrüffeltes Kartoffelpürree und würziges Reiscrispie
  Nic inspiziert die Dessertplatte (Schokonüsse, brauner Zucker Kekse, Holunder-Pannacotta, Erdnussbuttercreme)

    Kaffee mal chemikalisch – der Kaffee hat stark nach Bali geschmeckt! Wir sind dann auch urlaubsreif ;)
 
 Präsentation und Qualität der Speisen, sowie Service: top!! Das war nicht unser letzter Besuch…

Neuigkeiten

Unsere Luftfracht ist freigegeben! Jucheee! Und morgen bekommen wir sie nach Hause geliefert. Das ist zwar nur ein kleiner Teil unserer Habe (der Rest schippert gerade vor Singapur), aber ich freue mich einfach tierisch auf meine Bettdecke.

Ein weiterer kleiner Schritt in Richtung „Ankommen“.

Kulinarische Köstlichkeiten (1)

Morgen ist in China Valentinstag. Weil da bekanntlichermaßen die Hölle los ist, waren wir heute schön essen – japanisch, Teppanyaki. 

Teppanyaki mag ich, seit ich es in Danbury das erste Mal probiert hatte. In Erlangen waren wir auch das ein oder andere Mal, aber hier ist das ganze noch etwas krasser: all you can eat. Bzw., man bestellt und ab einem bestimmten Preis geht die Rechnung eben nicht weiter, inklusive Getränken. Dafür ist es auch verhältnismäßig teuer, aber die Lebensmittel sind hochwertig, man kann dem rohen Fisch oder Fleisch vertrauen und es ist einfach köstlich. Nur in besagtem Teppanyaki Restaurant waren die Köche leider recht uninspiriert und motivationslos.

Frohen Valentinstag!

    Überbackener Hummerschwanz
  Gänseleber auf Toast (wir hatten es auch noch als gebratenes Sushi auf Reis, beides sehr zu empfehlen)

   Von Links: Sashimiplatte, gebratener Lachs und fruchtiger Salat mit Sashimi und Mangodressing
Außerdem hatten wir noch Steak, Octopus und Garnelen (jeweils gebraten), sowie verschiedene Sushirollen und Nigiri. Und ich hab mich durch die Eisteekarte getrunken (mit mein liebstes Getränk)

Unser Sonntag: 1933 Shanghai und mehr

Sonntag war, Dank einer gewissen Restmüdigkeit als Nachwirkung des Bayernspiels eher ruhig angedacht. Vormittags ging es um die Ecke zum Brunch (ins delimuses, sehr zu empfehlen!) und Nachmittags haben wir uns dann zu einer kleinen Tour aufgerafft. Für die Wenigleser: Ganz unten gibt’s lauter bunte Bilder :)

Im „historischen“ Hongkou District wurde 1933 ein massives Stahlbeton(kunstwerk)gebäude (Stilrichtung: Art Deco; vom britischen Architekten Balfours entworfen und chinesischer Baufirma in der präkommunistischen Ära „für die Ewigkeit“ gebaut) mit dem Zweck eines Schlachthauses fertiggestellt. Über die Jahre wurde der Zweck zwar immer mal wieder abgewandelt, das Gebäude aber zum Glück nie abgerissen oder großartig verändert.

2008 wurde „Old Millfun“, wie das Gelände auch genannt wird, für 100 Millionen Renminbi renoviert und in einen kommerziellen Hotspot für die ungewöhnlichsten Dinge umgewandelt. Der Ferrari Owner’s Club Shanghai ist dort z.B. untergekommen, aber auch Mangazeichner (U17, falls sich jemand in der Szene auskennt; wir tun es nicht, haben aber anhand der Fotoaktionen der Teenager im Batman-T-Shirt gemerkt, dass die hier bekannt sein müssen) oder jedwede andere Büros, Sporteinrichtungen – und natürlich der übliche Touristenkram, überteuertes Essen, Erdinger Weißbier und Illy Kaffee, Perlenketten, und so weiter. Auch die Hochzeitsszene hat sich dort niedergelassen, und man kann ganz romantisch im alten Schlachthaus seine Feier abhalten oder Hochzeitsfotoshootings. Goldschmied mit einer formidablen Auswahl an Ringen im Erdgeschoss inklusive…

Die Architektur ist, abgesehen von dem Rummel (mir persönlich wäre es lieber, das Gelände würde leer stehen oder es gäbe ein Schlachthaus-Museum, dann könnte man einen viel besseren Eindruck vom eigentlichen Zweck und Ablauf bekommen) wirklich beeindruckend: massive Säulen (300 Stück durch das gesamte Gebäude) stabilisieren die Stockwerke, 26 Luftbrücken verbinden einzelne Korridore sowie den Innenbereich des Atriums und den Außenbereich des Gebäudes und überall gibt es Gänge, Wendeltreppen oder Rampen über die das Vieh getrieben wurde.

Innen rund und außen eckig (was laut Aushang dort im Einklang mit der chinesischen Auffassung des Gesamtgefüges steht, da das Universum als rund und die Erde als eckig betrachtet wird – warum dann aber rund innen und eckig außen erschließt sich mir nicht ganz), sehr kühl. Schade eben nur, dass der Kommerz auch diesen Ort eingeholt hat. Anderswo kann man lesen, dass es total faszinierend sei, wie durch einen Zeittunnel zu reisen um an einen Ort zu gelangen, wo sich Vergangenheit und Gegenwart im Einklang treffen – mir persönlich wäre es aber lieber, durch den Zeittunnel in unberührtere Vergangenheit zu reisen.

Den Heimweg per Ubahn haben wir mit einem Spaziergang zum Bund „abgekürzt“, dort am Denkmal für die Volkshelden an der Promenade den Blick auf die Skyline von Pudong genossen und den Touritrubel an der Nanjing Lu verflucht (wir brauchen dringend T-Shirts: „Kein Tourist. Wohne hier. Will nichts kaufen. Falle nicht auf Abzocke rein. Schönen Tag trotzdem!“).

Abends waren wir mit Michi und Thomas dann noch beim Italiener „ums Eck“ (es tut mir echt Leid, wenn ihr diese Phrase nicht mehr hören könnt, aber wir wohnen einfach so genial – was ich sicher demnächst ausführlich beschreiben werde – dass hier so wahnsinnig viel Tolles bei uns „ums Eck“ ist – wir hoffen, dass zwei Jahre ausreichen, das alles zu entdecken), der sensationelle Pizza und Pasta in zugegeben etwas schummerigen Ambiente (und das dann auch noch gegenüber von diversen „Etablissements“) serviert. Leider ist es tatsächlich noch immer so, dass mein Körper jegliches Essen, westlich oder asiatisch, gesund oder ungesund, usw – gerade nicht so wirklich akzeptieren möchte. Aber das ist nur fair, mein Kopf ist ja auch noch nicht angekommen und ich fühle mich immer noch wie im Traum ;)

Hier die Bilder vom 16.08.15 (Nic hat tolle Kamerabilder gemacht, ich warte noch auf mein Akkuladegerät in der Luftfracht. Seine Bilder werden nachgereicht)

  
  Nicht der erste mehr-Reis-als-Salz-Streuer den wir gesehen haben

    Rührei mit Avocadosalat, Speck und Tomate
  Double Choc Cake

    Maracuja-Limo mit ganzer Frucht(innerei)
  Überirdische Ubahn Station, erinnerte mich an Hamburg

    Links das runde Atrium, rechts das eckige Äußere
     
    
  Blick von der vorletzten Etage (ganz oben ist leider nicht zugänglich) Richtung Osten, hinter den Türmen sähe man Pudong

   
  Wendeltreppen außen am Atrium

    Blick von einer Zwischenetage
  Rampen

    Aussenfassade
     Hühnertransport auf Chinesisch 
  Unser Ziel: zum Fluss mit Blick auf Pudong. Und: es gibt doch Tauben in SH (siehe kleiner Schwarm vor dem Shanghai Tower und dem Oriental Pearl Tower)

    Älteste Brücke Shanghais. Nicht ganz die Brooklyn Bridge, allerdings ist der Souzhou Creek auch nicht ganz der East River!
  Heldendenkmal von mittendrunter 

   
  Polizeieinsatzstation am Bund – mit Markise nach hinten…

    Bar beim Uva (der Italiener)
  Seafood Spaghetti

   
  Poster an den Wänden der (unisex) Toilette erklären italienische Gesten, auf italienisch, englisch und chinesisch – lustige Idee zur Völkerverständigung

Deutsch-Englisch-Amerikanischer Freitag/Samstag in Bildern

    Blueberrypancakes bei Mr.Pancakehouse
  Avocadoburger ebenda 

    Nettes Teehaus geschützt im Park, müssen wir dringend mal ausprobieren
  Nur die harten kommen in den Garten – BuLi Auftakt FCB gegen HSV in der Camel Sports Bar (Anpfiff: 2:30 Uhr). Waren noch 3 andere Deutsche da und ich hab die Frauenquote von 0 kommend (abgesehen von Bedienungen) gesteigert

   
  Apfel-Maracuja-Eistee bei Mr.Pancakehouse. Ja, darin schwimmt ein kompletter Apfel…

   Neben dem Bounty unser nächster Anwärter auf Lieblingslokal ums Eck, auch Frühstück gibt’s amerikanisch (rein chinesisch geführt, versteht sich). Ist echt ein schnuckeliger kleiner Laden in dem wir uns sehr wohl fühlen.

Wo ich die letzten zwei Tage so unterwegs war

Donnerstag:

Um 10:00 kamen die Fernsehtechniker um unser Fernsehen zu installieren – hat alles ganz gut geklappt und mit Händen und Füßen konnten wir miteinander kommunizieren. Die Klimaanlage haben wir mittlerweile auf 28° eingestellt – und auch ausgeschaltet wenn wir nicht zu Hause sind, sonst bekommt man einfach einen Kälteschock, wenn man von draußen so richtig schön aufgeheizt in die temperierte Wohnung kommt. Als jetzt aber die beiden aufgeheizten Fernsehtechniker „zu Besuch“ waren, hat man sofort gemerkt, dass es plötzlich richtig warm wurde, trotz eingeschalteter Klimaanlage. Hätte ich nicht gedacht…

Danach bin ich gemütlich ein bisschen durch Jing’an geschlendert, zum Tempel runter, durch zwei Malls und dann wieder Richtung zu Hause. Dort hatte endlich auch der etwas größere Supermarkt ums Eck geöffnet und ich hab sogar den Eingang gefunden – total verwinkelt und abgeranzt, eine Katze die vor’m Kühlregal chillt – aber es gibt alles, von Glühbirnen über Eimer und Lebensmittel sowie Getränke. Sehr gut zu wissen. Trotz allem fehlte mir noch ein Besuch in einem richtig großen Supermarkt, so Richtung Real oder Wal-Mart… Den Wal-Mart, den es laut Internet irgendwo nördlich von uns geben soll, habe ich auch eine halbe Stunde lang gesucht und dann entnervt aufgegeben…

Trotz allem war Donnerstag ein ziemlich ruhiger Tag, ich war recht überfordert mit China und dem Jetlag und mir – und bin deshalb leider viel zu früh ins Bett.

Freitag:

Nic’s und meine große Leidenschaft ist ja momentan das Bouldern. Seit Jahresbeginn waren wir regelmäßig einmal die Woche (zumindest meistens… manchmal kam was dazwischen, manchmal haben wir es mehrmals geschafft) in Dechsendorf bei den Blockhelden. Deshalb habe ich auch schon viel im Internet gesucht, welche Möglichkeiten wir haben hier unserem Hobby weiter nachzugehen. Während der Recherche nach Boulderhallen oder Kletterhallen mit Boulderbereich (der Flexibilität wegen, einfach mal geschwind ohne groß Equipment, abgesehen von Schuhen und Chalk, und jemand der einen sichert loszugehen, wollen wir lieber beim Bouldern bleiben als mit dem Klettern anzufangen) bin ich über eine Outdoorboulderanlage gestolpert, die es hier am Fluss geben soll. Gestern war also perfektes Wetter, um mal etwas „Urban Exploring“ zu betreiben und mich auf die Suche zu machen. Den Bilder könnt ihr entnehmen, wie es so war.

Dort unten an der Promenade war es herrlich, es ging ein schöner Wind und ich wäre auch am liebsten direkt mit einem von den ganzen Joggern mitgelaufen, die sich da so tummeln. Endlich wieder Wasser! :)

Auf jeden Fall habe ich schon meinen ersten Lieblingsplatz in Shanghai gefunden, ist schön ruhig und es gibt viele Möglichkeiten, sich wo hin zu setzen.

Abends waren wir dann mit zwei Kollegen von Nic, Michi (mit dem wir uns schon in Erlangen und während des LST getroffen haben; er hat gerade noch bis morgen Besuch von seiner Freundin Christine) und Thomas beim Italiener und danach im Zapatas gemütlich was trinken. Das war ein toller Wochenausklang und sich im Taxi auf dem Heimweg nochmal die Shanghaier Nachtluft um die Nase wehen zu lassen, hat die Glücksgefühle in so einer genialen Stadt zu leben, nochmal verstärkt.

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Blick in die Hinterhöfe

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Blick auf unser Compound von der großen Brachfläche – wo bestimmt ein weiteres Compound hingebaut wird.

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Hier ist es so heiß, dass die Plastikkarte im kunstvollen Kartenständer dahinschmilzt…

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Ich war mal wieder bei der künstlichen Gebäude-Felswand. Dort in der Gegend hätte irgendwann mal irgendwo der Wal-Mart sein sollen.

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Katze im Supermarkt. War dann aber harmlos gegenüber was uns beim Italiener erwartet hat…

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Frühstück am Freitag – Dragonfruit, Muffins von Christines und der gute kalte Kaffee. Mittlerweile, weil ich die Hoffnung auf ein schnelles Durchkommen der Luftfracht aufgegeben habe, haben wir auch Plastikteller…

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Auf dem Weg zur Outdoorboulderanlage an einem „lost place“ vorbei gekommen. Komplett abgesperrte Straße, wird irgendwas gebaut. Man fühlt sich aber wie im Zombiefilm, keine Menschenseele, kein Auto, kein Roller… etwas unheimlich.

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Wow, das Ding ist massiv groß…

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Alter Verladekran am Fluss, davor ein Boulder-Würfel.

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Blick entlang der Promenade Richtung Stadt.

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Blick in die andere Richtung.

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Panoramaaufnahme von der ganzen Anlage von der Flussseite her. Sieht man auch schön den kleinen aufgerauhten Weg entlang der Promenade für die Jogger.

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Hangboards

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Interessanter Überhang…

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Papa klettert mal in Flip Flops^^

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Ha! Andere Straßenseite vom lost place – offenbar wird da einiges erneuert – oder platt gemacht, weiß man hier ja nie so genau.

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Ok. Wird halt mal die Steinmauer über den Gehweg gebaut. Dann sperrt man dafür eben die rechte Spur / Mofaspur und macht daraus einen „Geh-Mofa-irgendwerwirdschonnochüberfahren-Weg“. Welcome to China!

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Wir waren zum Glück schon fertig mit Essen… wenn ihr genau hin seht, findet ihr die Ratte die am Lampenkabel nach oben viecht. Brrrr, irgendwie schüttelt’s da einen schon. Zumindest jetzt am Anfang noch ;)

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Im Zapata’s wird auf der Theke getanzt. Hat Nic mit seinem Chef wohl auch schon, als er mal auf Dienstreise da war.

Good Morning Shanghai!

Auch nach einer Nacht drüber schlafen wirkt dieses Abenteuer für mich nur minimal greifbarer. Zum Glück sind wir jetzt wirklich hier und es passiert einfach alles jetzt. Die harte Matratze war gar nicht mal so schlecht – kann aber auch an meinem Zustand gelegen haben.

Unsere Wohnung ist bisher nur zur Hälfte möbliert (unser Bett, Sofa und Tisch; also alles überlebenswichtige) – doch nach allen Chaosstories die wir im Vorfeld gelesen und gehört hatten, sind wir tiefenentspannt und schauen mal gelassen und neugierig darauf, wie lange diese „one week“ wohl dauern wird, bis alles da sein soll. Vor allem das halb aufgebaute Gästebett (fehlt wohl ein Teil oder Schrauben oder was auch immer) im Arbeitszimmer (Mitdenken war nicht zu erwarten, wurde auch sofort bestätigt), in dem dafür der erste Schreibtisch fehlt, stört das erste Auspacken etwas. 

Heute Mittag sollen die Internetinstallateure kommen, na da bin ich mal gespannt ;)

   Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf die Baustelle von Gebäude 9/10 (die Lautstärke des Baulärms ist Dank neuer Fenster überschaubar)
 Ist wohl warm draußen… Hatten über Nacht die Klimaanlage im Schlafzimmer teilweise an (schlafen momentan aber auch nur unter Laken, bis hoffentlich später die Luftfracht kommt) – und in der restlichen Wohnung aus. Hab mich etwas an eine finnische Sauna erinnert gefühlt, als ich vorhin aufgestanden bin.

Wir sind also da

aber auch noch nicht so richtig angekommen…

Wir sind extrem müde, deshalb heute nur viele Grüße von unserem Bett (richtige chinesische Erfahrung… Steinharte Matratze. Wir sind mal gespannt, wie das Schlaferlebnis so wird) und ein Photo vom Hot Pot ums Eck, Abendessen.

Morgen dann mehr. Anscheinend sollen wir auch schon das Internet bekommen, falls nichts schief geht.

Wir halten euch auf dem Laufenden ;)

Mit müden Grüßen – Eure Weltenbummler 

   

 

Ende von Tag2

Ein langer Tag… Trotz Müdigkeit sind wir los gezogen um eine (für mich) neue Ecke Shanghais zu erkunden: Xintiandi. Damit die Wohnungssuche-Müdigkeit und der Jetlag auch von körperlicher Müdigkeit begleitet wird, sind wir von dort über die Nanjing Lu den ganzen Weg bis zum Hotel zurück gelaufen. Es ist halt schon verrückt, wie sehr einen eine so große Stadt mit ihren bunten und/oder blinkenden Lichtern energetisiert und antreibt!

Hier ein paar Bilder:

 
Concrete Jungle…

  
Paulaner in Xintiandi… Die Bedienungen stilecht im Dirndl! Komischer Anblick!

 
Abendessen: Zitronengrashühnchen, Papaya-Meeresfrüchte Salat, Samosas und zum Nachtisch Sago-Cocos Puddingwürfel im Bananenblatt. Omnomnom!

  

Ferrari für die Buchhold-Buben :) So viele Luxusschlitten wie ich hier in einem Tag gesehen hab, hab ich in den letzten 10 Jahren nicht gesehen (Maserati, Rolls Royce, etc) 

 

Blick vom Fußüberweg auf die 10 Spuren. Verkehr ist hier krass, was ein Gehupe! Mach ich bestimmt mal noch ein Video für euch. Haben zehn Minuten einfach nur den Autos zugeschaut.

 
Bepflanzte Fahrradständer :) Shanghai gibt sich alle Mühe, Grün zu sein (gelingt auch).

Tag 2: Unterwegs

Mit Jetlag 11 Wohnungen besichtigen (in 8 Compounds) ist echt etwas hart. Es waren schön Wohnungen dabei, brandneue, große oder auch kleinere aber dann in toller Führung; mit Fitness oder Pool oder auch beidem. Morgen sehen wir noch ein paar mehr und müssen uns dann entscheiden. Das wird hart. Gerade sind wir aber auch ganz schön erledigt, und das obwohl es erst 18:00 Uhr ist. 

Unsere Maklerin hat uns um 10:00 im Hotel abgeholt und, immer fleißig am Handy chattend oder telefonierend, durch die einzelnen Gebiete und Wohnungen geführt. Kurze Mittagspause war auch noch drin, wir hatten die Wahl zwischen westlichem oder chinesischem Restaurant. Ist ja klar, wofür wir uns entschieden haben, oder?

 
(v.li.n.re.: Pilze, Shrimp Szechuan Style, eingelegte Lotuswurzel, gekochter Salat, Dumplings). Links im Bild noch Nic’s Apfelsaft – sehr frisch gepresst, yummy!

Jetzt versuchen wir, das alles zu verdauen, überdenken und für uns zu bewerten. Eigentlich bin ich auch schon bettreif, aber „es ist doch Weihnachten“ (s. vorheriger Frühstückspost) und ich will natürlich unbedingt noch in die Stadt. Starbucks gibt’s zwar wirklich an jeder Ecke, ich würde aber viel lieber mal die chinesische Kopie finden. Mal sehen, vielleicht laufen wir gleich einem über den Weg… Und der Smog hat sich auch komplett verzogen!!

Hier aber noch ein paar Eindrücke von unterwegs:

  

Glücksbärchis im Auto unseres Fahrers. Frühs durch die Scheibe auch noch recht smogig. 


Fußgängerüberweg über der Straße, unter der hochgesetzten Straße.


Vorne: Hochgesicherter Transport (natürlich wird auf dem Roller nebenher SMS getippt), dahinter ein älterer Chinese wie aus einem Klischee ausgeschnitten und auf modernes Gefährt gesetzt.    

Unsere Maklerin (beide Handys in der Hand). Genialer Rucksack. Zum Thema Mode mach ich demnächst eine gesonderte Rubrik auf.

  

Im Restaurant: Fühle mich an französische Raststätten aus den 90ern erinnert. Nicht gerade positiv. „Notiz an mich selbst: immer zu Hause zur Toilette gehen!“ (Disclaimer: eine der drei Kabinen hatte eine Toilette, allerdings ohne Brille, aber immerhin!) 

  

Motto für euch Besucher :) („Ist es nicht schön, Freunde zu haben die aus der Ferne kommen?“)

  

Blick vom Balkon einer der Wohnungen (die wir sicher nicht nehmen) – alte, kleine Häuser mitten in der Stadt, eingefasst von den Wollenkratzern) und:

 

Blick bis Pudong (hinten Mitte im Dunst, zwischen Hochhaus und dem Haus mit den zwei Kränen, sind der Shanghai Tower sowie das SWFC (der „Flaschenöffner“) zu erkennen).