Besuch, Besuch

Was wäre das Leben ohne Freunde?

Wie ihr wisst ist mir der Abschied aus Shanghai sehr schwer gefallen, umso schöner also dass uns im ersten halben Jahr gleich zweimal Freunde aus der „alten Heimat“ besucht haben.

Unser erster Besuch, passend einen Tag nachdem unsere Seefracht mit den Möbeln aus Deutschland (und damit unserem Bett, sodass ein Gästebett zur Verfügung stand) kam, waren Dani und Stefan. Zwei Jahre haben wir in Shanghai, China und darüber hinaus die Hochs zusammen gefeiert und die Tiefs zusammen durchstanden. Wie schön also, dass genau sie unsere Besuchercouch einweihen kamen :)

Das Wochenende war wunderbar, nur das Wetter nicht ganz so hold. Ein Taifun hat seine Arme nach Japan ausgestreckt und was mit viel Regen kurz nach ihrer Ankunft begann, hat sich zu einem ausgewachsenen Sturm hochgeschaukelt (so sehr, dass bei den außen geparkten Autos die Alarmanlagen losgingen) – und ihre Abreise um einige Stunden verschoben.

Nachdem man das Wetter nicht ändern kann haben wir einfach das Beste draus gemacht, viel getratscht und die Zeit genossen, wie immer gut gegessen und getrunken. Sogar Formel 1 konnten wir noch zusammen schauen, also irgendwie alles wie immer. Beruhigend zu wissen, nur weil man nicht mehr ganz um die Ecke wohnt ändert sich da gar nichts. Und später in diesem Jahr werden wir uns auf einem ganz anderen Kontinent wiedersehen ;)

Aber hier erst mal die Bilder vom ersten Besuch (im Regen habe ich viel zu wenige gemacht, aber es war ja zum Glück nicht das letzte Mal, dass wir uns 2017 sehen sollten;)):

Leckerli aus Shanghai: Cinnaswirl Cinnamon Rolls. Ich könnte mich reinlegen! Dazu unsere klassische Samstagmorgensbeschäftigung: Brunch <3 Links hinten: Statue des Hachiko, der berühmte Hund von Shibuya – und wir total im ElementAuf der berühmtesten Kreuzung der Welt – naja, zumindest eine der berühmtesten – Shibuya CrossingStefan und Nic vor dem Meiji SchreinUnd auch ein kurzer Spaziergang durch Harakuju muss sein – auch wenn es schon leicht regnet, hat irgendwie was mit den Schirmen (aber schön auf die Augen aufpassen!)Kleine Wein- und Sektprobe am Tsukiji Fischmarkt – noch sind wir trocken Und ein kleines Stück Normalität: Formel 1 und ein gemütlicher Abend. Hach, könnten wir das doch regelmäßig machen!!

Danke, dass es euch zwei gibt und wir uns rein zufällig bei dem Medical Check in Shanghai beim look and see Trip kennengelernt haben. Ihr macht unser Leben bunter, fröhlicher, aktiver und schöner! Auf viele schöne neue Abenteuer, hier und dort und anderswo!

Wie es weiter geht

Wie einige von euch wissen, geht bald die Zeit unseres initial geplanten Aufenthalts in Shanghai zu Ende.

An alle, die sich sicher waren, dass wir Shanghai nicht nach zwei Jahren verlassen werden (zu denen ich selbst bis Ende letzten Jahres gehört habe): Sorry, Leute, falsch gelegen.

An alle, die der Meinung waren, dass wir nicht nach zwei Jahren nach Deutschland zurückkehren werden: Bingo!

Ich spare euch die lange Fassung, über Monate hat sich die anstrengende Zukunftsplanung gezogen (die größtenteils davon ausging, dass wir in Shanghai bleiben wollen). Über Umwege (ich hatte im Januar schon die nächsten Jahre in Thailand verplant) ist es jetzt offiziell: ab dem 01.06. (!) werden wir in Yokohama, Japan, starten.

Es ist nicht leicht, Shanghai zu verlassen. Ganz im Gegenteil. Nic fällt das zum Glück deutlich leichter als mir, so kann er das Japan-Zugpferd sein. Shanghai, gerade Jing’an, das ist mein Viertel. Da kenne ich mich aus, kenne ich die Leute, kann ich auf einfachem Niveau kommunizieren (zumindest beim Einkaufen, Taxifahren und im Restaurant). Da haben wir Freunde.

Aber das Leben spielt eben manchmal anders und so versuche ich gerade, mein Gehirn davon zu überzeugen, dass es total toll ist, noch eine Sprache zu lernen und bin sehr dankbar, dass das große Abenteuer noch ein bisschen weiter geht. Immer mal raus aus der Komfortzone. Und wer weiß, vielleicht darf ich diese unglaubliche Stadt in diesem unglaublichen Land nochmal längerfristig beehren.

Diese Woche ist nun unser Look-and-See Trip in Japan, heute geht es auf Wohnungssuche. Erstmal haben wir uns auf ein Leben in Yokohama geeinigt (von der Lage her könnte man genauso gut in Tokyo leben). 

Es ist nicht unser erster Besuch hier, vor ein paar Wochen (als das ganze Thailand-Japan Fiasko los ging) waren wir schon ein langes Wochenende da. Einfach um uns klar zu werden, ob es wirklich in Frage kommt. Leider konnte ich euch da noch nicht einweihen, die meisten meiner Gedanken habe ich aber konserviert und gespeichert, um sie euch jetzt nachzuliefern.

Diese Woche dürft ihr uns also „mal wieder“ auf einem Look and See Trip begleiten.

 Yokohama vom Yamate Italia-Yama Garten aus